Dinosaurier, Kiwis und ein paar überaus wichtige Fragen

Sexueller Missbrauch und Pädophilie (Symbolbild:Imago)

Ja, sind Sie etwa eine Sufragette, junge Frau?“ wäre 1922 eine Frage gewesen, die von den berüchtigten „alten weißen Männern“ gestellt worden wäre – zum Beispiel, wenn eine Frau partout auf ihrem Wahlrecht pochen bestand. 2022 klingt die Frage noch immer entsetzt, und sie hat auf gewisse Weise ebenfalls mit einer Wahl zu tun: Wenn eine Frau sich für den klassischen Feminismus entscheidet und darüber hinaus nicht nur „Mensch mit Gebärmutterhintergrund” sein will, dann wird sie auch heute wieder als Sufragette bezeichnet. Da schmückt man sein Profil in den sozialen Medien mit der falschen Nuance von grün oder lila – und Zack!, schon ist man keine polygendernde, objektsexuelle Trans-Elfe mehr, sondern ein Dinosaurier. In diesem Fall allerdings im sprichwörtlichen Sinne, denn klassischer Feminismus, der einfach nur Gleichberechtigung wollte, gilt als furchtbar altmodisch und egoistisch. Die zeitgenössische Feministin weiß nämlich gar nicht mehr, was sie eigentlich will und findet ihre Befriedigung im Vulven-Malen, pro-Abtreibungsprotest und Gendersternchen.

Dafür muss sie einen Pakt mit dem Teufel eingehen: Ein Quotenpöstchen gegen Stillschweigen durch Verdrängung in Sport und Politik durch sogenannte Transfrauen. Und immer schön das Kopftuch als Zeichen „weiblicher Befreiung“ loben. Die Suffragetten des frühen 20. Jahrhunderts würden das frühe 21. Jahrhundert für vollkommen bekloppt halten – und deshalb ist „Suffragette“ heute in „woken“ Kreisen wieder ein Schimpfwort. Von Gleichberechtigung bei gleicher Leistung will niemand mehr etwas wissen, es geht nicht darum, was ein Mensch kann, sondern um Selbstpräsentation. Diese Haltung nimmt längst die Züge einer missionarischen Religion an: Es reicht nicht, sie als Meinung unter anderen zu tolerieren; sie gibt keine Ruhe, bis nicht ausnahmslos jeder zum Glauben gefunden hat.

Amadeu-Antonio-Stiftung ganz groß im „Entlarven“

Beim „Antirassismus“ funktioniert das ganz ähnlich. Gleiche Chancen bei gleicher Qualifikation? Uninteressant, ebenso die Verbesserung der eigenen Lebensumstände. Bis vor ein paar Jahren hätte ich es nicht geglaubt, aber es gibt Menschen, die nicht vom Leiden lassen können – weil es ihre Identität ausmacht. Ohne jemanden, über den sie sich beklagen können, wissen sie nichts mit ihrem Tag anzufangen. Ganz vorne mit dabei ist natürlich die „Amadeu-Antonio-Stiftung“ (AAS), wenn es um das „Entlarven“ angeblich transfeindlicher und rassistischer „Geheimcodes“ geht – als wären hier verschwörerische Illuminaten am Werk. Schließlich muss man zeigen, dass die üppig fließenden Steuergelder einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden. Also schreitet man über die eigene Hauspostille „Belltower News“ ans Werk, um der eigenen Klientel eine Anleitung zu geben, welche Zeichen und Worte auf der schwarzen Liste gelandet sind und von anständigen Menschen um keinen Preis der Welt mehr verwendet werden dürfen. Selbstverständlich muss auch der Benutzer derselben zukünftig gemieden werden wie ein Seuchenträger oder zumindest scharf verwarnt. Wir sollten anfangen, eine Enzyklopädie der verbotenen Worte anzulegen, denn es werden täglich mehr.

Zu den Tabu-Wörtern soll nun auch der Begriff „Groomer“ gehören. Das sind Erwachsene, in der Mehrzahl Männer, die sich als Kinder oder Jugendliche ausgeben, um im Internet Kontakt mit Minderjährigen aufzunehmen. Und das nicht mit guten Absichten, es geht um Pädophilie. Die Benutzung des Begriffs stigmatisiert angeblich auch queere Menschen, denen damit generell eben jene Neigung unterstellt würde. Ein Griff in die Mottenkiste der Vorurteile – aber wie hätte es die AAS denn gern? Sollen solche Menschen demnächst unerwähnt bleiben wie die Clans in Berlin? Die Gefahr muss benannt werden, um Kinder zu schützen. Sonst sind sie die nächsten, die der Ideologie zum Opfer fallen. Aber in dieser Richtung scheint man keinen Bedarf zu sehen, es gilt einmal wieder, auf die Befindlichkeiten einer winzigen Gruppe Rücksicht zu nehmen.

Eine Beschäftigungstherapie?

Noch kurioser wird es bei der Verwendung von Emojis in den sozialen Medien. Absolut transfeindlich ist das Benutzen einer Kiwi – denn die Kiwi hält nicht viel von non-binärem Dasein, sondern bringt lediglich zwei Geschlechter hervor: Das männliche und das weibliche. Da sich Theologen noch nicht ganz einig sind, welche verbotene Frucht Adam und Eva im Paradies verzehrt haben, könnte die chinesische Stachelbeere ein neuer heißer Kandidat sein: Wer Kiwis postet, gibt damit ein Statement zur Zweigeschlechtlichkeit in der Natur ab, da noch kein Fall einer Kiwi bekannt geworden ist, die sich als Transkirsche oder nicht-binärer Apfel fühlt. Hätten Kiwis das Wahlrecht, würden sie ihr Kreuzchen mit Sicherheit bei der AfD machen. Trotz grünen Fruchtfleischs. Ein Grund, vor jenen zu warnen, die sie posten!

Ist das der berühmte „Kampf gegen Rechts”, der in aller Munde ist und der AAS mit Steuergeldern ein auskömmliches Dasein beschert? Vielleicht steckt eine raffinierte Strategie dahinter: Seit Jahren veröffentlicht die Stiftung derlei Unfug, da müssen wir uns nur an die berühmte Kindergarten-Broschüre erinnern, die gemeinsam mit Franziska Giffey ersonnen wurde. Wenn die Mädchen mit Zöpfen von ihren Eltern nun auch noch Kiwis in die Butterbrotdose gelegt bekommen, deren Deckel von einem Dinosaurier geziert wird, dann naht das vierte Reich mit donnernden Stiefelschritten! Das ist so albern – es muss sich um eine Beschäftigungstherapie handeln, um uns durch derlei Albernheiten vom Umsturz abzuhalten. Allerdings fürchte ich, dass die AAS es durchaus ernst meint. Vielleicht sind diese Artikel auch ein Test für den politischen Nachwuchs: Wer bereit ist, derlei Ausschnüffel-Konzepte zu verfassen und auch noch glaubt, die Welt besser zu machen, der hat die Aufnahmeprüfung zum willigen Fußsoldaten mit Bravour bestanden. Da freut sich der Vorstand. Es sind wieder ein paar junge Leute aus den eigenen Reihen in Lohn und Brot gebracht – damit ist die Ideologieschmiede auch noch in der nächsten Generation betriebsbereit.

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7 Kommentare

  1. Treffend formuliert, aber was die AAS wirklich ist, ist nicht benannt:
    Die Amadeo Antonio Stiftung ist eine, als private NGO getarnte, Einheit der Stasi, die sich heute Verfassungsschutz nennt.
    Nicht umsonst ist die Führungsoffizierin eine aus dem Stasi-Kader, nämlich Kahane, sondern es sitzt auch Stefan Kramer, der Chef des Landes VS Thüringen als Vorsitzender des Stiftungsrates darin. Dieser wurde explizit dafür installiert, denn er entsprach seinerzeit keinesfalls dem als VS-Chef geforderten Stellenprofil.
    Aus der AAS heraus werden nicht nur Zersetzungs- und Agitationsverfahren lanciert und gesteuert, wie bereits oben beschrieben, sondern vor allem auch die frühere RAF, heute Antifa genannt.
    Nicht vergessen: Die RAF wurde immer schon von SED/Stasi geführt, nicht vergessen, die Antifa wird militärisch präzise eingesetzt, blitzschnell und an Stellen, die sie ohne gar nicht derart kennen könnten.
    Ich erinnere daran, daß Antifa-Einheiten bereits Minuten nach dem Blumenstraußwurf der Henne Wollsau vor Kemmerichs Haus aufmarschierten, bzw. auch gezielt die außer Haus befindlichen Familienmitglieder drangsalierten, die deshalb unmittelbar Polizeischutz erhielten. (Was in solchen Fällen oft sogar verweigert wird!)
    Deutschland wird faktisch beherrscht von Stasi, SED und RAF. Stasi = Verfassungsschutz, SED = Grüne, der Rest Blockparteien, RAF = Antifa!

    • Noch eine Ergänzung zur AAS, die man leicht auf deren Homepage finden kann:
      Gestiftet wurde diese durch einen bereits um 2005 herum verstorbenen Grafen von der Groeben. Bekannte Personen aus diesem Adelsgeschlecht Groeben: Alexander Graf von der Groeben und Ulrike Gräfin von der Groeben. Beide hoch angesiedelt im RTL.

  2. Sufragette • Kampf für Wahlrecht • Wahlkampf für Wille und Vorstellung

    Kein Kampf auf der Welt führte jemals zu einem nachhaltigen Sieg. Weder der Kampf der Frauen ums Wahlrecht, noch der spätere Kampf um Gleichberechtigung im Beruf oder der geheime Kampf in der Privatsphäre um absolute Kontrolle über Andere, der sich im Konzept der aktuell angestrebten globalen Kontrolle spiegelt. Schließlich reicht ein immer wahrscheinlicher werdender Stromausfall, so das weder bargeldlose Zahlung noch Kontrollen über Apps und Handys möglich sind.

    Was in der privaten Familie und in der deutschen und EU-Familie gescheitert ist, kann auch auf der Weltbühne nur scheitern.

    Gläsern kann nur das Ego bis zu einem gewissen Grad sein – damit meine ich das Anerzogene, das höchstens +/– 8 % des Menschseins ausmacht und allegorisch nur die Spitze des Eisbergs ist. Rund 92 Prozent des Menschseins sind schöpferischer Natur, zwar vom anerzogenen Ego im Schatten des AMME-Kodex – Anstand Moral Mitleid Ehre – verschleiert, allerdings mit FREIEN statt bedingten bevormundenden Entscheidungen jederzeit zu aktivieren.

    Aktuell haben Frauen immer noch die Wahl der biblischen Eva, die zwar fühlte, was sinnvoll ist, aber sich fürs Denken entschied und ihr Gefühl verleugnete. Sie blieb im Irrtum gefangen, um Neid, Angst, Zwiespalt und Intrige auszuleben, deren Wirkung wahrzunehmen und den Mut zur Korrektur einzusetzen.

    Seit gut 100 Jahren versuchen Frauen ihren Willen und ihre Vorstellungen, mit denen sie in Familien mehr oder weniger offensichtlich scheitern, auf Staatsebene und der Weltbühne vergeblich verwirklichen zu wollen, allen Ländern voran Deutschland, das mit der dritten Krise nach Migration und Corona – der Gaskrise – zur Wahrnehmung der Realität genötigt wird.

    Diese Realität besagt dreierlei:

    1. Das Leben ist immer gerecht, weil seine Natur algorithmisch ist und jeder das bekommt, was sein Lebensalgorithmus zulässt, den jeder nur für sich persönlich kontrollieren kann

    2. Die FREIE Entscheidung ist der Puls des schöpferischen Lebens, das vorrangig in der eigenen Gedankenwelt stattfindet, wo Neid, Angst, Zwiespalt, Intrige – die vier tragenden Säulen des Egos, des Anerzogenen – bestimmend sind. Das Akronym dieser vier Wesenszüge beschreibt das Kernproblem, ideologisch missverstanden

    3. Die Lösung ergibt sich aus Selbstverantwortung statt Schuldzuweisungen, egal wie berechtigt die Kritik erscheint

  3. Wer mehr über die Amadeu Antonio Stiftung und Anetta Kahane wissen möchte, der sollte sich diesen Podcast von „kontrafunk.radio“ anhören:

    „Wir haben eine Meinungsklima-Katastrophe. Es fühlt sich so an, als müssten wir kuschen wie unter der Beobachtung der Stasi. Welchen Anteil haben Anetta Kahane und ihre Amadeu Antonio Stiftung an diesem Stimmungswandel? Wie kommt es, dass die Stasi-Methoden des Kontaktschuld-Vorwurfs und der Zersetzung durch Angriffe auf die Person weiterhin angewendet werden? Wieso stehen wir so schnell unter Verdacht, Antisemiten zu sein? Darüber spreche ich mit dem Journalisten Johann Leonard.“

    „‚Unter Freunden‘: Bernhard Lassahn und Johann Leonard“
    https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/talkshow/unter-freunden/unter-freunden-bernhard-lassahn-und-johann-leonard

  4. Es geht weiter mit Diskreminierung, Ausgrenzung und Diktatur !

    „Busfahrer von Borussia Dortmund wegen falscher Partei am Pranger
    Die DDR lässt grüßen“
    v.24.07.2022

    https://reitschuster.de/post/busfahrer-von-borussia-dortmund-wegen-falscher-partei-am-pranger/

    Hochgespielt wurde der Dreck in einer Veröffentlichung von der „Ruhr Prawda“, sprich von unsäglicher linksgrüner Gesinnung um einen Busfahrer ungerechtfertigt öffentlich fertig zu machen.

    Auf der BVB-Homepage wird mit Vielfalt geworben:
    „Unter dem Motto „Borussia verbindet“ setzt sich Borussia Dortmund für eine vielfältige Gesellschaft und gegen jede Form von Diskriminierung ein.“
    Ich erspare mir jedweden Kommentar dazu, ansonsten muss ich wegen dieser großen Heuchelei noch kotzen.
    Wer heute noch sein hart verdientes Geld in die Stadien bringt und damit Kicker-Millionäre und
    Millionen schwere Funktionäre zu finanzieren, der hat sie nicht mehr alle !
    Nur so zum nachdenken, Faschismus hat auch im Sport, sprich i.d. Köpfen von Funktionären Einzug erhalten.
    Es wird die Zeit kommen, da wird man sich auch um dieses antidemokratische Klientel nett und effektiv kümmern.

  5. Herrschaft der Megären

    In Deutschland und manch and’rem Gefilde
    war es Mode vor langer Zeit
    Frauen zu ehren für ihre Milde,
    Güte, Lieblichkeit und Schönheit.

    Für das Schenken von neuem Leben
    ehrte man sie auf hohem Rang,
    ehrte in ihnen, nach dem Guten zu streben,
    drückte es aus im Minnegesang.

    Was ist nur in viele Menschen gefahren,
    die weibliche Tugenden heute abwählen,
    lassen stattdessen sich seit Jahren
    von hässlichen weiblichen Monstern quälen.

    Die haben sich mit falschen Parolen
    in ihre Positionen geschlichen,
    haben den Deutschen so viel gestohlen,
    als Zerrbild von allem Weiblichen.

    So wird heute nicht die Mutter geehrt,
    die die Gesellschaft am Leben erhält.
    Der Sinn des Lebens wurde umgekehrt,
    die Familie zur Disposition gestellt.

    So lassen Frauen sich verbiegen,
    glauben denen, die alles negieren,
    lehnen es ab, deshalb Kinder zu kriegen,
    lassen sich von Megären regieren.

    Was sind das für Männer, die wie kastriert
    im Leben nichts Weiteres begehren,
    als Bettvorleger werden sie vorgeführt
    von bösen, intriganten Megären.

    An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
    Doch was soll erwachsen aus rotgrüner Saat?
    Komm nicht umhin, es beim Namen zu nennen,
    nichts weiter als ein tauber Megärenstaat.

  6. Nur ganz kurz dazu: Frauen sind heutzutage gleichberechtig. Was sie daraus machen, ist ihre Angelegenheit. Auch ihr Scheitern, ist ihre Angelegenheit. Männer scheitern auch oft und können nicht alles, was sie sich vorstellen, verwirklichen. Feminismus ist Quatsch. Das sage ich als immer gleichberechtigte Frau, die sich nie hat die Butter vom Brot nehmen lassen. Aber ich habe es immer aus eigener Kraft geschafft, weil ich mich viel weitergebildet habe und viel Zeit dafür aufgewendet haben. Ich brauche keine Feministin, die mir irgendetwas von Frauenrechten erzählen will, ob nun alter oder neuer Feminismus.

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