Eine einzige Farce: Wie der NDR mit Rundfunkbeschwerden verfährt

Eine einzige Farce: Wie der NDR mit Rundfunkbeschwerden verfährt

Umgang mit negativen Zuschauerreaktionen à la Politbüro-Methoden: NDR (Symbolbild:Imago)

Der ARD-Dissident und Ex-Tagesschau-Mitarbeiter Alexander Teske hat erneut erhellende Einblicke in die Abgründe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gewährt und gezeigt, welche Groteske die Behandlung der “Programmbeschwerden” in Wahrheit ist, die vom ÖRR ja so gerne als Beweis für die demokratische Kontrolle und Einflussmöglichkeit der Zwangsgebührenzahler angeführt werden: Letzte Woche beriet der Rundfunkrat des “Norddeutschen Rundfunks” (NDR) eine solche Beschwerde, die bereits vom vergangenen September stammte und in der es um einen Beitrag des Medienmagazins „Zapp“ vom 4. Juli 2025 ging, in dem der „Journalist“ Daniel A. Broeckerhoff unter anderem folgendes behauptet hatte: „Forschende aus den Niederlanden haben herausgefunden, dass bei Menschen, die eher rechts denken, die Amygdala, also der Teil des Gehirns, der für Angst- und Risikobewertung zuständig ist, ein bisschen größer ist als bei progressiv liberal denkenden Menschen.“ Dieser Beitrag – dessen Aussage nicht nur wissenschaftlicher Blödsinn darstellte, sondern der auch einen bedenklichen Biologismus atmete, da er eine unerwünschte politische Gesinnung mit körperlichen Eigenschaften in Verbindung brachte – war später offline genommen worden, “Zapp” selbst musste “Fehler” in dem Beitrag einräumen, der bezeichnenderweise unter dem Titel: „Bild und Nius – Warum kommen sie mit Falschmeldungen durch?“ gelaufen war.

Ganze 20 Minuten, moniert Teske, war dem Rundfunkrat die Beratung dieser verleumderischen und zudem mediale Mitbewerber verhetzenden Aussage wert, die zudem eine glatte Desinformation darstellte – weil Broeckerhoff die Studie nämlich falsch zitiert hatte. Das Ergebnis: 19 der 40 Anwesenden im Rundfunkrat stimmten für die Abweisung der Programmbeschwerde, zehn enthielten sich, elf waren dagegen.

Stalinistische Abstimmungsmethoden

Nach der Auszählung stellte der Vorsitzende Nico Fickinger fest, damit sei die Programmbeschwerde abgewiesen. Dies war allerdings falsch – weil Enthaltungen nach Geschäftsordnung wie Gegenstimmen zu werten sind. In Wahrheit gab es somit eine Mehrheit von 21 zu 19 Stimmen für die die Annahme der Programmbeschwerde. Wie Teske berichtet, korrigierte sich Fickinger daraufhin, nachdem er darauf hingewiesen wurde. Doch damit nicht genug: Als ein Zuschauer später an das Gremienbüro mailte, die Programmbeschwerde sei ja nun angenommen und nicht abgelehnt, wurde 90 Minuten später plötzlich ein neues Ergebnis verkündet, ohne dass es eine weitere Abstimmung gegeben hätte. Nun gab es plötzlich 22 Ja-Stimmen, zehn Enthaltungen und elf Nein-Stimmen und damit ein knappes Votum von 22 zu 21 für die Abweisung der Programmbeschwerde. Noch erstaunlicher ist, dass es auf einmal 43(!) statt 40 abgegebene Stimmen gab. Fickinger begründete dies damit, dass die Damen des Gremienbüros des NDR anders als er und die zweite Stellvertreterin ausgezählt hätten und deren Ergebnis – wie praktisch! – das einzig Richtige sei.

Dieser skandalöse Vorfall zeigt erneut, welche irrwitzigen Zustände im Moloch ÖRR herrschen. Jeder weiß, dass Programmbeschwerden in aller Regel ohnehin völlig sinnlos sind, da sie keine Folgen haben, selbst wenn sie in äußerst seltenen Fällen einmal angenommen werden. Aber auch das ist egal, weil man dann einfach ein anderes Ergebnis zutage fördert, das die Beschwerde, wie gewünscht, ablehnt; dann geht man eben einfach zur Tagesordnung über. Dass Beratungen und Abstimmungen nach solchen stalinistischen Methoden und mit derartig plumpen Taschenspielertricks erfolgen und der Vorsitzende noch nicht einmal weiß, wie Enthaltungen zu werten sind, macht nochmals sichtbar, dass die Existenzberechtigung dieses gesamten Apparats lange abgelaufen ist.

4 Kommentare

  1. Solange sich die breite Allgemeinheit ja diesen Schwulst, getarnt als Fernseh-Programm, sowohl von ARD als auch von ZDF, an die Backe malen laesst und schoen weiterhin brav bezahlt, wird und kann sich nichts aendern. Die fettgefressenen Redakteure und die Anhaengsel werden nie und nimmer was Anderes anbieten.
    Wenn die breite Allgemeinheit einfach aufhoeren wuerde, zu zahlen, dann muesste sich die staatlich subventionierte
    Bande an duemmlichen Medienhanseln mal was einfallen lassen.
    Wird nicht passieren, im besten Deutschland aller Zeiten……………..

  2. 40 vs. 43 – man kann sich schon mal verzählen, aber bei so niedriger Zahl ist das schon eine stattliche Leistung.

    Ist das nun das Wunder „feministischer Mathematik“? Zeugnis der absoluten Unfähig- und tauglichkeit der Rundfunkratspitze? Symptomathisch für das buntesrepublikanische Einbildungssystems?

    Fazit: Das gesamte öffentlich-schlechtliche Schundfunksystem ist am Ende und gehört wie dessen Schutzgeld und das es protegierende Regime dringend abgeschafft.

    PS: Die quartalsweise abGEZockten Gelder heißen nicht grundlos DemokratieABGABE, denn mit jeder Zahlung gibt jeder so Geplünderte ein weiteres Stück Demokratie ab.

  3. @Nun gab es plötzlich 22 Ja-Stimmen, zehn Enthaltungen und elf Nein-Stimmen und damit ein knappes Votum von 22 zu 21 für die Abweisung der Programmbeschwerde. Noch erstaunlicher ist, dass es auf einmal 43(!) statt 40 abgegebene Stimmen gab.
    ich weiß nicht warum, aber ich muß dabei an unser „demokratischen“ Wahlen denken – wie sie immer das gewünschte Resultat auszählen und keinen Anfangsverdacht erkennen können, das da etwas falsch sein könnte !

  4. Zwangsgebühren abschaffen.
    Ist von den Nationalsozialisten
    eingeführt worden.
    Dann sollen die ein anständiges
    Programm machen und sich mit
    Werbung finanzieren.
    Die Wende käme ganz schnell!!!