
Manchmal erklärt sich die Welt am besten mit einem Fußballvergleich: Stellen wir uns vor, die Bundesliga erlaubt ihren Vereinen, die Schiedsrichter zu stellen. Der FC Bayern, Rekordmeister mit Glanz und Gloria vergangener Jahre, beansprucht die Hälfte aller Pfeifenmänner für sich. Nicht, weil er aktuell so stark wäre, sondern weil es eben schon immer so war. Ergebnis: im Zweifel ein Elfmeter, im Zweifel Abseitsfahne unten, im Zweifel die Meisterschale in München. Ein fairer Wettbewerb? Vergessen wir es. Genau so läuft es bei der Richterwahl in Karlsruhe. Die Parteien besetzen das höchste Gericht des Landes, als wäre es ein Vereinskader. Richter als Vereinsmitglieder – nur dass hier nicht Rot-Weiß München oder Schwarz-Gelb Dortmund draufsteht, sondern CDU, SPD, Grüne, FDP. Wessen Verein groß genug ist, der stellt die Schiedsrichter und sichert sich so den Dauerplatz an der Tabellenspitze. Allerdings gilt das nicht für neue Vereine, selbst wenn diese noch größer sind als die etablierten.
Die nackten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die AfD, mit 26 Prozent stärkste Kraft, hat null Richter. Die SPD, mit 13 Prozent nur noch Mittelmaß, hält sieben Sitze und will jetzt noch zwei neue dazu. Wer im Abstiegskampf steckt, beansprucht die Pfeife, um das Spiel zu entscheiden. Was im Fußball sofort einen Aufstand der Fans auslösen würde, das gilt in der Politik als Tradition. Wie grotesk das System inzwischen ist, zeigt die SPD selbst: Nach dem Debakel um Frauke Brosius-Gersdorf, die ja angeblich nur an Parteitaktik, Misstrauen und Netzkampagnen scheiterte, präsentiert Fraktionschef Matthias Miersch nun geheimnisvoll eine neue Kandidatin.
Alte Pfründe sichern
Der Name? Fehlanzeige. Stattdessen brodelt die Gerüchteküche, Barley, Faeser – irgendwer. Barley galt gestern schon als gesetzt, doch heute gibt sie sich selbst reserviert. Öffentlich sagt man nichts, aber hinter verschlossenen Türen wird gekungelt, als ginge es um Transfers am Deadline-Day. Doch worum geht es wirklich? Nicht um die besten Juristen. Nicht um Unabhängigkeit. Sondern allein darum, dass SPD und CDU ihre alten Pfründe sichern. Früher hatten sie gemeinsam 80 Prozent im Parlament, aktuell bringen sie sogar zusammen laut Umfragen nicht mal eine einfache Mehrheit zustande. Die früheren Volksparteien dümpeln zusammen im Mittelfeld – und spielen trotzdem so, als seien sie Tabellenführer. Dabei haben SPD und Grüne gemeinsam gerade so viele Stimmen wie die AfD allein.
Wer dem eigenen System treu bleiben will , müsste der AfD fünf Richter geben. Stattdessen blockiert man den Spitzenreiter und verteilt die Pfeifen an die eigenen Ersatzbänke. Die Grünen dürfen zwar maulen – „unklug“ hier, „geheimniskrämerisch“ da… aber wen interessiert das? Das ist Mittelfeldgeplänkel. Entscheidend ist: Die SPD müsste Sitze abgeben und nicht neue reklamieren. Wer mit 13 Prozent sieben Richter hält, betrügt das ganze Spiel. Im Fußball wäre der VAR längst eingeschritten. Der Skandal wäre perfekt. Die Liga würde beben. Kapiert?
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7 Antworten
großartiger Vergleich, jetzt verstehts auch der letzte Michel, Bravo
Nein. Der Michel wird es erst merken, wenn seine Halsschlagadern zerschnitten sind. Dann ist es aber zu spät und er brauch darüber nicht mehr nachdenken. „Es wird schon irgendwie gehen.“ So der O – Ton der Bekloppten Idioten in diesem Drecksstaat.
Tja, so ist es wohl. Mit durchschnittener Halsschlagader dauert´s noch eine Minute.
Vielleicht Zeit zur Erkenntnis.
Zum ändern reicht das allerdings nicht mehr.
Wie heißt es doch so schön schon in der Bibel? „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Die Früchte von Richtern sind ihre SCHAND–Urteile….Dreiteilung der Gewalt, eine Fiktion, die sich immer mehr „ad absurdum“ führt. Die Executive ist de fakto = Legislative, das eine geht in Deutschland nicht ohne das Andere. Die obersten Richter werden ernannt. Vielleicht sollten die Deutschen Richter und/oder Rechtsprofessores aus Ihrer Mitte die Mitglieder des Verfassungsgerichtes wählen, Voraussetzung ein Lehrstuhl für Recht. Die Executive wird getrennt von der Legislative vom Volk gewählt.
Obwohl in seinem ganzen Berufsleben noch nie ein Richteramt ausgeübt zu haben, bugsierte die Lichtgestalt Merkel ihren Günstling aus der ersten Reihe des Parlaments direkt auf den Präsidentenstuhl des höchsten deutschen Gerichts! Merkmal einer Bananenrepublik und -Diktatur IDI AMIN: Die Regierung – in diesem Fall die Kanzlerin – macht, was sie will. Grundgesetz ist nur Papier.
Aber jetzt kommts: Die deutschen LINKS–Blockparteien (CDU/CSU-SPD-Grüne-FDP) haben die Richter des Bundesverfassungsgerichtes schon seit vielen Jahren immer nach Parteienproporz bestimmt. Die AfD muß draußen bleiben, schließlich plant man schon lange deren Verbot und dazu braucht man jetzt anscheinend dringend das Bundesverfassungsgericht. Und dazu trifft man sich nun zu entsprechenden Gesprächsrunden mit Buffet auf Bürgerkosten. Über Vetternwirtschaft und Korruption wird in Deutschland nicht diskutiert! Nächste Stufe sind die „Freisler Scharf–Richter“….!!!
@Die Schiedsrichter von Karlsruhe
nun ja – parteiische Schiedsrichter sind immer unterhaltsam – und wenn einer der Vereine die Schiedsrichter stellt, sind die Pfeifen eindeutig!
Ich war ja nie ein Fußball-Fan – aber müssen die Schiedsrichter nicht von einem verein sein, der nicht auf dem Spielfeld ist – wegen Neutralität und so ?
Ich meine, da war mal was !
Und wie ist das noch bei dem Verfassungsgericht ?
Ich fürchte, für ein Fußball-Spiel wäre diese Truppe – und wie ich meine völlig zu recht – nicht zugelassen !
DAS HÖCHSTE EHRENAMT FÜR DAS VOLK
Richter sein, dazu noch im höchsten Amt
als Richter am Verfassungsgericht,
erfordert ohne Zweifel
eine ehrenvolle Liebe zur Heimat und dessen Volk,
welches eine ergebene Neutralität, Treue
und die Unbestechlichkeit
gegenüber allem und jedem verlangt,
sein Wort jederzeit zweifellos wie unangreifbar ist.
UNTRAGBARER AFFRONT!
Im Rausch der Macht,
dem ungeborenen, bereits lebensfähigen Leben
jegliche Rechte auf Leben abzusprechen,
zeugt von einer Unmenschlichkeit,
die auf fehlenden empathischen Empfindungen beruht,
und jedes öffentliche Amt gegen Gottes Willen spricht.
Wolfgang W. Ladewig
Die sind doch alles nur Marionetten der Drahtzieher im Hintergrund – die auf einer Verfassung herumtrampeln, die es nicht gibt (bzw. keine Gültigkeit hat!) …