Ein palästinensischer Autor und die unmögliche Polio-Impfung: Antisemitische Hetze in der “taz“

Ein palästinensischer Autor und die unmögliche Polio-Impfung: Antisemitische Hetze in der “taz“

Märchenerzählungen: Politisierte Identität als ewige „Flüchtlinge“: Palästinenser (hier in Syrien) (Foto:Imago)

Die alltägliche plumpe wie subtile, aggressive wie intellektuell verklärte Stimmungsmache gegen Israel in deutschen Medien spült dermaßen viel Lügen und Unrat in die Köpfe einer auch diesbezüglich schleichend auf islamistische Sichtweisen abgerichteten “kritischen“ Öffentlichkeit, dass diese schon lange aufgehört haben, zwischen Propagandamärchen und Wirklichkeit zu unterscheiden. Und seit mit zunehmender Akzeptanz der virtuos inszenierten Opferrolle der Palästinenser in Politik, Kulturbetrieb und vor allem linkem Hochschul-Unwesen alle Tabus und Hemmungen gefallen sind, müssen sich auch die “taz“ und andere linksextreme Medien nicht mehr zurückhalten. Deshalb dürfen dort Agitatoren schreiben, die selbst ihre eigene Biographie schamlos frisieren, um Israel und die angeblichen Menschenrechtsverbrechen der Juden ins passende Licht zu rücken. Und weil die Bildungskrise und geschichtliche Unbildung gerade bei linken Haltungsmedien voll durchschlagen, unterfallen diese auch keinem journalistischen Redigat oder internem Faktencheck, sondern finden ungehindert ihren Weg ins hasszerfressene Leserpublikum, die das Gelesene nicht minder naiv und unbeirrt glauben.

So schrieb letzte Woche ein 1973 geborener palästinensischer Autor namens Mohamed Ibrahim in der “taz” ein Rührstück über seinen Vater, der 1945 in Palästina geboren und 1948 bei der angeblichen “Nakba“ durch Israel vertrieben worden sei. Kurzer Einschub zur “Nakba”: Dabei handelte es in Wahrheit sich um die freiwillige Auswanderung zeitgleich mit dem Angriff der arabischen Nachbarn auf Israel unmittelbar nach dessen Staatsgründung; die Aggressoren hatten die arabischen Einwohner zum vorübergehenden Verlassen Israels aufgefordert, bis das “Krebsgeschwür“ vernichtet sei – damit sie dann  anschließend in die “befreite”, judenrein gemachte Heimat zurückkehren konnten. eine halbe Million folgten der Verheißung, aus der aber bekanntlich nichts wurde, weil Israel die Angreifer – wie auch in späteren Angriffskriegen – erfolgreich zurückschlagen konnte. Als Reaktion wiesen fast alle arabischen Länder ihre jüdische Bevölkerung aus, die anschließend überwiegend nach Israel zogen; dies war die einzige reale Vertreibung damals (dass es in Israel keine Vertreibung gab, zeigt sich schon daran, dass etliche Araber in dem Land verblieben, wo ihr Bevölkerungsanteil heute bei rund 20 Prozent liegt). Die “vertriebenen“ Palästinenser kamen in Lagern ihrer arabischen Brudervölker unter, die bis heute weiterbestehen, und erhielten dort den quasi erblichen Status “Vertriebene“. Bis heute werden sie als Opfer eines angeblichen “Genozids“ dargestellt, obwohl sich ihre Bevölkerung seit damals mehr als versechsfacht hat.

In der Familie weitergereichte Märchen

Doch in der “taz“ – wie auch in den Köpfen der Israelhasser-Front – ist freilich die “Nakba“ ebenso real wie der angebliche “Völkermord“ im Namen eines angeblich angestrebten “Groß-Israel“. Deshalb darf Ibrahim dort auch folgende Details der Geschichte seines Vaters weiterspinnen: “Durch die Vertreibung erhielt er die Impfung gegen Kinderlähmung nicht rechtzeitig. Er erkrankte, die Lähmung beeinträchtigte die Entwicklung seines rechten Beins, sodass er sein Leben lang humpelte.” Was soll daran falsch sein? Nun, so ziemlich alles: Im Jahr 1948 gab es nirgendwo auf diesem Planeten eine Impfung gegen Kinderlähmung. Der erste Polio-Impfstoff wurde 1953 von Jonas Salk experimentell entwickelt und 1955 in den USA zugelassen. Ein kurzer Blick in die Wikipedia oder jede medizinische Fachseite hätte zur Überprüfung dieser Faktenlage gereicht.

Werbung

Wer als Autor schon beim ersten gegen die Juden respektive Israel gerichteten Vorwurf eine derart offenkundig abwegige Verleumdung als authentisches Trauma der eigenen Familiengeschichte verkauft, ist – höflich formuliert – ein Hochstapler. Dass die Familie diese Geschichte offenbar seit 1948 unhinterfragt an ihre Nachkommen weiterreicht (sofern man zu Ibrahims Gunsten annimmt, er habe sie nicht selbst erfunden), ist pathologisch genug. Wenn ein solch absurder Schwachsinn jedoch in einer noch immer zum linken Zitierkartell gehörenden deutschen Zeitung erscheint, zeigt es vor allem eines: Sobald es um Juden und Israel geht, setzen bei vielen Hirn und Verstand aus, schlimmer noch: Es liegt eine veritable Denkstörung vor. Antisemitismus, schreibt Tilman Tarach auf Facebook, ist genau das: Die in tausend Variationen erzählte Wahnvorstellung, Opfer der Juden zu sein. Um einen derartigen Text redaktionell durchzuwinken, muss man nicht dumm sein; man muss dumm sein wollen. Wer dabei mitspielt, dem ist alles zuzutrauen. Unfreiwillig ironisches Resümee: Am Ende seines Beitrags schreibt Ibrahim, er habe sich lange mit seiner neuen Heimat Berlin identifiziert, aber ”jetzt nicht mehr.“ Übersetzt heißt das: Berlin ist ihm – und der “taz“ – einfach noch nicht antisemitisch genug. Tarach mutmaßt, dass die “taz” den Artikel vermutlich weder vom Netz nehmen noch korrigieren wird; wozu auch? Es stört sich hierzulande ohnehin nur noch eine kleine Minderheit am Antisemitismus.

Werbung

6 Kommentare

  1. als Ergänzung…
    :::
    Berliner Ex-Lehrer mit eindringlicher Warnung: Die Islamisierung deutscher Schulen gerät außer Kontrolle

    Der ehemalige Berliner Gymnasiallehrer Rainer Werner kommt angesichts der zahllosen Berichte über muslimische Schüler, die ihre Mitschüler zur Einhaltung islamischer Kleidungs- und Fastenvorschriften zwingen, wie auch aus eigener Erfahrung, in einem denkwürdigen “Cicero“-Beitrag zu dem Schluss, „dass das säkulare Konzept von Schule, das in Deutschland seit 1949 gilt, massiv in Frage gestellt wird“. Mit den Migrationsströmen aus Nahost, Nordafrika und Afghanistan seit 2015 sei auch ein streng gehandhabter Islam nach Deutschland eingewandert. Dieser treffe auf ein Nachlassen der konfessionellen Bindung der Deutschen, die sich in der hohen Zahl an Menschen manifestiere, die aus beiden christlichen Kirchen austreten. …

    mehr hier

    https://journalistenwatch.com/2026/08/15/berliner-ex-lehrer-mit-eindringlicher-warnung-die-islamisierung-deutscher-schulen-geraet-ausser-kontrolle/

  2. In jedem oder so gut wie jedem Krieg kommen Kriegsverbrechen beider Seiten vor. Es gab 1948 einige Massaker an und, in zahlenmäßig geringem Umfang, Vertreibungen von arabischen Autochthonen durch jüdische Neueinwanderer. Die Behauptung, sämtliche Araber, die 1948 das später israelische Gebiet verließen, hätten dies freiwillig getan, stimmt also nicht. Aber es stimmt, dass die sehr große Mehrheit dessen, was „Nakba“ genannt wird, ein freiwilliger Rückzug der Bevölkerung war, die erwartete, in ein paar Wochen zurückkehren zu können. Es stimmt, dass die meisten arabischen Länder im Gegenzug ihre jüdischen Minderheiten vertrieben, die dann nach Israel zogen, und zwar, ohne seitdem mit Terrorismus in vielen Ländern der Welt und mit äußerst brutalen Pogromen gegen grenznahe Bürger arabischer Nachbarstaaten aufzufallen. Es stimmt außerdem, dass die Ereignisse, die palästinensischen Terror rechtfertigen sollen, knapp 80 Jahre zurückliegen. Verbrechen im Kontext mit Staatsgründungen sind oft sehr viel größer, ein Beispiel sind große ethnische Säuberungen gegen Hindus anlässlich der Gründung Pakistans 1947 oder 1948 (den Scheidungskrieg und mit ihm verbundene Massaker und etliche, weitere Kriegsverbrechen gab es außer von pakistanischer auch von indischer Seite, aber die Vertreibung der Hindus aus Pakistan war zumindest weitestgehend einseitig. Deshalb gibt es in Indien heue eine starke, muslimische Minderheit, in Pakistan aber keine hinduistische). Niemand hält deshalb Pakistan für ein illegal existentes „rassistisches, islamistisches Gebilde“ und niemand erklärt die Nachfahren der damals in Indien angekommenen Hindus für Vertriebene der 3., 4. und 5. Generation. An der Gründung des Staates Israel und an den wenigen Kriegsverbrechen, die sie begleiteten, kann übrigens fast kein lebender Israeli noch als Soldat beteiligt gewesen sein. Unterm Strich haben Sie somit recht und das Problem heißt Antisemitismus. Der ist links und muslimisch, also gilt er der veröffentlichten Meinung als gerechtfertigt. Nur die Springer-Blätter „Bild“ und „Welt“ hetzen nicht mit und stellen sich manchmal offen gegen die Hetze.

  3. Wenn die Juden alle weg sind (z.B. durch Wegzug oder so) wer ist danach dran?
    Na? Denk nach!
    :::
    KI
    Die letzte Invasion | Früher vor den Toren, heute mitten unter uns

    …👍 👍

  4. Lieber Herr Löwengrub, vielen Dank, dass Sie die Details zur Polio-Impfung aufgedeckt haben. Ich hatte, als ich 1966 eingeschult wurde, ein Mädchen, das etwa vier Jahre älter war (10 Jahre) an meiner Schule, das aufgrund von Polio beidseitig Orthesen (Beinschienen) trug. Die Schulkollegin wurde also etwa 1956 geboren und hatte damals auch noch keine Polio-Impfung erhalten.
    Aber was zählen schon Fakten bei der taz?

  5. Offensichtlich sind die „taz“is => die „brandneuen“ Juden hassenden, sozialistischen Neo-Nazis.

    1
    1
  6. Warum werden alle meine Kommentare, welche die israelische Regierung kritisieren, nie veröffentlicht. Was soll das ???
    DIe Meinungsfreiheit wird mittlweile auch hier immer weiter eingeschränkt. So scheint es…

Werbung