
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist gelaufen. Das Wettrennen zwischen den regierenden Grünen und der mitregierenden CDU ging aus wie schon vor fünf Jahren, wobei die CDU stärker zunahm als die Grünen ab – es ist fast ein Patt mit weniger als einem Prozent Unterschied. Die Wahlanalysen zeigen, dass nicht die Wahlprogramme entscheidend waren, sondern der Bekanntheitsgrad und Sympathiewert der Spitzenkandidaten. Von der Programmatik her liegen die beiden Parteien zwar deutlich auseinander, was die beiden Spitzenkandidaten für das Ministerpräsidentenamt Manuel Hagel und Cem Özdemir nicht davon abgehalten hat, sich öffentlich fast in den Armen zu liegen. Es scheint ausgemachte Sache zu sein, dass sich die CDU nun als Juniorpartner der Grünen Regierung anbiedert. Doch muss das wirklich sein?
Nein, denn die CDU könnte den Ministerpräsidenten stellen und in Baden-Württemberg den Ton angeben – wie auch im Bund übrigens –, was allerdings nur mit der AfD möglich wäre. Denn: CDU und AfD hätten im neuen Stuttgarter Landtag ebenfalls eine komfortable Mehrheit der 154 Abgeordneten. Programmatisch liegen die Parteien nicht allzu sehr auseinander. Vieles scheinen die beiden Parteien voneinander abgeschrieben zu haben. Wer den Wahl-O-Mat nutzte um sich zu vergewissern, wie er oder sie liegt, konnte nach der Beantwortung der über 30 Fragen feststellen, dass die eigene Präferenz, je nachdem die Bestätigung für die eigene Partei, oder mit wenig Abstand eine Wahlempfehlung zugunsten der AfD oder CDU erhielt. Warum also nicht koalieren?
Schwarz-blau müsste die Zukunft sein
Mit der AfD könnte die CDU erheblich mehr durchsetzen als mit den Grünen. Wenn auch „die Musik“ im trostlosen Berlin gemacht wird, eine schwarz-blaue Koalition in BW würde den Takt für eine Trendwende setzen im ungebremsten Niedergang des ehemaligen Exportweltmeisters Deutschland, dessen Erfolgszentrum über Jahrzehnte in den high tec – Ländern BW und Bayern lagt. „Könnten“ – wäre da nicht die AfD, die in einer jahrelangen Medienkampagne zum Schmuddelkind der Nation dämonisiert wurde.
Könnte von einer CDU, die sich dem “C” im Parteinamen verpflichtet fühlt, nicht erwartet werden, sich christliche Gedanken zu machen? Beim heutigen Kirchgang stand das Johannes-Evangelium von der Begegnung von Jesus mit einer Samariterin am Brunnen im Mittelpunkt. Diese Frau wunderte sich, dass sich Jesus mit ihr unterhielt, nicht nur mit ihr als eine Frau, sondern mit einer Samariterin! Sie sagte: Du als Jude sprichst mit mir – wo doch Samariter in den Augen der Juden als Fremdvolk, eine Art Paria sind, jedenfalls als Außenseiter?
Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter
Denn man sollte wissen: Juden und Samariter galten als verfeindet. Niemals hätte ein Samariter einem halbtoten Juden am Wegrand geholfen. Und niemals wäre ein Jude bereit gewesen, einen Samaritaner zu lieben wie sich selbst. Nie hatte ein jüdischer Rabbi mit einer samaritanischen Frau gesprochen. Überhaupt pflegten die Juden bei ihren Reisen einen großen Bogen um die Samariter zu machen. Samariter waren für Juden quasi das, was in den Augen der heutigen Altparteien die geächtete AfD-Anhängern sind. Doch, und hier wird es christlich: Jesus durchbrach dieses Muster. Nicht nur in diesem Evangelium, sondern auch, als er ausgerechnet einen Samariter als Barmherzigen herausstellte.
Was könnten uns diese Gleichnisse aus der Bibel lehren? Leben wir gedanklich immer noch in der Zeit vor 2000 Jahren? Politiker tun sich ja bekanntlich schwer damit, aus der Geschichte zu lernen. Wäre es nicht an der Zeit, den Kleinkrieg mit der AfD zu beenden. In beiden Parteien gibt es außer Übereinstimmung in Sachfragen noch gute Christen. Mit der ausgrenzenden Brandmauer hatten die Altparteien bisher keinen Erfolg. Wie aus der Stadt Samaria schließlich ein Land Samaria wurde – heute der nördliche Teil des Westjordanlandes – so vergrößerte sich auch die AfD – trotz oder wegen der Stigmatisierung als politischer Paria – auf rund ein Fünftel der Bevölkerung.
15 Jahre Kretschmann reichen
Ein Politikwechsel gebietet nicht nur die Strategie, sondern insbesondere die inhaltliche Politik. Denn wie oben aufgezeigt, liegen CDU und AfD programmatisch näher beieinander als mit den Grünen. Gemeinsam würden sie den Wandel repräsentieren, der von weiten Teilen der Bevölkerung gefordert wird. Wenn Özdemir im Wahlkampf propagierte, es gebe drei wichtige Aufgaben für Baden-Württemberg, Wirtschaft, Wirtschaft und nochmals Wirtschaft, sollte er wissen, dass er mit der Programmatik seiner Grünen nicht erfolgreich sein kann. Wenn sich die CDU auf Biegen und Brechen einem „grünen“ Ministerpräsidenten unterwerfen will sollte sie wissen, dass sie dann nur eine einzige und starke Opposition haben wird, die AfD!
Die SPD wird sich mit ihren 5,5 Prozent wohl auf das Schicksal vorbereiten müssen, das jetzt der FDP widerfahren ist. Diese ist nach 75 Jahren aus dem Stuttgarter Parlament ausgeschieden, was meinerseits bedauert wird. Sie wäre heute nicht mehr überflüssig. Mit nur 0,7 Prozent Abstand zwischen CDU und Grünen sollte es keine ausgemachte Sache sein, dass Özdemir Ministerpräsident wird. 15 Jahre Kretschmann sollten reichen. In diesen Jahren hat Baden-Württemberg leider abgewirtschaftet. Es tut weh, das nicht nur mit ansehen, sondern auch den weiteren Niedergang des Landes mit erleben zu müssen. Wirklich weiter so?
- Auf Telegram teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Telegram
- Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
- Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
- Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
- Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
- Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken









15 Kommentare
die CDU und regieren?
Tango korrupti
Und dazu sind sie auch noch erbärmliche Waschlappen!
Apollo news short zur CDU BW
das Verhalten der CDU ist nur noch erbärmlichHerr Künstle, ich hatte es Ihnen schon einmal geschrieben. Solche Artikel können Sie sich und der Algemeinheit ersparen! Es geht doch garnicht um die Frage, ob die CDU will! Sie dürfen nicht! Oder denken Sie etwa wirklich, nach 25 Jahren Zerstörung des Landes setzt jetzt die Vernunft ein? Die hätten doch schon längst koalieren können. Sie wollen und dürfen es nicht. Verwenden Sie lieber Ihre Energie darauf herauszufinden, wer sie nicht lässt die Pseudodemokraten. Ist nicht so schwer zu finden. Begraben Sie Ihren Traum von einer konservativen CDU! Sie sind nur Stiefellecker und Bücklinge für die, die wirklich die Macht haben.
@Die CDU könnte regieren
nicht wirklich !
Die müßte mit der AFD zusammenarbeiten – und wenn die AFD ihre Ansagen einhalten will, muß sie die verbrechen der letzten Jahrzehnte aufarbeiten – Corona, Cum-Cum, Cum-EX, Wirecard, Klimabetrug, Plünderung des Landes, die wirtschaftliche Zerstörung, die Zerstörung der Energieversorgung – StGB § 316b Störung öffentlicher Betriebe, bis zu 10 Jahre,
BGB § 826 Sittenwidrige vorsätzliche Schädigung
Das würde auch die CDU treffen – gerade deren Oberschicht, das machen die nicht.
Und wenn die AFD das aufgeben will, kann sie sich der Blockpartei gleich anschließen und deren Zielen :
de-mobilisierung, de-carbonosierung, de-industrialisierung, Islamisierung, Bargeldabschaffung, Totalüberwachung
und wie sich die Oligarchen ihre Herrschaft sonst noch vorstellen – Impf-Abo und genetische Modifikationen eingeschlossen
Tut mir leid – aber eine AFD, die eine Alternative zu der Blockpartei sein will, kann mit diesen Flügeln nicht zusammenarbeiten. Derzeit sehe ich für das Land nur die Option, für 20 oder 30 Jahre die AFD in Allein-Regierung zu bringen mit 76%, damit sie gesetzeskonform den ganzen linken Rotz aus den Gesetzen, dem Grundgesetz eingeschlossen – streichen kann !
Ansonsten – viel Spaß im Lastenrad, ziehen sie im Winter einen zweiten und dritten Pullover an und machen sie Kniebeuge – vielleicht gibt es ja eine gen-Therapie, mit der sie kälte-unempfindlicher werden und nicht erfrieren können !
Exakt!
Danke für den Kommentar, ich schließe mich vollumfänglich an!
Die CDU?
Die CDU hätschelt die fordernden Gäste, die in Deutschland aus der Ukraine sind, genau so, wie die anderen Parteien und deren Parteinicks und hat die hiesige autochthone Bevölkerung längst vergessen.
Die CDU regiert doch schon längst. Das Konklomerat aus Grün, Rot und Schwarz, zusammen mit Rot-Rot, funktioniert doch. Wer braucht da noch Blau? Die Wahl in BAWÜ hat doch eindringlich gezeigt, wie das Wahlvolk tickt. Es will den Untergang, ja es fordert ihn sogar. Insofern bekommt das Biodeutsche Volk genau das, was es will. Die CDU spielt dabei genau die Rolle, die sie spielen muss. Aber keine Bange, der Spuck ist bald vorbei! Für die Mehrheit gilt:“ sie werden nichts besitzen, aber glücklich sein“! Und selbst dann werden die Biodeutschen noch an den Rosa elefanten glauben.
Die Namen Merkel, Merz und Hagel sind Herrn Künstle aber schon ein Begriff?? Erstere steht wie keine für den systematischen Niedergang Deutschlands, Zweiter führt dieses Werk gerade ungeniert fort und Dritter hat sich schon eindeutig gegen die AfD positioniert! Die alte CDU ist längst tot, eingeäschert und begraben – das sollte doch so langsam eigentlich mal klar sein?!
Die Generation der Versager…. wenn man die 38-58 Jährigen so anschaut, es ist die Generation der Weichgespülten, der Feminismus- Generation, welchen – zumindest als Männer – nichts anderes übrig blieb, als Kreide zu fressen, weil dieser Generation durch einen zynischen Neoliberalismus und einem furchtbaren Gerechtigkeits- oder Vorteils- Feminismus auf der anderen Seite bereits der Denkspielraum arg eingegrenzt wurde. Verantwortlich daran sind aber auch wir Boomer, die beide genannten Strömungen um 1990 ff zu wenig bekämpft haben: da waren wir schon zu arrogant verbürgerlicht dazu! Und dann folgten rein Ehrgeizige – die Technomusik hörten – ohne viel Vernunftsinn! Die Habecks und Bärbocks, Klingbeils und andere „Taugenichtse“….!.
Was wurde denn bei dieser Wahl gewählt:….[“ „Jene, die heute die Entscheidungen treffen sind nicht vom Volk gewählt worden( BIG MONEY, PHARMA- MAFIA,- WEF, KLIMA und WAFFEN-LOBBY ) , und jene die vom Volk gewählt worden sind, haben nichts mehr zu entscheiden!“ ( Horst Seehofer)
Es ist ja bei diesem Schafsvolk so:
Zwingt man den Deutschen (wie ab den 1950er Jahren zumindest im größeren Westteil) von außerhalb die Marktwirtschaft auf, werden sie wohlhabend bis unfaßbar reich.
Läßt man sie frei wählen, entscheiden sie sich für Sozialismus, Armut, Abstieg und das Verschwinden in die Bedeutungslosigkeit bis gar zur gänzlichen eigenen Abschaffung. 😐
Wenn die AFD eine rein rechtskonservative Partei wäre; dann wäre eine Koalition mit der CDU möglich. Solange sie sich aber nicht klar zur EU bekennt, im Geiste von Helmut Kohl, und weiterhin Putin-Trolle und Trump-Knechte in ihren Reihen duldet, ist eine Koalition eben nicht möglich. Eine solche Koalition wäre Selbstmord für die CDU, es würde sie zerreißen. Und wer das nicht begreift, hat eben von Politik keine Ahnung!
Der allerunchristlichsten Partei, der man eigentlich das C entziehen sollte, wird in diesen treffenden Beitrag der Spiegel vorgehalten. Denn derjenige, auf den sich das zur Scheinheiligkeit verkommene C bezieht, kannte keine Brandmauern. Er setzte sich auch mit den aus der damaligen Gesellschaft Ausgestoßenen, wie dem von den Pharisäern verabscheuten Zöllner Zachäus an einen Tisch und vergab sogar auch einer Ehebrecherin. Siehe auch sein Wort „Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein“, Damit unterscheidet sich aber auch das Christentum vollständig vom Islam. Die CDU hat mit allem etwas zu tun, nur nicht mit dem Christentum. Sie sollte schnellstmöglich ihren Parteinamen ändern.
Wenn die CDU es könnte, dann würde doch das Land heute anders aussehen!
Seit 40 Jahren kaspern die CDU Politiker und Mitglieder herum. Seit Merkel wurde die Demokratie abgeschafft und „Unsere Demokratie“ und die Justiz sind nur noch dabei, durch faule Ausreden das Volk am laufen zu halten!
Beim Hinweis auf den sprichwörtlichen Samariter musste ich schmunzeln. Da beweist der Autor doch glatt, dass er auch über historischer Erkenntnisse verfügt. Allerdings bemerkt er nicht, dass dies von den Schreibern der Evangelien eine bewusste Desavouierung des Messias-Kandidaten darstellt. In „Jesus, Römer, Christentum“ wird nicht nur diese Passage erklärt, sondern neben vielen anderen auch die andere Stelle, wo sich ein Samariter als Einziger für eine Hilfe bedankt. Und auch, dass der Kandidat noch nirgends so einen Glauben gefunden hat, wie bei einem römischen Hauptmann lässt auch niemanden zusammenzucken. Aber das so nebenbei …
Die AfD kann heilfroh sein, dass ihr eine Koalition mit dieser CDU und diesem Kandidaten erspart bleibt. Schneller als der Schall wäre sie in einen Abwärtssog hineingezogen worden. Sie kann nur allein gewinnen – oder wenn sie das Sagen hat.
Was wäre es denn, wenn die Komiker der CDU sich von der Komik sich befreien und den Kindergärtner
in den Briefkasten zu sch….. Alleingelassener Chem könnte ohne CDU und AFD nix ausdrichten, Aber
die Baden-Würtemberger in diesem Kalifat sind als Einwohner sowie die CDU-Wähler und Parlamentarierzu beschränkt, etwas zu ändern…