
Am 19. September, dem Vorabend des vergangenen Wahlsonntags, feierte der Ortsverein der SPD meines badischen Heimatortes sein 80-jähriges Bestehen. Gegründet wurde er damals kurz nach dem schrecklichen Zweiten Krieg, der in der zweiten Niederlage Deutschlands endete. Hätte es die SPD zuvor nicht gegeben, man hätte sie erfinden müssen; auch nach dem großen Desaster. Aufgrund ihrer langen Vorgeschichte war sie damals fraglos die wahre Volkspartei – und im Gegensatz zur CDU, deren Vorgängerpartei, das Zentrum, sich mit den Nazis arrangiert hatte, war sie auch moralisch relativ unkompromittiert (obwohl es nach 1933 durchaus auch viele “Wendehälse” unter ihren Wählern gab). Dennoch genoss sie Autorität als – auch selbsterklärter – politische Anwalt der damaligen Mehrheit des Volkes, nämlich der Arbeiter und Angestellten. 1946 hatte die SPD zumindest in meinem Heimatort jedoch ein ganz ähnliches Problem wie auch heute wieder: Sie zog mit nur einem einzigen Mann in den Stadtrat ein. Fast scheint es, dass die Geschichte wiederkehrt, wenn man sich den aktuellen Absturz dieser Partei anschaut. Der CDU geht es allerdings ja nicht besser.
1972 trat auch ich dieser SPD bei. Damals, mit meinen 22 Jahren, war ich bereits aktiver „Metaller“ und Betriebsrat, bald sogar dessen Vorsitzender, und passte also gut zur damaligen SPD. Auslöser für meinen Parteieintritt war aber, wie bei vielen anderen auch, die Empörung über Misstrauensvotum der CDU gegen Bundeskanzler Willy Brandt wegen dessen Politik des Einreißens der damaligen Brandmauer, damals „Eiserner Vorhang“ zwischen Ost und West genannt (Brandts Sturz scheiterte an von der DDR gekauften CDU-Überläufern, die Rainer Barzel die Gefolgschaft verweigerten). Doch zurück in die badische Heimat: Wenige Jahre war ich stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsverbandes und Herausgeber der „Herbolzheimer Blätter.“ Den Einzug in den Stadtrat verpasste ich zweimal nur knapp. Vielleicht war es gut so – ich galt damals als „rote Socke“.
Nach 30 Jahren gab ich 2002 mein Parteibuch zurück
In der SPD hielt ich es lange aus. Das war auch kein Wunder, weil diese Partei einst herausragendes Personal hatte; man denke nur an Persönlichkeiten wie Georg Leber, an den Finanz- und Wirtschaftsminister Karl Schiller oder an den Macher-Kanzler Helmut Schmidt. Mit diesem lag ich allerdings nur über Kreuz, weil er – wie heute die Pistolius-SPD wieder – der Meinung war, es gebe gegenüber Russland etwas „nachzurüsten“. Im Gegensatz zu den heutigen Kriegstreibern hatte Helmut Schmidt allerdings die Fähigkeit des strategischen Denkens, Verantwortungsbewusstsein für Deutschland und die Deutschen und eine politische Weitsicht. Die weitere Entwicklung bis zum Zerfall der sowjetischen Supernacht gab ihm recht.
2002 allerdings kündigte ich nach 30 Jahren meine SPD-Mitgliedschaft auf. Was bewog mich dazu? Nun: Damals war Gerhard Schröder Bundeskanzler. Es war ein guter Kanzler, galt aber als „Genosse der Bosse“, der ebenso gut in der CDU/CSU aufgehoben wäre. In seine Amtszeit fielen einige „Reformen“, die den „kranken Mann Europas“ Deutschland wieder gesunden sollten. Einiges davon war jedoch aus meiner Sicht ähnlich daneben wie auch heute wieder das jüngste “Reformpaket” der Bundesregierung, die viele sozial „alt” aussehen lässt. Aus dieser Zeit stammt dieser umgetextete Song zur SPD „Du lässt dich geh‘n…“ Unter Schröder wurde das Arbeitsrecht derart „liberalisiert“, dass befristete Arbeitsverhältnisse erleichtert wurden, was damals als große Errungenschaft gesehen wurde.
Schon damals waren Deutsche im Hintertreffen
Auch wurde Basel II verabschiedet – und mit ihm die Kreditwürdigkeit erschwert. Eine Folge in meinem persönlichen Umfeld: Ich wollte eine Wohnung in Rastatt verkaufen, die ich als dortiger DGB-Kreisvorsitzender nicht mehr brauchte, nachdem ich dem DGB ebenfalls den Rücken gekehrt hatte und in eine Beratungsstelle in Freiburg gewechselt war. Es gab zwei ernsthafte Interessenten für meine Wohnung im Erdgeschoss mit Garten: Eine Mitarbeiterin des örtlichen Arbeitsamtes (bei dem ich bis 1995 noch alternierender Vorsitzender des Verwaltungsausschusses gewesen war), und ein Arbeiter „beim Benz“, der aus Kasachstan kam. Zweimal dürfen Sie raten, wer von der Bank den Kredit für den Wohnungskauf bekam! Als ob dem Arbeitsamt die Arbeit ausgeht, erhielt die deutsche Wohnungsinteressentin nur einen befristeten Antrag – obwohl auch unbefristete Arbeitsverträge kündbar sind, wenn die Arbeit entfällt. Doch Benz-Arbeiter galten damals sicherer als ein Abgeordnetenmandat in Berlin (lange ist’s her). Außerdem wurden Zuwanderer auch damals schon besonders hofiert – damals aus dem Osten, heute aus dem Süden.
Spätestens nach dieser Erfahrung war’s das dann für mich mit der SPD, die nicht mehr meine Partei war. Heute bereue ich fast, dass ich damals mit meinem Austritt nicht noch gewartet habe; denn zwischenzeitlich hätte ich noch zig bessere Gründe gehabt, um auszutreten. Aber das kann man halt nur einmal. Doch es gibt, wie überall, auch in der SPD hier vor Ort noch Leute, die bleiben – egal was die Genossen in Berlin und Stuttgart treiben. Das gilt allerdings auch für andere Parteien: Ich saß bei der Jubilarfeier der Genossen zum 80-jährigen Ortsvereinsbestehen neben einer CDU-Frau, und auch die Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler und der Grünen ließen es sich nicht nehmen, der SPD die Ehre zu erweisen. Heute, im Angesicht des erstarkenden gemeinsamen “Feindes“, rücken die buchstäblichen Altparteien eben nicht nur in den Parlamenten eng zusammen… wobei ich überzeugt bin, dass es unter den Gästen auch den einen oder anderen Gönner oder zumindest Wähler der AfD gab. Jedenfalls wurde ich auf meinen Button „Schwarz-Rot-Gold ist bunt genug“ angesprochen – aber nicht kritisch, sondern ich wurde mehrfach gefragt, ob ich diesen beschaffen könne.
Sinnfälliges Zeichen des Niedergangs
Beim Verlassen der Veranstaltung kreuzten sich dann die Wege eines damals befreundeten Ex-Landtagsabgeordneten und meiner Person. “Hallo Dietrich”, grüßte ich, “kannst Du Dich noch an unseren Kampf gegen die NPD erinnern?” Er konnte – und drückte mir eine regenbogenfarbene Einladung zur Rettung „unserer Demokratie“ in die Hand. “Aber Dietrich, Du wirst doch nicht etwa als eine Art Don Quijote gegen imaginäre Windmühlen, gegen die AfD, kämpfen?”, hielt ich ihm entgegen und erklärte, die AfD sei völlig anders gestrickt als damals die NPD. Doch, er will!, ließ er keinen Zweifel. Er bleibt sich also treu. Aber bis wohin? Dietrich war übrigens mit roten Krücken unterwegs, wie auch der SPD-Bundestagsabgeordnete des örtlichen Wahlkreises, Johannes Fechner, immer die gleiche rote Krawatte trägt. Krawatten können bekanntlich die Gehirndurchblutung beeinträchtigen, und die roten Krücken erschienen mir wie ein sinnfälliges Zeichen des Niedergangs der SPD. Dieser löst bei mir allerdings keine (Schaden-Freude) aus; allenfalls freut mich der Absturz für das unsägliche Personal an der Parteispitze, das für den Niedergang dieser einstigen Volkspartei verantwortlich ist.
Die SPD macht den gleichen Fehler wie damals die KPD, die in der SPD den Hauptgegner sah. Beide Parteien gingen damals feindselige Wege – und wurden von Hitler gemeinsam geschlagen. Heute sehen die früheren Volksparteien (beide sind es längst nicht mehr), SPD und Union, in der AfD den alleinigen Feind – und werden dafür vom Wähler gemeinsam geschlagen. Was mir nach der Veranstaltung noch einfiel: Der alte Kämpe und „Zuchtmeister“ der SPD, Herbert Wehner, rief einst den CDU-Abgeordneten einmal nach: „Wer rausgeht, der muss irgendwann auch wieder reinkommen“. Zuvor hatte er die Unionisten in einer seiner beißenden Reden ähnlich in den Senkel gestellt, wie es umgekehrt Franz-Josef Strauß mit den Genossen zu tun pflegte. Eingedenk dieses Wehner-Worts denke ich heute bei mir: Wer eine Brandmauer um sich errichtet, muss sich überlegen, wie er wieder rauskommt, wenn die eigene Hütte brennt. Das gilt nicht nur für die SPD, sondern auch für die CDU. Allein, strategisches oder logisches Denken darf man von diesem Personal der ehemaligen Volksparteien eben nicht mehr erwarten.
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5 Kommentare
Sehr vernünftig geschrieben!
Ich habe viele Freunde, die in der SPD sich engagiert haben, um das schöne Leipzig wieder zu neuem Glanz zu verhelfen.
Wer hat die Stadt tatsächlich wieder glänzen lassen? Jürgen Utz Schneider, ein milliardenschwerer Betrüger war das, die Politik hat nichts getan. Nur meine Wohnung während meines Urlaubes gekündigt mit Einspruchsfrist von 3 Tagen. Weil ich nur gemindert Miete bezahlt habe, ohne Heizung, mit defekten Fenstern, gesperrter Elektrik. Leipzig ist sozialdemokratisch regiert worden, wie heute…
Habe gestern auch einen interessanten und gleichzeitig einen entlarvenden Artikel bei N-TV über das Altparteiensystem und die ungehorsame Wählerschaft in Deutschland gelesen.
Geschrieben von einem Thomas Schmoll.
Dieser behauptet, das gesamte Parteiensystem in Deutschland stünde kurz vor der Implosion.
Schuld sind aber nicht die Altparteien, sondern ausschließlich die Wähler und die „extremen“ Parteien (Linke und AFD) mit ihrer destruktiven Politik behauptet dieser Autor dreist.
Die Wähler laufen nur Populisten von extremen Parteien hinterher, weil sie angeblich einfache Lösungen für komplizierte Probleme wollen.
Dem Wähler muss man das alles besser erklären, damit er endlich wieder die „guten“ (Alt-)Parteien wählt, weil nur die angeblich wissen, wie man komplizierte Probleme richtig löst, behauptet dieser Autor bei N-TV.
Hier noch eine schwachsinnige Behauptung von dem Autor Thomas Scholl :
„Die zunehmend verunsicherte und ängstliche Bevölkerung glaubt alles (den Populisten an den Rändern), was verkündet wird auf dem Weg ins Schlaraffenland. Wer versucht, Realpolitik zu machen, hat es schwer. Wer regiert, sieht bei der nächsten Wahl kaum einen Stich. “ und dann weiter:
„Die ehemaligen Volksparteien SPD und CDU, die inzwischen genauso gespalten sind wie der Rest des Landes, werden mehr und mehr zerrieben von populistischen Kräften. “
Nur die ALtparteien mit echter „lösungsorintierter Realpolitik“ wissen, wie man komplizierte Probleme löst, glaubt er. Aber der Wähler will das nicht sehen und verstehen, sondern er will angeblich nur schnelle einfache Lösungen. Nur deshalb wählt der Wähler angeblich die pööhsen extremen Parteien, die pööhsen „Populisten“, behauptet dieser Thomas Scholl.
Allein das ist ja schon Ver**sche pur.
Wo machen die Altparteien echte „Realpolitik“?
Wenn ich mir die Ukrainepolitik anschaue, dann ist da von Realpolitik überhaupt keine Spur.
Oder ein besseres Beispiel ist das Thema Migrationspolitik.
DIe ALtparteien hatten wirklich viele Jahre Zeit diese Probleme in den Griff zu kriegen, um eine vernünftiger Migrationspolitik durchzusetzen.
Es wurde seit 2016 (von den ALtparteien) ständig verkündet, „wir müssen mehr abschieben“, „Asyl ist nur auf Zeit“, GRenzen schützen vor illegaler Einwanderung.
Kein einziges Problem wurde gelöst.
Statt dessen Rekordzahl von Einbürgerungen,Es kommen immer noch viele Migranten nach Deutschland über sichere Drittstaaten, viele Drittstaaten weigern sich immer noch die Migranten zurückzunehmen,immer noch eine hohe Zahl bei Familiennachzügen, außerdem scheitern immer noch sehr viele Abschiebungen, denn in Deutschland leben immer noch fast eine Million abgelehnte Asylbewerber. Und unser Sozialstaat ist auch am Limit…
DIe Altparteien haben komplett versagt!
Ich meine schaut euch doch einfach einige Nachbarstaaten in der EU an, vor allem in Osteuropa oder Dänemark (angeführt von einer linken Sozialdemokratin), die schon vor Jahren es erfolgreich geschafft haben eine sehr vernünftige Migrationspolitik durchzusetzen. Es ist sehr wohl möglich auch innerhalb der EU eine sehr vernünftige Migrationspolitik durchzusetzen, man muss nur den politischen Willen haben, es durchzusetzen.
Der Autor von N-TV will die Wähler wirklich für dumm verkaufen. Ähnlich wie es „Lügenkanzler“ Merz tut. Der N-TV Autor glaubt, dass die Wähler einfach nur dumm sind, man müsse dem Wähler einfach nur besser die „geniale Politik“ der Altparteien besser erklären…
Ich erinnere noch an die Staatschuldenkrise in Griechenland ab 2010.
Dieses gigantische Schuldeberg in Griechenland haben nicht die Sozialisten angehäuft. Es waren auch nicht die Sozialisten, die Griechenland heruntergewirtschaftet haben. Nein! Es waren die Schwesterparteien von der CDU/CSU (Nea Dimokratia) und SPD (PASOK)!
Nach der Militärdiktatur waren diese zwei Parteien in Griechenland abwechselnd an der Macht und hatten systematisch durch Misswirtschaft, Korruption und Steuergeldverschwendung das Land in den Schuldensumpf geführt und
heruntergerwirtschaftet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Regierungschefs_von_Griechenland
Ich habe immer noch diese Hetze von 2015 in den Ohren, als in Griechenland zum ersten Mal die demokratisch sozialistische SYRIZA an die Regierung in Griechenland kam. Ab 2015 ging die linksextreme SYRIZA eine Koalition mit einer rechtextrremen Partei (Partei Anexartiti Ellines) ein und regierte bis 2019! Es wurde prophezeiht, dass es der endgültige Untergang von Griechenland sein würde. In Deutschland wurden in den vielen unterschiedlichen Politik- Foren und in den Mainstream Medien viele dreiste Lüge verbreitet, dass es genau solche Sozialisten in Griechenland waren, die Griechenland heruntergewirtschaftet hätten und es würde unter den Kommunisten namens SYRIZA noch viel schlimmer werden. Die deutschen Medien betrieben auch beispiellose Hetze gegen diese Partei. DOch nach 4 Jahren 2015-2019 ist Griechenland nicht untergegangen. Griechenland entwickelte sich unter SYRIZA auch wirtschaftlich gut.
Die linksextreme SYRIZA-Partei hat im griechischen STaats- und Beamtenapparat ordentlich aufgeräumt im Gegensatz zu den Schwesterparteien von der CDU/CSU (Nea Dimokratia) und SPD (PASOK) und hat Griechenland wirtschaftlich auf den Erfolgskurs gebracht!
Diese Hetze wurde damals mit Absicht betrieben um unter anderem auch zu verschleiern, dass es die Schwesterparteien von der CDU/CSU (Nea Dimokratia) und SPD (sozialdemokratische Partei namens PASOK) waren, die Griechenland in den wirtschaftlichen und finanziellen Abgrund seit dem Ende der Militärdiktatur geführt haben, und nicht die Kommunisten oder die Sozialisten!
Übrigens , seit dem im Jahr 2019 die altbekannten „ALtparteien“ in Griechenland wieder an die Macht gekommen sind, entwickelt sich Griechenland zwar immer noch wirtschaftlich sehr gut, aber die alten Probleme sind wieder zurückgekehrt, die es unter der linksextremen SYRIZA Partei von 2015-2019 in Griechenland kaum noch gab: Vetternwirtschaft, Klientelpolitik, Patronage, ausufernde ständig wachsende Korruption,staatliche Gelder, die in dunklen Kanälen „spurlos“ verschwinden und Schmiergeldaffären…
Quintessenz: Die heutige SPD ist nicht die, wie in Helmut Schmidt’s Zeiten.
Das gleiche kann man aber auch von der CDU, CSU sagen.
Ein Satz zu Schröder: Ihm war Nordstream zu verdanken. Das hat man ihm in den USA nicht verziehen.
@egal was die Genossen in Berlin und Stuttgart treiben.
eine Frage des Verstandes !
Aber ginge es darum, wären in allen Flügeln der Blockpartei nur noch die Funktionäre da.
Ich habe i n meiner Jugend von Parteien abgesehen, weil ich frühzeitig merkte, wie sie die Bevölkerung belogen. Der lokale Spitzenpolitiker nahm Dinge für sich in Anspruch, mit denen er nichts zu tun hatte.
Und wenn ich im Dorf schon so belogen werde – wie ist das erst an höheren Orten ?
175.000 Menschen auf der Straße
Mehrere Großdemos in Deutschland gegen Küzungspolitik und Sozialabbau von Kanzler Merz
Gewerkschaften machen bei Großprotest Front gegen Reformpläne von Kanzler Merz
https://www.n-tv.de/politik/Gewerkschaften-machen-bei-Grossprotest-Front-gegen-Reformplaene-id31351496.html
Und was macht Kanzler Merz und sein Koalitionspartner SPD?
Die wollen an den Reformplänen festhalten. BlackRock und Ukraine sind dem Kanzler wichtiger als das „deutsche Fußvolk“
https://www.wsws.org/de/articles/2026/09/21/anfl-s21.html