Eine wahre Weihnachtsgeschichte aus Texas

Eine wahre Weihnachtsgeschichte aus Texas

Schauplatz des besonderen Ereignisses: Die texanische H.E.B.-Filiale (Foto:ScreenshotTelegram)

Es begab sich nur wenige Tage vorm Weihnachtsfest, als viele Leute in einer Stadt in Texas in einem Supermarkt unterwegs waren, um mehr oder weniger gestresst die letzten Besorgungen für die anstehenden Festlichkeiten zu machen. Mühevoll schoben die Leute ihre vollgepackten Einkaufswagen durch die engen Gänge zwischen den Regalen und packten sie nach und nach voll, als wäre es die letzte Gelegenheit, den Kühlschrank und die Speisekammer für die nächsten Monate aufzufüllen. Just als das Gedränge am größten war, geschah das Unvorstellbare: Das Kassensystem fiel komplett aus. Hektisch versuchte man einen Neustart, der aber trotz mehrerer Versuche nicht gelang.

Die Schlangen an den Kassen wurden länger und die ersten Kunden begannen, unruhig zu werden. Noch ließ niemand den vollgepackten Einkaufswagen einfach stehen, um wütend den Supermarkt – eine Filiale der US-Supermarktkette H.E.B. – zu verlassen. Da erscholl die Stimme des Marktleiters aus den Lautsprechern: „Liebe Kunden! Wie viele bereits bemerkt haben, ist unser Kassensystem ausgefallen. Bitte bleiben Sie ruhig. Keiner muss seinen Einkauf zurücklassen. Gehen Sie stattdessen wie gewohnt an die Kassen. Dort wird Ihnen Ihr Einkauf wie sonst auch in Tüten gepackt. Der einzige Unterschied zum gewohnten Ablauf ist heute, dass für Sie das Bezahlen entfällt. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein Frohes Weihnachtsfest! Ihr H.E.B.

Keine PR-Finte

Nein, das ist keine Geschichte aus dem berühmten Paulanergarten, keine Urban Legend oder Weihnachts-PR-Finte. Diese Story hat sich tatsächlich so zugetragen – und zwar in Burleson/Texas. Der Kommentar der Geschäftsleitung von H.E.B. zu dieser Geschichte: „Während dieser geschäftigen Weihnachtszeit, als unsere Kassen in einer unserer Filialen vorübergehend ausgefallen waren, haben wir allen Kunden mit vollen Einkaufskörben ihre Lebensmittel kostenlos mitgegeben“, heißt es in der Erklärung. Und weiter: „Das Kundenerlebnis steht im Mittelpunkt unseres Handelns!

Es gibt sie also doch noch in dieser Welt, die kleinen Weihnachtswunder und die menschlichen Gesten. In diesem Sinne: Merry Christmas!


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10 Antworten

  1. Was würde wohl ein bundesrepublikanisches Finanzamt dazu sagen? Irgendwas mit Umsatzsteuerhinterziehung und geldwerten Vorteilen, die zu versteuern seien, vermutlich. Dazu käme dann noch eine Abmahnung wegen unlauteren Wettbewerbs durch irgendeine dieser wundersamen Verbände?

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    1. Unsinn. Die Verkäufe hätten auch mit Bargeld nicht registriert werden können, zumal auf den Waren keine Preise aufgedruckt sind (außer bei abgewogener Frischware).
      Was glauben Sie, wie das abgelaufen wäre, wenn man an der Kasse in den Preislisten nach den Artikeln sucht, um den Preis dann in den Taschenrechner zu tippen!?
      Wir reden hier nicht von einem Tante Emma Laden. Supermärkte dieser Größe haben für gewöhnlich ca. 40.000+ Artikel im Angebot.
      Erst denken, dann schwätzen!

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  2. Bei uns hätten die Leute die einkaufen,
    sofort die Verwandtschaft informiert.
    Der Laden wäre leer gewesen.
    So wahr ich heute Abdullah bin!!!

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    1. Gehen wir mal davon aus, dass nach dem Ausfall des Kassensystems keine neuen Kunden mehr eingelassen wurden.
      Aber was ist mit denen, die schon drin waren? Nach so einer Durchsage verlässt doch jeder die Schlange an der Kasse, weil er noch etwas „vergessen“ hat?
      Nein, entgegen der Beteuerung im Artikel halte ich das für eine Geschichte aus dem Paulaner-Garten. Oder besser Budweiser-Garten? Der Link zu einem Ableger des US-Senders ABC ist nun wirklich kein Beweis!

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      1. UNSINN, das ist tatsaechlich so geschehen.
        Einfach mal auf den unterstrichenden Ort „Burleson/Texas“ klicken.
        Wollen Sie mir erzaehlen, dass was dort zu sehen und zu hoeren ist, alles gestellt war?

        Dazu haette der Markt schliessen, Darsteller engagieren und ne ordnetliche Stange Geld bezahlen muessen. Warum sollten ein Markt so etwas tun?