Die Banalität des Bösen auf Spanisch

Die Banalität des Bösen auf Spanisch

Irre komisch: Judenhass in Spanien (Symbolbild:Grok)

Wenn der Tod ein Meister aus Deutschland war, dann ist Spanien wohl der mehrfache europäische Meister in der Disziplin des europäischen Antisemitismus, zumindest spätestens seit 2023. Und da der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez den Juden den 7. Oktober einfach nicht verzeihen kann, tut dieser Sozialist alles, sein Land auf Israelfeindlichkeit zu trimmen: Sánchez sprach wiederholt von „unverhältnismäßiger Gewalt“ Israels, stellte öffentlich infrage, ob Israel überhaupt das “Völkerrecht” einhalte und ging sogar noch weiter, indem er das Land als „genozidalen Staat“ beschimpfte und wörtlich erklärte, man mache „keine Geschäfte mit einem solchen Land“. Gleichzeitig fabulierte er über die militärische Ohnmacht Spaniens mit dem bezeichnenden Satz, man habe „keine Atombomben“, um Israel zu stoppen. Dafür versucht er mit anderen Mitteln, Letzteres politisch irgendwie durchzusetzen, etwa durch Waffenembargos, diplomatische Isolation, Forderungen nach Ausschluss Israels aus internationalen Wettbewerben und die Anerkennung eines palästinensischen Staates mitten im Krieg. Hinzu kommen rhetorische Eskalationen, in denen Sanchez Israels prinzipiell legitimes Vorgehen in Gaza als „Ausrottung eines wehrlosen Volkes“ diffamiert – eine Sprache, die weit mehr als Kritik ist, nämlich gezielte moralische Delegitimierung.

Sowas kommt von sowas: Ein Clip, der derzeit in den (a)sozialen Medien kursiert und aus einer Lokalszene in der Region Bierzo stammt, zeigt die spanische judenfeindliche Provinzfolklore in ihrer ganzen Grässlichkeit. Dort hört man Sätze, die just dieselbe Mischung aus Verharmlosung und Ressentiment transportieren, die auch Sanchez in seinen Einlassungen an den Tag legt: Da ist davon die Rede, dass man “die Juden töten müsse“, begleitet von höhnischem Gelächter; jemand wirft ein, das sei „doch nur Spaß“; wieder einer setzt nach, man habe das „früher schon so gemacht“. Diese Halbsätze, dieses halb offen bekundete, halb wieder zurückgenommene Daherreden, sind entscheidend: Es sind keine ausgearbeiteten Ideologien, sondern Reflexe – und genau deshalb ist der Clip so aufschlussreich. Genau aus diesem politischen Klima heraus entfalten solche Videos ihre eigentliche Aussagekraft.

Andeutung und gemeinsames Einverständnis

La banalidad del mal“ hätte es Hannah Arendt auf Spanisch genannt: Die Banalität des Bösen eben. Und gerade weil dieses verstörende Video aus dem Alltag kommt – aus keiner politischen Rede, keinem ideologischen Manifest, sondern aus einer beiläufig gefilmten Situation – heraus, ist es so entlarvend und verräterisch. Niemand hält hier eine große Hasspredigt; das ist auch gar nicht nötig. Es ist ein banales, scheinbar beiläufiges Geplaudere – mit furchterregendem Inhalt; alles funktioniert hier über Andeutung und gemeinsames Einverständnis: Man sagt etwas Ungeheurliches, lacht darüber, relativiert es sofort – und weiß doch, dass alle im Raum verstehen, worum es geht. Dieses „War doch nur Spaß!“ ist keine Entschärfung, sondern hat System und ist Teil eines judenfeindlichen Mechanismus.

Das eigentlich Abgründige dabei: Dies passiert in einem Land, in dem es heute praktisch keine Juden mehr gibt. Man hat sie vor Jahrhunderten vertrieben und pflegt bis heute das Ressentiment gegen ihre Abwesenheit; auch wenn Spanien zeitweise – sogar unter Franco – für Juden ein Refugium war, weil ihnen anderswo noch Schlimmeres drohte, ist Spanien so gut wie “judenrein”. Dass Antisemitismus dort am verbreitetsten ist, wo es fast keine Juden (mehr) gibt, ist kein neues Phänomen. Judenfeindlichkeit ohne Juden, aber mit umso größerer kultureller Selbstverständlichkeit: Der Hass braucht keine Realität mehr, er lebt längst aus sich selbst heraus. Und so schließt sich der Kreis: Wenn der Tod ein Meister aus Deutschland war, dann ist Spanien eben der routinierte und aktuelle Titelverteidiger im europäischen Antisemitismus – bloß dass man heute keine Reichspogromnacht, keine Lager und keine Inquisition mehr braucht. Ein Witz reicht. Ein Lachen. Und eine Regierung, in der ein israelfeindlicher Sozialist an der Spitze den Ton vorgibt, während große Teile seines Volkes ihm den Gefallen tun und die Banalität des Bösen mit neuer Vitalität füllen.

11 Kommentare

  1. ist es nicht so das sich Israel im Moment nicht gerade bemüht Freunde zu bekommen und zu erhalten,sondern sich weiterhin wie die Krawallaxt im Walde im Nahen Osten aufführt?

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  2. Kann mit dem Beitrag echt nichts anfangen.

    „Wenn der Tod ein Meister aus Deutschland war“

    Und damit auch nichts.
    In welches Land ist er denn gegangen? Woher kam er?

    1. Das ist das neue, extrem Linke Spanien:

      Die junge Noelia Castillo Ramos wurde von Marrokanern gruppen-vergewaltigt !
      Und sie konnte ihr Leben danach nicht mehr ertragen. Vom Links-Staat Spanien keine Hilfe!

      Ausser das der Staat sie wie ein Tier eingeschläfert hat
      und ihr die Organe entnommen wurden!

      Möge sie im Himmel bei Jesus Christus ihre ewige Ruhe finden.

      Natürlich keine Zeile im Linken deutschen mainstream …
      s. Artikel

      https://apollo-news.net/nach-gruppenvergewaltigung-spanierin-beantragt-aktive-sterbehilfe-gericht-gibt-ihr-recht/

      Und clip

      warum spricht keiner über Noelia Castillo Ramos aber alle über

  3. Gerade Spanien hatte ja einige Kolonien in Nordafrika seit dem Altertum und logischerweise wurden ja auch viele ins Mutterland geholt und so breiteten sie sich mehr oder weniger aus. Das diese dann auch ihre Kultur weiterführen ist völlig normal und traditionell sind Christen und Juden die Hauptfeinde des Propheten mit dem Koran. Naja das es da eben einen hohen sowie starken Antisemitismus gibt das ist dann auch normal wie in Frankreich, Belgien, Holland und Großbritannien. Leider wird dieses Phänomenen immer auf weiße Ureinwohner abgewälzt auf das Fördergelder an Demokratie/Toleranzvereine fließen die dann als Steigbügelhalter des Systems mit Antifaschismus und Antirassismus patriotische sowie nationale Strömungen niederhalten wenn juristisch nichts zu beanstanden ist. Gewalt ist erwünscht und so die Justiz auf dem linken Auge blind. Ziel der Herrscher ist das Teufelsprojekt Agenda 2030 der grenzenlose Einweltstaat. Sollte dieser Wahnsinn in Sektenmanier stehen sind die Wegbereiter die Ersten die gehen da die großen keine Mitwisser wollen wie ihre Karten aussehen. Fressen und gefressen werden ist das Gesetz der Natur. Der Schwächere zu Boden fällt und der Stärkere überlebt. mfg

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  4. Von wegen „unverhältnismäßiger Gewalt“ Israels!
    Es ist absolut verhältnismäßig, 80.000 Gaza-Palästinenser umzubringen, darunter viele Kinder, etliche Menschen zu Invaliden zu machen, 2/3 der Wohnungen zu zerstören, 85 % der Bevölkerung obdachlos zu machen. (Angaben von Stern, aber auch andere Mainstream-Quellen bestätigen es.)

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    1. Wäre unverhältnismäßig, wenn es stimmen würde. Palästinenser- und Islamterroristenpropaganda nachzuplappern ist halt nicht so clever.

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      1. Herr Matissek,
        erstmal bedanke ich mich dafür, dass Sie meine Zeilen veröffentlichen. Ehrlich gesagt, ich habe nicht daran geglaubt.
        Glauben Sie mir, nichts wünschte ich mir sehnlicher, dass ich mich in dieser Sache irre, bzw. einfach Propaganda nachplappere.
        Wobei ich dann fragen muss: Was ist die Wahrheit?
        Wie viele Gaza-Palästinenser, darunter Kinder sind gestorben, wie viele Kriegs-Invaliden gibt es, wie viel Wohnraum ist zerstört worden, wie viele Obdachlose gibt es? Die Bilder sind jedenfalls erschreckend.
        Was ist das Ziel der Israelis?
        Was ist mit dem Trump-Kushner Vorschlag, in Gaza eine Riviera auszubauen? Reuters hat am 5. Febr. 25 darüber berichtet. Die Gaza-Bewohner, die gehen, bekommen eine großzügige finanzielle Entschädigung, was einen Hauskauf ermöglichen würde. Das kam nicht vom US-Präsidenten, sondern vom Immobilien-Fachmann Trump.

      2. Warum wird alles als Islamisten- oder Palästinenserpropaganda dargestellt, warum kann man sachliche Kritik nicht als das darstellen, was sie ist, sachliche Kritik oder will man, egal von welcher Seite, jedwede Kritik durch Einschüchterung oder Verriss als Hetze oder Antisemitismus darstellen? Ist es nicht mehr möglich, sich über Themen, seien sie noch so unangenehm, auszutauschen, ohne das man der anderen Seite gleich irgendwelche Unterstellungen um die Ohren haut. Wo bleibt unsere Menschlichkeit? Die Verhärtung der Fronten hilft niemandem, weder Israel noch den Palästinensern oder sonstigen Gruppen. Wenn wir diskutieren hören wir dem Anderen nicht zu, sondern wir warten nur darauf, dass er Luft holt und wir unsere Tirade fortsetzen können. Diesen Artikel kommentiere ich daher nicht, es bilde sich jeder selber sein Urteil https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/gaza-17500-verletzte-operationen-blockiert-warnke-li.10030889

  5. Sanchez zeigt in seiner Politik wohin die Reise geht,.
    er erinert mich sehr an den islamisch/ komunistischen Buergermeister NY’s Mandani. und dessen Rhetorik.
    Er will oder arbeitet daran, um die 500 000 junge Eroberer, meist Nordafrikaner ein zubuergern, irgendwo braucht er Suendenboecker, um der Wut und dem Frust seiner Landsleute ein Ziel zu geben, da passt es die judenfeindliche Stimmung an zuheizen, um von den realen Problemmachern ab zu lenken

    1. Eben bei Markus Krall gelesen, daß Sanchez den illegalen Migranten aus aller Welt Tür und Tor öffne. Ausgerechnet Spanien, das sich bislang darauf beschränkte, den unwillkommenen Gästen eine Fahrkarte gen Germany zu finanzieren. Ich hoffe, daß Sanchez die Leute, die seinem Aufruf folgen, dann auch dauerhaft im Land behält und finanziert.
      Die Politik der meisten EU-Staaten ist unerträglich.