Die grüne Goldgrube: Wie Al Gore den Klimawandel zum Business machte – und Obama den Boden dafür bereitete

Die grüne Goldgrube: Wie Al Gore den Klimawandel zum Business machte – und Obama den Boden dafür bereitete

Starke “Partner” zum beidseitigen Nutzen: Gore (r.) 2008 mit Obama (Foto:Imago)

Al Gore hat den Klimawandel nicht erfunden; Wissenschaftsgrößen wie Joseph Fourier, John Tyndall und Svante Arrhenius beschäftigten sich mit den physikalischen Grundlagen des Treibhauseffekts, lange bevor Gore überhaupt geboren wurde. Viel interessanter ist jedoch, wie aus dem geschlagenen Präsidentschaftskandidaten innerhalb weniger Jahre einer der bekanntesten Klimaaktivisten der Welt und gleichzeitig ein sehr vermögender Investor werden konnte. Als Gore 2001 aus dem Amt des Vizepräsidenten schied, vermeldete er ein Vermögen von weniger als zwei Millionen Dollar. 2012 schätzte selbst die als Quelle unverdächtige linke “Washington Post” sein Vermögen bereits auf rund 100 Millionen Dollar. Nach seiner politischen Ära startete seine zweite Karriere: 2004 gründete Gore gemeinsam mit David Blood Generation Investment Management. Die Firma setzte von Anfang an auf langfristige Investments “unter Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien”. Gore ist bis heute ihr Chairman. Generation selbst bezifferte das verwaltete Vermögen zum 30. Juni 2025 auf rund 31,3 Milliarden Dollar (siehe hier und hier).

2006 kam der Film „An Inconvenient Truth“ (“Eine unbequeme Wahrheit“) in die Kinos. Der Film machte Gore endgültig zum Gesicht der internationalen Klimabewegung. 2007 erhielt er gemeinsam mit dem Weltklimarat IPCC den Friedensnobelpreis. Parallel entwickelte sich seine wirtschaftliche Karriere weiter: 2013 wurde der Sender “Current TV an “Al Jazeera” verkauft; der Kaufpreis wurde auf rund 500 Millionen Dollar beziffert. Gore hielt nach damaligen Berichten etwa 20 Prozent an dem Unternehmen; die “Washington Post” schrieb, dass er aus dem Verkauf brutto ungefähr 70 Millionen Dollar erlösen könnte. Dazu kamen Vortragshonorare und seine Tätigkeit bei Apple. Dass Gore als Apple-Verwaltungsrat Aktienoptionen erhielt, ist keine Vermutung, sondern lässt sich in den SEC-Unterlagen von Apple nachlesen: Noch 2020 wies Apple für Gore 32.889 nicht ausgeübte Optionen aus. Aus dem ehemaligen Vizepräsidenten war ein Multimillionär geworden.

Bemerkenswerte wirtschaftliche Zusammenhänge

Dann kam Barack Obama. Gore unterstützte Obama im Präsidentschaftswahlkampf 2008 öffentlich; am 16. Juni 2008 trat er in Detroit für ihn auf. Nach der Wahl traf Obama am 9. Dezember 2008 in Chicago mit Gore und Joe Biden zusammen. Gegenstand des Treffens war nach damaligen Angaben die Klimakrise und die Energiepolitik. Gore trat anschließend zwar nicht in die Regierung ein, aber die politische Nähe beim Thema Klima und Energie war offensichtlich; Obama lieferte die Politik. Gore Lobby, Geld und Background für die beabsichtigte grüne Transformation. Die Folge: Mit dem American Recovery and Reinvestment Act von 2009 begann die bis dahin größte staatliche Förderung “sauberer Energien” in den USA. Nach Angaben des US-Energieministeriums umfassten die staatlichen Investitionen und Steueranreize für die „clean energy economymehr als 90 Milliarden Dollar.

Und hier wird es richtig interessant. Die “Washington Post” untersuchte 2012 die Investments von Gore und deren Zusammenhang mit den Förderprogrammen der Obama-Regierung. Das Ergebnis: 14 Green-Tech-Unternehmen, in die Gore investiert hatte, erhielten oder profitierten unmittelbar von mehr als 2,5 Milliarden Dollar an staatlichen Krediten, Zuschüssen und Steuervergünstigungen. Die Zeitung stellte die Unternehmen und Förderungen zusätzlich in einer eigenen Übersicht zusammen. Zwar bedeutete diese auffällige Verbindung nicht, dass Gore diese staatlichen Gelder persönlich erhielt, auch wurden die Programme nicht eigens für seine Unternehmen geschaffen; das US-Energieministerium betonte gegenüber der “Washington Post”, dass Förderentscheidungen nach Prüfung der Anträge durch Berufsbeamte getroffen worden seien und die Programme “grundsätzlich allen Unternehmen“ offenstanden, die die Voraussetzungen erfüllten. Dennoch bleibt der wirtschaftliche Zusammenhang bemerkenswert: Gores Investments lagen genau in einem Sektor, in den die neue Regierung Milliarden öffentlicher Gelder lenkte.

Eine Win-Win-Situation

Außer Frage steht auch, dass Gores geschäftliches Umfeld Obama finanziell unterstützte: Nach Recherchen der “Washington Post” spendeten fünf führende Personen von Gores Generation Investment Management, darunter sein Mitgründer David Blood, zusammen 130.000 Dollar zur Unterstützung von Obamas Präsidentschaftskandidatur. Noch deutlicher waren die Verbindungen bei Kleiner Perkins Caufield & Byers: Gore war bei der Risikokapitalfirma seit 2007 Partner und sollte sich auf Investitionen in alternative Energien konzentrieren. Er und andere Kleiner-Perkins-Partner samt Ehepartnern spendeten laut “Washington Post” insgesamt mehr als 800.000 Dollar an die Demokraten; ein erheblicher Teil davon ging an Obama beziehungsweise an Aktivitäten zur Mobilisierung demokratischer Wähler. John Doerr, einer der wichtigsten Kleiner-Perkins-Partner und ein bedeutender Investor in grüne Technologien, wurde zudem Mitglied von Obamas President’s Economic Recovery Advisory Board, des wichtigsten Wirtschaftsberatungsgremiums des Weißen Hauses.

Die Verflechtung zwischen Venture-Kapital, Politik und Green-Tech-Förderung ging jedoch noch weiter: Eine weitere Untersuchung der “Washington Post” ergab 2011, dass 3,9 Milliarden Dollar an Bundeszuschüssen und Finanzierungen an 21 Clean-Tech-Unternehmen gingen, die von Investmentfirmen finanziert worden waren, welche Verbindungen zu fünf Mitarbeitern und Beratern der Obama-Regierung hatten. Dies beweist formal zwar noch keine rechtswidrige Einflussnahme, zeigt aber ebenfalls, wie eng Politik, staatliche Förderung und die Venture-Capital-Szene damals miteinander verbunden waren.
Gore saß dabei an einer bemerkenswerten Schnittstelle: Er war Klimaaktivist, Mitgründer eines nachhaltigen Investmenthauses und Partner eines Venture-Capital-Unternehmens, das in grüne Technologien investierte. Gleichzeitig war er einer der prominentesten politischen Fürsprecher eines grundlegenden Umbaus der Energieversorgung.

Neuauflage von “Des Kaisers neue Kleider“

Obama selbst investierte – zumindest allen verfügbaren Belegen nach – offenbar nicht persönlich in Gores Green-Tech-Unternehmen; deshalb wäre die Behauptung, er habe sich an der von ihm betriebenen Lobbypolitik persönlich bereichert, nicht haltbar. Bei Gore jedoch liegt die Sache anders. Die “Washington Post” brachte es bereits 2012 auf den Punkt: Sein Investmentportfolio passte “ausgesprochen gut zur Agenda der neu ins Amt gekommenen Regierung”. Hellsichtigkeit, Zufall oder gar Plan? Nun, wer letzteres vermutet, ist vermutlich gleich wieder „Klimaleugner“ oder „Verschwörungstheoretiker“. Fakt jedenfalls ist, dass Generation Investment Management seine Erträge von 2008 auf 2009 vervierfachte. 2009 fielen nach Angaben der Zeitung 51 Millionen Dollar Gewinn für Gore und seine neun Partner ab. Wie viel davon tatsächlich auf staatliche Förderung zurückzuführen war, ließ sich jedoch nicht genau feststellen.

Sowohl im Fall Gores damals wie auch heute noch bei allen Verflechtungen zwischen “Klimaschutz“ und Politik gilt: Wer öffentlich und nachhaltig vor einer angeblich existenziellen Gefahr warnt, weitreichende politische Maßnahmen fordert und gleichzeitig in Unternehmen und Branchen investiert, die von genau diesem politischen Umbau profitieren können, muss sich die Frage nach seinen wirtschaftlichen Interessen gefallen lassen. Erst recht, wenn Milliarden an Steuergeld fließen. Vorsichtig ausgedrückt, hat Al Gore jedenfalls aus seiner Überzeugung zumindest keinen finanziellen Nachteil gezogen: Aus dem ehemaligen Vizepräsidenten mit weniger als zwei Millionen Dollar angegebenem Vermögen wurde ein sehr vermögender Investor, während er gleichzeitig zu einem der weltweit bekanntesten Vorkämpfer der Klimapolitik aufstieg. Er hat gezeigt, dass man “den Planeten retten” und dabei vor allem sehr reich werden kann. Sein Beispiel mutet an wie eine sehr erfolgreiche moderne Inszenierung des Märchens “Des Kaisers neue Kleider“ von Hans Christian Anderson – und ist eine Art Blaupause für zahllose Profiteure der Klimalobby bis in die Gegenwart, und das nicht nur in den USA, sondern auch in Europa.

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Der natürliche Klimawandel ist real. Etwas zu leugnen, was seit Jahrmillionen existiert, wäre Borniertheit. Zu
behaupten, der Mensch könne ihn aufhalten, ist Hybris.

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4 Kommentare

  1. @Die grüne Goldgrube
    ja – das geht schon zurück auf den Club of Rome, als man neue leistungslose und gewinnträchtige Geschäftsfelder suchte, deren betrügerischen Hintergründe nicht ganz so einfach zu erkennen waren – und dank williger Juristen und Politiker konnte das dann aufgebaut werden.
    Und so ist es langsam – Schritt für Schritt nach Juncker – zu diesem Korruptionssumpf gewachsen, den wir heute haben !

    1. Klar, sie alle waren beteiligt, und interessiert gemacht. 75 % des Bundestages besitzen Windpark-Aktien. Die Zeche zahlt der Steuerzahler.
      Das Prinzip ist das gleichE in allen europäischen Staaten, nicht nur in der EU. Es steckt also ein genialer Plan dahinter.
      Der Plan ist, die Zerstörung der Wirtschaft in Europa. Wenn ich das öffentlich verkündige, dan habe ich natürlich keine Chance, ihn umzusetzen. Es muss also ein Tarnziel her: Wir (nur die Europäer) müssen das Weltklima retten. China, RusslanD, die USA und Indien sollen ruhig ihre Wirtschaft nach allen Kräften entwickeln. Aber auch mit dem Tarnziel funktioniert die Sache nur, wenn die politische Klasse beteiligt ist.
      Fragt bloß nicht, wer den Plan ausgeheckt hat.

  2. Der muslimische Sozialist hat in New YOrk City die Wahl zum Bürgermeister der Stadt zwar gewonnen.
    Ein andere spannende Frage wird aber gar nicht gestellt (aus meiner Sicht): Warum hat Trump bei dieser Wahl den korrupten US-Demokraten Cuomo unterstützt?
    Cuomo ist einer der korruptesten US-Demokraten überhaupt
    https://deadline.com/2025/11/trump-andrew-cuomo-mamdani-new-york-mayor-1236605968/

    Der D. Trump baut gerade eine trumpistische Tech-Kleptokraten-Diktatur in den USA auf.
    Politische Gegner werden gejagt, Kriminelle werden freigelassen. Siehe beispielsweise Begnadigung des kriminellen Hochstaplers den Republikaner G. Santos oder die Begnadigung des kriminellen und verurteilten Verbrecher den Gründer der Digitalwährungs-Börse Binance Changpeng Zhao . Außerdem hat vor kurzem einer der von Trump begnadigten MAGA-Fanatiker, der bei der Erstürmung des Kapitols im Januar 2021 beteiligt war, vor ein paar Monaten mehrmals öffentlich damit gedroht alle Politiker der US-Demokraten zu töten, die sich weigern Trump zu unterstützen.

    Zum Thema Kampf gegen die Globalisten
    Trump bekämpft die Globalisten nicht, sondern er ist Teil des Globalisten-Clans! . Das, was wir derzeit in den USA sehen, sind eher interne Kämpfe zwischen dem rechten und linken Flügel der Globalisten. Trump wird zum rechten Flügel der Globalisten gezählt.
    In seinem Kabinett sitzt sogar ein Soros-Agent (US-Finanzminister Scott Bessent, der früher als Chief Investment Officer bei Soros Fund Management erfolgreich gearbeitet hat).

    Trump hofiert ja seit schon Monaten die Globalisten , obwohl er vor der Wahl immer wieder angekündigt die Globalisten zu bekämpfen. Nein, genau das tut Trump überhaupt nicht.
    Ich erinnere noch daran, dass Trump sich spätestens schon in der Coronazeit als Marionette der Globalisten entlarvt hat.Als er beispielsweise den Helden aus der Coronazeit den republikanischen US-Gouverneur von Florida Ron Desantis, massiv unter Druck gesetzt hat, weil dieser Gouverneur es gewagt hat, sich dem Corona-Regime zu widersetzen.Das hatte der Ron Desantis teilweise sehr detailliert bei den TV-Debatten zu den Vorwahlen der US-Republikaner Anfang des Jahres 2024 im US-TV erzählt.
    Und was hat Trump nach diesen TV-Debatten gemacht? Anstatt den Ron Desantis dafür zu loben und ihm AUszeichnungen zu vergeben für seinen tapferen Kampf gegen das Corona-Regime, hat Trump den Ron Desantis im letzten Jahr nach den TV-Debatten zu den Vorwahlen der US-Republikaner erneut mit vulgären widerlichen Sprüchen beschimpft und beleidigt.Trump hat sich für diese Schimpftiraden bei dem Gouverneur von Florida Ron Desantis (Republikaner) bis heute nicht entschuldigt! Ron Desantis ist ein Held aus der Coronazeit, der schon kurz nach Beginn der Corona-Plandemie einen sehr großen Widerstand gegen das diktatorische Corona-Regime geleistet hat und nie aufgegeben hat. Ich erinnere mich an mehrere US-Umfragen Ende 2023 und Anfang 2024, die klar gezeigt haben, dass die US-Wähler, vor allem die der Demokraten viel mehr Respekt vor Ron Desantis haben als vor Trump. Laut US-Umfragen aus dem Jahre 2024 würde Ron Desantis im direkten Duell gegen Biden haushoch überlegen gegen Biden gewinnen. Im direkten Duell zwischen Trump vs Biden (Neuauflage von 2020) gäbe es ein sehr knappes Kopf an Kopf Rennen beim Wahlausgang laut US-Umfragen von Ende 2023 und Anfang 2024.
    Vor kurzem hat er auch noch ein seiner loyalsten MAGA-Anhängerinnen Marjorie Taylor Greene davongejagt, die im Gegensatz Trump
    in der Coronazeit auch auf der Seite der Coronagegner war und seit Beginn des Corona-Regimes sehr großen Widerstand
    gegen das antidemokratische Corona-Regime geleistet hat!

    Trump behauptete, dass ohne seine „Warp Speed“-Impfstoffe 100 Millionen Menschen an COVID gestorben wären
    https://uncutnews.ch/trump-behauptet-dass-ohne-seine-warp-speed-impfstoffe-100-millionen-menschen-an-covid-gestorben-waeren/

    Milliarden-Pharma-Deal: Trump lobt Pfizer-Chef Bourla für „fantastische Arbeit“ in Corona-Zeit
    https://rumble.com/v6zrmxi-milliarden-pharma-deal-trump-lobt-pfizer-chef-bourla-fr-fantastische-arbeit.html

    Trumps Kandidatin für den POsten der CDC-Direktorin bezeichnet mRNA-Technologie als „sicher und wirksam“
    https://legitim.ch/trumps-kandidatin-fuer-den-cdc-direktor-bezeichnet-mrna-technologie-als-sicher-und-wirksam/

    Genau dieser Trump hat außerdem in Oktober 2025 seinen Gesundheitsminister
    Robert F. Kennedy Junior mit überraschender COVID-Booster-Aktion gedemütigt.Präsident Trump erhielt Anfang Oktober seine COVID-19-Auffrischungsimpfung, während Robert F. Kennedy Jr., Amerikas berühmtester Impfgegner und Gesundheitsminister, den Amerikanern den Zugang zu dem von ihm verhassten Impfstoff einschränkt.
    Nur zur Erinnerung:
    Der 71-jährige R.F. Kennedy Junior hat keinen Hehl daraus gemacht, wie sehr er COVID-Impfstoffe hasst. Im Jahr 2021 nannte Kennedy ihn „ den tödlichsten Impfstoff aller Zeiten “ und hat während seiner Zeit als Gesundheitsminister wiederholt kritische Aussagen über den Impfstoff gemacht .
    Trump, dessen „Operation Warp Speed“ während seiner ersten Präsidentschaft dazu beitrug, die Amerikaner unglaublich schnell mit COVID-Impfstoffen zu versorgen (viele starben oder sind behindert), teilt die Skepsis seines Gesundheitsministers gegenüber Impfstoffen nicht.

    Er sagte, Kennedy habe eine „ andere “ Einstellung zu Impfstoffen als er selbst und andere medizinische Experten. Im September scherzte Trump, er hoffe, sich nicht mit COVID angesteckt zu haben, nachdem Kennedy im Oval Office in seiner Nähe geniesst hatte.
    Trump ist für mich die größte Enttäuschung. Schade, dass weder der Republikaner
    Ron Desantis noch der US-Republikaner Rand Paul US-Präsidenten geworden sind. Trump ist es nicht würdig das Amt eines US-Präsidenten auszuführen…
    Trump ist für mich mit Abstand die größte Enttäuschung der letzten Jahre!

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