
Die militärische Elite der Supermacht USA ist bei ihren Interventionen nach dem Zweiten Weltkrieg an dem Anspruch gescheitert, der Welt Freiheit und Demokratie zu bringen. Die Zahl der Autokratien hat die der Demokratien inzwischen überholt. Der Grund liegt jedoch nicht in einem Mangel an militärischer Stärke, sondern in deren oft voreiligem, überdimensionalen und regelmäßig unsensiblen Gebrauch. Wie jetzt dem Irankrieg ist auch dem Irakkrieg (2003-2011) das Versprechen einer Befreiung vorausgegangen. Der militärische Widerstand des Saddam-Regimes war auch binnen kürzester Zeit gebrochen.
Doch trotz der Beteiligung von fast 50 (!) Bündnispartnern hinterließen Krieg und Besatzung keine befreiten Bewohner, sondern traumatisierte und verelendete Menschen in einem militärisch weitgehend sinnlos zerstörten Land mit schwer belasteter Umwelt. Das psychologische Ambiente aus ständigen Kontrollen, Verhören und Erniedrigungen hat viele Iraker in die Arme von Widerstands- und Terrorgruppen getrieben; auch der IS ist in dieser Zeit entstanden, der ab 2014 den Genozid an Jesiden verübte. Generell besteht das bis heute verwurzelte Resultat in weit verbreiteter Ablehnung gegenüber dem Westen. In der gegenwärtigen Auseinandersetzung der USA mit dem Teheraner Regime sind die meisten Politiker in Bagdad dementsprechend auf der Seite der Islamisten. Damit ist auch der Transit von iranischen Waffenlieferungen an die Hisbollah im Libanon gewährleistet, der Zirkel der Gewalt “erfolgreich” geschlossen.
Authentische Motivation einer Befreiung
Den Eingriff im Iran ohne vorherige Beendigung des Gaza-Krieges zu starten, war zumindest voreilig. Zudem hat schon der bisherige Verlauf gezeigt, dass aus den Fehlern vergangener Militäreinsätze nicht gründlich genug gelernt worden ist, indem auch zivile Infrastruktur in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wenn das sogar für Universitäten zutrifft und damit Zentren der Opposition gegen das Teheraner Regime, dann bedeutet das die Ankunft in einer Sackgasse der auf beiden Seiten bevorstehenden Fehlentscheidungen.
Auf Seiten des Islamistenregimes und seiner Schützlinge Hamas und Hisbollah gehört das Provozieren von Dauerkrieg und damit das Leiden eigener Zivilisten zur Strategie. Der einmal begonnene Krieg kann folglich nur noch durch eine Ablösung der theokratischen Diktatur zügig und bei minimalem Einsatz militärischer Mittel beendet werden. Mit der authentischen Motivation einer Befreiung gelingt eine solche Operation auf dem soliden Fundament der Selbstbestimmung und der Fairness gegenüber kooperationsbereiten bisherigen Mitläufern des Regimes. Wie schon seit Jahrzehnten in anderen Militärinterventionen versäumen es Medien und Organisationen auch im Iran-Krieg, die klaren strategischen Fehler des Westens wie die Zerstörung von Infrastruktur ebenso klar zu kritisieren, Fehler, die Sympathien und authentische Befreiung unweigerlich verhindern. Stattdessen verfälscht bereits die mediale Etikettierung der Operationen als “Krieg gegen den Iran” die allein konstruktive Zielrichtung gegen ein gefährliches Terrorregime und für die dortige Nation. Es liegt nun an der Trump-Regierung, dem Freiheitswillen der Iraner Geltung zu verschaffen und den regionalen Spannungszustand erfolgreich zu beenden.
Schönfärbende Präsentation amerikanischer Militäraktionen
Die sehr lange Vorgeschichte dieser Spannungen mit ihren wiederholten westlichen Eingriffen zeigt allerdings, dass stabile Dauerlösungen im Nahen Osten und damit verbunden weltweit ein ganzes Paket reformierender Maßnahmen erfordern. Unter diesen hatte die Befreiung der Iraner überhaupt keine Dringlichkeit. Insbesondere war eine wirklich effektive Kontrolle und Demokratisierung des westlichen Sicherheitsapparats aus Militär und Geheimdiensten vorrangig. Denn hier hat sich ein autoritärer Staat im Staate entwickelt, der seine mangelhafte Effizienz in vielen kontraproduktiven Militärmissionen nach dem Zweiten Weltkrieg reichlich unter Beweis gestellt hat. Der Kern seines Versagens lag auf der psychologischen Ebene, nämlich im Umgang mit der betreffenden Landesbevölkerung einschließlich ihrer korrupten Politiker. Diese Fehler blieben jedoch im Westen außerhalb der Wahrnehmung der Bürger.
Der Sicherheitsapparat konnte sich im unkritischen Ambiente der Medienberichterstattung ungestört einer effizienten demokratischen Kontrolle entziehen – in den USA und Großbritannien auch mittels eigener Militärgerichtbarkeit. Wenn die CIA erhebliche Anteile ihres riesigen Budgets in die schönfärbende Präsentation amerikanischer Militäraktionen durch ihr Office of Public Affairs steckt, bedeutet das eine mit Steuergeldern finanzierte Fehlorientierung der ganzen westlichen Zivilisation von inzwischen bedrohlichen Ausmaßen. Schon allein diese Informationsmanipulation untergräbt die Prinzipien und Werte, die da angeblich militärisch verteidigt werden. Sie beweist damit, dass diese mit ganz anderen Mitteln zu verteidigen sind, nämlich mit rationalen Argumenten und durch eigenes authentisches Vorbild auf dem freiheitlichen Weg.
Kontraproduktive Aktivitäten
Obwohl das gegen Verfassungsgrundsätze verstößt, “dürfen” Militär und Geheimdienste ihre Aktivitäten bereits seit dem Philippinisch-Amerikanischen Krieg (1899-1902) ohne hinreichende demokratische Kontrolle hinter einer kombinierten Militärzensur und Geheimhaltung längst abgeschlossener Aktionen abschirmen. Dieser Geheimhaltungskult um das wahre Gesicht westlicher Militäreinsätze wird mit einer gebetsmühlenartig vorgetragenen Besorgnis um die nationale Sicherheit begründet. Dabei wird übersehen, dass immer stärkere militärische Anstrengungen in einem psychologisch fehlgemanagten Ambiente im Einsatzland nicht größere Sicherheit bringen, sondern Maximierung der Selbstbeschädigung. Die Reputation der USA als Ordnungsmacht war bereits vor Trumps zweitem Amtsturnus stark ramponiert, insbesondere seit dem blamabel inszenierten Abzug aus Afghanistan im August 2021. Diejenige Israels wurde dagegen erst im Verlaufe des Gaza-Krieges von der Netanyahu-Regierung förmlich in den Boden gestampft.
Nichts bedroht die Sicherheit westlicher Nationen mehr als kontraproduktive Aktivitäten, die unaufrichtig hinter ihrem Rücken stattfinden und daher, statt sofort kritisiert und abgestellt zu werden, jahrzehntelang weiterlaufen und sich steigern. Ohne Zweifel trifft die Hamas-Terroristen, die ihre Angriffe aus dicht bebauten Wohngebieten heraus vortragen, die übergeordnete Verantwortung für die dadurch bei Gegenschlägen unvermeidbaren Zivilopfer – ein Aspekt, den die Medienberichterstattung systematisch ignoriert. Aber die israelische Antwort auf diese antihumanitäre Kriegsführung spielt diese Verletzung von Werten und Prinzipien mit und kopiert zugleich die über 70 Jahre hinweg seit dem Beginn des Vietnamkrieges (1955-1975) vom US-Militär vorgeführte Verliererstrategie. Statt Lehren aus dem amerikanischen Negativbeispiel zu ziehen, systematisiert die israelische Militärstrategie nach der sogenannten Dahiya-Doktrin den humanitätswidrigen Umgang mit der gegnerischen Bevölkerung, indem eine gezielte Zerstörung ziviler Infrastruktur und Wohngebiete (nach vorheriger Evakuierungsaufforderung) stattfindet, sobald aus diesen heraus geschossen wird.
Mannings Mahnung
Auch an dieser Eskalation antihumanitärer und zugleich selbstzerstörerischer Praktiken trifft die Mainstream-Medien eine erhebliche Mitschuld. Seit dem 7. Oktober 2023 hat keine (!) der großen europäischen oder US-amerikanischen Nachrichtenagenturen die klar definierte Dahiya-Doktrin auch nur einmal thematisiert, also diejenige Strategie, deren humanitäre Auswirkungen über zwei Jahre lang den Schwerpunkt der globalen Medienberichterstattung dargestellt haben. Aufgrund dieser Informationsfilterung und der unzulänglichen demokratischen Kontrolle sind die kontraproduktiven Praktiken des westlichen Sicherheitsapparats fast immer erst nachträglich ans Licht gekommen. Selbst dann, zum Beispiel nach der Iran-Contra-Affäre, sind aus diesen Fehlern keine bleibenden Konsequenzen gezogen worden. Das betrifft unter anderem die exzessive Erhebung von Daten durch NSA und CIA sowie die Tendenzen letzterer zur Informationsverfälschung wie vor beiden Irakkriegen. Noch schwerer wiegt die hinter der Täuschung der eigenen Nation erkennbare demokratie- und rechtsstaatsferne Einstellung. Diese trat auch im extrem unfairen Umgang mit Whistleblowern wie Julian Assange, Edward Snowden und Chelsea Manning zu Tage.
Letztere wurde für ihren Idealismus zu 35 Jahren Haft verurteilt, im Vollzug gequält und nur auf öffentlichen Druck hin begnadigt. 2013 bemerkte sie in ihrem Verteidigungsplädoyer zu den Dokumenten über die humanitätswidrige Behandlung von Zivilisten und gefangenen Milizionären im Irakkrieg, die sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatte: “I believed that if the public, particularly the American public, could see this information, it could spark a debate about foreign policy and the wars in Iraq and Afghanistan. It might cause society to reconsider the need to engage in counterterrorism operations that ignore the human cost to the local populations” (zu Deutsch: “Ich glaubte, dass diese Information eine Debatte über Außenpolitik und die Kriege im Irak und Afghanistan auslösen könnte, wenn die Öffentlichkeit, insbesondere die amerikanische Öffentlichkeit, diese zu sehen bekäme. Die Debatte könnte die Gesellschaft dazu bewegen, die Notwendigkeit solcher Terrorbekämpfungseinsätze zu überdenken, welche die menschlichen Kosten unter den lokalen Bewohnern missachten”).
Große Gefahr schwerster Fehlentscheidungen
Mit diesem Statement übertraf Chelsea Manning die Vertreter der Anklage, die Richter sowie die militärische und politische Führung in ihrem Verantwortungsbewusstsein für die tatsächliche nationale Sicherheit um Welten. Hätte jene breite gesellschaftliche Debatte und Infragestellung stattgefunden, die Chelsea Menning unter größtem Einsatz hatte anstoßen wollen, bestände jetzt im Irankrieg nicht eine dermaßen große Gefahr schwerster Fehlentscheidungen. In dieser Notlage geht es nicht um die zweitrangige Frage, ob man für oder gegen Donald Trump ist, sondern um die Einsicht, dass der voreilig und plump militaristisch aufgezogene Ansatz einer Befreiung der iranischen Nation jetzt auf weitgehend gewaltfreie Weise zu Ende gebracht werden muss – es sei denn, dass schon die bloße Androhung zur Beendigung des Spannungszustandes ausreicht.
Es gilt daher extrem wachsam zu sein und nicht auf neueste Vorschläge aus Militärkreisen hereinzufallen, die in die seit dem Vietnamkrieg bekannte kontraproduktive Richtung fehlleiten: „United States Central Command has prepared a plan for a ’short and powerful‘ wave of strikes, likely including the Islamic Republic’s key infrastructure, in hopes of breaking the stalemate in the talks“. Nicht Teile der Schlüsselinfrastruktur der Islamischen Republik (also der Nation) bilden rationale Ziele, sondern die Schaltstellen und Kommunikationsmittel des islamistischen Regimes. Oder muss eine Geisel erst vergewaltigt werden, bevor sie aus der Hand von Terroristen befreit werden kann?
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6 Kommentare
Sehr geehrter Herr Hamann,
es ist ja vieles schön und gut was Sie hier im Artikel sagen; besonders charmant finde ich die Lanze, welche Sie für die Whistleblowerin Chelsea Manning brechen…
Aber was hätte nun die Regierung Netanyahu nach dem Hamas-Angriff vom 7.10.23 militärisch-politisch eigentlich anders machen können?
Meinen Sie etwa – „ stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin“ ?
Und warum hat diese von Ihnen ausgemachte und beklagte „Strategie, deren humanitäre Auswirkungen über zwei Jahre lang den Schwerpunkt der globalen Medienberichterstattung dargestellt haben“ – eigentlich über zwei Jahre lang den Schwerpunkt der globalen Medienberichterstattung dargestellt – und jetzt plötzlich nicht mehr?
Hat das vielleicht mit einer Änderung der globalen Medienfinanzierung durch das Emirat Katar zu tun, welches sich plötzlich, seit dem Anfang des Iran-Kriegs, als (Zwangs-) Verbündeter auf der Seite Israels wiederfindet?
Oder vielleicht damit, daß unsere deutschdominierte EU das Thema nicht mehr als mediale Ablenkung von deren vollständig humanitärer und, weil Stellvertreterkrieg, auch vollständig völkerrechtkonformer Weiterführung des bereits seit über 4 Jahre andauernden, sinnlosen und viel umfangreicheren Schlachtens und Verstümmelns unschuldiger Soldaten in der Ukraine benötigt?
Lieber Herr Hamann,
zu diesen Fragen würde ich mich über Antworten sehr freuen! – Früher haben Sie Ihre interessanten Ideen ja auch hier, direkt in den Kommentaren, diskutiert …
Soviel zum Thema Friedensnation USA. Quelle Wikipedia
da kommen die Russen um Äonen nicht mit
Okt. 1899 7. Sep. 1901 China Im Boxeraufstand ist ein Detachement US-Marines an der Verteidigung des Botschaftsviertel in Peking beteiligt. Im Rahmen des Internationalen Expeditionskorps der Vereinigten acht Staaten zum Entsatz des Botschaftsviertels kamen auch einige Regimenter des US-Heeres zum Einsatz.
März 1903 31. März 1903 Honduras US-Truppen landen bei Puerto Cortez zum Schutz des US-Konsulates und der Schiffswerft während revolutionärer Unruhen.
Nov. 1903 Panama Um sich die Kontrollrechte über den von den Franzosen begonnenen Kanalbau zu sichern, unterstützen die Vereinigten Staaten die Abspaltung Panamás von Kolumbien. Der 1914 fertiggestellte und 1920 offiziell in Betrieb genommene Panama-Kanal wird amerikanisches Hoheitsgebiet.
1905 Dominikanische
Republik Als 1905 vier europäische Staaten wegen der drohenden Zahlungsunfähigkeit der Dominikanischen Republik Kriegsschiffe entsenden, übernehmen die USA die Zollbehörde und verringern die Auslandsschulden binnen zweier Jahre von 40 auf 17 Millionen Dollar.
1906 1909 Kuba Militärinterventionen auf Kuba
März 1907 8. Juni 1907 Honduras Zum Schutz amerikanischer Interessen während eines Krieges zwischen Honduras und Nicaragua werden US-Truppen in Trujillo, Ceiba, Puerto Cortez, San Pedro Sula, Laguna und Choloma stationiert.
1909 1925 Nicaragua US-Militärintervention in Nicaragua 1909–1925 – Amerikanische Streitkräfte greifen in innenpolitische Auseinandersetzungen des Landes ein.
1911 1925 Honduras Verschiedene Interventionen sichern die Monopolstellung der in amerikanischem Eigentum befindlichen Bananenindustrie. Das Land gerät in völlige wirtschaftliche und politische Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten.
1912 1925 Nicaragua Nicaragua wird der amerikanischen Finanz- und Militärkontrolle unterstellt.
1914 1915 Mexiko Einmischung in innenpolitische Machtkämpfe (Protektion der Regierung Venustiano Carranzas).
1915 1934 Haiti Amerikanische Besetzung Haitis. Verwaltung des Landes wie ein Protektorat. Nach dem Abzug der amerikanischen Truppen bleibt die amerikanische Finanzhoheit bestehen (bis 1947).
Feb. 1916 Nicaragua Die Vereinigten Staaten erzwingen das Recht auf Errichtung von Militärstützpunkten.
März 1916 7. Feb. 1917 Mexiko Amerikanische Strafexpedition in Mexiko
1916 1924 Dominikanische
Republik Besetzung der Dominikanischen Republik. Nach der Übergabe der Regierungsverantwortung an Juan Bautista Vicini Burgos im Jahr 1922 Rückzug im 1924 (Präsident Horacio Vásquez), mit der Vereinbarung andauernder Zoll-Hoheit der USA, welche bis 1940 fortgeführt wurde.
1917 1919 Europa Teilnahme der American Expeditionary Forces am Ersten Weltkrieg auf Seiten der Entente gegen die Mittelmächte.
1917 1919 Kuba Militärische Intervention auf Kuba
1918 1920 Russland Im Russischen Bürgerkrieg gemeinsame Intervention mit Briten und Franzosen an der Seite der Weißen Armee im Raum Archangelsk (Polar Bear Expedition) und gemeinsam mit den Japanern im Raum Wladiwostok (American Expeditionary Force Siberia)
Sep. 1919 12. Sep. 1919 Honduras Militärische Intervention verhindert eine Revolution.
1924 Honduras 28. Februar bis 31. März und 10. bis 15. September 1924: Honduras – US-Truppen intervenieren zum Schutz amerikanischer Bürger und Interessen während der Unruhen im Vorfeld der Wahlen.
Sep. 1924 Republik China US-Marines landen zum Schutz von Amerikanern und anderen Ausländern in Shanghai bei Unruhen.
Jan. 1925 29. Aug. 1925 Republik China Kämpfe zwischen chinesischen Gruppierungen führen wiederum zur Landung von US-Truppen in Shanghai.
Apr. 1925 21. Apr. 1925 Honduras US-Truppen landen bei La Ceiba während politischer Unruhen.
1926 1933 Nicaragua US-Militärintervention in Nicaragua 1926–1933, Besetzung Nicaraguas. Ihr widersetzt sich Augusto César Sandino in einem Guerillakrieg.
Briand-Kellogg-Pakt (1928)
Im Jahr 1928 wird auf französisch-amerikanische Initiative hin der Angriffskrieg, welcher der Einverleibung fremden Territoriums dient, durch den Briand-Kellogg-Pakt erstmals überhaupt völkerrechtlich geächtet.
1941 bis 1979
Beginn Ende Region Militäroperation
Dez. 1941 15. Aug. 1945 weltweit Zweiter Weltkrieg – Die Vereinigten Staaten beteiligen sich entscheidend auf verschiedenen Kriegsschauplätzen in Europa, Afrika und Asien. Gegner sind das nationalsozialistische Deutschland, das faschistische Italien und das imperiale Kaiserreich Japan.
26. Juni 1948 30. Sep. 1949 West-Berlin
→ Hauptartikel: Berliner Luftbrücke
Die Vereinigten Staaten und ihre Alliierten errichten eine Luftbrücke zwischen West-Berlin und Deutschland zur Versorgung der Stadt während der Berlin-Blockade durch die Sowjetunion.
25. Juni 1950 27. Juli 1953 Korea
→ Hauptartikel: Koreakrieg
Die Vereinigten Staaten beteiligen sich bei den Truppen der Vereinten Nationen und eilen Südkorea zu Hilfe, das durch einen Überraschungsangriff des kommunistischen Nordens in schwere Bedrängnis geraten ist. Nicht alle militärischen Aktionen sind durch die Resolution des UNO-Sicherheitsrats gedeckt.
Nov. 1956 März 1957 Ägypten Anlässlich der Sueskrise entsenden die Vereinigten Staaten mehrere Kriegsschiffe und Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer und zwingen Israel, das Vereinigte Königreich und Frankreich militärisch wie politisch zum Beenden ihrer militärischen Intervention am Sueskanal.
Juli 1958 Okt. 1958 Libanon Die Vereinigten Staaten greifen auf Ersuchen des christlichen Staatspräsidenten Camille Chamoun in Auseinandersetzungen im Libanon ein.
17. Apr. 1961 Kuba Eine von den Vereinigten Staaten ausgebildete und ausgerüstete Guerillagruppe aus Exilkubanern scheitert bei der Invasion in der Schweinebucht auf Kuba. Die Operation wird durch die amerikanische Bombardierung kubanischer Luftabwehrstellungen vorbereitet.
14. Okt. 1962 20. Nov. 1962 Kuba Während der sogenannten Kubakrise wird gegen die Insel eine totale Blockade verhängt.
Mai 1964 März 1970 Laos Laotischer Bürgerkrieg – Flugzeuge und Bodentruppen (etwa 10.000 Mann) starten Angriffe auf die Gebiete des Pathet Lao. Nach jahrelangen Kämpfen zeichnet sich jedoch keine militärische Lösung ab und die amerikanischen Interventionstruppen verlassen das Land im März 1970.
1964 1975 Vietnam Die Vereinigten Staaten beteiligen sich massiv im Vietnamkrieg. Auf dem Höhepunkt des Krieges sind rund 550.000 amerikanische Soldaten im Einsatz.
Apr. 1965 Sep. 1965 Dominikanische
Republik Operation Power Pack – Nach dem Sturz des linksgerichteten Präsidenten Juan Bosch und der Installation einer Militärjunta entbrennt ein Bürgerkrieg. Die multinationalen Truppen unter der Führung der USA intervenieren und veranlassen Neuwahlen, aus denen Joaquín Balaguer – der zuvor 30 Jahre in Diensten der Trujillo-Diktatur (vgl. Rafael Trujillo) gestanden hat – als Sieger hervorgeht.
Mai 1965 Kambodscha Die Vereinigten Staaten bombardieren Grenzdörfer entlang der vietnamesischen Grenze. Das Land wird dadurch in den Vietnam-Krieg verwickelt.
1967 Bolivien Mit Hilfe der CIA wird der kubanische Revolutionär Ernesto Che Guevara in Bolivien aufgespürt und am 9. Oktober 1967 erschossen.
30. Apr. 1970 30. Juni 1970 Kambodscha Angriff vom 30. April bis 30. Juni mit dem Ziel, den Rückzug der amerikanischen Streitkräfte aus Südvietnam sicherzustellen und das Vietnamisierungsprogramm zu unterstützen.[1]
Sep. 1970 Jordanien Im jordanischen Bürgerkrieg ergeht vom Königshaus ein Hilfegesuch und die USA entsenden Flugzeugträger und Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer.
Angola Die Vereinigten Staaten unterstützen die UNITA-Rebellen in ihrem Kampf gegen die marxistisch-leninistische MPLA-Regierung.
1977 1992 El Salvador Die Vereinigten Staaten unterstützen die von ihnen eingesetzten oder gebilligten Regierungen im Kampf gegen die marxistisch-leninistische Opposition durch Waffenlieferungen und Ausbildung.
1980 bis 1999
Beginn Ende Region Militäroperation
25. Apr. 1980 Iran Die Militäraktion Operation Eagle Claw der Vereinigten Staaten zur Befreiung der amerikanischen Geiseln in der besetzten US-Botschaft in Teheran scheitert.
1982 Nicaragua
→ Hauptartikel: Contra-Krieg
Ab 1982: Contras, von Honduras aus operierende Gegner der Sandinisten in Nicaragua, erhalten militärische und logistische Hilfe seitens der USA.
Sep. 1983 Libanon Die Vereinigten Staaten beteiligen sich an einer internationalen Friedenstruppe im libanesischen Bürgerkrieg. Die Intervention scheitert nach mehreren Selbstmordanschlägen und die multinationale Streitmacht verlässt den Libanon (Februar/März 1984).
25. Okt. 1983 Grenada Der linksorientierte Premierminister Maurice Bishop wird von Putschisten gestürzt und exekutiert. Die Ankündigung der neuen Regierung, eine Militärdiktatur zu errichten, veranlasst den Generalgouverneur, ein Gesuch um die militärische Intervention zu stellen, dem auch die Staaten der Organisation Ostkaribischer Staaten (OECS) folgen.
14. Apr. 1986 Libyen Als Vergeltung für libysche Terrorakte bombardieren die Vereinigten Staaten Ziele in Tripolis und Bengasi (Operation El Dorado Canyon).
3. Juli 1988 Iran Der Flug Iran-Air-655, ein Passagierflugzeug vom Typ Airbus A300 der Iran Air, wird über der Straße von Hormus vom Lenkwaffenkreuzer Vincennes abgeschossen, welcher im Rahmen der Operation Earnest Will zum Schutz kuwaitischer Öltanker dort im Einsatz war.
20. Dez. 1989 Panama Panama wird besetzt (Operation Just Cause). Der verhaftete panamaische Machthaber, General Manuel Noriega, wird in die Vereinigten Staaten überführt, wegen Drogenhandels und Geldwäsche angeklagt und am 10. Juli 1992 zu 40 Jahren Haft verurteilt.
März 1990 Liberia Ab März 1990 fand in Reaktion auf den liberianischen Bürgerkrieg die Operation Sharp Edge statt. Im August 1990 wurden 1648 Ausländer und Flüchtlinge aus der Hauptstadt Monrovia und anderen Sammelpunkten im Hinterland gerettet. Im Anschluss sorgte die Militärpräsenz für eine zeitweilige Beruhigung der Lage.
1990 Kolumbien Ab 1990 Im Drogenkrieg in Kolumbien unterstützen die Vereinigten Staaten paramilitärische Einheiten zur Bekämpfung kommunistischer Rebellen (FARC-EP).
8. Aug. 1990 Saudi-Arabien Nach dem irakischen Überfall auf Kuwait am 2. August 1990 entsenden die Vereinigten Staaten Streitkräfte nach Saudi-Arabien zur Vorbereitung eines Angriffs auf den Irak.
Jan. 1991 Feb. 1991 Kuwait US-geführte Koalitionstruppen, legitimiert durch einen Beschluss des Weltsicherheitsrats der Vereinten Nationen, marschieren in Kuwait ein und beenden mit der Operation Wüstensturm die irakische Besetzung des Landes.
1992 Jugoslawien Ab 1992 Februar/März: Die NATO führt unter dem Oberbefehl der Vereinten Nationen mehrere Militäreinsätze zu Gunsten der von Serben in der Hauptstadt Sarajevo belagerten Kroaten und Bosnier in Jugoslawien nach dem Massaker von Srebrenica durch.[2]
27. Aug. 1992 Irak Die Vereinigten Staaten errichten im Irak eine Flugverbotszone für irakische Flugzeuge nördlich des Breitengrades von 36°N und südlich von 33°N. Der Luftkrieg wird eingeschränkt bis 2002 wieder aufgenommen, vorgeblich um Saddam Hussein von Luftangriffen auf die irakischen Kurden im Norden und die Schiiten im Süden des Landes abzuhalten und einen erneuten Überfall auf Kuwait zu verhindern.
9. Dez. 1992 Somalia UN-Missionen UNITAF und UNOSOM II: Die USA entsenden auf Aufforderung des UN-Generalsekretärs und Beschluss des UN-Sicherheitsrats 28.000 Soldaten nach Somalia, um den Bürgerkrieg zu beenden (Rückzug 1994 nach blutig gescheitertem Versuch der Festnahme von General Mohammed Farah Aidid).
27. Juni 1993 Irak Kriegsschiffe unternehmen einen Einsatz gegen den Irak und feuern 23 Marschflugkörper auf Bagdad ab.
Aug. 1994 Haiti Operation Uphold Democracy: US-Truppen setzen auf Druck des UN-Sicherheitsrats die Reinstallation des 1991 durch einen Militärputsch gestürzten Präsidenten Jean-Bertrand Aristide durch. Von April 1995 bis Ende 1997 stand Haiti unter einem UNO-Mandat.
20. Aug. 1998 Sudan Als Vergeltung für die Terroranschläge auf die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania führen die Vereinigten Staaten einen Luftangriff auf eine angebliche Giftgasfabrik durch, die sich später als die Asch-Schifa-Arzneimittelfabrik herausstellte.
März 1999 Juni 1999 Jugoslawien Kosovokrieg – Die NATO führte unter dem Kommando der Vereinigten Staaten umfangreiche Bombardements gegen Ziele in Jugoslawien durch, um einen Abzug serbischer Streit- und Polizeikräfte aus dem Kosovo zu erzwingen. Nach Abschluss eines Waffenstillstands wird die Provinz Kosovo von KFOR-Truppen gesichert und eine Interims-Zivilregierung unter Verwaltung der Vereinten Nationen errichtet.
Ab 2000
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Die Bombardierung in Nigeria fehlt
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Beginn Ende Region Militäroperation
Nov. 2001 Aug. 2021 Afghanistan Operation Enduring Freedom: In der Folge der Terroranschläge islamistischer Fundamentalisten (mehrheitlich saudi-arabische Staatsbürger) in New York und Washington vom 11. September 2001 begannen die USA am 7. Oktober mit der Operation Enduring Freedom, das Talibansystem (Islamische Emirat Afghanistan) zu stürzen.
ab 2001 Somalia Operation Enduring Freedom: Die US-Marine sichert Seehandelswege um die somalischen Gewässer.
20. März 2003 Irak Operation Iraqi Freedom: Streitkräfte einer 48 Nationen umfassenden Koalition griffen im Dritten Golfkrieg den Irak an und stürzten die Regierung von Saddam Hussein. Der Irak wurde übergangsweise als Protektorat verwaltet, im Sommer 2005 wurden Wahlen abgehalten und offiziell die Regierungsgeschäfte an die gewählte Regierung übergeben. Die amerikanischen Truppen verließen das Land 2011.
März 2004 Haiti Nach dem Sturz von Präsident Jean-Bertrand Aristide entsenden die Vereinigten Staaten zur Vorbereitung einer multinationalen Übergangstruppe des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen vorerst 50, später 200 Mann nach Haiti.
Somalia Die US-Marine bekämpft somalische Piraten im Verbund mit weiteren Marineeinheiten verschiedener Teilnehmernationen.
Frühjahr 2011 Libyen Militärische Luftschläge sowie Marineeinsätze mit Marschflugkörpern gegen Libyen, um eine Flugverbotszone durchzusetzen und Militärschläge des Machthabers Muammar al-Gaddafi gegen die von den USA unterstützen Aufständischen im Land zu verhindern.
März 2014 Uganda Im März trafen US-Spezialeinheiten in Uganda ein, um die Streitkräfte der Afrikanischen Union bei der Suche nach dem mutmaßlichen Kriegsverbrecher Joseph Kony zu unterstützen.[3]
2014 Liberia Operation United Assistance: Zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika errichteten US-Truppen ab September in Liberia Behandlungseinrichtungen unter der Beteiligung von 539 Soldaten. Nachdem der Präsident von 3000 Soldaten gesprochen hatte,[4] sollen gemäß Medienberichten bis zu 4700 Soldaten in Westafrika im Einsatz stehen.[5]
2014 Naher Osten Seit Juni 2014 führen die USA die Operation Inherent Resolve durch, um die Terrormiliz Islamischer Staat zu bekämpfen.[6]
2015 Jemen Militärintervention im Jemen seit 2015
7. Apr. 2017 Syrien Luftangriff auf den Militärflugplatz asch-Schaʿirat in Syrien.
14. Apr. 2018 Syrien Luftangriff auf Duma in Syrien.
26. Okt. 2019 27. Okt. 2019 Syrien Operation Kayla Mueller, Tötung von Abū Bakr al-Baghdādī, Anführer des IS
2. Jan. 2020 Irak Luftangriff zur Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani[7]
12. Jan. 2024 13. Jan. 2024 Jemen Raketenangriffe auf Huthi-Kräfte im Jemen 2024 als Reaktion auf Angriffe der Terrororganisation auf Schiffe im Roten Meer
2. Feb. 2024 Syrien und Nord-Irak Vergeltungsangriff infolge 3 getöteter amerikanischer Soldaten. Es wurden 85 Ziele der iranischen Revolutionsgarden mit Präzisionsmunition angegriffen.[8]
22. Juni 2025 Iran Luftangriffe auf die iranischen Atomanlagen in Fordo, Natanz und Isfahan
3. Jan. 2026 Venezuela Angriff auf Venezuela 2026 und Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Ehefrau
28. Februar 2026 Iran Luftangriffe auf Teheran, Tötung des Führers Ali Chamenei
Der Iran befand sich schon vor dem Krieg in einer schweren Wirtschaftskrise. Amerikaner und Israelis haben in fünf Wochen 17.000 Ziele zerstört, die iranischen Schäden summieren sich auf rund 270 Milliarden Dollar. Die grössten Raffinerien und Stahlwerke des Landes sind zerstört, zwölf Millionen Iraner haben keine Jobs mehr. Die Exporte des Iran sind auf Null gesetzt
Die selektive Blockade der Amerikaner vor der Strasse von Hormus gibt dem Iran den Rest.
Und in Europa lassen
sich noch viele Menschen von einigen Medien ernsthaft einreden der Iran hätte den Krieg gegen die USA gewonnen. Lachhaft.
Finanzierung durch ausländische Mächte stellt ein erhebliches ethisches und sicherheitspolitisches Problem dar
Tucker Carlson entschuldigt sich für die Unterstützung von Donald Trump im Wahlkampf
„Mich wird noch lange die Tatsache quälen, dass ich meine Rolle bei der Wahl von Trump gespielt habe. Und ich möchte sagen, dass ich es bedaure, die Menschen in die Irre geführt zu haben.“
https://freiewelt.net/artikel/redaktion/konflikte/tucker-carlson-entschuldigt-sich-fuer-die-unterstuetzung-von-donald-trump-im-wahlkampf/43825
Soll eine kritische Stimme ausgeschaltet werden?
Tucker Carlson: Seit Beginn des Iran-Krieges werden ihm zunehmend FBI-Untersuchungen angedroht
Tucker Carlson erklärt, dass er in dem letzten Monat seit Beginn des Iran-Krieges mehr Drohungen in Bezug auf mögliche FBI-Untersuchungen erhalten hat als während der gesamten Biden-Administration.
https://www.freiewelt.net/artikel/redaktion/konflikte/tucker-carlson-seit-beginn-des-iran-krieges-werden-ihm-zunehmend-fbi-untersuchungen-angedroht/43536
Tja, der NeoCon-Extremist Trump und sein NeoCon-Clan dulden nun einmal keine Kritik. Ich erinnere noch daran, dass Trump bei US-Umfragen sehr wohl abgestürzt ist. Und das hängt sehr wohl mit dem unpopulären Iran-krieg zusammen, den eine große Mehrheit der US-Wähler ablehnen (,mehr als 60% lehnen diesen Krieg ab). Das haben die US-Umfragen von verschiedenen Meinungsforschungsinstituten aus unterschiedlichen politischen Richtungen schon mehrfach bestätigt.
Wie die Midterms-Wahlen ausgehen werden, ist momentan noch offen, da die US-Umfragen noch pardoxe Ergebnisse liefern.
Hier muss ich dem Autor von Ansage ein wenig Recht geben.
Allerdings möchte ich hier die Ansage-Autoren darauf hinweisen, dass die US-Republikaner zwar die Zwischenwahlen vor 4 Jahren im Jahre 2022 zwar knapp gewonnen haben, jedoch haben fast alle Trumps MAGA-Kandidaten, die er selbst ausgesucht und aufgestellt hat, bei den Zwischenwahlen verloren. Und es waren keine Manipulationen im Spiel.
Selbst die pro-republikanischen Medien haben damals zu 100% zugegeben, dass Trump sehr schwache und sehr schlechte, teilweise sogar politisch extrem unerfahrene Kandidaten ausgesucht hatte. Und Trump’s MAGA-Kandidaten genau deshalb bei den Zwischenwahlen 2022 ein Desaster erlebt haben. Zu diesem Fazit kamen auch mehrere
pro-republikanische Mainstream Medien vor vier Jahren …
Die Doppelmoral des Westens
Russland in der Ukraine oder USA und Israel im Naher Osten, wer führt wo einen „brutalen Angriffskrieg“?
Ein Vergleich der Zahl der zivilen Opfer in der Ukraine einerseits und im Iran und Libanon andererseits gibt die Antwort auf die Frage, ob Russland in der Ukraine oder die USA und Israel im Nahen Osten einen „brutalen Angriffskrieg“ führen.
https://anti-spiegel.ru/2026/russland-in-der-ukraine-oder-usa-und-israel-im-naher-osten-wer-fuehrt-wo-einen-brutalen-angriffskrieg/