
Eines vorweg: Männer spielen bei dieser leicht abschweifenden Betrachtung keine Rolle – von Lothar Matthäus einmal abgesehen. Dieser nämlich hatte bereits nach dem Freundschaftskick mit Curacao so eine Ahnung: Er fühlte sich fatal an 1994 erinnert, jene letzte USA-WM, bei der ein DFB-Tross überhastet nach Frankfurt zurückfliegen musste. Damals hatte sich nahe des Spielerhotels in Chicago das sogenannte “Trio Infernale” zusammengerottet: Bianca Ilgner, Martina Effenberg und Angela Hässler, nach Selbstauskunft drei starke und moderne Spielerfrauen, die klare Kante zeigten gegen den Macho&Malente-Muff, indem sie etwa stockbesoffen nach Mitternacht in Bertis Zimmer anriefen und sich über ausbleibende Mietautos, Kopfschmerzen oder mangelnde Kinderbetreuung beschwerten. Als ebenso betriebsstörend und überflüssig empfand Matthäus die jüngste Präsenz von Lea Nagelsmann, Julians Mutti und anderen ratlos im Winston-Salem-Ballsaal herumirrenden Blond_Innen. Kaum hatte Lothar seinen Unmut geäußert, musste man – leider ohne die Reporterkoryphäen Claudia Neumann und Claudia Fuß – auch schon den transatlantischen Familienausflug beenden, um danach den richtigen Urlaub anzutreten. Lothars Fazit: „Da war der eine sauer auf den anderen, weil bei einem die Mama mitfliegen durfte und bei dem anderen die Frau und die Kinder und er selbst nur einen Sitz in der Linienmaschine bekam.“
Aber nun zum Kernthema: Was ist so schlimm daran, wenn sich ein paar Jungs mal ein paar Wochen lang ungestört, also quasi homogen um ihren Beruf kümmern, etwa Elfmeter üben, pressen und versuchen, hinter den Ball zu kommen? Muss zudem – gerade auch angesichts der oft clownesken Performance des Frauenfussballs – eigentlich jede Männerbastion auf dem Altar des Zeitgeists geopfert werden? Und wann begann eigentlich diese alle gesellschaftlichen Bereiche betreffende Übergriffigkeit, deren zwischenzeitlicher Höhepunkt sich im tiefen Flug unserer feministischen Außen-Annalena manifestierte? Die jüngste Kostprobe des Specks der Hoffnung stammt vom 1. September und kann durchaus als Kriegserklärung an das eigene Geschlecht gedeutet werden: “Die Kombi prominent, meinungsstark und feminin triggert offensichtlich manche ganz besonders – egal in welchem Bereich.”
Klitoris als kleineres Übel
Also: Wann ging das Theater los? Dazu muss man den Ball in etwa 50 Jahre zurücktreten. Die rockige Dekade von 1965 und 1975 kann man als die Goldene Ära der Bundesrepublik bezeichnen. Sie war geprägt von Frechheit, Freiheit, Verspieltheit, Schönheit und Lässigkeit. Man denke an “Twen”, “Pardon”, “Playboy”, die Stones, Langhans, Gottschalk, Lemke, Romy, Uschi, “Hair”, die Bardot und Abertausende Funkenschläge des Eros. „La femme est l’avenir de l’homme“, sang Jean Ferrat im Mai 1975 und sprach damit allen echten Männern und Frauen aus dem Herzen. Ein paar Tage später erschien dann Alice Schwarzer auf der Kölner Domplatte – mit einem Beauvoir-Emanzipationsdiplom, einer lila Latzhose sowie einem druckfrischen Manifest bewaffnet. Letzteres widmete sich dem „kleinen Unterschied“- sprich: dem Mythos des vaginalen Orgasmus, dem Koitus als Gewaltakt in und an und für sich sowie dem Besitz der Klitoris als kleinerem Übel. 1977 und 78 kamen „Emma“ und „Courage“ auf den Markt, und noch im selben Jahr zerrte die Feministen-Ikonin Schwarzer den „Stern“ und seine gesammelten Nacktcover vor den Kadi. Eine Brandmauer wurde hochgezogen, eine zwischen Mann und Frau, Objekt und Subjekt, Böse und Gut. Schritt für Schritt, Demo für Demo wurden Freiheit, Gleichheit und Solidarität zu vorwiegend weiblichen Werten umgedeutet und in vielen linken Buchläden bekamen Männer über Nacht ein Hausverbot, selbst wenn sie die rechtmäßigen Eigentümer waren.
Staat, Justiz, Kirchen und Medien zeigten sich vollends verzückt von diesen Sirenen der Befreiung – ganz so, wie es später auch beim Relotius-Fake, dem “Open Border”-Suizid, dem “How Dare You?!”-Treibgaslamento oder dem Kurvenflattern von Drosten & Fauci der Fall sein sollte. In einem Anfall von Selbstauslöschung stimmten nicht wenige 68er-Streetfighter in den Souffragettensound mit ein: „Wir müssen die Hälfte der Menschheit befreien, damit sie uns helfen kann, die andere Hälfte zu befreien!“ Das Experiment wurde – wie man heute sieht – ein durchschlagender Erfolg; zumindest für die eine Hälfte. Ganz zu Beginn schon fiel einem neben Alice eine gewisse papageienbunte Claudia Roth aus dem „Macht kaputt, was euch kaputt macht“-Wanderzirkus ins Auge. Bei ihrem sehr sehr langen Marsch durch Talkshows und Studentenkneipen erlebte man sie meistens den Tränen nahe wie auch stets „empört und betroffen zugleich“. Irgendwann beschlossen die Hopliten im Kohlschen Saumagenkabinett dann mal, so ein paar Mädchen ins kalte Wasser zu schubsen. Was sollte schon schiefgehen, lieber Himmel! – und vielleicht würde sich das gefühlsbetonte Ewig-Weibliche ja sogar positiv auswirken auf der großen Bühne der Weltpolitik, all diese Sachen wie Güte, Empathie, Toleranz, Wärme, Intuition oder einfach nur mütterliche Fürsorge?
Dann kam die Pastorentochter in Pastell…
Kohls Nachfolger Schröder wollte 2005 am Wahlabend noch einmal die Kirche im Dorf lassen, doch das quittierte die Pastorentochter in Pastell lediglich mit einem höhnischen Glucksen. 16 Jahre später lachte dann niemand mehr – von Laschet mal abgesehen, als quasi prominentestem Flutopfer. Der einst in Davos programmierten FDJ-Aktivistin folgten schon so um 1995 herum auf dem Fließband weitere WEF-“Young Global Leader“ mit XX-Chromosom; aalglatt, herrisch, skrupellos, machtbereit und völlig humorbefreit. Gleichzeitig und überall, in Parteien, Vereinen, Unis, Kirchen, Sportclubs, Vorständen, Gewerkschaften und vor allem im kampflos gekaperten Medienmilieu, ereignete sich der Siegeszug der starken Frauen mit der hohen Moral. Und genau diese Moral, genauer gesagt: diese letale Mischung aus Hypermoral und kunterbunt-infantiler Gutmenschattitude, sollte sich als der entscheidende Schlüssel für das Portal ins neue Jahrhundert erweisen. Da mochten sich die gerade unter Leaderfrauen so hoch gehandelten Madames Clinton und Albright noch so sehr im Ton vergreifen.
Man muss heute davon ausgehen, dass die okkulten Herrenclubs von Brzezinski, Kissinger, Soros und Schwab bereits im Woodstock-Jahr genau wussten, dass die kommenden Schlachten des Wertewestens am besten unter gezielter Verwendung jener Frauenpower und ihrer hochgejazzten Beschützerinstinkte durchzusetzen sind. Gleichermaßen ist davon auszugehen, dass diese Transformationen mit Kohl, Schröder, Chirac, Mitterand oder Genscher oder auch Schäubles Over-Kumpel Varufakis nicht derart reibungslos abgewickelt worden wären. Und so wurden von langer Hand auffallend viele spiritferne, aber kommandonahe Spielerfrauen installiert, bei denen man sich seither wundert, wieso sie nicht ohne langes Fackeln längst auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet sind. Ohne jetzt Namen zu nennen, böten sich da beispielsweise von der Leyen, Kallas, Strack-Zimmermann, Greta, Luise, Hasselmann, Esken, Göring, Reichinnek, Dröge, Baerbock, Kaddor, Nietzard, Frühauf oder Buyx an. Oder, oder, oder….
Im Megapuff Germany
Würden diese nicht namentlichen genannten Frauen auch nur einen Funken ihres einstigen Versprechens eingelöst haben, sähen wir allwöchentlich riesige Friedensdemos und Menschenketten in Sachen Ukraine, Nahost, Sudan, Libyen et cetera. Wir hätten allein in NRW täglich solidarische Open-Air-Konzerte mit Sammelbüchsen für die vergewaltigten Mädchen und ermordeten Bahnreisenden. Und wir wären in der Coronazeit zusammen für die Erhaltung der Grundrechte und den Schutz des Körpers vor den Infusionen eines übergriffigen Weltstaats vor dem Reichstag gestanden, schwarzer Adler auf Regenbogen, von Benetton gesponsert. Allein Muttis Migrationspakt hat das westliche Europa über Nacht in einen absurden „Safe Space“ umgestaltet und Deutschland in einen vom Rest der Welt verlachtem Heimathafen für das Strandgut der angloamerikanischen Kreuzzüge gemacht. Nur dank des femininen Anscheins von Barmherzigkeit und Nächstenliebe ließ sich 2015 und der nachfolgende Alptraum ohne Volksaufstand realisieren. Bis heute ist der stramm-traumatisierten Nation mehr am freundlichem Gesicht der Ex-Chefin gelegen als am eigenen Wohlbefinden. Folgerichtig können sich 60 Prozent Angela Merkel als neue Bundespräsidenten vorstellen, dicht gefolgt von ihrem Bodydouble Ricarda.
50 Jahre Feminismus haben aber – vom systemisch betriebenen Import Hunderttausender kulturfremder Frauenhasser abgesehen – auch noch andere Spuren hinterlassen: Zwischen Mann und Frau hat sich ein Mechanismus aus Geringschätzung und Abstoßung eingependelt. Eros, Charme und alles Spielerische wurden aus dem Schutzraum des Neuen Deutschland eliminiert. Dafür stimmen seit 30 Jahren die Umsätze in dem hauptsächlich von rotgrünen Frauen installierten Megapuff Germany – ein juristisches Meisterwerk der liberalistischen Verwahrlosung. Eine vom selben pseudomoralischen Juste Milieu beharrlich tolerierte Hardcore-Pornographie hat die Empfindungswelten ganzer Generationen ruiniert. Dementsprechend gleicht das binnendeutsche Straßenbild heute dem Laufsteg für ein Horrorepos: überall stösst man auf Low-Level-Nuttenlook, dazu all die Nasenringe, die Influencerpüppchen mit ihrem nervösen Gefuchtel und den Gummientenstimmen, die Vielfarbenfrisuren und Trichinentattoos, die zahllosen Chirurgenmassaker und Frauenhybride zwischen Adipositas und überdosiertem Ozempec. Nichts ist mehr, wie es einmal war – und so verwundert es keinen mehr, wenn Messungen bestätigen, dass seit 1990 der Testosteronspiegel bei deutschen Männern so kontinuierlich wie dramatisch abstürzt. Spiegel und Hormone – auch eine Sache für sich.
Nützlichen Idiotinnen eines grundnaiven Retro-Hippie-Kults
Aber um Männer geht es hier nicht. Angesichts der Triumphzüge von „Fridays für Future“ über die Slutwalks und woken Pinkstinks bis hin zu den stalingradischen Feldzügen der „Omas gegen Rechts“ fragt man sich ohnehin, was männlichen Befehlsempfängern noch an gestalterischer Freiheit bleibt. Für manche der nicht vollends sedierten Hauptstadtjournalisten gilt Kubicki als der „last man standing“, und andere sind davon überzeugt, dass es sich bei Frau Reiche um den einzigen Mann im Kabinett Merz handelt. Im Hintergrund der Großen Kastration rotieren derweil die Mahlsteine der WEF-Stakeholder: Retortenembryone, Gen-Hybride, Klone, Androide, Avatare und KI-Golems aus Blech und Seltenen Erden. Und mit „Frau“ Lagarde als neuer Direktorin dürfte das transhumanistische Irrenspektakel eher an Fahrt zunehmen.
„Eier, wir brauchen Eier“ – wer hätte gedacht, dass diese badensische Gebetszeile von Ostern 2003 zum letzten Notruf eines von der Geschichte überwältigten Geschlechts werden sollte? Aus dem „Empört und betroffen zugleich“-Gefühlskitsch haben sich zum einen die nützlichen Idiotinnen eines grundnaiven Retro-Hippie-Kults entwickelt und diese – Kehrseite der Münze – zu Amazonen des Neokaltkriegs; so in etwa wie die aus dem Brüsseler Führerbunker mit Gesichtszügen, die der schlaflose Crime-TV-Freak von US-Fahndungsplakaten her kennt. Doch kommen wir nun endlich zum Punkt: Im Wiesn-Herbst des Jahres 2026 scheint die Kaudlitzifizierung der Republik vor ihrer Vollendung zu stehen. Niemand kann sagen, dass man nicht gewarnt worden wäre. Einer der letzten Machos hierzulande, der unvergessliche Max Merkel, gerüchteweise laut Stasi der Halbbruder der Moralhyäne Kasner, erkannte bereits im Schicksalsjahr 1994 die Umrisse eines dysfunktionalen Transgenderhabitats über die zerrissene Nation heranwehen: „Man wusste nie, wer wirklich im Tor spielt: Bodo Illgner oder Gattin Bianca. Gespielt hat zwar der Bodo, gehalten hat er aber wie Bianca.“
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6 Kommentare
Deutschland 2026, auf pro 7 erklären drei hübsche Blondinen, was interessiert mich der Bierpreis da ich ja sowieso nicht bezahlen muss. Irgendwelche Shitstormes von den hässlichen Emanzen ?
In einem Wort: Fotzokratie!
Fotzilles Zeitalter…
Der Herr, der hier geschrieben hat, spricht mir aus der Seele! Es ist aber eine Frauenseele…
Das ist mal eine Ansage. Damit sind dann hoffentlich endlich die Koordinaten klar, auf die die Haubitzen ausgerichtet werden müssen, wenn wir wenigstens diesen Teilkrieg gewinnen wollen.
Stark, ganz stark! Wortgewaltig, witzig – und dabei leider so wahr! Vielen Dank für diese gnadenlose Sezierung unserer derzeitigen Gesellschaft. Sagt eine Frau! Denn mir gehen diese Art Weiber und die groteske gesellschaftliche Entwicklung ebenfalls erheblich gegen den Strich!