Eine KI-Figur als furchtlose Stimme der Freiheit: „Amelie“ führt das britische Zensurregime vor

Eine KI-Figur als furchtlose Stimme der Freiheit: „Amelie“ führt das britische Zensurregime vor

Amelia neben einem weiteren Widerstandskämpfer Großbritanniens, Guy Fawkes (dessen Maske als Symbol für Anonymous und andere Netz-Phantome dient) (Foto:ScreenshotYoutube)

Bekanntlich wird in Großbritannien die Meinungsfreiheit nochmal weitaus härter bekämpft als in der EU (wobei letztere erpicht ist, den Rückstand um jeden Preis aufzuholen): Bereits 2023 gab es im Königreich im Schnitt 30 Verhaftungen pro Tag wegen Nachrichten auf Social-Media-Plattformen, die von ihren Adressaten oder den kritisierten öffentlichen Personen als „Belästigung“ oder „Unannehmlichkeit“ beanstandet wurden oder angeblich „Angst“ auslösen könnten. Nicht weniger als sagenhafte 12.183 Verhaftungen (!) wurden seither  von nicht weniger als 37 Polizeieinheiten großbritannienweit durchgeführt. Diese zunehmend dystopischen Verhältnisse rufen jeden alarmierte Grundrechts- und Freiheitsverteidiger auf den Plan. Zugleich regt sich auch ziviler Widerstand in der anonymen Netzszene – und der sorgt nun dafür, dass der Überwachungs- und Zensurstaat plötzlich von völlig unerwarteter Seite in die Mangel genommen wird.

Denn die subversive Guerilla der Meinungsfreiheits-Verfechter wenden nun die eigenen Waffen des Systems gegen selbiges. Ausgerechnet ein staatlich finanziertes Indoktrinierungsspiel, das vermeintlichen “Extremismus” bekämpfen sollte, erweist sich nun als Bumerang für die Starmer-Regierung: Eine der Figuren des Spiels ist die KI-generierte Jugendliche „Amelia“. Die junge Frau sollte eigentlich eine rechtsnationale finstere Schurkin und Hasspredigerin verkörpern, vor der stellvertretend gewarnt wird, – weil sie unter anderem Massenmigration ablehnt und gegen die Vielfaltsdoktrin steht, also hässliche Meinungsverbrechen des linken Regimes verübt. Gerade dadurch aber wurde Amelia nicht als Feindbild, sondern Ikone wahrgenommen – und wurde in kürzester Zeit zur Heldin, die die sterbende britische Kultur gegen ihre Vernichtung durch den linkswoken Wahn verteidigt.

Bekenntnis zu Großbritannien

Eigentlich sollte der Hauptprotagonist „Charlie“ in dem Spiel anschaulich lernen, eben gerade nicht solchen Figuren wie Amelia zu folgen – weil dies, so die als Einschüchterung gedachte Regierungsbotschaft des Spiels, zu einer Meldung an die Anti-Terror-Behörden führen könne. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Alle lieben die toughe Amelia, die zur Symbolfigur für all jene geworden ist, die nicht widerstandslos zusehen wollen, wie das eigene Land im Multi-Kulti-Irrsinn zugrunde geht. Die Eigendynamik in KI-Zeiten ist nicht mehr aufzuhalten: Es hagelt förmlich kreative neue Videos, in denen sich Amelia etwa mit Sätzen wie: „Hi, ich bin Amelia, ich bin Engländerin, und ich liebe England!“, zur eigenen Geschichte und Nation bekennt. In einem Pub wollen pakistanische Muslime ihr Fish and Chips und Bier verbieten, weil dies „haram“, also aus Islamperspektive verboten ist. Warum sind die Pakistaner dann überhaupt hier, wenn sie doch ihr eigenes Land haben?, fragt Amelia frech zurück – und spricht zahllosen Briten damit aus der Seele.

Sie bekennt sich außerdem stolz zu William Shakespeare, Charles Dickens, Robin Hood, den Tempelrittern, Harry Potter und vielen anderen britischen Kulturinhalten und warnt eindringlich davor, dass diesen durch die voranschreitende Islamisierung die Vernichtung droht. „Unsere Höflichkeit ist berühmt, aber deswegen müssen wir nicht in kulturellen Selbstmord einwilligen“, sagt sie.

Als anonyme Figur vor “Volksverhetzungs”-Vorwürfen erstmal sicher

Abgesehen davon, dass die von der Regierung genau gegenteilig konzipierte Rolle Amelias hier in bester kreativer Widerstandsmanier karikiert wird, gibt es noch einen praktischen Grund, warum Amelia so dermaßen viral geht: Das Aussprechen der eigentlich selbstverständlichen Wahrheiten, die aus ihrem KI-generierten Schmollmund kommen, hätte reale Menschen in Großbritannien längst ins Gefängnis gebracht. Auch in Deutschland wäre inzwischen vielen, die sich in der Realität so äußern wie Amelia, die Verfolgung wegen „Volksverhetzung“ sicher. Die Umfunktionierung der KI-Figur zur Widerstandsikone ist äußerst clever – denn nicht einmal die britische Regierung und ihre freiheitsfeindlichen Gesinnungsgenossen auf dem Kontinent können eine KI-Figur verhaften, deren Umtriebe zudem selbsterklärend unter die Kunstfreiheit fallen.

Ein Wermutstropfen allerdings der Hinweis von Grok – der KI von Elon Musk, mittels der die Amelia-Clips erstellt werden –, dass leider solche fortan solche KI-Videos aufgrund des totalitären Digital Services Act der EU nicht mehr erstellt werden dürfen. Gerade dadurch allerdings wird ihre Notwendigkeit noch mehr unterstrichen – und das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU erweist sich hier als Glücksfall, denn hier können die Clips sehr wohl KI-generiert werden Zudem zeigt der Erfolg von Amelia, wie die unsäglichen staatlichen Belehrungen darüber, vor welchen Meinungen und Denkweisen die Bürger sich zu immunisieren haben, wenn sie nicht auf vermeintliche moralische Abwege geraten und Ärger mit der Justiz bekommen wollen wollen, nach hinten losgehen. Als abschreckendes Negativexempel zeigt eben ihre Propaganda den Menschen auf, welche Ansichten wichtig, richtig und schützenswert sind – abgesehen davon, dass sie ohnehin das Recht haben, jede Meinung zu vertreten, die ihnen beliebt – und zwar auch dann, wenn eine wahnsinnig gewordene Politik es ihnen verbieten will. Notfalls springt eben Amelia für sie in die Bresche. Die Zukunft der Opposition liegt wahrscheinlich in solchen digitalen Figuren, die als einzige vor staatlicher Willkür sicher sind – so lange bis man ihren digitalen Schöpfern ans Leder geht.

6 Antworten

  1. „… so lange bis man ihren digitalen Schöpfern ans Leder geht.“

    Das war neulich hier auf ansage.org ein Thema. Der Autor eines Romans wurde von der sogenannten Justiz verknackt, weil seine fiktiven Romanfiguren inakzeptable Sachen sagten.

    Das allgemeine Irresein wird doch fast täglich noch irrer. Auf dem Höhepunkt dieser Entwicklung werden sich die Irren gegenseitig fertig machen.
    Auf diese Weise reinigt sich der Planet Erde von einer schrecklichen Plage, die schlimmer ist als Kopfläuse.

    Sich zurückziehen und geduldig abwarten scheint mir eine gute Idee in dieser Lage zu sein. Alles andere wäre extreme Selbstgefährdung.

  2. Einfach nur herrlich !
    das macht Hoffnung !
    Rettung naht !
    Auch wir in der BRD brauchen ganz dringend eine deutsche Amelia

  3. Den europäischen Wählern wurde eine „rechte Täuschung“ serviert
    „Im Europäischen Parlament wurde plötzlich eine politische Revolution angekündigt: eine Rechtswende der führenden Parteien der EU – nicht mehr die Verteidigung liberaler Werte, sondern die Verteidigung der tatsächlichen nationalen Interessen Europas. Woher kam diese Idee – und warum ist sie höchstwahrscheinlich nichts weiter als ein Versuch, die Wähler der Europäischen Union zu täuschen?

    Die Mitte-Parteien im Europäischen Parlament müssen sich nach rechts bewegen, um der neuen politischen Realität Rechnung zu tragen, erklärte der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber. Seiner Meinung nach müssen die europäischen Mitte-Parteien auf die Meinung der Wählerschaft hören, die sich mit Themen wie Wirtschaft, Arbeitsplatzverlust und den sozialen Folgen illegaler Migration beschäftigt. „Wenn es um Fragen der Migration geht, um die starken Ängste und Unsicherheiten, die viele Menschen empfinden, die um ihren Arbeitsplatz fürchten, dann können wir diese Probleme lösen und dabei unsere Position in der Mitte beibehalten“, ist Weber überzeugt.

    Auf den ersten Blick verkündet Weber den Beginn einer echten politischen Revolution. Die europäische Führung (vor allem die Europäische Kommission) war schon immer eine Hochburg linker und linksliberaler Ideen. Im Vordergrund standen Minderheitenrechte, ökologische Sicherheit und andere Ideen, die zur Erosion der europäischen Gesellschaften und Staaten führten. Es scheint, als habe Weber die Forderungen gehört, dass Europa sein kollektives Selbstmordkommando beenden und sich wieder den realen Problemen zuwenden muss, die die europäische Gesellschaft bewegen.

    In Wirklichkeit gibt es jedoch keine Revolution – es handelt sich lediglich um einen Versuch, die europäischen Wähler zu täuschen, was Manfred Weber indirekt selbst zugibt. Seinen eigenen Worten zufolge möchte er mit seinem Plan lediglich „Populismus und antieuropäische Stimmungen stoppen“. Einfacher gesagt: Er will einen Sieg über die rechten europäischen Parteien (die manchmal als rechtsextrem oder sogar rechtspopulistisch bezeichnet werden) erringen, deren Vertreter derzeit bei nationalen Wahlen triumphieren. Manfred Weber und andere europäische Spitzenpolitiker halten deren Ideologie (die auf Nationalismus, Konservatismus und der Verteidigung nationaler Interessen basiert) nicht nur für falsch, sondern auch für grundlegend anti-europäisch.

    Bis vor kurzem war die demonstrative Ignoranz die wichtigste Methode, um dieses „Übel” zu bekämpfen. Die Weigerung, mit diesen Parteien Koalitionen einzugehen – wie beispielsweise in Deutschland, wo die „Alternative für Deutschland” nach den Wahlen im Februar 2025 ein Viertel der Sitze errang. Die Weigerung, für Initiativen zu stimmen, die von den Rechten im Europäischen Parlament vorgebracht werden (wo die drei europaweiten rechtsextremen Fraktionen zusammen ebenfalls etwa ein Viertel der Sitze innehaben). Und schließlich Wahlmanipulationen für den Fall, dass die Rechten an die Macht kommen – wie beispielsweise bei den Präsidentschaftswahlen in Rumänien.

    Letztendlich erweist sich diese Strategie jedoch als ineffektiv. Sie ermöglicht es zwar, die rechten Kräfte hier und jetzt zu ignorieren, trägt aber mittelfristig nur zu ihrer Stärkung bei.

    Erstens führt die demonstrative Ignorierung der Forderungen der rechten Wähler, verstärkt durch die Aktualität dieser Forderungen (z. B. die Bekämpfung illegaler Migranten oder die Eindämmung der liberalen Agenda), zur Mobilisierung der Protestwählerschaft. Zweitens müssen ehemals systemkonforme rechte Parteien (wie beispielsweise die CDU in Deutschland), um die Rechtsextremen von der Macht fernzuhalten, Regierungskoalitionen mit der Linken bilden, wodurch ihre Agenda verwässert wird und sie in den Augen der Wählerschaft zu gesichtslosen politischen Kräften werden. Dies führt wiederum zu einem Stimmenverlust der Rechten zugunsten der Rechtsextremen – und so stieg die Zustimmung für die AfD innerhalb eines Jahres um ein Drittel, wodurch diese Partei zur beliebtesten in Deutschland wurde.

    „Brüssel kann weiterhin gegen die rechten Kräfte in Europa kämpfen, aber das wird zu nichts führen, weil die Wähler sich weigern, für die Linken, Liberalen und Grünen zu stimmen“, meint der deutsche Politologe Alexander Rahr.

    Deshalb schlägt Weber vor, statt gegen die rechte Agenda zu kämpfen, sie teilweise zu übernehmen. Seiner Meinung nach sollten die europäischen Zentristinnen (einschließlich seiner eigenen EVP) sich nach rechts bewegen und damit „den Populistinnen die Möglichkeit nehmen, bestimmte Themen in ihren Kampagnen aufzugreifen”. Dabei haben weder Weber noch andere Befürworter dieser Idee die Absicht, die Positionen der Rechtsextremen als richtig anzuerkennen, geschweige denn, sich ihnen anzuschließen.

    „Im Grunde geht es nicht um eine echte Rechtswendung der Mainstream-Parteien, nicht um eine Änderung ihrer ideologischen Ausrichtung, sondern um eine politische Strategie mit dem Ziel, den Aufstieg der rechtspopulistischen Parteien zu schwächen, ihre Agenda teilweise zu übernehmen und den Eindruck zu erwecken, dass auch die Mainstream-Parteien diese Agenda vorantreiben“, erklärt Dmitri Suslow, stellvertretender Direktor des Zentrums für integrierte Europastudien der Nationalen Forschungsuniversität HSE, gegenüber der Zeitung VZGLYAD. Ihm zufolge sprechen die rechtspopulistischen Parteien von der Notwendigkeit grundlegender Änderungen in der EU-Politik (auch in Bezug auf Russland), während die Mainstream-Parteien der Mitte für die Beibehaltung einer tief integrierten Europäischen Union mit geringfügigen politischen Korrekturen eintreten.

    Man kann natürlich nicht behaupten, dass diese Methode besonders innovativ ist. Einige europäische Zentrist*innen versuchen bereits, die rechte Agenda zu übernehmen.

    „Seit 2016 verschärften der damalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz, der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte und seine dänische Amtskollegin Mette Frederiksen ihre Rhetorik und anschließend auch ihre Politik in der Migrationsfrage“, erklärt der Europa-Politologe Vadim Truchachev gegenüber der Zeitung VZGLYAD. Auch in Deutschland hat man die Realität anerkannt. „Bundeskanzler Friedrich Merz und seine CDU sprechen von der Notwendigkeit einer Verschärfung der Sozialpolitik und davon, dass der Sozialstaat in seiner bisherigen Form nicht weiterbestehen kann. Dass Sozialleistungen gekürzt und die Migrationspolitik verschärft werden müssen“, sagt Dmitri Suslow.

    Die Frage ist nur, wie effektiv diese Täuschung sein wird, wenn die EU-Führung sie zu ihrer Mainstream-Politik macht. Nach Meinung von Experten nicht sehr. Vor allem wird sich schnell der Unterschied zwischen der rechten und der simulativ-rechten Agenda zeigen. „Ja, ein Teil der Wählerschaft, der derzeit für rechte Populisten stimmt, könnte wieder zu den Mainstream-Parteien zurückkehren, aber für die Mehrheit dieser Wählerschaft werden die von den Zentrist*innen vorgeschlagenen Änderungen nicht ausreichen“, meint Dmitri Suslow.

    Zum Beispiel in der Migrationsfrage. „Die systemischen Kräfte sprechen von einer Verschärfung der Migrationskontrolle von außen, aber die Hauptprobleme gehen gerade von den Bewohnern der Ghettos aus und nicht von den neu angekommenen Migranten“, sagt Vadim Truchatschow. Die systemischen Kräfte sind jedoch nicht bereit, sich mit der Zwangsintegration der Ghettobewohner in die europäischen Gesellschaften zu befassen, da dies bedeuten würde, eine Reihe ihrer Glaubenssätze in Bezug auf Menschenrechte und liberale Ideen aufzugeben.

    Darüber hinaus stehen hinter der realen und nicht nur simulierten rechten Agenda nicht nur verärgerte Stadtbewohner, sondern auch einflussreiche Wirtschaftsakteure. „Die Idee eines Rechtsrucks wird von den europäischen Industrieeliten unterstützt“, erklärt Dmitri Ofitserow-Belski, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter des IMEMO der Russischen Akademie der Wissenschaften, gegenüber der Zeitung VZGLJAD. Die Eliten wollen sich durch die Aufblähung der Verteidigungsausgaben bereichern – und die Gesellschaft lässt sich eher auf der Grundlage rechter als linker Ideen mobilisieren. Die europäischen Industriellen treten für eine Reindustrialisierung der europäischen Wirtschaft ein, die mit der aktuellen Umwelt- und Sozialpolitik nicht möglich ist.

    Dabei können auch die Rechtsextremen die „Weber-Methode“ anwenden – ihre rechte Agenda mit den für die Wählerschaft interessantesten linken Ideen zu verbinden. Einige haben dies bereits getan. „Nehmen wir zum Beispiel die polnische Partei Recht und Gerechtigkeit. Sie verbindet erfolgreich eine absolut linke Sozialpolitik mit Nationalismus“, sagt Dmitri Ofitserow-Belski.

    Und da Rechtspopulisten weit weniger ideologisiert sind als die derzeitigen europäischen Zentrist*innen, wird ihnen diese Art von links-rechts-Chimäre viel besser gelingen."

    https://de.news-front.su/2026/01/21/den-europaischen-wahlern-wurde-eine-rechte-tauschung-serviert/

  4. Man darf hier nicht von „Starmer-Regierung“ sprechen (wie der Autor es leider etwas beschönigend tut), sondern man MUSS erkennen und ganz unzweideutig benennen, was es ist: ein Regime.