Freitag, 14. Juni 2024
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Die verschmähten Retter

Die verschmähten Retter

Neue polyethnische Querfronten: Abgehängte unter sich gegen einen gemeinsamen Feind (Symbolbild:Pixabay)

Im Februar 2018 fand in Berlin angesichts schon damals explodierender Gewalt auf deutschen Straßen ein Marsch für Frauenrechte statt, angemeldet von einer Kurdin. Aus ganz Deutschland waren Teilnehmer angereist. Schon nach einem Kilometer fand der Zug sein Ende, weil Linksextremisten – mit dem Altlinken Christian Ströbele in ihrer Mitte – die Strecke blockierten. Die Polizei sagte den Organisatoren eine Räumung zu, tat aber auf ausdrückliche Anweisung des Innensenators nichts. Die Veranstaltung musste nach zweieinhalb Stunden unverrichteter Dinge abgebrochen werden. Schlägertrupps mit Maske und Kapuze verpassten Abziehenden, die unvorsichtigerweise noch Deutschlandfahnen trugen und nicht mehr schnell genug zu Fuß waren, in den Nebenstraßen noch zahlreiche Platzwunden.

Merke: Man darf in Deutschland demonstrieren. Je nach Möglichkeit. Man darf im Prinzip auch alles sagen. Man muss nur eben ein paar Konsequenzen in Kauf nehmen. Ein Ablauf, ein Muster, das sich später beim Umgang des Staates und seiner öffentlich finanzierten Einsatzkommandos mit Grundrechten noch unendliche Male wiederholen sollte. Im Bundestag kam es damals anschließend immerhin noch zu einer kurzen Kontroverse, bei der der “demokratische” Parteienblock damit auftrumpfte, dass ja gar keine Frauen, sondern Männer vor Ort gewesen seien. Unabhängig davon, dass die Behauptung hanebüchener Unsinn war, wird niemand die Passage im Grundgesetz finden, der zufolge die Meinungsfreiheit an irgendwelche Teilnehmerquoten gebunden wäre.

Verlierer der Politik erkennen einander

Ein Kilometer Fußmarsch durch Kreuzberg war allerdings genug, um etwas sehr Bemerkenswertes festzustellen: Während unten, hinter den Absperrgittern, das geifernde Antifavolk mit entgleisten Gesichtszügen, “Alerta“- und “Nazis raus“-Rufen seine Stütze verdiente und grüne Parteiaktivisten sowie Polizisten in Kampfanzügen heldenhaft die westlichen Werte verteidigten, winkten über ihnen die Türken, Kroaten und Asiaten neben den Satellitenschüsseln freundlich vom Balkon herunter. Von unten, aus dem Demonstrationszug, wurde diese Zuwendung enthusiastisch erwidert. Hätten da oben Menschen mit Kippa gestanden (in Berlin freilich ein völlig absurder Gedanke!), wäre es ihnen kaum anders ergangen. Von der im Vorfeld unterstellten Ausländerfeindlichkeit, rassistischen Anwandlungen oder der idiotischen Universalkeule Antisemitismus keine Spur. Nirgends. Natürlich nicht. Lediglich die Verlierer der Politik hatten einander erkannt.

Die Szenerie fiel mir angesichts der gestrigen Meldung ein, dass türkische Jugendliche im Stuttgarter Stadtzentrum den Sylter Partysong wiederaufleben ließen. Paradox! Man kann sich das Dilemma der versammelten Empörungsriege von Joe Kaeser über die obligatorische Betroffenheitsbärbel bis hin zu Kanzler Scholz unschwer vorstellen. Offenbar wissen unsere drangsalierten migrantischen Mitbürger selbst nach Potsdam und Sylt immer noch nichts von ihrer unmittelbar bevorstehenden Deportation. Wie kann das sein? Und nicht nur das; sie stimmen sogar fröhlich in rassistische Gesänge ein, saufen und feiern und schwenken Fahnen! Gott sei Dank die der Türkei und die vom frisch gebackenen deutschen Zweitmeister Galatasaray – und nicht etwa Schwarz-Rot-Gold, das seit Merkel deutschlandweit nur bei sorgfältig ausgewählten Gelegenheiten (und dann von den Richtigen) gezeigt werden darf. Aber wahrscheinlich wird auch die deutsche Fahne in Kürze in den Parallelgesellschaften noch hochgehalten. Denn die Verlierer dieser Politik finden sich eben in der breiten Masse, zu denen mehr denn je auch die gut integrierten Migranten gehören. Ebenso wie Neuankömmlinge, die es ihnen gleichtun wollen. Und so folgt auf das „Döpdödödöp“ der bedrohten Minderheiten nun das bedröppelte Schweigen der Retter. Man kann es hören. Dröppeldidröpp!

Sorgsam errichtetes Luftschloss

Zu dieser Beobachtung passen auch der Totalabsturz der Ampel bei den Wahlen in Thüringen oder die Meldung, dass am 5. November dieses Jahres Donald Trump die US-Wahlen mit hoher Wahrscheinlichkeit gewinnen wird. Und zwar nicht, weil er bei minderbemittelten weißen Cowboys, Pickupfahrern und Schamanen so beliebt ist – sondern weil er bei Schwarzen, Latinos und Asiaten satte Stimmengewinne einfährt. “Black Lives Matter” erfährt offenbar einen Bedeutungswandel: Den Abgehängten ist aufgefallen, dass weniger der weiße Mann an sich, sondern vielmehr der elitäre Wokism, die Weltuntergangserzählungen, die doppelbödigen Standards und die gravierende Umverteilung des Reichtums hin zu den kalifornischen Hightec-Communities etwas mit ihrer Situation zu tun haben könnten. Zumindest brechen dem sorgsam errichteten Luftschloss der politmedialen urbanen Kartelle nun ein paar Zinnen aus dem Bergfried.

Einwanderer bemerken in relevanter Zahl, wie und warum es ihnen so geht, wie es ihnen geht. Für wen sie da arbeiten, wer sie mit Drogen versorgt und tagtäglich diskriminiert. Und diese Erkenntnisse stimmen so gar nicht mit den Erzählungen der Harvardabsolventen, der Young Global Leaders und der paranoiden Kulturindustrie überein. Die ätzende Verachtung von oben nach unten, die Geringschätzung ganzer Völker durch eine globale Taschenspielerelite, über die Alexander Wendt in seinem empfehlenswerten Buch so eindrücklich schreibt, bleibt nicht mehr unbemerkt. Ob sich über Jahrzehnte entstandene gesellschaftliche Konstellationen durch Wahlen verändern lassen, steht zwar in Zweifel; aber das ungestörte Manipulieren, Töten und Raffen könnte schwieriger werden.

9 Antworten

  1. Den gut integrierten und assimilierten Einwanderern, “die schon länger hier leben” und die sich mit Arbeit etwas aufgebaut haben, fällt allmählich auf, daß auch sie zu den Verlierern der Massenmigration gehören werden. Und oft, zu Unrecht, den Unmut über die migrationsverursachten Zustände ebenfalls abbekommen.

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  2. Wenn Türken mit Türkenfahnen “Ausländer raus” singen, dann hat das sehr wohl einen politischen, rassistischen Grund. Denn das Staatsgebiet Deuschland ist in absehbarer Zeit in Türkischer/Moslemischer Hand und mit den Ausländern meinen sie nähmlich die Restedeutschen Kartoffeln. So blöd sind die nicht.

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    1. 30.5.24
      Wie Gruppenvergewaltigungen zu einem Massenphänomen wurden
      „Viele Täter kommen aus stark patriarchalen, vorwiegend islamischen Ländern, mit total verfehlten Vorstellungen über Frauen und Sexualbeziehungen. Frauen, die sich nicht bedecken, betrachten sie als Freiwild“, sagt. Migrationsforscher Ruud Koopmans. Weiterlesen auf nius.de
      kann man auch anderen unsinn sagen: schwarze ( früher neger ) die nachts keine beleuchtung bei sich tragen darf man im dunkeln überfahren… weil man sie nicht erkennen kann… herr wirf hirn herab… und kümmere dich um alle deppen… hole sie am besten zu dir in deine obhut….

  3. Zum Döp dö dö Döp:
    Man stelle sich einfach vor, die hätten “Deutschland den Türken, Deutschländer raus!” gesungen.
    Dann wäre der Staatsschutz nicht gekommen, sondern der oberste Staatssimulant hätte ihnen irgendeinen Toleranzpreis der Berufsempörten verliehen!

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  4. Rassismus-Skandal in Flüchtlingsheim – Wachleute singen „Ausländer raus“
    https://www.focus.de/panorama/welt/einer-zeigt-den-hitler-gruss-verstoerendes-video-zeigt-wie-junge-menschen-auf-sylt-auslaender-raus-groelen_id_259972167.html

    Jetzt wird über jeden kleinsten ausländerfeindlichen Vorfall berichtet.
    Als die Antifa mit ihren antideutschen Hassparolen jedes Jahr aufmarschierte und gegen Deutsche Staatsbürger hetzte udn dem deutschen Volk sogar den Volkstod wünschte, war das für die Mainstream Presse nur selten Mal eine Erwähnung in den Zeitungen wert.

    Antifa e.V. fordert Zwangsvergewaltigungen von „volksdeutschen“ Frauen
    https://www.pi-news.net/2014/02/antifa-e-v-fordert-zwangsvergewaltigungen-von-volksdeutschen-frauen/
    https://www.pi-news.net/wp-content/uploads/2014/02/antifa-440×329.jpg

    Antifa: „Deutsche sind keine Menschen!“ „Mehr Zwangsvergewaltigungen deutscher Frauen!“ „Deutschland in Schutt und Asche bomben!“
    https://vielspassimsystem.wordpress.com/2015/09/11/antifa-deutsche-sind-keine-menschen-mehr-zwangsvergewaltigungen-deutscher-frauen-deutschland-in-schutt-und-asche-bomben/

    Christin Löchner, Parteimitglied “Die Linke”, in einer Mail vom 20.01.2012:
    „Es mag Sie vielleicht überraschen, aber ich bin eine Volksverräterin. Ich liebe und fördere den Volkstod.”

    Die Ursprünge der „Antideutschen“
    https://verbotenesarchiv.wordpress.com/2013/03/03/die-ursprunge-der-antideutschen/

    Nackt-Studentin provoziert Pegida mit Weltkriegsvergleich
    “Bomber Harris do it again”
    https://www.focus.de/politik/deutschland/bomber-harris-do-it-again-dieser-nackt-protest-gegen-pegida-schockt-dresden_id_4420184.html

    1. “Antifa: „Deutsche sind keine Menschen!“ „Mehr Zwangsvergewaltigungen deutscher Frauen!“ „Deutschland in Schutt und Asche bomben!“”

      Wer so etwas sagt und fordert, dem spreche ich das Menschsein ab. Für mich sind das Tiere. Irgendwelche Maden in einem toten Kadaver.

      Dafür fehlt mir jegliches Verständnis und ist mit meiner Lebensreise nicht vereinbar.

      Liebe, Frieden und Harmonie, das ist meine Lebensreise.

  5. Der erwähnte und inzwischen verstorbene Christian “RAF” Ströbele war nicht nur irgendeine “Altlinker”, sondern insbesondere Vorzeige-“Grüner”. Wir dürfen nie vergessen, welche Partei für ein Großteil des Unheils hier verantwortlich ist. (Und Ströbele war seinerzeit wegen RAF-Unterstützung rechtskräftig verurteilt worden. Dass der als Anwalt weitermachen durfte und auch noch in den Bundestag einziehen konnte – das kann es nur in einem Linksstaat geben.)

    1. Aber auf der anderen Seite war Christian Ströbele der EINZIGE, der sich gegen den Krieg ausgesprochen hat.
      Grüner hin, Grüner her.
      Der hat Rückgrat gehabt.