
Erinnern Sie sich noch an das Jahr 1953? Heute spricht man von “Irans gestohlener Demokratie”, denn vor nunmehr fast 72 Jahren stürzte die CIA Irans demokratisch gewählten Premier Mossadegh, der die Ölausbeute des Iran zum Wohl des eigenen Landes verstaatlichte und sich damit den anglo-amerikanischen Komplex zum Todfeind machte. Das gesamte Ausmaß der US-Verwicklungen in den folgenden Putsch lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Regierungskriminalität. Es ging um die vormalige Plünderung des Landes durch die Briten, welche sich persisches Öl einverleibten und zum eigenen profitablen Nutzen vermarkteten – und den Iran dabei leer ausgehen ließen. Ausbeutung durch den damaligen “Wertewesten” pur.
Langfristig wurde der Schah, der sich danach als willfähriger Vasall der US-Strategen erwies, der absolute Bankrotteur des einst noch freiheitlichen modernen Iran: Die außenpolitischen US-Trampeltiere sorgten am Ende durch ihre plumpen Interventionen für den Aufstieg des fundamentalistischen Islam, der sein terroristisches Headquarter mit den Mullahs im einst stolzen Persien errichtete. Danke, USA!
Regime-Chances mit Tradition
Ein anderer Schauplatz: Lateinamerika. Von 1970 bis 1973 war Salvador Allende Präsident Chiles. Seine kurze Regierungszeit war der Versuch, auf demokratischem Wege soziale Schwerpunkte und typisch sozialdemokratische Projekte in Chile zu etablieren. Dabei geriet auch Allende in Konflikt zu US-Interessen – und wurde deshalb durch einen Militärputsch 1973 brutal gestürzt, in dessen Verlauf er ums Leben kam. Warum dieser Vorspann? Wir erleben derzeit eine in tiefster Unkenntnis herumstolpernde Öffentlichkeit, welche transparente Chroniken und solide Kenntnisse über Hintergründe nicht mehr kennt. Absoluter Tiefpunkt ist die momentane Berichterstattung zum Ukraine-Russland-Konflikt, die angesichts der Zuspitzung unter US-Präsident Donald Trump nun für Verwirrung und Unklarheit bei eigenen Standpunkten sorgt.
Deshalb Geschichtsunterricht (unter genannten Namen und Stichworten kann sich jeder im Netz hunderte weitere Zusatzinformationen holen!); darum geht’s: Mitte Mai 2014 wurde erstmals bekannt, dass Hunter Biden, Sohn des späteren US-Präsidenten Joe Biden, beim ukrainischen Gaskonzern Burisma anheuerte. Welch ein Zufall, nach nur drei Monaten kam dieser lukrative Deal für einen Abkömmling des politischen US-Establishments zustande. Nämlich drei Monate nach der vom Westen massiv unterstützten „Maidan-Revolution“ – mitten in einem sich dramatisch zuspitzenden Kriegswirrwarr an strategisch brisanten Arealen der Ostukraine. Es ist in zahlreichen Medien übereinstimmend davon die Rede, dass Burisma über etliche Jahre (!) Hunter Biden 50.000 Dollar monatlich überwiesen haben soll – das alte Muster der US-Außen- beziehungsweise Interventionspolitik wird hier wieder erkennbar: Missliebige Regierungen mutmaßlich wegputschen und dann fette Geschäfte mittels eingesetzter Potentaten machen.
Feuchter Traum bellizistischer Grüner
Genau danach stinkt es auch hier wieder einmal mehr. Über Hintergründe dieses Sumpfes in einem Land, welches bis heute als Brutstätte von Filz und Korruption gilt, berichtete seinerzeit der “Spiegel”, als die Ukraine noch nicht als Kombattant an der Seite des “Wertewestens” galt und nicht der feuchte Traum einer bellizistisch mutierenden grünen Umweltsekte war: “Joe Biden war Barack Obamas Mann (als Vizepräsident) für die Beziehungen zur Ukraine – und ließ zu, dass sein Sohn Hunter zeitgleich Geld von einem umstrittenen Gas-Oligarchen nahm.” Weiter wies das Blatt darauf hin, dass Obama ihn zur Regelung der Beziehungen zu Kiew bestellte, um “Druck für Reformen zu machen”. Welche Reformen? Biden war der point man des Präsidenten, zwei Jahre lang, und später dann selbst US-Präsident.
Und die Bidens saßen mitten im korrupten Sumpf: “Der Energiesektor ist keine aufstrebende Zukunftsbranche der Ukraine, sondern die Wiege der dort seit Jahrzehnten ausufernden Korruption. Die Firma Burisma ist ein Produkt dieses Filzes: Ein Mann namens Mykola Slotschewskij hat sie aufgebaut. Von 2010 bis 2012 war er Umweltminister unter dem später gestürzten Präsidenten Wiktor Janukowytsch. Eine ihm damals unterstehende Behörde war verantwortlich für die Vergabe der Lizenzen, die Burisma für die Erschließung von Öl- und Gasfeldern braucht. Slotschewskijs Imperium kontrolliert mehr solcher Lizenzen als jede andere Privatfirma in der Ukraine, haben Reporter der ‚Ukrainska Prawda‘ recherchiert.” Auch das schrieb damals der “Spiegel”.
Tymoschenko und die Beziehungen zu Russland
Eine weitere Vorgeschichte: Im Januar 2005 wurde Julija Tymoschenko Ministerpräsidentin der Ukraine, mit überwältigender Mehrheit von 373 Stimmen (bei 226 notwendigen) im Parlament. Die zierliche blonde Frau mit Haarschnecken über den Ohren genoss das Vertrauen in der Bevölkerung. Bereits im September sprach Tymoschenko aus, dass sie dem Wunsch der Ukrainer, näher an Russland zu rücken und keine Mitgliedsbündnisse des Westens anzustreben (NATO und EU), nunmehr folgen wolle. Doch ab da begann plötzlich und unerklärlich ihr Absturz – der mit Auflösung ihrer Regierung durch den mit westlichen Kräften kungelnden Juschtschenko endete. Präsident Juschtschenko verlor aber vorerst durch diese Entlassung, die nicht dem Mehrheitswillen des Volkes entsprach, gewaltig an Zustimmung. Bei erneuten Parlamentswahlen im September 2007 wurde sie erneut Ministerpräsidentin, die Stimme des Volkes sprach eindeutig. Doch der mit dem Westen fraternisierende Juschtschenko torpedierte Tymoschenko, wo es nur ging. Ihre Entscheidung, der EU offen gegenüber zu stehen, den engen Partner Russland aber zu behalten, besiegelte offenkundig ihr Schicksal.
In wenigen Wochen brachen in der Ukraine schwere Unruhen aus, die die international wenig gestützte Tymoschenko aus dem Amt fegten. Sie wurde wenig später verhaftet, unter windigen Begründungen angeklagt und verurteilt, weil sie angeblich höchste Richter bestochen und bedroht haben soll. Internationale Ermittler nannten diese offensichtlich politisch gesteuerte Justizfarce ein “absolutes Fehlurteil”. Mittels dubioser Netzwerke ging der organisierte Rufmord immer brachialer weiter: Verfahren wegen Steuerhinterziehung, Geldwäsche, wieder verurteilt. Auch internationale Gerichtsbeobachter bemerkten kritisch, dass Verfahren und Urteil, nicht ansatzweise juristisch neutral gewesen waren. Politischer Mord im korrupten Land. Iran? Chile? Ukraine? Als Tymoschenko jedenfalls weggeräumt war, brach in der Ukraine schlimmtes Chaos aus, Unruhen ohne Ende, undurchsichtige Verhältnisse, bizarre Gestalten, Unterwelt und Milieu schlossen zur Elite auf.
Dreiste Einmischungen aus Eigennutz
Die Ukraine driftete weg von Russland, langsam aber stetig hin zu Nato und EU-Mitgliedschaft, plötzlich, ganz plötzlich. Dann tauchten offen kriminelle Söldner auf, in Kostümierung alter Nationalsozialisten, sie übernahmen partiell das Regime, in Uniformen mit Hakenkreuzen und SS-Zeichen, benannten Einheiten nach Wehrmachtsverbänden, erklärten Russland den Krieg, proklamierten ihren Weg hin zur NATO. Das alles lässt sich mit wenigen Klicks im Internet online abrufen und ist unzweifelhaft dokumentiert. Nachdem Tymoschenko eben freundschaftlich mit Russland und nicht allein mit dem Westen verbunden bleiben wollte, brach in der Ukraine ein Bürgerkrieg aus – ein Zufall?
Die USA unter “Demokraten” wie Obama und Biden fluteten das Land mit Waffen, Militärpersonal und Munition. Das ist Fakt. Erst ein Donald Trump unterbrach dieses falsche Spiel und beendete die Provokationen gegenüber Russland – für eine Legislaturperiode. Unter Joe Biden ging der außenpolitische Exzess danach erneut heftig weiter. Die CIA soll inzwischen sogar offen zugeben, dass der Maidan-Umsturz ihr Werk war, um amerikanischen Konzernen und ihren Interesse an Bodenschätzen und entsprechenden Landkäufen in der Ukraine den Weg zu ebnen. Hierbei geht es um Größenordnungen einer Fläche, die in etwa so groß ist wie Italien; wertvolles Land im Osten der Ukraine, wie es aus etlichen Quellen heißt.
Der skrupellose “Wertewesten”
Dass dann auch Finanzkraken wie BlackRock und Vanguard aufkreuzten um mit dem (installierten) ukrainischen Oligarchenregime Geschäfte zu machen, dürfte niemanden verwundern. Dass es dabei auch um die Vertreibung der dort angestammten russischen Bevölkerung ging, war für die operierenden Kräfte mutmaßlich lässlicher Kollateralschaden. Was tut man nicht alles für den fetten Profit! Hunter Biden, Sohn von US-Präsident Joe Biden, handelte bei diesen Transaktionen die Deals aus – in einem Gesamtvolumen von geschätzen 1,5 Billionen (!) US-Dollar. Das faschistoide Asow-Regiment verrichtete – nebenher – seine fragwürdige Arbeit, um das Gelände zur Ausbeutung frei zu machen.
Man versuchte ab da alles, um die störenden russischen Bevölkerungsteile zu vergraulen oder zum Schweigen zu bringen; das ist jene Vorgeschichte des russischen Angriffs von 2022, über die man heute nicht sprechen soll und darf, um das einseitige Narrativ nicht zu kompromittieren. Dass selbst in heute an der Seite des Kiewer Regimes stehenden Agitationsmedien bis Anfang 2022 über ethnische Säuberungen geschrieben wurde und darüber, dass sich die Russen vor ihrer eigenen Haustür zu Recht provoziert fühlten, gehört auch zu den verdrängten Tatsachen. Der Umgang des Westens mit diesen Vorgängen machte damals sprachlos – und heute erst recht. Und vor allem dann, wenn man den Umgang der verkrachten globalistischen Eliten des “Wertewestens”, die ihren Krieg am liebst bis ultimo fortsetzen wollen, im Umgang mit Donald Trump erlebt, der sich erstmals um Frieden und Renormalisierung der Beziehungen mit Russland bemüht. O tempora, o mores!
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5 Kommentare
@Es ging um die vormalige Plünderung des Landes durch die Briten
ja – und heute machen das die Amerikaner über die Blockpartei mit Deutschland !
„Die Ukraine: Ein Desaster der US-Demokraten“
Ja, der „Demokraten“ …
Was hatte Frau „Fuck the EU“ Newland uns mitzuteilen, vor 11 Jahren? „Wir haben seit 2005 5 Milliarden Dollar …“ (oder so ähnlich sagte sie es) in die Übernahme der Ukraine durch Marionetten des Tiefen Staates investiert. Wer regierte 2005 und ist daher auch für die erste „Farbenrevolution“ dort verantwortlich? Die Ukraine ist ein Desaster des Tiefen Staates, der Uniparty (Einheitspartei aus Reps + Democrats + wer auch sonst immer, z.B. Ausländer wie Klausi Schwab). Ansonsten wäre die Ukraine nicht unter Trump 1.0 kriegstüchtig gemacht worden. Ansonsten hätten nicht Leute beider Parteien, inklusive Trump 1.0, so sehr auf Nord Stream eingehauen und dessen Bauabbruch / Zerstörung gefordert. Ansonsten würden die Pläne für die Ukraine nicht bis 1990 (wer regierte da noch gleich) zurückreichen, als man in den USA die Auflösung der Sowjetunion als gegeben anerkannte.
Und was diese Werte des Westens sind, konnte man heute ja von Litauen erfahren, dem der „Schutz“ durch die Buntewehr nicht reicht, aber jetzt sind sie total geschützt, weil der Einsatz von dem Zeug in der Ost-Ukraine ja sooooooo viel Endsieg den Ukrainern gebracht hat.
https://www.epochtimes.de/politik/ausland/litauen-tritt-aus-streumunition-konvention-aus-als-erstes-von-112-vertragslaendern-a5064790.html?_gl=1*syiwac*_up*MQ..*_ga*NzYzNzI3NTY2LjE3NDEyNTU4NTc.*_ga_GCZQQGLHE4*MTc0MTI1NTg1Ni4xLjEuMTc0MTI1NjE4My4wLjAuMA..
In jedem Konflikt geht es nur ums Geld u. Geld regiert die Welt – Wer Geld hat, hat auch die Macht!!!!!!!
Jeder, der es zun Millionärchen gebracht hat, ist entweder hineingeboren worden, da seine „Vorfahren“ sowie „Eltern“
viel Dreck gefressen habe, bis die ersten Million zur Blüte kam. Die ganzen Geldprotzen – charakteristisch oftmals mehr, als der letzte Dreck – u. so sei es erlaubt zu behaupten. woher der Spruch kommt: Dreck am Stecken (Geld-Bonzne)!!!!!!!
Söder: „Freiheit wird nicht nur verteidigt, wenn der erste russische Panzer über die Grenze rollt“
https://dert.online/kurzclips/video/238783-soeder-freiheit-wird-nicht-nur/
Unter anderem in Anspielung auf „russische Panzer“ sagte er, er erlebe bei jungen Menschen ein „großes Interesse und den Willen, das Land zu schützen, die Demokratie zu schützen, die Freiheit zu verteidigen“.
Sagt ausgerechnet der Mann, dem während der Corona-Plandemie die Maßnahmen nicht weit genug gehen konnten, um die FREIHEIT und die GRUNDRECHTE der Bürger einzuschränken. Genau mein Humor.
Der radikalisierte Corona-Diktator Söder erzählt hier seine bayerischen Märchen.
Märchenstunde bei Welt-Online:
David Frum über Trump
„Er will eine Waffenruhe zu russischen Bedingungen und dann die Ukraine im Stich lassen“
https://www.welt.de/politik/ausland/plus255623934/David-Frum-ueber-Trump-Er-will-eine-Waffenruhe-zu-russischen-Bedingungen-und-dann-die-Ukraine-im-Stich-lassen.html
Trump und der neue US-Aussenminister Rubio hatten sich schon mehrmals dazu geäußert und klargestellt, dass die Behauptung von David Frum absurd sind.