
Die beginnende Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) hat dieses Jahr ein denkwürdiges Motto: „Unter Zerstörung“. Was sich Ex- und Jetzt-wieder-Präsident Wolfgang Ischinger und sein Team dabei wohl gedacht haben? Diese MSC ist jedenfalls Anlass zu erörtern, was in Europa schief läuft. Um es kurz vorwegzunehmen: Die NATO-Operation zur Einverleibung der Ukraine in ihren Herrschaftsbereich lässt den Patienten – Selenskyjs Ukraine – auf dem OP-Tisch wirtschaftlich verbluten, während die um den OP-Tisch versammelten Ärzte – die kriegswilligen Länder Europas – vom selben Schicksal eingeholt werden, wie es bereits Russland ereilt hat. Doch der Reihe nach.
Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben und bewiesen sein: Der „Angriffskrieg auf die Ukraine“ muss man angesichts aller bekannten Fakten als Putins letzte Reaktion auf die Expansion der NATO bis vor die Haustüre Russlands einordnen, wobei es hier weniger um formale Osterweiterung geht als die Versuche des Westens, über diese hinaus durch “Farbrevolutionen” und Kommanooperationen (Stichwort “Euromajdan”) den Einfluss Russlands auf Nachbarländer systematisch zurückzudrängen. Es handelt sich durchaus um eine Art von „Vorwärtsverteidigung“ des militärisch relativ schwachen Russland gegenüber der NATO – ohne die Berücksichtigung der Atomwaffen, die allenfalls eine machtpolitische Relevanz haben, jedoch keine militärische, denn deren Einsatz würde nur die Antwort darauf geben, wessen Bündnis samt seiner Menschen zuletzt untergehen würde.
Gefährliches Machtvakuum nach 1991
Nach dem Ende des Warschauer Paktes am 31. März 1991 und dem Zusammenbruch der Sowjetunion am 26. Dezember desselben Jahres entstand in Moskau ein gefährliches Machtvakuum, aus dem der Europa zugewandte Block mit Putin die Oberhand gewann. Zehn Jahre später zu Beginn dieses Jahrhunderts applaudierte nicht nur der Bundestag der Rede Putins im Bundestag, der von einem vereinigten Europa von Russland bis Gibraltar träumte; sogar die – meines Erachtens von vorneherein absurde – Idee der NATO-Mitgliedschaft Russlands, die bereits unter Boris Jelzin im Raum stand, machte wieder die Runde. Aber alles sollte nicht sein: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“, meinte schon Friedrich Schiller. Interessierte Mächte des Westens animierten und sponserten Kräfte des früheren Ostblocks – in der Erwartung, diese mögen doch die NATO zur Hilfe rufen.
Nach und nach bis zum Jahr 2020 wurden fast alle Frontstaaten in die NATO aufgenommen; es fehlten nur noch die Ukraine, Belarus und Finnland. Das informelle Versprechen an Gorbatschow und später an Putin, die NATO nicht in Richtung Russland zu erweitern, wurde dreist gebrochen. Auch wenn diese Erweiterung nicht von der NATO erzwungen, sondern von den betreffenden Ländern selbst demokratisch gewünscht wurde, hätte die NATO auf russische Interessen Rücksicht nehmen müssen; die Anerkennung der Ostausdehnung in der NATO-Russland-Grundakte von 1997 noch unter Jelzin war eine eher vordergründige Bestätigung des Faktischen, doch sie konnte das russische Misstrauen nicht beseitigen.
Russland ist schwer angezählt
Über die Motive, warum die NATO diese Osterweiterung proaktiv betrieb, kann man spekulieren. Wahrscheinlich war die Fortführung der Roll-Back-Politik des Westens, den russischen Bären zurückzudrängen (oder besser zu erobern), das Hauptmotiv. Denn Russland verfügt über riesige Rohstoff- und Energievorkommen. Diese waren für uns billig, aber vielleicht wollte man sie ganz umsonst? Vielleicht wollte man, wie unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, Russland totrüsten, was damals nicht gelang. Aber auf, zu einem neuen Versuch? Die Strategie Putins aus der militärischen Schwäche heraus, war die Einrichtung einer „Pufferzone“ von Ländern. Die größte Pufferzone wäre neben Belarus die Ukraine gewesen.
„Zar“ Putin glaubte, er könne eine Militärkolonne nach Kiew schicken, um die NATO-hörige Regierung zu entmachten und durch eine neutrale zu ersetzen – ähnlich Belarus. Diese „Militäroperation“ misslang nach Strich und Faden, weshalb er dann quasi kleinere Brötchen backen wollte und versuchte, lediglich die vier Oblaste Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson als Puffer zu installieren. Auch das schafft er militärisch (noch) nicht, trotz seiner Überlegenheit an Soldaten und der massiven Aufrüstung während des Krieges. Die NATO-Strategie der Schwächung Russlands ging also halbwegs auf, denn Russland ist schwer angezählt.
Wachstum ohne Entwicklung
Russland leidet wohl doch massiv unter den vielen Sanktionen und der Aufrüstung. Dieser Bericht ist ernst zu nehmen, auch wenn er von der “taz” kommt. Eine vorab zugängliche Studie aus Frankreich stellt hier in Kurzfassung fest, dass die „Todeswirtschaft“ Putins zwar ein vorübergehend nachfragegetriebenes Wirtschaftswachstum angekurbelt, aber der russischen Gesellschaft und Wirtschaft tatsächlich schweren Schaden zugefügt habe. Millionen Russen, Häftlinge, Verarmte, Überschuldete und Menschen aus den Randgebieten des Landes wurden mitAnwerbeprämien von vier Millionen Rubel (umgerechnet bis 52.000 Euro) an die Front gelockt. Zusammen mit anderen Vergünstigungen und den „Sargprämien“ für die Gefallenen sollen die Kosten je Soldat über 200.000 Euro betragen. Jährlich würden zwei Prozent des BIP alleine für diese Soldzahlungen und Todesfallleistungen aufgewendet.
Weil auch der Rubel nur ein Mal ausgegeben werden kann, bleiben produktive Großinvestitionen auf der Strecke. Nur die Rüstungsindustrie floriert und wird teurer, weil die Arbeitskräfte knapp und teuer werden. Das „Wachstum ohne Entwicklung“ lässt die Inflation ansteigen. Insolvenzen und faule Kredite nehmen zu. Russlands Industrie steckt in der Rezession, die Staatseinnahmen sinken. Der „Reservefonds“ schmilzt wie Schnee in der Sonne. Die Ökonomen konstatieren ein rasant steigendes Haushaltsdefizit. Soweit die Studienlage.
Anfang vom Niedergang
Dasselbe Schicksal teilt aber auch die Ukraine. Sie ist zwar nicht militärisch am Ende, weil sie vom Westen ständig mit Waffenersatz versorgt wird, aber wirtschaftlich umso mehr. Der Krieg blutete das Land aus. Es kann nur noch mittels für uns teure finanzielle „Elektroschocks“ wiederbelebt und am Leben erhalten werden. Genau diese Entwicklung ist auch die Blaupause für uns in Deutschland. Die aberwitzigen Sonderschulden der neuen Regierung in Höhe von hunderten Milliarden Euro werden, wie in Russland, nur ein Strohfeuer entfachen, aber unser Land nach den Jahren des Stillstandes gänzlich ruinieren. Die massive Verdreifachung der Militärausgaben werden ziemlich exakt die gleichen wirtschaftlichen Folgen haben wie in Russland. Zum gleichen Ergebnis kommt “Tichys Einblick” hier. Ist es das alles wert?
Dazu noch eine ergänzende Zuschrift von David Cohnen: „Ein Krieg ohne deutschen Nutzen – aber mit deutschen Kosten. Deutschland wird nicht von Russland angegriffen. Dennoch hat die Bundesrepublik in den vergangenen Jahren nach vorsichtigen Berechnungen mindestens 140 Milliarden Euro in die Unterstützung der Ukraine investiert – finanziell, militärisch und strukturell. Diese Mittel fehlen im eigenen Land: bei Infrastruktur, Bildung, Energie, sozialem Zusammenhalt.“ So ist es, und das ist nur der Anfang vom Niedergang Deutschlands. Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Die NATO-Operation zur Einverleibung der Ukraine in ihren Herrschaftsbereich lässt den Patienten, Selenskyjs Ukraine, auf dem OP-Tisch wirtschaftlich verbluten. Und die Ärzte um den OP-Tisch, die kriegswilligen Länder Europas, werden vom selben Schicksal eingeholt, wie es Russland schon ereilt hat.
Wir brauchen Fachkräfte für die Wirtschaft – nicht für den Krieg!
Was tun? Zum Beispiel dies: Lasst die Brandstifter aus den USA und London außen vor, zieht sie aber nur zur Begleichung der Kriegsschäden und Kriegsfolgelasten heran! Die USA waren der Rädelsführer der NATO-Osterweiterung, und der wirre Boris Johnson hat einen möglichen Friedensschluss in Istanbul kurz nach Ausbruch des Krieges hintertrieben. Starmer steht ihm nicht nach. Und lasst die Bewohner der umkämpften Gebiete unter Aufsicht der OSZE entscheiden, wohin sie gehören, oder unabhängig werden wollen. In drei Gebieten fanden solche Abstimmungen statt, die aber vom Westen nicht anerkannt wurden – nach dem Motto, da könne ja jeder kommen und auf dem Recht der Völker auf Selbstbestimmung bestehen!
Was dabei herauskommt, wenn man eine Atommacht zu sehr reizt, sehen wir in der Ukraine. Und wer meint, die Russen aus den von ihnen beherrschten Gebiete zurückzuschlagen, soll selbst an die Front gehen und nicht auch noch unsere Jungend in einem solchen entfesselten Krieg verheizen. Wir brauchen Fachkräfte für die Wirtschaft – nicht für den Krieg. Über dieses Sein oder Nichtsein wird hoffentlich auch bei den anstehenden Landtagswahlen entschieden.
- Auf Telegram teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Telegram
- Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
- Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
- Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
- Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
- Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken










9 Kommentare
@NATO-Operation gelungen
das kann ich nicht so sehen !
Ok. Europa wurde schon ordentlich geplündert von den Amerikanern, aber das Ziel war ja, Russland aufzulösen, in kleine, handliche Stücke zu zerlegen und er Verwaltung der US-Globalisten zu unterwerfen. Das längst unterworfene Europa noch mehr kaputt zu machen und auf den Status einer 3. Welt zu bringen, war da nur Kollateralnutzen.
Und die russischen Rohstoffe scheinen nach wie vor nicht unter US-Kontrolle und Verwaltung zu stehen – ebenso wenig die Verkehrswege – selbst die Nord-Ost-Passage scheint bisher unter russischer Kontrolle u stehen. Und soweit ich von Epstein gehört habe, bekommen sie nicht einmal Zugriff auf russische Frauen und Kinder !
Wo also ist die NATO-Operation gelungen ?
Sicher – die WestUkraine ist unter US-Kontrolle – aber angeblich sind das nicht die Rohstoffe, sondern nur Teile der fruchtbaren ukrainischen Erde – und die ist mit Waffenrückständen maximal verseucht – die werden wohl so schnell keine neue Kornkammer werden – ist in den USA auch nicht gewollt – wäre ja Konkurrenz für ihre eigenen Gärtner !
Das einzige, das ich sehe, sind europäische Pleitegeier, die noch Schulden machen, um in den USA nutzlose Waffen zu kaufen! Nutzlos schon alleine deshalb, weil sie gar keine Ressourcen mehr haben, um damit noch irgend etwas zu tun außer das zeug weitergeben an „Freiheitskämpfer“ im US-Interesse!
„NATO-Operation gelungen, Patient und Ärzteteam tot“, aber das New Jewish Homeland ethnisch gesäubert, alles im Brötchen und bereit vom Westen, insbesondere Saublödistan, finanzierten Neuaufbau und zum Einzug derer, die dort massenhaft Land gekauft haben, vermutlich zu einem nicht geringen Teil von den Dutzenden Milliarden, die ferngesteuerte, westliche Polituhren dorthin gekarrt haben und immer noch hinkarren um Jerusalem in Heaven zu finanzieren. Aber wer will das hören? Niemand, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Soll die Ukraine das neue Groß-Israel werden? – https://coronistan.blogspot.com/2022/05/soll-die-ukraine-das-neue-gro-israel.html
Ukraine das neue Groß-Israel? Nö, Teil des Weltimperiums, und welche Macht das kleine Drecksland hat…
„Israel Now Has Total Control Of US Critical Infrastructure & They Are Openly Bragging | Forget Epstein tranche of data, there is something much worse going on.“ – https://brendonoconnell.substack.com/p/israel-now-has-total-control-of-us
…und wie dreist die sind:
Israel now OPENLY claiming Cyprus is part of…“Greater Israel“!!! – https://greeknewsondemand.com/2026/01/22/israel-now-openly-claiming-cyprus-is-part-of-greater-israel-2/
Das hat aber jetzt nichts mit Juden zu tun, denn die sind grundsätzlich gut.
Außerdem sind sie von Gott auserwählt und darum heilig.
Oder kann es sein, daß daran etwas nicht stimmt?
Gott sei Dank, Prof. Bolz ist trotz allem zurück auf dem Bildschirm! Mann, bin ich dankbar, dass sich der kluge Kopf durch die ungeheuerlichen Einschüchterungstaktiken nicht das Wort verbieten lässt! Leute wie Bolz gehören zu den wenigen wahren, wertvollen, starken und wichtigen Säulen mit Ausnahme-Charakter in unserem Land. Viel Kraft und weiterhin Nerven wie Drahtseile wünschen Ihnen, insbesondere dieser Tage, Millionen Menschen mit Herz & Verstand = HIRN!!! Alles Gute und viiielen Dank!
Der Niedergang Europas, vor allem Deutschlands und Frankreichs, kann nur mit der Abschaffung der EU einhergehen. Merz hat den Schaden und die Hypothek nicht erkannt, als er die Macht von rotgrün übernahm. Seine größte Dummheit war und ist, weiter mit der KUMMERL–(kommunistischen!!) Versager SPD zu regieren. Der Wucher und das Gift von Hunderten Geldsauger– NGO´s, die unter rotgrün wie die Parasiten vom Speck der Staatskasse zehren, sind geblieben und zerstören den Staat! Der Bürger hat jegliches Vertrauen verloren, die Industrie stirbt oder verlässt das Land. Das Ende kommt zügig!
Bolz soll wohl das nächste akademische Opfer deutscher Politik auf dem Weg in wieder Denunziation und autoritärem System, gegen sich nicht mal mehr die (geschmierte =parteiabhängige) Justiz wehrt. Wieder lassen sich Millionen propagandistisch berieseln, ohne nachzudenken: Wem nützt das? Russenphobie, Weltuntergang Umweltsuntergangsszenarien, Corona mit Abschaltung der Freiheitsrechte …Und der Kanzler, auf denen viele Hoffnungen setzten: Ja, er ist gar nichts. Danke,Prof.Bolz, bleiben Sie mutig und gesund.
Kein Nachkriegskanzler ist unabhängig.
Das sind nur die Hampelmänner, die Deutschland vernichten.
Merz ist Blackrock. Weidel Goldman Sachs.
Und die anderen da oben kannste sicherlich auch irgendwo da verorten.
Der erste Weltkrieg entmachtete die Monarchien.
Der zweite Weltkrieg entmachtete die Nationalstaaten.
Der dritte Weltkrieg bringt eine andere Weltordnung.
Die ersten zwei drei Absätze konnte man noch lesen, den Rest kann man sich komplett schenken. Ausgemachter Unsinn zur wirtschaftlichen Lage Russlands. Dazu das Märchen von der Einnahme Kiews. Es lohnt sich wirklich nicht auf diesen Schwachsinn mit Fakten zu reagieren, wenn der Autor von der leicht recherchierbaren Faktenlage nichts wissen will und stattdessen die taz zitiert. Unglaublich!
Ich hoffe das RUBIO oder Vance diese Diktatoren aus Deutschland UND Brüssel mal wieder so richtig in den „Senkel“ stellt. Diese Männer haben mehr Ahnung von Politik als „unsere Demokraten“ alle zusammen. Ich wünsche mir von beiden eine massive Drohung gegen unsere WAHNSINNS POLITIK und BK-Darsteller mit der langen Nase und seinen Ratschlag an ihn, soofrt zurück zu treten! Das wäre noch mal ein Highligth in meinem sehr langen, Leben.
Was für eine gute Nachricht. Denn wir erinnern uns bestens an die brillante, frei und ohne Tele Prompter vorgetragene Rede des J. D. Vance, welche den Nagel auf den sprichwörtlichen Kopf traf und den anwesenden Europäischen Eliten den Kopf wusch und dann den Spiegel so treffend vorhielt, dass es eine reine Freude war.
Kanns kaum erwarten bis er wieder spricht, um diese „POLITNULLEN“ zur „SAU“ macht, hat sich ja so einiges angestaut dieses Jahr.
Eigentlich hat es sich bereits nur wenige Monate nach Beginn der militärischen Auseinandersetzung herauskristallisiert, dass es, summa summarum, in diesem Krieg keine Gewinner, sondern nur Verlierer geben kann. Ich bin kein Militärexperte, aber der sich seit fast 4 Jahren hinziehende Abnutzungskrieg erinnert fatal an den Grabenkrieg im Ersten Weltkrieg, in dem es spätestens nach einem halben Jahr, d. h. im Frühjahr 1915 bereits zu einem bis kurz vor Kriegsende anhaltenden weitgehenden Patt kam. Was war das Ergebnis: wirtschaftlicher Ruin der einstigen Großmächte wie Deutschland, Frankreich, Italien, Russland, teilweise auch England, das Ende Englands als führende Weltmacht, viele neue Staaten im europäischen Südosten mit ebenso vielen ungelösten ethnischen Problemen und damit weiterem Zündstoff für kriegerische Aktionen. Und was war die Konsequenz: ein Friedensschluss, der keiner war, sondern von Anfang an durch die Knebelung der Kriegsverlierer den Keim eines weiteren, kaum 20 Jahre später sich ausbreitenden noch schlimmeren Waffengangs in sich barg. Jeder weitere Tag, den dieser russisch-ukrainische Konflikt noch anhält, könnte dazu führen, dass sich dasselbe Szenario wie 20 Jahre nach Kriegsende von Weltkrieg I erneut abspielen könnte, wenn nicht bald die Waffen schweigen. Der europäische Westen macht sich durch die permanente Lieferung an Waffen mitschuldig am größten Blutrausch in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Denn ohne diese Unterstützung wäre die Ukraine schon längst am Ende. Die Europäer hätten schon vor Jahren die Chance gehabt, durch eine kluge und mäßigende Politik eine Beendigung des Krieges herbeizuführen. Sie haben sie nicht nur leichtfertig, sondern geradezu auch noch mit voller Absicht verspielt.
Unfassbar!
Tagesspiegel-Redakteur: Es liegt in unserem Interesse, dass der Ukraine-Krieg weitergeht
„Es liegt in unserem Interesse, dass dieser Krieg noch etwas weitergeht“, sagte Tagesspiegel-Journalist Christoph von Marschall in der Phoenix-Talkshow „Internationaler Frühschoppen“. Das gebe Deutschland die Möglichkeit, „eine glaubwürdige Abschreckung“ gegenüber Russland aufzubauen.
https://rtde.press/kurzclips/video/269584-tagesspiegel-redakteur-es-liegt-in/