
Die Federal Reserve (FED), die Zentralbank der USA, hat gestern die Erhöhung des Leitzinssatzes um 25 Basispunkte beschlossen. Das ist ein weiterer, erheblicher Tiefschlag für Donald Trumps Agenda: Er hatte seit Beginn seiner zweiten Amtszeit stets eine massive Senkung der Zinsen gefordert, um Investitionen zu befördern und Kredite – auch für den Immobilienmarkt– zu verbilligen und damit das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Dass die FED nun das genaue Gegenteil tat, ist die Folge der gestiegenen Inflation, die inzwischen eine Jahresrate von 3,4 Prozent erreicht hat. Obwohl der neue FED-Chef Kevin Warsh Trumps Wunschkandidat für diesen gewesen war, sah sich angesichts der Lage außer Stande, dem Wunsch des Präsidenten zu entsprechen und die Zinsen zu senken.
Als Auslöser für den Inflationsanstieg wird von führenden Analysten vor allem der Iran-Krieg angeführt, seit dessen Beginn mittlerweile der Preis für Benzin um 70 Prozent und der für Diesel um 80 Prozent gestiegen ist, was natürlich auch zur Erhöhung der Endverbraucherpreise geführt hat. Die Spritpreise in den USA liegen – umgerechnet auf den Liter – je nach den von Bundesstaat zu Bundesstaat verschiedenen Steuern mittlerweile zwischen 0,81 und 1,32 Euro pro Liter bei Benzin; beim Diesel wurde mit bis zu 1,44 Euro pro Liter ein neues Allzeithoch erreicht. Für deutsche Verbraucher erscheint das zwar paradiesisch billig, doch für die US-Wirtschaft und Verbraucher ist es eine schwere Belastung. Da auch Kreditzinsen für Wohneigentum, Autofinanzierung und vieles mehr absehbar steigen werden, dürfte sich das Wirtschaftswachstum weiter abkühlen.
Mehrheit für die Demokraten im Kongress immer wahrscheinlicher
Trump zeigt sich darüber natürlich alles andere als begeistert, da die Entscheidung der FED geplante Investitionen verzögern und damit das Wirtschaftswachstum zusätzlich einbremsen wird. Seine zornige Reaktion auf die Leitzinserhöhung ließ nicht lange auf sich warten; auf Truth Social schrieb er: „Die Zinssätze in den Vereinigten Staaten sollten bei 1 Prozent oder darunter liegen, denn wir haben die beste Bonität der Welt – und zwar mit Abstand. Unser Land erlebt einen Boom durch neue Investitionen! Würden wir den Handel mit jedem Land einstellen, mit dem wir ein Defizit haben – und das sind die meisten –, würden wir jährlich mindestens 1,5 Billionen Dollar einnehmen. Das Wort ‚Defizit‘ ist nichts anderes als ein schickes Wort für Verlust. Wir ‚tragen‘ so gut wie jedes Land der Welt mit, und so kann es nicht weitergehen. Senkt die Zinssätze für die Vereinigten Staaten von Amerika, und zwar schnell!”
Für Trump und die Republikaner kommt die FED -Entscheidung zur absoluten Unzeit, nämlich nur wenige Wochen vor den Zwischenwahlen (Midterms). Mit Folgen: Die Chance, dass Trump mit einer Mehrheit im Kongress weitermachen kann, liegt nach derzeitigen Erkenntnissen bei nur mehr 25-35 Prozent. Zumindest für das Repräsentantenhaus wird eine klare Mehrheit für die Demokraten prognostiziert. Es fehlt den Republikanern und dem Präsidenten nun schlicht die Zeit, noch vor den Wahlen Ergebnisse zu erreichen, die beim Bürger spürbar ankommen.
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3 Kommentare
“ Obwohl der neue FED-Chef Kevin Warsh Trumps Wunschkandidat für diesen gewesen war, sah sich angesichts der Lage außer Stande, dem Wunsch des Präsidenten zu entsprechen und die Zinsen zu senken.“
Scheinbar haben weder der Autor noch Trump mitbekommen, dass auch der verhasste AMtsvorgänger von Warsh, sein Name ist Jerome Powell, das war ebenfalls Trump’s Wunschkandidat!
Ich wiederhole noch einmal , was ich schon zu Beginn von Trump’s zweiter AMtszeit Januar 2025 hier sinngemäß geschrieben haben. Trump ist ein schlechter Menschenkenner. Er holt sehr oft die falschen Leute ins Boot und wundert sich danach, wenn überhaupt nichts mehr planmäßig verläuft.
Trump wiederholt die gleichen Fehler aus seiner ersten Amtszeit. Genau das habe ich schon in Januar 2025 kurz nach Trump’s Vereidgung hier auf Ansage schon einmal geschrieben!
Hier noch einmal zur Erinnerung:
In ausländischen europäischen und asiatischen Medien wurde bereits im letzten Jahr sehr oft darüber gewitzelt, dass Trump wohl ein Gedächtnisproblem hätte und wahrscheinlich schon genauso wie Biden an Demenz im Anfangs- oder im fortgeschrittenen Stadium leiden könnte, denn Trump hat den Ex-FED-CHef Jerome Powell damals im Jahre 2017 auch selbst favorisiert und nominiert.
https://www.france24.com/en/20171102-trump-nominates-jerome-powell-head-us-federal-reserve
Dieser Trump ist nicht echt. Warum nicht?
Der echte Trump ist 193 cm groß, Macron dagegen nur 173 cm (kann man gugeln).
Man suche nach Bildern von beiden und siehe da: Sie sind fast gleich groß.
Wo sind die 20 cm Unterschied?
Fazit: Die Öffentlichkeit wird getäuscht. Der Trump, den man uns zeigt, ist ein Impostor, eine Marionette des Deep State.
Die verblödeten Bumsbürger wollen das aber nicht wissen.
😜
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