
Es ist amtlich: Das Jahr 1989 hat nie stattgefunden. Jene Hunderttausende, die damals auf den Straßen Leipzigs, Dresdens und anderen Städten „Wir sind das Volk“ riefen, litten vermutlich unter einer kollektiven Sonnenallergie und wollten einfach nur an die frische Luft. Denn glaubt man der aktuellen Nostalgie-Welle einiger Ostdeutscher, war die Deutsche Demokratische Republik ein einziges, von der Ostsee bis zum Erzgebirge reichendes Wellness-Resort.
Bevor der Aufschrei groß ist: Dies ist kein Ossi-Bashing. Schließlich bin ich selbst in der „geilen“ DDR aufgewachsen und durfte sie 34 Jahre erleben. Ich weiß also sehr genau, wovon ich rede. Und allen, die heute schulterzuckend abwinken, sei gesagt: Es ist nicht egal, wo man geboren wurde, ob in Ostdeutschland oder in Westdeutschland. Frage heute einfach mal einen Nordkoreaner und einen Südkoreaner. Da werden die Unterschiede in der Biografie-Lotterie schnell ziemlich real.
Ein paar Erinnerungen für das Poesiealbum
Es ist Zeit deshalb für einen freundlichen, staatlich nicht geprüften Rückblick. Zunächst die externe Expertise, um das Ganze historisch korrekt einzuordnen: Die DDR war ein treuer Vasall Moskaus. Eigenständigkeit stand im Drehbuch des Ostblocks nun mal nicht auf den vorderen Plätzen. Stattdessen galt flächendeckend und unumstößlich das ewig junge Motto: „Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen“. Und gelernt wurde fleißig – vor allem, wie man Mangel verwaltet und die Bevölkerung bei Laune beziehungsweise unter Kontrolle hält. Luxus pur war die Entschleunigung des Konsums. Warum beschweren wir uns heute über Lieferkettenprobleme? Im Arbeiter-und-Bauern-Staat war das Nachhaltigkeit auf Endstufe. Alles kam aus der Region – und nur das, was gerade verfügbar war und wenn es im Plan stand.
Dazu kam das allgemeine „Ham-wa-nich“-Erlebnis: Geschäfte waren minimalistisch eingerichtet – im Grunde das, was man heute in hippen Großstadt-Bezirken als „Wiedergeburt der Einfachheit“ und „Concept Store“ feiert. Wer brauchte schon eine Auswahl aus zwanzig verschiedenen „Schlager Süßtafeln“, Waschpulvern, Zahnpasten, Kassettenrekordern, Fußbodenbelägen oder Autos? Das lenkt nur vom sozialistischen Aufbau ab!
Geheimwaffe D-Mark
Die 12-jährige Wartezeit für einen neuen Trabant war eine heilsame Übung in Geduld und Genügsamkeit. Das Auto bestellte man am besten direkt zur eigenen Volljährigkeit, damit es zum 30. Geburtstag pünktlich vor der Tür stand. Das ist wahre Vorfreude! Es gab auch Gourmet-Oasen: Eine Dose Mandarinen und eine Flasche Rosenthaler Kadarka waren kein schnödes Abendessen – das war der pure, funkelnde Luxus des Ostens! Wer noch mehr wollte, ging in den „Delikat“ oder „Exquisit“ und zahlte für eine Tafel Westschokolade mit ganzen Haselnüssen dreizehn Ostmark. Schnäppchenjäger von heute würden bei diesem Preis einen Herzinfarkt erleiden. Die D-Mark war ein lustiges Tauschspielzeug. Wer braucht schon den Euro, wenn man das genialste Zwei-Klassen-Währungssystem aller Zeiten haben konnte?
Die D-Mark war die eigentliche Geheimwaffe im Alltag. Ohne „Blaue Fliesen“ – so hießen die echten West-Hunderter im DDR-Jargon – bewegte sich kein Handwerker aus seiner Hütte. Der Intershop, aufzufinden in jeder mittleren Kleinstadt, war die magische Parallelwelt, die nach Kaffee und weichgespülter Freiheit duftete – betreten durfte sie jeder, kaufen dort aber nur, wer die „richtigen“ Scheine hatte. Nein, keine D-Mark Scheine; es waren „Forum-Schecks“, in die man das Westgeld vorher umtauschen musste.
Abenteuerurlaub im eigenen Land und in den Bruderstaaten
Und dann, nicht zu vergessen, der Top-Wohnstandard! Die Platte war der Wunschtraum jedes Bürgers – Silos mit Wohnklo. Das Kollektiv hieß hier Hausgemeinschaft. So war die Überwachung ganz konzentriert möglich. Jeder kannte jeden und wusste nur Gutes zu berichten, wenn er bei der „Firma“ (Stasi) war. Schlimmer traf es noch die Bewohner häßlicher Altbauwohnungen mit Klo auf der Zwischenetage und Hinterhof. Hier hatte es die Stasi schwerer, “Das Leben der Anderen“ begleiten.
Die Reisefreiheit wird völlig überbewertet. Die SED-Führung war ihrer Zeit einfach voraus und erfand den „Urlaub auf Balkonien“ oder im eigenen Kleingarten. Warum in die Ferne schweifen, wenn der FDGB-Ferienplatz an der Ostsee ruft? – auch wenn es fast ein Fünfer im Lotto war, diesen zu bekommen. Als Aktivist und verdienter Werktätiger wuchsen aber die Chancen.
Ultimativer Finanz-Abenteuersport
Und wer doch mal in die sozialistischen Bruderstaaten reisen durfte, kam in den Genuss des ultimativen Finanz-Abenteuersports: dem penibel im Personalausweis vermerkten Geldumtausch. Dreißig Mark der DDR konnten pro Reisetag, bei einer maximalen Anzahl von 20 Tagen im Jahr, z.B. für die Tschechoslowakei (CSSR) umgetauscht werden. Davon mussten Unterkunft und Verpflegung bezahlt werden. Das schützte vor gierigem Konsum!
Um dennoch auskömmlich Urlaub, in einer einfachen Ferienwohnung, in der Hohen Tatra machen zu können, wurde der Trabi mit allerlei Konserven beladen, meist selbst eingekocht. Die Rennpappe, so der Trabant im Volksmund, wurde zum Schwerlaster und kroch in der Tatra die Berge in beeindruckender Schrittgeschwindigkeit hoch. Die Ameisen waren meist schneller und überholten ohne zu blinken. Aber so entfielen immerhin die Restaurantbesuche. Wandern war ja quasi kostenlos. Man konnte Laufen, bis das Blut aus dem Schuh lief.
Wellness für Körper und Geist – verordnet vom Staat
Politisch und gesellschaftlich war für reichlich Unterhaltung gesorgt. Es gab das Meinungsmonopol deluxe – mit heimlichen Diskussionen am Abendbrottisch. Für die Öffentlichkeit hatte die Partei ja immer recht, die “Aktuelle Kamera” lieferte die tägliche Dosis Märchenstunde, inklusive sozialistischer Losungen wie „Vorwärts zum X. Parteitag“. Nur zu Hause durfte man noch Fragen stellen, die man dann aber besser für sich behielt. Wehrdienst für das Vaterland bedeuteten 18 Monate, darunter verpflichtende Wochen in der Kaserne ohne Ausgang. Das schweißte zusammen. Alkohol war in der Liegenschaft zwar streng verboten, floss aber dennoch reichlich. Anders ließen sich die anderthalb Jahre kaum ertragen.
Auch die Freizeit war mit Wehrerziehung angereichert: Wer zu viel Energie hatte, durfte sich in der „Gesellschaft für Sport und Technik“ (GST) oder beim Wehrkundeunterricht in der Schule schon mal mental auf den imperialistischen Klassenfeind vorbereiten. Die Rundum-Betreuung durch die Staatssicherheit war im Grunde der Vorläufer moderner Social-Media-Algorithmen: Sie wusste einfach immer, was du denkst, wo du bist und mit wem du sprichst – bloß eben ganz ohne lästige Cookies und Werbebanner. Die DDR-Band Jessica machte daraus einen Hit: „Ich beobachte Dich“.
Das Beste kommt zum Schluss
Natürlich gab es Ausnahmen vom grauen, maroden Kopfsteinpflaster-Alltag mit seinen abbruchreifen Häusern und kaputten Straßen. Oasen, wie Berlin und die Waldsiedlung Wandlitz waren die Prototypen moderner Sonderversorgungszonen. Während das Fußvolk nach Gardinenwaschmittel und Amiga-Schallplatten mit Westmusik fahndete, opferte sich die Führungselite auf und testete die West-Waren höchstselbst auf Herz und Nieren. Einer musste es ja tun.
Wenn Sie also das nächste Mal sehnsüchtig an der Spreewaldgurke lutschen, werfen Sie einen Blick in die Tageszeitung der SED von 1989 und rufen Sie sich kurz ins Gedächtnis: Die DDR war kein Paradies, kein Freizeitpark aus dem Hochglanzkatalog. Es war ein System aus Mangel, Mauern, Schießbefehl und Überwachung. Die Puzzleteile des Scheiterns lagen überall auf den kaputten Straßen. Und genau deshalb haben wir, Eure Mütter und Väter, 1989 die Kerzen angezündet – und nicht die Nostalgie-Maschine! Habe ich was vergessen? Ach ja: Falls Euch das heute wieder bekannt vorkommt – es könnte es sein, dass die Straße Euch noch einmal braucht!
- Auf Telegram teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Telegram
- Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
- Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
- Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
- Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
- Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken









32 Kommentare
wo ist der Unterschied?
Es fehlen die Grenzzäune
Die heutigen Grenzzäune sind wesentlich subtiler! Denn durch die kommende ID Nummer wird man nicht einen Schritt mehr machen können, ohne Überwacht zu werden! Auch die Bankdaten werden schon lange überwacht!
Man braucht absolut keine Mauer mehr, denn mit der Wahl von Merkel haben sich die Deutschen freiwillig die DDR und somit die STASI zurück geholt!
Die Westdeutschen haben Merkel 16 Jahre an der Macht gehalten.
Die westdeutschen Politiker, haben sie nicht aus dem Amt gejagt, sondern dabei unterstützt, das Land gegen die Wand zu fahren. Westdeutsche Politiker übernahmen die politischen Schaltstellen in der ehemaligen DDR.
Ihr habt dafür gesorgt, dass es heut da draußen so aussieht, wie es eben aussieht. Das ist vieles, aber keine nationale DDR, sondern eine internationale BRD.
Und der Wessie wählt weiter so …
Die DDR war sehr wohl eine Wellness Oase. Jedenfalls kriegte ich kein Messer in Rücken, oder wurde „geschubst“, wenn ich irgendwo auf einem DDR Bahnhof war.
Es war ein System aus Mangel, Mauern, Schießbefehl und Überwachung. Die Puzzleteile des Scheiterns lagen überall auf den kaputten Straßen.
Keine Bange, der Michel wird nicht auf die Straße gehen. er wird den Umbau zur DDR 2.0 ertragen und gerne im Mangel leben. Er wird verzichten für Andere, die niemals für ihn verzichten würden und er wird schon bald für immer ersetzt werden. Das Grau, man könnte auch Braun sagen, muss einfach weg. Es lebe der neue Deutsche, der gerne Mauern baut, sich selbst überwacht und das mit dem Schießbefehl wird auch noch kommen. Und dank KI muss er noch nicht einmal mehr nachdenken. so regelt sich alles wie von selbst. Er wird nichts mehr besitzen und dementsprechen glücklich sein und das Paradies ist so nah.
Hier mal eine Anekdote aus dem puren DDR Sozialismus, weil wir uns auch aus diesem Weg befinden.
Seinerzeit wurde Lebensmittel in der DDR subventioniert. Das war auch so mit Brot. Einen schönen Tages haben die Politiker festgestellt, das man gar nicht so viel Brot backen kann, wie da gekauft wird. Und der Grund, die Bauern haben das Brot an ihre Tiere verfüttert, weil das normale Futter für die Tiere wesentlich teurer war! Hier kann man das mit der Energiewende vergleichen!
“ er wird den Umbau zur DDR 2.0 ertragen“
Noch einer, der mal aufwachen sollte.
Die DDR wurde von Westpolitikern zerstört. Es gibt sie nicht mehr.
Es gibt die BRD 2.0.
Und der amerikanisierte Wessi baut sie auf und findet sie ganz toll. Er begreift nicht, dass er seit 1949 in einer Illusion lebte. Er hielt sich, dank der D-Mark und den vollen Kaufhäusern für etwas Besseres. Den armen Zonis wurde ab und an mal ein Paket geschickt.
Er begreift nur nicht, dass die Wohlstandsblase, in der er seit 1949 lebte, geplatzt ist.
Wir leben in der internationalen Bundesrepublik Deutschland und nicht in der nationalen Deutschen Demokratischen Republik.
Sieht man schon am Wahlverhalten der Westdeutschen. Die AfD hat dort einen extrem schweren Stand.
Nicht zu vergessen, es konnte auch sein das man Horch und Guck neben sich im Bett zu liegen hatte. Dann wurde es besonders gemütlich. Eine Scheidung wäre dann besonders gefährlich wenn es ein Weib wäre. Ich musste erst warten bis nach der Einheit. Als Selbständiger war man besonders gefährdet wenn die an die Bücher durfte. Da ich die nicht an meine Bücher ließ, hatte die ihren Chef im VEB um seinen Job gebracht der hatte NSW Erlaubnis. Als Belohnung bekam sie dann ganz stolz einen Urlaubsplatz in einem Stasiheim in Templin, am Kanal. Als FDGB Heim getarnt. Ich durfte aber auch mit.
Ja, so war die DDR. Natürlich haben wir versucht im erlaubten Rahmen das Beste daraus zu machen. Wir gingen in den Jugendclub und tanzten uns in der Disco die Füße wund. Es gab den ersten Kuss. Wir haben gefeiert, waren nackt baden, Ski laufen, haben im Chor gesungen oder waren in der Laienspielgruppe.
Es gab neben allen Einschränkungen immer ein Fenster, das wir genutzt haben, um auch die schönen Seiten des Lebens zu genießen.
Die DDR war, meiner Meinung nach, eine miefige Mangelveranstaltung. Ich bin gelernter Wessi, aber ich würde Götz Kubitschek folgen, der mal sinngemäß sagte, das die Ossis das harte Brot der Besatzung kauten, während wir im Westen das süße Gift der Umerziehung gesoffen haben. Was besser war und meiner Meinung nach auch heute noch ist, ist der Zusammenhalt unter den Leuten. Die sind auch heute noch größtenteils Stasigestählt. Währen wir verblödeten Westschafe uns seit Jahrzehnten, mit unserem hirnrissigen Streben nach „Individualität“ bis aufs Mark haben zersetzen lassen. Was macht einen NICHT wohlmeinenden Staat stark? Die VEREINZELUNG seiner Bürger. Im Endstadium dieser Entwicklung (die wir bereits erleben) trauen sich die Menschen gegenseitig nicht mehr über den Weg. Die total entsolidarisierte Gesellschaft. Glückwunsch!
Die DDR war gegenüber der jetzigen Merzregierung eine viel bessere Republik. Sie hatte ihre Stärken und ihre Schwächen. Aber hier galt Leben und Leben lassen. In der DDR herrschte unter der Bevölkerung eine große Solidarität; wie der Westen sie nie gekannt hat. Nicht alles war gut, aber vieles war besser; auch wenn viele Wesrtbürger eine andere Meinung darüber hatten und immer noch haben. Auch die Pionier-und andere Otrganisationen dienten nicht nur der Indoktrinierung der Kinder (wenn das zwar der eigentliche Grund der Gründung war) Kinder hatten viel Spaß und Freude an den Zusammenkünften etwa ähnlich einiger katholischer Kinderorganisationen.Das Bildungssystem war mindesten 10 mal besser als in der BRD. Hier wurd Wert auf lernen undf Begreifen also auf Bildung ausgerichtet. Das Bilfdungssystem heute ist eine Üble KATASTROPHE. Es war nicht alles gut aber es war auch nicht alles schlecht. Politische Verfolgung durch die Stasi gab es, aber heute ist es nochn viel viel schlimmer. Dieses widerliche Migrationsdrama hätte es nie gegeben und bildungsferne Menschen wären in kein Parlamen aufgenommen wurden (Siehe Rot-Grün im Bundestag.) Also bitte erst einmal richtig informieren!!!!
Zitat: „….und bildungsferne Menschen wären in kein Parlamen aufgenommen wurden (Siehe Rot-Grün im Bundestag“.
Oh doch, Hauptsache war die richtige Haltung und die Parteilichkeit, denn die Partei, die Partei, die Partei hat immer recht! Pluralismus wurde abgelehnt. Wer zum Studieren zu beschränkt war, aber einen festen Klassenstandpunkt vorgab zu haben oder diesen wirklich hatte, wurde an die Parteischule oder zur Arbeiter -und Bauernfakultät zum Studium des Marxismus-Leninismus geschickt, nannte sich als Abschluß dann Gesellschaftswissenschaftler. Heute nennt man das Gleiche Politikwissenschaft, also das Gleiche in Grün. Damit kann man es weit bringen, siehe Gysi.
„Das Bildungssystem war mindesten 10 mal besser als in der BRD.“
Das war das Beste der Welt und das hat den Staat richtig Geld gekostet. Um ihre Investitionen zu schützen, war die Mauer eine Notwendigkeit. Die DDR bildete aus, und die arbeiteten dann im Westen.
Wer schützt seine Investition denn nicht?
Dass es in der DDR nichts gab, das ist gewollt gewesen. Die USA haben Deutschland gespalten. Das Ostreich bekamen die Polen. Das Mittelreich bekam die UdSSR. Das Westreich teilten sich die USA, die Franzosen und die Engländer auf.
Die DDR war das Niedriglohnland der BRD. Volker Pispers erklärt es.
Als politischer Gefangener saß ich 1981/82 in Bitterfeld im Gefängnis, ZU meinem Glück kam ich nicht in den Braunkohletagebau, sondern ins Chemiekombinat in den Alustrangguss.
Dort im Tagebau wurden auch Brikett hergestellt. Für die DDR lose. Für die BRD in Folie gepackt. Ikea ließ in der DDR bauen. Nicht für die DDR Bürger, sondern für den Wessi, der sein Billyregal bekam. Made in GDR. Als die DDR verschwand, verschwand auch IKEA. Sie suchten sich ein anderes Billiglohnland.
Ja, ich bin in der DDR in Armut groß geworden. Als ich 8 war, hatten wir den ersten Kühlschrank. Mit 10 kam die erste Waschmaschine. Die konnte nur waschen, eine Schleuder stand daneben und die Wäsche spülen musste per Hand erledigt werden.
Mit 12 oder 13 kam dann ein Schwarzweißfernseher. Kinderzimmer? Ich schlief bis zu meinem 18. Geburtstag mit im Schlafzimmer meiner Mutter und ihres Freundes. An dem Tag zog ich dann aus und sorgte ab dem Zeitpunkt für mich selber.
Diese Armut habe mich bis heute nicht vergessen. Ich weiß alles zu schätzen, was ich mir mit meiner Hände Arbeit geschaffen habe. Ich schulde dafür keinem Menschen etwas.
Wohlstandsverwahrloste gab es nicht, so wie es heute gang und gäbe ist.
Ich bin Jahrgang ‚ 59, habe schon immer in der DDR, bzw. im jetzigen Ostteil der Bundesrepublik als einfacher Arbeiter gelebt.
Zu Ihren Beitrag kann ich nur sagen: Man kann auch wirklich alles schlecht machen. So wie sie die DDR beschreiben, müßte die gesamte Bevölkerung selbstmordgefährdet gewesen sein. Sie sollten vielleicht an ihrer eigenen Unzufriedenheit arbeiten.
Mit freundlichen Grüssen, Detlef
Für mich stand fest, das der West Deutsche die Spitze der Verblödung erreicht hatte, als er Merkel zur Kanzlerin gewählt hat! Wie man eine Person wählen kann, welche in einer Partei war, die Landsleute erschießen lassen hat, will mir nicht in den Kopf?
Vielleicht ein Genosse?
SPD-Lauterbach fordert „Klima-Gesundheits-Notstand“ und harte Maßnahmen gegen „Klimaleugner“
Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach und eine WHO-Kommission fordern den globalen „Klima-Notstand“ – dieselbe Alarmstufe, die einst Lockdowns und massive Grundrechtseingriffe rechtfertigte.
https://freiewelt.net/blog/guido-grandt/spd-lauterbach-fordert-klima-gesundheits-notstand-und-harte-massnahmen-gegen-klimaleugner/44126
Seine paranoiden Wahnvorstellungen sind eine Gefahr für andere Menschen. Sie sind nicht nur eine Gefahr, sondern zerstören Menschenleben.
Karl Lauterbach gehört in eine geschlossene Anstalt.
Mit Verlaub, Herr Bernd Volkmer, sie sind ein ….. und haben bis heute nichts begriffen.
Sie haben mein Mitgefühl für Ihre Demenz und ihre undifferenzierten Ergüsse.
Gute Besserung!
Typische Reaktion eines Produkts der kommunistischen Verblendung. Beleidigungen gegen jemanden ausstoßen, dessen Meinung einem nicht gefällt. Eine Begründung für Ihren unterirdischen geistigen Ausfluß fehlt natürlich, Hauptsache draufhauen und mit Kot werfen, irgendwas wird schon hängen bleiben. Wer sich selbst „ Blitzbirne “ nennt, von dem ist auch nichts geistig positives zu erwarten.
Es gibt noch Länder mit Sozialismus, Kuba oder Nord Korea. Ich empfehle die Erfahrungen mal dort aufzufrischen, wenn alles so toll war.
Die Beschreibung des Autors passt und sie ist als Antwort gedacht auf alle, die die DDR glorifizieren, als sei sie das Paradies gewesen.
Es geht nicht darum, ob man sich im System einrichten konnte und ein erträgliches, ja auch glückliches Leben führen konnte. Wer dem System gedient hat, hat andere Erfahrungen gemacht, als der Dissident oder derjenige, der einfach nur einen Ausreiseantrag gestellt hat.
Nach der Wende gab es die Freiheit, die ich vermisst hatte. Heute bricht uns die Freiheit gerade unter den Füßen weg. Das sollte uns Warnung genug sein, es diesmal nicht zuzulassen.
„Es gibt noch Länder mit Sozialismus, Kuba oder Nord Korea. Ich empfehle die Erfahrungen mal dort aufzufrischen, wenn alles so toll war.“
Diesen Ländern ginge es sicherlich besser, wenn sie nicht unter den Embargos des „freien“ Westens leiden würden.
Wenn du sehen willst, wie Sozialismus funktioniert: Siehe China.
Es gibt noch Länder mit Sozialismus, Kuba oder Nord Korea. Ich empfehle die Erfahrungen mal dort aufzufrischen, wenn alles so toll war.
Die Beschreibung des Autors passt und sie ist als Antwort gedacht auf alle, die die DDR glorifizieren, als sei sie das Paradies gewesen.
Es geht nicht darum, ob man sich im System einrichten konnte und ein erträgliches, ja auch glückliches Leben führen konnte. Wer dem System gedient hat, hat andere Erfahrungen gemacht, als der Dissident oder derjenige, der einfach nur einen Ausreiseantrag gestellt hat.
Nach der Wende gab es die Freiheit, die ich vermisst hatte. Heute bricht uns die Freiheit gerade unter den Füßen weg. Das sollte uns Warnung genug sein, es diesmal nicht zuzulassen.
Ich als ungarischer Student in Ostberlin in den siebziger Jahren, kann alles hier zu 100 % bestätigen. Trtotzdem habe ich eine Art Nostalgie, nicht wegen des kommunistischen Systems, sondern wegen der Freiräume, wie Freundeskreis, Musikgruppen, Kirchengruppen, das Weiterreichen von verbotener Literuatur, etc.
@“…sondern wegen der Freiräume..“
aber nur weil jeder eine Schere im Kopf hatte.
Ich kenne das auch alles. Freundeskreis in unserem Ort waren die die schärfsten politischen Witze erzählten und waren IM.
Die Studentinnen der Bildungseinrichtung in unserem Ort hatten Umgangsverbot mit unserem Freundeskreis. Die wurden mit Rauswurf bedroht. Ich kann die Bildungseinrichtung nicht nennen sonst fliegt meine Identität auf. Die Leitung der Bildungseinrichtung kannten auch nur unsere Spitznamen.
Später als Kunsthandwerker hatte ich auch mit Kirchens zu tun gehabt. Ein Azubi, aus Kirchenkreisen schleppte mich auch mal zu Veranstaltungen mit und da war fast jedes 2 Wort Vorsicht Stasi.
Später als Student hatten man schon ein par Freiheiten aber für das Weiterkommen war das Verhalten doch sehr ausschlaggebend. Bei uns in der Seminargruppe hatten wir ein OibE. Mein Verdacht bestätigte sich erst später. Der wird schon seine Berichte gemacht haben. Alles Anfang bis Mitte der 70 iger Jahre.
@ Herr Agitator Volker Vollmer?
– sie Herr Vollmer, hatten/ haben sie noch den goldenen löffel im Arsch?
– Äpfel mit Birnen vergleichen, das könnt ihr Systemschanzen gut!
– Wer einen toten Gaul reitet, fickt auch kleine Kinder!
– DDR bedeutete SOZIALE SICHERHEIT!
– das alte spiel, teile und herrsche pfui!
.
Meine Heimat war die DDR. Diese hatte mich aufgezogen von der Kindergrippe bis zur abgeschlossenen Berufsschulausbildung (und das für nass & lau) und den SICHEREN Arbeitsplatz, bis zur feindlichen Übername durch die BRD im November 1989 kannte ich KEINE sozialen Nöte, mit der feindlichen Übername und dem VERORDNETEN ÜBERFLUSS begannen die Nöte der Ossi …
Der Ossi hatte beizeiten gelernt ein genügsames Leben zu führen. Und nun zum Schluss nicht alles war auch Gold was geglänzt hatte in der DDR!
mfg
mfg
Es gibt noch Länder mit Sozialismus, Kuba oder Nord Korea. Ich empfehle die Erfahrungen mal dort aufzufrischen, wenn alles so toll war.
Die Beschreibung des Autors passt und sie ist als Antwort gedacht auf alle, die die DDR glorifizieren, als sei sie das Paradies gewesen.
Es geht nicht darum, ob man sich im System einrichten konnte und ein erträgliches, ja auch glückliches Leben führen konnte. Wer dem System gedient hat, hat andere Erfahrungen gemacht, als der Dissident oder derjenige, der einfach nur einen Ausreiseantrag gestellt hat.
Nach der Wende gab es die Freiheit, die ich vermisst hatte. Heute bricht uns die Freiheit gerade unter den Füßen weg. Das sollte uns Warnung genug sein, es diesmal nicht zuzulassen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle, welche 1989 auf die Straße gingen, ich war auch dabei und dürfte in der Keibelstraße Busse tun, heute Dement sind, oder daran leiden. Die Repressionen, das Verfolgen, die Zersetzung, erleben wir heute erneut, eben nur ausgereifter, denn Frau Bohley hat es schon richtig 1991 benannt:
„Alle diese Untersuchungen“, sagte sie, „die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen.“
„Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“
Hier verwischen bereits die Konturen. Wenn man den Stasiknast Alt-Stralau übererlebt hat, oder gar wegegsperrt wurde, als 12-jährige, nicht studieren dürfte, weil die Eltern politische waren, dann war 1989 richtig, aber der Wessi ist einfach noch nicht wach geworden. Wir im Osten haben gelernt, wir sind keine Opfer, wir sind Gegner, was man deutlich ersehen kann, an den Wahlergebnissen. Leider müssen wir immer noch auf den Rest der Schlafmützen warten, um erfolgreich ein neues 1989 zu wagen, denn der Osten zeigt mit seinem jetzigen Wahlverhalten, dass er nicht nur wach ist, sondern auch den Ernst der Lage erkannt hat, da ist die Magelwirtschaft, oder das Reisen, der Konsum noch das kleine Übel. ich will nicht erneut aufwachen müssen, um von den lieben VS abgeholt zu werden, nur weil ich sage, was ich denke, oder gar Angst haben müssen, am hellerlichten Tage, am Zoologischen Garten abgestochen zu werden, von unseren lieben Gästen. Wer immer noch nicht kapiert hat, dass Deutschland am Ende ist, dem ist auch in hundert Jahren nicht zu helfen.
Das beste Bespiel ist unsere liebe grün-woke Frau Dröge, welche von einem anderen Planten zu kommen scheint, wenn sie die Migration aufrechterhalten will, oder die verrotzte Linke, welche Wahlrecht für alle Gäste fordert. Oder schauen wir uns das Tantchen Bas an, die es liebt den Bürger zu verhöhnen, natürlich nicht vergessen unseren Pinocio, all diese Leute gehören vor den Kadi, an vorderster Front Mutti Merkel, die als Volksverräterin der Ursprung allen Übels ist.
„Die DDR war ein treuer Vasall Moskaus.“
Das ist so falsch, wie es auch für den Westen gegenüber den Besatzermächten USA, GB und Frankreich falsch ist.
Ein Vasall schließt sich FREIWILLIG einem anderen an und dient ihm. FREIWILLIG!
Weder die DDR, noch die BRD haben sich irgendwem freiwillig angeschlossen. Besetzte Länder haben keine Freiwilligkeit.
„Eigenständigkeit stand im Drehbuch des Ostblocks nun mal nicht auf den vorderen Plätzen.““
Ist wie im Westen. Auch da ist die BRD nie eigenständig (gewesen). Ich behaupte sogar, die DDR war eigenständiger als die BRD. Dort durfte ich als Deutscher unter Deutschen groß werden. In der BRD war Multikulti angesagt.
Ich bin auch in dem Land aufgewachsen und war politischer Gefangener und Verfolgter des Systems.
@Ronny….war politischer Gefangener und Verfolgter des Systems.“
Wie viele Jahre haben Sie denn in der geschützten Abteilung in einem VEB arbeiten müssen bis man Sie wieder ins normale Leben ließ. Nach der Vereinigung dann in die soziale Hängematte gefallen? Wegen Überqualifizierung?
UNGARN – Um Staatspräsidenten loszuwerden, will Magyar (der neue Regierungschef von Ungarn, Nachfolger von Orban) Verfassung ändern
Es ist ein altbekanntes Muster in der EU: Treiben souveränistische und EU-kritische Regierungen Reformen voran, dann sieht Brüssel die sogenannten Grundwerte in Gefahr, wenn aber Brüssel-hörige Regierungen regelrechte Säuberungen durchführen, herrscht hingegen Schweigen.
Schweigen Brüssels zu Magyars Säuberungen zeigt einmal mehr EU-Doppelmoral
https://www.unser-mitteleuropa.com/199018