Die riskante Wette auf die Rente

Die riskante Wette auf die Rente

Millionen Versicherte können sich warm anziehen: Die Pervertierung der Sozialsysteme fordert weiterhin ihren Tribut (Foto:Imago)

Es ist eine der größten kollektiven Wetten der Nachkriegszeit, getarnt als Sozialversicherung: Das deutsche Rentensystem.
Auf den ersten Blick wirkt es wie ein solides Fundament – doch bei näherem Hinsehen entpuppt es sich als klassisches Schneeballsystem in staatlichem Gewand, als Pyramide, deren Spitze immer schmaler wird, je höher sie wächst. Die heutigen Einzahler finanzieren die heutigen Rentner, die künftigen Einzahler sollen dann die künftigen Rentner – also die Einzahler von heute – finanzieren. Und so weiter. Das funktionierte gut, solange die Pyramide eine Pyramide war – und die einzahlende Basis breit genug war, um die sich nach oben aus biologischen Gründen zwangsläufig verkleinernde Spitze der Rentenempfänger überschaubar. Gibt es deutlich mehr Beitragszahler als Rentenbezieher, was Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum oder zumindest -erhaltung voraussetzt, bleibt das Konstrukt stabil.

Sobald aber die Basis bröckelt, kippt die ganze Konstruktion. Nicht mit einem Knall, sondern mit leisen, schleichenden Rissen. Genau das passiert seit Jahrzehnten – mit akuter Beschleunigung. In dieser Situation wählen – menschlich durchaus nachvollziehbar – die heutigen und baldigen Rentner, Pensionäre und alle, die kurz vor dem “Ziel” stehen, instinktiv das, was Kontinuität verspricht. Sie setzen nicht auf Parteien, sie setzen auf die Verlängerung ihres eigenen Rentenbescheids. Die CDU oder jede andere „etablierte“ Kraft erscheint ihnen nicht als politische Alternative, sondern als Garant des Versprechens, das ihnen einst gemacht wurde.

Stillschweigende Entwertung

Neue, reformwillige und damit scheinbar disruptive Kräfte hingegen werden als Risiko wahrgenommen; wer noch nie ein Rentenversprechen abgegeben hat, kann es auch nicht brechen, denkt man. Also lieber das vermeintlich bewährte, wenn auch brüchige Fundament behalten als ein unbekanntes neues zu errichten, auch wenn letzteres vielleicht deutlich stabiler wäre. Doch genau hier wird die Wette auf die Zukunft tragisch. Denn das politische Versprechen ist nominell unantastbar. Keine Regierung wird den ausgezahlten Euro-Betrag auf dem Rentenbescheid offen kürzen – das wäre politischer Selbstmord. Stattdessen passiert etwas Perfideres: Die stillschweigende Entwertung durch Inflation. Früher reichte ein Rentenbescheid von 1.200 Euro für eine Tankfüllung, für die Miete, für den wöchentlichen Einkauf und noch ein bisschen Urlaub. Heute reicht derselbe nominelle Betrag vielleicht noch für die Tankfüllung – aber die kostet jetzt dreimal so viel. Die Mieten sind explodiert, der Einkaufswagen ist halb so voll für denselben Preis. Der Rentner bekommt formal genau das, was ihm zugesagt wurde – real jedoch immer weniger.

Das ist keine Kürzung auf dem Papier; es ist eine Kürzung in der Realität – elegant, unsichtbar und politisch wasserdicht. Hier zeigt sich die bittere Ironie des Schneeballsystems: Abgesehen vom demographischen Problem, das sich womöglich durch Zuwanderung ausgleichen ließe (wenn diese Zuwanderung denn wirklich qualifizierte Arbeitsmigranten umfasste), kann diese Pyramide nur stehen, solange die Wirtschaft darunter wächst oder zumindest konstant bleibt; solange Unternehmen hier investieren und Jobs schaffen, die Steuern und Beiträge abführen. Solange die Wertschöpfung eben im Land bleibt und nicht ins Ausland abwandert.

Fatales Wahlverhalten

Sobald diese Grundlage erodiert – durch Bürokratie, Energiepreise und weitere Abwanderung –, wird aus dem schönen Versprechen ein leeres Formular. Dann hilft auch kein noch so oft wiederholtes „Wir halten die Rente stabil“ mehr. Der Staat ist kein unerschöpflicher Geldautomat. Er kann nur verteilen, was zuvor erwirtschaftet wurde. Ohne starke Wirtschaft keine stabile Rente. Punkt. Die Wette auf die Rente ist nur dann sicher, wenn die Wirtschaft funktioniert. Funktioniert die Wirtschaft nicht mehr, bricht alles zusammen – Pyramide, Versprechen und Illusion zugleich. Deshalb ist das Wahlverhalten, das Sicherheit sucht, so fatal. Es konserviert Erwartungen, aber nicht die Basis, auf der diese Erwartungen ruhen. Man wählt Stabilität – und übersieht dabei, dass die Fundamente längst Risse haben. Man klammert sich an das Versprochene und verhindert genau die Veränderungen, die es retten könnten. Die unbequeme Wahrheit lautet: Es reicht nicht, das Versprechen zu wählen. Man muss die Bedingungen wählen, unter denen es überhaupt noch eingelöst werden kann.

Wirtschaftliche Stärke ist keine ideologische Luxusfrage, sondern die nackte Voraussetzung dafür, dass das ganze System nicht irgendwann lautlos in sich zusammenfällt. Oder, weniger feierlich formuliert: Man kann die Wette auf die Rente immer weiter verlängern – mit immer neuen Einzahlern, immer neuen Versprechen, immer neuen Worten. Irgendwann wird sie trotzdem fällig.
Und dann steht nicht mehr nur eine Partei, sondern eine ganze Generation vor den Trümmern einer Pyramide, die schon seit zwei Generationen nicht mehr tragfähig ist.

22 Kommentare

  1. Binsenweisheit! Das beschriebene Prinzip trifft praktisch für alle Kapitalanlagen zu. Nur, dass das Umlageprinzip alle Krisen der vergangenen hundert Jahre bestanden und überstanden hat. Dagegen haben Währungsreformen und Kriege die kapitalgedeckten Vorsorgeversicherungen häufig in den persönlichen Ruin geführt. Ohne die jährlichen Plünderungen durch die nicht beitragsgedeckten bzw. versicherungsfremden Leistungen stünde die gesetzliche Rentenversicherung wesentlich besser dar.
    Der demografische Wandel ist schon in vollem Gange und die vorübergehenden, absehbaren steuerlichen Zuschüsse sind gut kalkulierbar. Leider ist das Märchen von unbezahlbaren Bundeszuschüssen so wahr wie das sogenannte Sondervermögen. Die Stiftung Warentest hat errechnet, dass ohne die versicherungsfremden Leistungen der Rentenbeitrag um je einen Prozentpunkt niedriger für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ausfallen würde.

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    1. Hier noch 1 short, welches zwingend zum weiteren Recherchieren anregt

      die Bundesbank will mit einem billigen Rechentrick die Rente der Deutschen schrumpfen lassen

  2. @Die heutigen Einzahler finanzieren die heutigen Rentner
    das ist aber immer so !
    Die aktuellen Arbeiter und Einzahler finanzieren die Rentner -nur mit dem Unterschied, das es bei der staatlichen Rente 5% Verwaltungskosten gibt und beiden privaten „Angeboten“ 10% Verwaltungskosten plus 15% Gewinn zusätzlich – mindestens. Und das versprechen, das die finanzwirtschaftlich geparkten Renten erhalten bleiben, sollte seit 2007 auf dem Müllhaufen der Geschichte liegen.
    Niemand kann garantieren – und die Rentner in den USA, die Aktien-Depots für ihre Rente verloren haben – sind meine Zeugen.
    Aber die Renten sind ein gewinnträchtiges Thema – auch wir haben schon Versuche, die Rentner maximal auszubeuten – und es wird weitergehen.
    Allerdings – und da gebe ich ihnen recht – amtsmißbräuchliche Politiker sind ein großes Problem – und es liegt am Wähler – dem aktuellen und den zukünftigen Rentnern – den Politikern auf die Finger zu schauen und abzuwählen, wenn sie betrügen !

  3. Das ist schon witzig mit uns Deutschen! Unser Vertrauen in die Politik der Altparteien ist zwar weg, dennoch wählen wir in z.B. Baden-Württemberg eine grün-schwarze (GRÜNE-CDU) & in Rheinland-Pfalz eine schwarz-rote (CDU-SPD) Landesregierung! Also wieder genau die Parteien, zu denen wir angeblich kein Vertrauen mehr haben! SIND ALLE FARBENBLIND??? dann zum Augenarzt!!! Aber sie werden immer noch gewählt. Das macht mich fassungslos.

    Mir ist schleierhaft, wie 18- bis 24-Jährige an ihre Altersversorgung denken können/müssen! Früher waren es in diesem Alter andere Prioritäten, Familie gründen, eine neue Arbeitsstelle für mehr Lohn suchen oder auch ein Haus für die Zukunft zu planen! Da soll noch jemand sagen heute ist alles besser, sicherlich nicht die wichtigen Dinge im Leben eines Menschen.
    Vor 50 / 60 Jahren stand uns allen auch noch die Welt offen. Die heutigen Jugendlichen sind in mehr oder weniger grossem Wohlstand aufgewachsen, können nicht ermessen, wieviel Arbeit zwei Generationen vor ihnen geleistet haben. Diese Basics werden die Jugendlichen wiederentdecken (müssen), da die gegenwärtige Politik die breite Mittelschicht ausraubt. Dazu kommt noch die wiederentdeckte Kriegslust.

    Früher hat man darauf vertraut, dass die Rente sicher ist. Wie von Norbert Blüm vor etlichen Jahren versprochen. Aber das Vertrauen ist seit den 2000 tausender Schröder Jahren hin, der Arbeiter führer hat die Rente kaputt gemacht und den Billiglohn erfunden mit der LEASING Arbeit, nicht zuletzt durch die vielen kleinen Schritte zur Schlechterstellung der Rentner.

  4. https://youtu.be/TXouSelr9Os

    Team Heimat – Carsten Jahn – 09.04.2026

    „BUNDESREGIERUNG PLANT ENTEIGNUNGEN MIT NEUEM GESETZ!

    Still und leise soll das neue Gesetz auf den Weg gebracht werden. Nein, es geht nicht nur um sogenannte Schrottimmobilien. Man will Oppositionelle unter Druck setzen.“

    Schaut und hört genau bis zum Ende zu !!!
    Denn das wird Euch aus den Socken hauen !!!
    Gesetzesvorhaben mit diktatorischer Übergriffigkeit ./. uns Bürger, ./. unsere im GG i.d. Grundrechten verbrieften Freiheiten, lassen DDR 2.0 nicht nur grüßen !!!
    Haben diese Elemente was kräftiges an ihrer Gesinnung und sind sie nicht schon längst zum Fall des Verfassungsschutzes, wenn wir einen unabhängigen neutralen denn hätten?

  5. Ein Staat, der genug Geld hat, um Milliarden in der Ukraine zu verballern, mit Abermillionen irgendwelche Klimaprojekte in Weitwegistan zu finanzieren und Millionen Ballastexistenzen lebenslang zu versorgen, der hat auch genug Geld, um seine Rentner zu bezahlen.
    Punkt. Ende der Diskussion.

    1. Hierbei hast du vergessen, das alles Geld was angeblich ins Ausland fließt, nicht nach vollzogen werden kann, wo es tatsächlich ankommt! Bin tausendprozentig davon überzeugt, das 50% für Korruption drauf gehen! Und am meisten davon profitieren natürlich diejenigen, welche das Geld zuteilen! Ich als 75 Jähriger kenne viele Grüne und Sozis aus meinem Kreis . Alle hatten aber immer zu Oberst ihr eigenen Vorteil. das Einzige was sie alle hatten war der riesige Geiz!“

  6. Nicht dabei vergessen!

    Der Staat hat sich immer bei den
    Guthaben der Rentenversicherung
    bedient.

    Für was? Um die Zahlungen in die
    Sozialen Abenteuer zu finanzieren.

    Das ist das Manko!

    Der Rest ist bekannt!

    1. Alle Zwangssystem die wir hier in Deutschland haben, sind im Grunde Verfassungsfeindlich. Denn nicht die Versicherten und Einzahler profitieren davon, sondern in der Masse Nichtzahler! Und der beste Beweis, das es nur um Schwindel geht ist, Politiker und Beamte zahlen nicht ein! Warum wohl? Sie wissen das alle diese sogenannten „Sozialen Sicherungssysteme“ ein großer Schwindel sind! Ein großer Betrug ist die Pflegeversicherung! Man zahlt ein und beim Versicherungsfall wird das eigene Vermögen kassiert! Also ist diese Versicherung im Grunde genommen nur Scheisse!

  7. lies was jeder deutsche für rechte und pflichten hat die politidioten wegzusperren….Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland..
    Art 20 grundgesetz… !!!

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

    1. Es nützt nichts, wenn Sie das immer wieder hier einstellen.
      Der Artikel im Grunzgesetz ist nur Augenwischerei bzw. dient als Schlafsand.
      Den Widerstandsfall müßte ein Gericht feststellen! Darauf können Sie warten, bis Sie verfault sind.
      😜

  8. Nun ,wer Millionen junge BRD Menschen per Steuern auf Hotel Mama reduziert,wer 5 Millionen Asyler mit versorgt und sagt ist ja „unsere_Demokratie“ Pflicht,wer Weltweit BRD Gelder streut zur Weltrettung,wer ( grükoten) denkt „die merkeln das nicht“ wer ist denn so blöd ?? Da beachtet mal den Umschwung in den Umfrage %_%ten. Das wirkt bis übernächste Wahlen, hoffe Regierende_innen be_merkeln DAS !!

  9. Die ganze soziale Scheixx wurde nur zu einem Zweck ins Leben gerufen! Dem Michel die „Selbstverantwortung“ aus zu treiben. Denn, bekommt der Mensch vom Staat irgendwelche Leistungen, wird er diese Leute immer wieder wählen. Und heute sehen wir, das die größten Nieten und Parasiten in den Regierungsbunkern sitzen! Und wer glaubt die sind sozial, der sollte mal zum Arzt. Diesen Leuten ist das Wohl des Volkes völlig egal, sie interessieren sich nur für ihr Konto!

  10. Herr Münch,ich kenne Rentner ,die noch mehr Migration befürworten,die
    ein Haus und ein E-Auto haben.Hören abends den Propagandafunk und fühlen sich in ihrer Blase pudelwohl.
    Dekadenz in schönster Vollendung und deswegen, habe ich mich aus der Industrie(Werkzeugbau)
    verabschiedet und bin in Frührente gegangen.

  11. Aktuell wählen 75% die Altparteien. 25 % etwa die AfD. Wobei nicht klar ist wie viel von den 25 % nicht auch aus den genannten Gründen so wählen. Bei etwa 60 Mio. Wähler wählen etwa 45 Mio die Altparteien , nehmen wir noch 7.5 Mio AfD – Wähler dazu sind das etwa 53 Mio. Erwachsene. Im Maximalfall sind 20 Mio davon Rentner und somit 33 Mio Nichtrentner. Die wollen das also auch haben.

    Gilt der Artikel denn auch für Pensionäre?

    Ansonsten bin ich nicht gefragt worden ob ich mit der zwangsweisen Einzahlung und einer nach Belieben von Politikern zu entscheidenden Auszahlung einverstanden bin. Mit über 70 hoffe ich das es mich noch trägt. Ansonsten ist es wie mit allen „bürgerfreundlichen“ Entscheidungen. Der Bürger (siehe oben) wählt die immer wieder.

    1. Aha, ein Rechenkünstler!

      Nun rechnen wir mal gemeinsam:
      Rund zwei Drittel der Bevölkerung leben von Transferleistungen (einschließlich der direkten und indirekten Systemdiener), ein Drittel ist wertschöpfend tätig und hält den Laden am Laufen.

      Warum sollten diejenigen, die von Transferleistungen leben, die AfD wählen? Das würde ihnen sicherlich nicht guttun.
      Darum wird die AfD kaum jemals deutlich über die 30% hinauskommen. Es sei denn, die Geimpften sterben plötzlich und unerwartet weg.
      😜

  12. Die Kapital gedeckte Rente wie in der Schweiz, das funktioniert, wenn ein Staat mehr als 100 Jahre lang eine Inflationsrate von 0,6 % p.a. hat. Die Zeiten sind auch in der Schweiz vorbei.

  13. Ein solches System hat noch nie funktioniert und kann auch nicht funktionueren. Das zeigt ein einfaches Beispiel: Wenn wir drei Einzahler brauchen, um eine Rente zu finanzieren, dann benötigen wir 30 Millionen Beitragszahler, um zehn Millionen Renten zu bezahlen. Gehen dann diese 30 Millionen Beitragszahler in Rente, müssen 90 Millionen arbeiten, um deren Altersrenten zu verdienen. Noch ein Generation weiter, müssten in Deutschland 270 Millionen arbeiten, um den 90 Millionen ein Leben zu ermöglichen. Funktioieren kann eine gesetzliche Altersvorsorge nur, wenn jeder seine eigene Rente zusammen mit dem Arbeitgeber anspart. Das funktioniert gut, wenn die Vorsorgegroschen vernünftig angelegt werden und die Rentenkasse nicht immer wieder mit freumden Ausgaben belastet wird.

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    1. Wieviele müssen arbeiten, um den Krieg in der Ost-Kokaine zu finanzieren?

      Wieviele müssen arbeiten, um Millionen Ballastexistenzen lebenslang zu versorgen?

      Wieviele müssen arbeiten, um die lebenslangen Pensionen der Abgeordneten zu finanzieren?

      Merken Sie was?
      😜

  14. Den einzigen bisherigen tatsächlich sinnvollen Vorschlag des ansonsten nur dümmlichen Quatscher-Fratzschers, nämlich das Rentner (und auch alle sonstigen Transferempfänger) überhaupt kein Wahlrecht besitzen sollten, hat er doch selbst als nur satirisch gemeinte Erzählung hingestellt.
    Schade, da hat dieser Ökognom schon mal Recht und dann soetwas.

    Und da bekanntermaßen die übergroße Mehrheit mittlerweile nur die staatliche Sozialhilfe auf vielfältigste Arten erhält, wird es auch beim etablierten Parteienkartell an der Macht bleiben und es schlußendlich nur ein wirklich totaler Zusammenbruch „retten“ können.
    Das sind dann allerdings die schlechten Nachrichten und da kann der Äußerer gerne dafür geteert & gefedert werden, nur bitte nicht an die Verursacher rangehen, das ist nicht so bequem.

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  15. Man nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich alle Regierungen seit Jahrzehnten regelmäßig aus der Rentenkasse und den Kassen der Gesetzlichen Krankenversicherungen für versicherungsfremde Leistungen bedienen und diese für Wahlversprechen die Beitragszahler bluten lassen. Danach werden Schreckensszenarien von der maroden Rentenkasse an die Wand gemalt. Sie reden von Generationsgerechtigkeit und fordern immer drastischere Maßnahmen, wie länger Arbeiten, weniger Rente. Und genau das wird von fast jedem einfach immer so nachgeplappert ohne das hier irgend jemand hier einmal kritisch nach hackt. Immer wird von der steuerfinanzierten Rente einfach geplappert. Die Fakten sind aber andere. Als Beispiel: Im Jahr 2019 wurden 109 Milliarden Euro für sogenannte versicherungsfremde Leistungen aus der Rentenkasse entwendet. Das sind Leistungen, die der Gesetzgeber beschlossen hat und die Sozialversicherungsträger müssen diese zahlen. Für diese von den Regierungen beschlossene Leistungen hat aber nie jemand Beiträge entrichtet. Was sind das alles für Regierungsversprechen, diese sogenannten Versicherungsfremden Leistungen? Z.B. die Mütterrente haben 14 Milliarden Euro gekostet, die Rente mit 63 mit 12 Milliarden, der West-Ost-Transfer 30 Milliarden Euro, das Fremdrentengesetz 6 Milliarden, usw. also 109 Milliarden gingen raus, der „Bundeszuschuss aber betrug 2019 nur 72 Milliarden. Das entspricht einer Deckungslücke von 37 Milliarden Euro. Das bedeutet nicht, das man gegen diese Versprechen ist, z,B. die Mütterrente hat ihre Berechtigung, genauso wie die Rente mit 63. Aber, das sind alles Wahlversprechen, die Regierungen irgendwann einmal gemacht und in ihrer Amtszeit umgesetzt haben. Das sind diese Wahlversprechen die sollten nicht aus der Rentenkasse bezahlt werden. Wahlversprechen sind gefälligst aus dem Bundeshaushalt zu bezahlen, also aus Steuereinnahmen. Daher sind es versicherungsfremde Leistungen. Seit 1957 summiert sich die Differenz zwischen den Ausgaben dieser Leistungen und dem „Bundeszuschuss“, der aus Steuergeldern gezahlt wird, auf 870 Milliarden Euro. Das ist mehr als genug, um heutigen und zukünftigen Rentnern eine anständige Altersversorgung zu ermöglichen. Im Übrigen sieht es bei der gesetzlichen Krankenkassen nicht viel besser aus. Denn dort laufen die gleichen oder ähnliche Maßnahmen. Auch in der gesetzlichen Krankenversicherung müssen gesetzlich Versicherte versicherungsfremde Leistungen schultern, für die der Bund nur unzureichend Gelder zur Verfügung stellt. Also, als Erwerbstätige entrichtet man brav seine Beiträge an die Rentenversicherung, schultern damit die durch den Bund unzureichend finanzierten Gesamtgesellschaftlichen Aufgaben, müssen dadurch hilflos zusehen, wie die Rente dahinschmilzt, um sich dann von den verantwortlichen Politikern vorhalten lassen, das man länger zu arbeiten hat und die Rente gekürzt wird. Würden demzufolge die versicherungsfremden Leistungen, also die Wahlversprechen, vom Bund als gesamtgesellschaftliche Ausgaben finanziert, könnten, so eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2018, könnten im Bereich der Rentenversicherung die Beitragssätze um 2,2, bis 4,2 Beitragspunkte gesenkt werden. In der Krankenversicherung um 2,2 Beitragspunkte. Das würde die Beitragszahler und Rentner entlasten. Die Renten würden steigen. Es bräuchte keinen Nachholfaktor und die 48 Prozent vom letzten Brutto würden die 50 Prozentmarke deutlich überschreiten. Der Staat schuldet der Rentenkasse „1“ Billion „§700“ Milliarden Euro. Allein die Zinsen sichert die Rente für Generationen. Im Moment versucht man, eine Verfassungsklage gegen diese Praxsis einzureichen. Ob sie angenommen wird oder wieder der Regierungsschutz zu Tragen kommt, ist ungewiß…..

  16. im Dezember 1978 wurde mir klar, dass die demographische Entwicklung im damaligen West-Deutschland sehr negativ zu beurteilen war.
    Im Januar 1979 habe ich den Kurs zur Erklaerung der Renten-Formel bei der BFG (Bank fuer Gemeinwirtschaft) belegt, um den Themenkreis besser beurteilen zu koennen.
    Daraufhin habe ich angefangen, meine Auswanderung zu planen. 1982 habe ich mit Familie das Land meiner Vaeter verlassen… Na dann, macht mal