Die Rekord-Kirchensteuer finanziert den Niedergang der katholischen Kirche

Die Rekord-Kirchensteuer finanziert den Niedergang der katholischen Kirche

Regenbogen- statt weißer Fahne: Die Katholische Kirche wird in ihrer Zeitgeistunterwerfung immer maroder (Symbolbild:KI)

Die katholische Kirche in Deutschland nimmt trotz Hunderttausender Kirchenaustritte so viel Kirchensteuer ein wie nie zuvor. Dass damit ein weitgehender Niedergang des Katholizismus in Deutschland finanziert wird, betrachten praktizierende Katholiken mit wachsender Sorge – und sie fragen sich, ob sie die Kirchensteuerzahlung noch mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Die jüngsten Zahlen überraschen auf den ersten Blick: Trotz des anhaltenden Mitgliederschwunds haben die beiden großen Kirchen in Deutschland im vergangenen Jahr mit rund 13 Milliarden Euro so hohe Kirchensteuereinnahmen erzielt wie nie zuvor.

Der Grund: während Jahr für Jahr Hunderttausende Menschen ihren Austritt erklären, sorgen steigende Löhne und Gehälter dafür, dass die Einnahmen dennoch neue Rekordwerte erreichen. Vor diesem Hintergrund wirkt es fast wie eine Randnotiz, dass der Kölner Dom künftig für Touristen Eintritt verlangen will. Wenn selbst eine der finanzstärksten Ortskirchen der Welt offenbar zur Erschließung zusätzlicher Einnahmequellen gezwungen ist, stellt sich zwangsläufig die Frage, wofür die ohnehin schon gewaltigen Mittel eigentlich verwendet werden.

Gelder für den Kampf gegen die katholische Tradition

Doch hier geht es um mehr als rein finanzielle Fragen: Nahezu zeitgleich mit der Freude über noch mehr Geld wurde bekannt, dass der bisherige Freiburger Weihbischof Christian Würtz neuer Bischof von Eichstätt wird. Für viele konservative Katholiken steht diese Personalentscheidung exemplarisch für den fatalen kirchenpolitischen Kurs der deutschen Bischofskonferenz – der offensichtlich von Papst Leo aus ganz entschieden gefördert wird. Würtz hatte im Rahmen des Synodalen Weges für die Segnung homosexueller Paare gestimmt. Ebenso sprach er sich für eine Überprüfung der kirchlichen Lehre über homosexuelle Handlungen aus.

Darüber hinaus unterstützte Würtz Forderungen nach weiblichen Diakonen sowie eine erneute Diskussion des Apostolischen Briefes Ordinatio Sacerdotalis, mit dem Papst Johannes Paul II. im Mai 1994 bekräftigt hatte, dass die Kirche keine Vollmacht besitze, Frauen die Priesterweihe zu spenden. Für viele gläubige Katholiken ist dies keine Randfrage, sondern eine Frage der Treue zur überlieferten Glaubenslehre. Sie erleben seit Jahren, dass Milliarden aus der Kirchensteuer in einen kirchlichen Verwaltungsapparat fließen, der einen Reformkurs verfolgt, den sie weder theologisch noch geistlich mittragen können.

Alternativen zur Kirchensteuer

Damit stellt sich eine unbequeme Gewissensfrage: Muss ein Katholik dieses System überhaupt finanziell unterstützen? Die Antwort fällt differenzierter aus, als oft behauptet wird. Die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche gründet nach katholischem Verständnis auf Taufe und Glauben – nicht auf der Zahlung einer staatlich eingezogenen Kirchensteuer. Das deutsche Kirchensteuersystem ist eine historisch gewachsene Besonderheit und keineswegs Bestandteil des katholischen Glaubensgutes. Wer den Eindruck gewinnt, dass seine Kirchensteuer vor allem Strukturen finanziert, die sich von der Lehre der Kirche entfernen, wird deshalb nach Alternativen suchen. An Möglichkeiten mangelt es nicht: Zahlreiche traditionstreue Priesterseminare, Ordensgemeinschaften, Hilfswerke und apostolische Initiativen sind auf freiwillige Spenden angewiesen und verwenden diese unmittelbar für Seelsorge, Mission oder die Ausbildung katholischer Priester.

Gerade die aktuellen Rekordeinnahmen zeigen zudem, dass es der Kirche in Deutschland keineswegs an Geld mangelt. Vielmehr geht es um die Frage, welche Kirche mit diesem Geld aufgebaut wird. Wer das gegenwärtige Anbiedern an den linksgrünen Zeitgeist als Irrweg betrachtet, wird sich kaum damit zufriedengeben, dass die deutschen Bistümer immer neue Milliarden einnehmen – sondern der wird vielmehr fragen, ob seine finanzielle Unterstützung nicht dort besser aufgehoben wäre, wo der katholische Glaube noch in Kontinuität mit der Überlieferung gelebt und weitergegeben wird.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf “Philosophia Perennis

6 Kommentare

  1. Die Gläubigen befinden sich in demselben Kampf wie die echten Demokraten. Die zugrundeliegende Weltanschauung wird pervertiert und entfernt sich immer mehr von den Werten, die sie eigentlich repräsentieren sollten.
    Die Gründe dafür sind vielfältig, ich greife nur ein paar davon heraus.

    Das Anbiedern an den Zeitgeist war in der Neuzeit schon immer eine Schwäche des Klerus. Zuletzt mehr als deutlich in der NS-Zeit. Nicht die Amtskirchen haben sich dem Holocaust entgegengestemmt, sondern es waren Privatleute, die ihren jüdischen Mitbürgern Zuflucht gewährten, unter eigener höchster Lebensgefahr.

    Die Kirche hat natürlich auch ein ganz anderes Problem, und das ist die Sexualität. Durch den verpflichtenden Zölibat hat sich eine Priesterkaste herausgebildet, die in nicht geringen Teilen homosexuell oder auch pädophil ist. Da wird der Ausspruch Christi „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ sehr wörtlich genommen.

    Anstatt jetzt den Zölibat abzuschaffen und es den Priestern selber zu überlassen, wie sie leben wollen, wird nun kurzerhand die irrsinnige Woke- und LBTQ-Ideologie akzeptiert, damit man nach außen die kirchlichen Dogmen bewahrt aber nach innen so weitermachen kann wie der Zeitgeist es jetzt legitimiert.

    Frauen als Prister, das klingt erst mal harmlos. Maan sollte jedoch im Hinterkopf bewahren, was in der Politik passierte, als Frauen plötzlich in Machtpositionen kamen (Merkel, UvdL etc.). Ist es dadurch besser geworden? Wohl eher nicht, ganz im Gegenteil. Und in der Kirche? Da veranstalten (protestantische) Pastorinnen Stangentanz mit halbnackten Frauen zum Gottesdienst. Was kommt als Nächstes? Öffentliches F***** im Gottesdienst, um Gott zu ehren? Immerhin hat der ja gesagt „Gehet hin und mehret euch!“

    Dies soll keine Pauschalverurteilung von Frauen sein, aber es ist leider Fakt, dass bei den Frauen doch überproportional viele mit solch kruden Ideen verführbar sind. Woher kommt LBTQ? Es geht auf eine Frau zurück – Judith Butler. Wer erfand den Feminismus? Simone de Beauvoir! Wer befeuerte ihn in Deutschland? Alice Schwartzer.
    Und welche Frauen in der Politik durch ihr geringes Intelligenznieveau glänzen, dürfte mittlerweile jedem präsent sein.

    Es gibt gottseidank auch viele intelligente Frauen, die sich kein X für ein U vormachen lassen. aber diese sind mit wenigen Ausnahmen intelligent genug, sich aus dem allgemeinen Sumpf herauszuhalten. Und die es nicht tun, sind wackere Kämpferinnen gegen den Zeitgeist.

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    1. Sehe ich im wesentlichen auch so – Frauen sind durchschnittlich beeinflussbarer als Männer. Allerdings gehören Simone de Beauvoir und Alice Schwarzer nicht zum Aufmarsch der gackernden Hühner, obwohl sie einige Irrtümer (vor allem einen entschiedenen Behaviorismus) in die Frauenbewegung hineingetragen haben. Das hatte kaum Folgen, solange die Frauenbewegung eine sehr heterogene Graswurzelbewegung war, in der ganz unterschiedliche Ansichten zu fast jeder Frage nebeneinander ok waren. Die Frauenbewegung hat spätestens ab etwa 2000 gegenüber der islamischen Herausforderung versagt – nicht Schwarzer, aber all die zeitgeistigen Gegenwarts“feministinnen“. Die Auseinandersetzungen um gleiche Löhne für dieselbe Arbeit, um das Recht der Frau, ein eigenes Konto ohne die Extraerlaubnis ihres Mannes oder Vaters führen zu dürfen, um die Strafbarkeit der (in Deutschland bis 1997 legalen) ehelichen Vergewaltigung, um Abtreibung als Notlösung in Notsituationen etc. etc., waren gegen 2000 ausgestanden. Die meisten „Feministinnen“, die heute unter 40, wenn nicht unter 50 sind, haben nicht die geringste Ahnung von den echten Anliegen der echten Frauenbewegung des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie „kämpfen“ gegen imaginäre Feinde, nicht gegen den politischen Islam. Judith Butler erklärt sogar die Hamas zum „progressiven“ Teil der „globalen Linken“, natürlich ohne zu erklären, was „progressiv“ sein soll und welche gemeinsamen Anliegen die „globale Linke“ eigentlich vertritt. Die des politischen Islam? Zeitgeist“feministinnen“ „kämpfen“ gegen den längst machtlosen, einheimischen Rassismus gegen Einwanderer, nicht aber gegen den eingewanderten Rassismus gegen Indigene. Sie „kämpfen“ für „queere“ bzw. für LGBT-Ansprüche, die längst erfüllt werden, außer im Fall von Kinderschändung. Und wie ich diese zeitgeistigen „Feministinnen“ einschätze, werden sie, sehr im Unterschied zu den letzten, noch lebenden. „Alt“- oder „Rächz“-Feministinnen, auch den Missbrauch der Kinder befürworten und die Täter zu Opfern einer „neopatriarchalen“ Gesellschaft erklären, sobald die Propaganda “ stimmt“. Diese Täter müssen lauthals behaupten, es gebe ein Recht jedes Kindes auf „einvernehmlichen“ Sex mit „Partnern“, die das Kind sich selbst ausgesucht habe – und schon stimmt die Sache für jüngere „Feministinnen“, die in Schlagworten denken.

  2. Die Kirchensteuermittel werden fast ausschließlich für einen gefügigen Verwaltungsapparat und für den Kampf gegen den traditionellen Glauben und für Umerziehung ausgegeben. Alles was irgendwie Frömmigkeit darstellt, muß sich selber finanzieren. Ich bin leider auch noch bei den Zahlern, weil meine Frau im örtlichen Kirchengemeinderat sitzt.

  3. Kirchensteuer muss abgeschafft
    werden.
    Die sollen sich das Geld holen wo
    sie wollen.

    Die Priester sollen heiraten dürfen.

    Einsparung bei Bürokratie bei der
    Kirche.

  4. Lobbys und NGOs sind in den Kirchen seit langer Zeit und genau deswegen stellen sich beide Konfessionen seit den Aufstand der Anständigen unter Schröders Ära gegen Rechts auf die Straße und es gab von da an kein Problem sich mit antideutschen Krawallos der Linksautonomen-Szene zu zeigen. Gerade auch das Kolping-Bildungswerk hat in der Hausordnung politische Symbole und Erscheinungsformen in der Hausordnung verboten doch bei rotem Stern, Anarchy-Logo oder Gegen Nazis da schaut man nicht aber was nach rechts aussieht kurze Haare, Lonsdale, Pit Bull, Thor Steinar mir Tarnung im Zusammenhang da wurde und wird immer mal gemeckert. Auch beim Thema Linksextremismus war der verstorbene Pfarrer König aus Jena immer Speerspitze beim 13 Februar um in Dresden den Trauermarsch zu stören. Auch anderswo hat er sich beteiligt. Vor Jahren habe ich mal einen Aufkleber entdeckt mit der Aufschrift Antifaschichtische Kirchen das Gotteshaus war rot und die Fahne dahinter schwarz. Ich zerkratzte ihn mit dem Schlüssel. mfg

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