Die Freiheitlich-Demokratische Unordnung

Die Freiheitlich-Demokratische Unordnung

Erst die Politik, dann die Justiz: Der deutsche Rechtsstaat wird zur Farce (Symbolbild:Grok)

Im Diskurs gelegentlich auftauchende Kategorien wie der “gesunde Menschenverstand” oder das “Rechtsempfinden” werden von Juristen oft herablassend belächelt. Übersehen wird dabei, dass sich die Nachvollziehbarkeit der Rechtsprechung gravierend auf das Zusammenleben in einer Gesellschaft auswirkt. Zentrale Grundlage eines friedlichen Miteinanders ist der Rechtsfriede; das Vertrauen darauf, sich bei existenzgefährdenden Angriffen auf Grund- und Persönlichkeitsrechte auf den Rechtsstaat als Ultima Ratio verlassen zu können. Anders kann Demokratie nicht funktionieren, denn wo die Justiz versagt, tritt über kurz oder lang immer die Selbstjustiz auf den Plan. Die Schutzfunktion des Staates gegenüber dem Einzelnen scheint in Deutschland seit geraumer Zeit außer Kraft gesetzt und durch eine stringente Zweiklassenjustiz ersetzt worden zu sein. Das Vertrauen schwindet mit jedem Tag weiter. Zur Erinnerung einige Beispiele, die diese Entwicklung unterstreichen.

Als die Cum-Ex-Chefermittlerin Anne Brorhilker ihren Job allzu Ernst nahm und nach jahrelangen internationalen Ermittlungen und Aufdeckung eines heftigen Steuerschadens von mehr als zehn Milliarden Euro auch den Verwicklungen des an Gedächtnislücken leidenden Kanzlers Scholz zu nahe kam, verlor sie plötzlich jeglichen Rückhalt, einen Großteil der finanzielle Ausstattung ihrer Behörde und musste im April des vergangenen Jahres sichtlich entnervt das Handtuch werfen.

Schlussglöckchen der Vorsitzenden

Als das gentechnisch auffällige Killervirus “Einzug” hielt, dirigierte plötzlich nicht mehr das Parlament als Volkes Stimme, sondern die nicht legitimierte Bund-Länder-Runde von Kanzlerin und Ministerpräsidentenkonferenz. Gemeinsam mit einer Handvoll größenwahnsinniger Experten ergingen über Jahre grotesk-widersinnige Restriktionen für die private Lebensführung. Verfassungsrichter entschieden dazu kurzerhand, nicht das Grundgesetz zu verteidigen, sondern dem Notstand und der politischen Selbstermächtigung juristisch den Weg freizuschießen. Selbst ein auf breiter Front geforderter Untersuchungsausschuss zur völlig entgleisten Maßnahmepolitik wurde im Nachhinein noch erfolgreich verhindert. Jetzt lässt man in einer medial kaum noch aufbereiteten vorgeblichen “Enquetekommission” kritische Fragesteller mit teils völlig sinnlosen Erwiderungen verhungern. Sinnbildlich ertönt immer öfter ein disziplinierendes Schlussglöckchen der Vorsitzenden, bevor etwas Klärendes zur Sache erwidert werden muss. Man spielt gern “auf Zeit” – weil man es kann.

Im Fall Michael Ballweg kam nach fast einem Jahr rigide praktizierter Untersuchungshaft vor Gericht statt einer Millionenveruntreuung eine falsch besteuerte Hundematte ans Licht. Ballwegs hohe sechstellige Vermögenswerte, die auf der Grundlage offensichtlicher Falschbehauptungen von der Finanzbehörde eingefroren wurden, bleiben allerdings da wo sie sind. Ballweg lebt bis auf weiteres von Zuwendungen Dritter. Eine baldige Rückgabe ist kaum zu erwarten. “Verfahrensfragen”! Ist jetzt eben so.

Nonsens und Nebelkerzen

Der umstürzlerische “Rollatorverein” der “Gruppe Reuss”, Durchschnittsalter weit jenseits der Sechzig, flog Ende 2022 auf. Die meisten Mitglieder schmoren seitdem in U-Haft. Die Beweislage für tatsächliche terroristische Aktivitäten ist dem Vernehmen nach äußerst dünn. Zwei der insgesamt achtzehn Angeklagten wurden jetzt offensichtlich aus Gründen politischer Schadensbegrenzung auf freien Fuß gesetzt. Angesichts der bisher bekannt gewordenen Ermittlungsakten, des weit fortgeschrittenen Alters der Angeklagten, der fehlenden Vorstrafen und Fluchtgefahr liegt es ziemlich nahe, dass jetzt in Frankfurt, Stuttgart und München erzieherische Schauprozesse laufen. Die sonst im Zusammenhang mit tatsächlich durchgeführten Gewalttaten umgehend festgestellten psychischen Auffälligkeiten sind hier auch kein Thema. Offenbar gehen die Staatsanwälte weisungskonform davon aus, dass die Einnahme des Bundestages durch die teils senilen Rentner kurz vor der Vollendung stand.

Ministerpräsident Mario Voigt und der für Bundesverfassungsgericht kandidierenden Frauke Brosius Gersdorf wurden vom Plagiatsjäger Stefan Weber bereits vor vielen Monaten regelrechte Plagiatsorgien in ihren Dissertationen vorgeworfen. Es geht um hunderte Passagen – mithin um dreisten Betrug. Eigentlich besteht ein vitales öffentliches Interesse an der Klärung solcher Vorwürfe gegen erstrangige Mandatsträger. Die von den Hochschulen zugesagten Prüfungen, (was eigentlich gibt es an festgestellten Textplagiaten zu prüfen?), finden aber einfach nicht statt. Fänden sie denn statt, würde das Ergebnis mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wiederum aus Nonsens und Nebelkerzen bestehen.

Willkürlicher Entzug des passiven Wahlrechts

In Ludwigshafen wird der AfD.Bewerber Joachim Paul im September ohne juristisch belastbare Gründe von der Wahl des Oberbürgermeisters ausgeschlossen. Verantwortlich dafür zeichnet ein von politischen Konkurrenten dominierter Wahlausschuss, der sich angesichts der sehr eindeutigen Prognosen plötzlich berufen fühlt, nicht nur formale Kriterien des AfD-Kandidaten zu prüfen, sondern ausstehenden verfassungsgerichtlichen Entscheidungen zur Verfassungskonformität vorgreifen zu können. Den umgehend eingereichten Eilantrag des AfD-Verteters nehmen der Reihe nach das Verwaltungsgericht, das Oberverwaltungsgericht, und die Verfassungsgerichtshöfe in Koblenz und Karlsruhe nicht an. Kandidat Paul habe die Verletzung seiner Grundrechte “nicht ausreichend begründet”.

Was es am faktischen, willkürlichen Versagen des passiven Wahlrechts zu begründen gibt, bleibt das Geheimnis der Richter. Paul darf nun immerhin wieder in Neustadt an der Weinstraße mit einer Beschwerde gegen das Wahlergebnis anfangen. Im “Kontrafunk” empfiehlt ihm jetzt eine Anwältin genau dieses Vorgehen, nur um gleich im Anschluss die völlige Aussichtslosigkeit eines solchen Unterfangens darzulegen.

Gebastelte Extremismuszertifikate

Angespornt durch derlei politischen Winkelzüge kommt nun eines der unzähligen SPD-geführten Innenministerien – diesmal wiederum in Rheinland Pfalz – auf die Idee, sich selbst ein Extremismuszertifikat zu basteln, mit deren Hilfe nun gleich landesweit sämtliche Bürgermeisterkandidaten der AfD prophylaktisch von allen zu druckenden Wahlzetteln entfernt werden können. Eines der grundlegendsten Rechte der Demokratie, das auf freie Wahlen nämlich, ist nun von der abgestürzten U15-Prozent-Sozialdemokratie wirksam abgeschafft. Die AfD könne ja gern wieder klagen! Man ahnt schon, das kann dauern…

Und schließlich wird heute gemeldet, dass 2024 – auf Basis des 2021 eingeführten “Majestätsbeleidungspragraphen” 188 Strafgesetzbuch, fast 4.500 Verfahren eingeleitet und in die polizeiliche Kriminalstatistik eingepflegt wurden. Die Fallzahl hat sich damit innerhalb von zwei Jahren mehr als verdreifacht. Der allgemeine Gleichheitssatz nach Artikel 3, Absatz 1 Grundgesetz scheint somit nachhaltig aufgehoben. Die neue deutsche Zweiklassengesellschaft erstreckt sich jetzt auch bis in die Businessklasse des Flugwesens, in der Abgeordnete an sofort wieder weniger sparsam fliegen und sich von etwaigen Behelligungen durch ihre Geldgeber erholen dürfen.

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14 Antworten

  1. Ich könnte eine Menge Leute beleidigen , aber ich finde einfach keine „Majestäten“ in Deutschland.
    Nur Deppen die Schmach und Schande auch verdient haben!

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  2. Wir haben ein Problem:
    Die Demokratie hat versagt.

    Und die Lösung des Problems lautet:
    Wir brauchen mehr Demokratie!
    (Spott aus)
    😜

  3. Es ist zu spät für DummLand !..Der Michl hat es noch nicht kapiert ! Es zeugt von bodenloser Dummheit dieser Linken BAGAGE zu meinen, ihre Herrschaft gehe immer so weiter? Es ist eine Frage der Zeit, bis dieser Sozi’s Abschaum von den Jägern zu den Gejagten werden. Das Leben schafft immer einen Ausgleich.

    Den Glauben an Justiz und Rechtsstaat habe ich schon zu Beginn des Merkel-Regimes aufgegeben. Da wurde im Dritten Freisler- Reich mehr Recht gesprochen als in den letzten Jahren dieser Bananenrepublik! Unabhängige Justiz? Wer das glaubt, glaubt ans Christkind, hält auch Habeck für einen fähigen Wirtschaftsminister und Baerbock für eine diplomatische Koriphäe. Jede (!) Regierung bedient sich der Justiz zur Absicherung ihrer Macht und zur Unterdrückung des politischen Gegners.

    Wie der Herr, so s` Gescherr – sagt der Volksmund. Soll heißen, dass die Minderwertigkeit, die Skrupellosigkeit und Brutalität der Regierenden ihren notwendigen Ausdruck in Anträgen und Urteilen willfähriger Staatsanwälte (!) und Richter findet.

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  4. Funktioniert doch perfekt -> repräsentative Demokratie. Es sind die Vorstellungen der handverlesenen Auserwählten, welche durch den Wähler bestätit wurden.

  5. „Abschied vom Rechtsstaat“: Berliner Polizei darf künftig heimlich Wohnungen betreten
    Das Berliner Abgeordnetenhaus hat am Donnerstag die Befugnisse der Landespolizei deutlich ausgeweitet. Zum Katalog der Änderungen gehören das heimliche Betreten und Durchsuchen von Wohnungen, Onlinedurchsuchungen, der Einsatz von KI und die flächendeckende Videoüberwachung zentraler Orte.
    https://rtde.press/inland/264031-abschied-vom-rechtsstaat-berliner-polizei/

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    1. Es sei denn, du bist eine Person, die sich hier illegal aufhält und abgeschoben werden soll- dann darf die Polizei nur anklopfen aber wenn keine die Tür aufmacht dann darf die Polizei nicht mit Gewalt Zutritt verschaffen

  6. Im Seminar für Marxismus-Leninismus wurde gelehrt: Die Justiz ist das Instrument der herrschenden Klasse.Zumindest im Bereich der Verwaltungsgerichtsbarkeit kann es m.E. schon de facto keinen unabhängigen Richter geben.
    Denn dieser wird als Beamter ja genau von jenem Staat bezahlt, gegen dessen Maßnahmen der jeweilige Bürger klagt; mithin ist der Richter also Partei und keine neutrale Instanz. Und so sehen die meisten Urteile auch aus…

  7. Lügenmärchen einer gekauften Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung :

    Rechtsextremismus beunruhigt Deutsche mehr als Zuwanderer
    Wie sind die Sichtweisen von Deutschen mit und ohne Migrationsgeschichte sowie von ausländischen Zuwanderern auf die Dinge? Einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zufolge sind die Unterschiede teils groß – auch mit Blick auf den Ukraine-Krieg, Antisemitismus und den Umgang mit Homosexualität.

    Der Rechtsextremismus in Deutschland beunruhigt Menschen ohne Migrationshintergrund noch stärker als Zuwanderer und ihre direkten Nachkommen. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) zum Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft. Unterschiede zwischen Deutschen mit und ohne ausländische Wurzeln gibt es demnach auch, was die Sicht auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und antisemitische Vorurteile und Vorbehalte gegen Homosexuelle angeht.

    Für die repräsentative Untersuchung waren von Anfang Oktober 2024 bis Ende Januar bundesweit rund 3000 Menschen befragt worden, unter ihnen 1007 Ausländerinnen und Ausländer sowie 1003 Menschen mit Migrationshintergrund, die selbst im Ausland geboren wurden oder mindestens einen Elternteil haben, auf den das zutrifft. Die Ergebnisse:
    Sorge vor Rechtsextremismus

    Laut Studie stimmen knapp drei Viertel (74 Prozent) der Deutschen ohne familiäre Einwanderungsgeschichte der Aussage „Der Rechtsextremismus in Deutschland macht mir Angst“ zu, wobei 46 Prozent völlig und 28 Prozent eher zustimmen. Auch knapp zwei Drittel (66 Prozent) der Deutschen mit Migrationshintergrund treiben diese Angst um. Unter den hierzulande lebenden Ausländern sind es 55 Prozent.
    https://www.n-tv.de/panorama/Rechtsextremismus-beunruhigt-Deutsche-mehr-als-Zuwanderer-id30114471.html

  8. @Als die Cum-Ex-Chefermittlerin Anne Brorhilker ihren Job allzu Ernst nahm
    und sie ist nicht die erste – denken sie an die Steuerprüfer aus Hessen, denen sie den Klapsendoktor auf den Hals gehetzt haben oder an Gustl Mollath, den sie in Bayern für 10 Jahre in die Klapse gesperrt haben, bis die Steuerhinterziehungen verjährt waren. Das waren noch die Vorgänger von Bratwurst-Söder, aber es hat sich nichts verbessert, sondern sie werden immer unverfrorener !
    @Freiheitlich-Demokratische Unordnung
    scheint mir einer große Verharmloser, ich sehe die Oberschicht seit Corona nicht nur als kriminelle Plünderer-Bande, sondern als Terroristen!

  9. Man sieht doch bei dem aktuellen Antifa-Ost-Prozess das von sieben Angeklagten drei auf freiem Fuße sind. Von den sogenannten Sächsischen Separatisten, die Rollator-Reichbürger von Prinz Nr.13 oder Fitzek vom Königreich Deutschland die sind weiterhin in U-Haft obwohl ihre Angehörigen niemals mit dem Gesetz in Konflikt kamen und andere Menschen schädigten. Mit zweierlei Maß wird gemessen da die linkskriminelle Tuntifa Steigbügelhalter des Systems ist um Opposition einzuschüchtern wenn juristisch nichts zu beanstanden ist. So sieht die Wahrheit aus in diesem Irrenhaus. mfg