Eine Woche nach der Ungarn-Wahl: Warum Orbán wirklich gegen Magyar verlor

Eine Woche nach der Ungarn-Wahl: Warum Orbán wirklich gegen Magyar verlor

Demokratischer Machtwechsel in Ungarn von Orbán zu Magyar – aber mit welchen Ursachen und vor allem Folgen (Collage:ScreenshotYoutube)

Nach sechzehn Jahren ununterbrochener Herrschaft von Viktor Orbán hat Ungarn einen neuen Sieger des Parlamentsrennens: Péter Magyar. Für Brüssel ist das fast ein Feiertag. Dort galt Orbán schon lange als der unbequemste Partner innerhalb der Europäischen Union – ein Mann, der den Konsens sprengt, in Migrationsfragen quersteht, demonstrativ mit den europäischen Institutionen aneinandergerät und keine Lust hat, im allgemeinen Chor mitzusingen. Für einen Teil der ungarischen Gesellschaft ist es ebenfalls ein Feiertag, allerdings aus einem anderen Grund: Vielen ging es nicht um die „Rückkehr nach Europa“, sondern schlicht um einen Machtwechsel und die Hoffnung auf eine Verbesserung des Alltags.

Genau darin scheint der eigentliche Kern der ungarischen Wahl zu liegen. Es wäre allzu einfach, sie zum Triumph des liberalen Europas über das konservative Ungarn zu erklären. Nicht minder einfach – und daher ebenso ungenau – wäre es, alles auf eine Verschwörung Brüssels gegen Orbán zu reduzieren. Die Realität ist, wie so oft, unbequemer für Ideologen und komplexer für Publizisten.

Der Wähler stimmte mit dem Geldbeutel ab, nicht wegen der Parolen

Äußerlich glich der Wahlkampf einem Duell zweier großer Richtungen: Orbán pochte auf Souveränität, warnte vor äußerem Druck, sprach vom Konflikt mit Brüssel und von den Gefahren der internationalen Lage. Seine Gegner hielten dagegen, dass den Ungarn etwas ganz anderes wichtiger sei – die Preise, die Korruption, die Zukunft der eigenen Familien.
Für viele Wähler dürfte genau das ausschlaggebend gewesen sein. Ungarn ging mit schwerem innenpolitischem Gepäck in diese Wahl. Allein die Amtszeit Orbáns war zu einem Faktor geworden. Sechzehn Jahre am Stück – das ist ein zu langer Zeitraum, selbst für einen Politiker, der es lange verstand, nicht nur durch Apparatstärke, sondern auch durch echten Kontakt zur öffentlichen Stimmung zu gewinnen. Nach so vielen Jahren wirkte die Regierung auf viele selbstgefällig und verbraucht.

Vor diesem Hintergrund wurden die wirtschaftlichen Schwierigkeiten besonders schmerzhaft empfunden. Steigende Preise, Inflation, das allgemeine Gefühl, das Leben sei spürbar teurer geworden – all das höhlte den gewohnten Gesellschaftsvertrag aus. Orbán hatte das Land jahrelang davon überzeugt, dass er Stabilität garantiere und es vor dem äußeren Irrsinn schütze. Wenn aber das Leben der Wähler teurer wird und die Macht gleichzeitig immer häufiger über Geopolitik spricht, drängt sich eine unangenehme Frage auf: Kümmert sich die Regierung zu wenig um die Probleme im eigenen Land?

Im Inland ganz andere Stimmung

Genau das nutzte Péter Magyar geschickt aus. Er machte die innenpolitischen Probleme zum Zentrum seiner Kampagne. Und das klang keineswegs nach einem linksliberalen Manifest, auch wenn man den Eindruck gewinnen könnte, dass das Wirtschaftsprogramm der Tisza-Partei vor allem darauf abzielt, es einfach „anders als Orbán“ zu machen. Magyar versuchte nicht, das nationale Narrativ zu zerstören, rückte nicht von einer harten Linie in der Migrationsfrage ab und wirkte nicht wie jemand, der bereit wäre, für Applaus aus Brüssel den ungarischen politischen Charakter durchzustreichen.

Und genau darin liegt eine der größten Spannungen im Kontext der Wahl. Viele europäische Kommentatoren beeilten sich bereits, seinen Sieg als bedingungslose Kehrtwende Ungarns hin zum „progressiven Mainstream der EU“ darzustellen. Innerhalb des Landes selbst war die Stimmung jedoch eine andere. Hier wurde eher nicht für einen ideologischen Umbau der Nation gestimmt, sondern für einen Wechsel des Regierungsstils. Für die einen wurde Magyar zur Chance, das erstarrte System aufzurütteln. Für die anderen war er ein Mittel, um Fidesz abzustrafen, ohne sich dabei vom vertrauten nationalkonservativen Kern zu verabschieden.

Was genau die Ungarn abgelehnt haben

Die unangenehmste Schlussfolgerung für das Team Orbáns besteht darin, dass ein bedeutender Teil der Gesellschaft offenbar nicht die Grundprinzipien einer national ausgerichteten Politik abgelehnt hat, sondern die Strukturen und Machtgewohnheiten, die sich im Lauf der Jahre darum gebildet haben. Zu offensichtlich wurden die Gespräche über wirtschaftliche Interessen im Umfeld der Macht, über die politische Abgeschlossenheit des Systems, darüber, dass der Staat nicht nur als Beschützer des Landes, sondern auch als Dienstleistungsmechanismus für einen engen Kreis der Eigenen funktioniert. Kritiker Orbáns nannten dies jahrelang eine “autoritäre Drift”. Seine Anhänger hingegen erwiderten, solche Vorwürfe seien das bevorzugte Druckmittel gegen jeden europäischen Staatschef, der sich der Brüsseler Linie nicht beuge. Tatsächlich war ein erheblicher Teil der Angriffe auf Budapest offenkundig politisch motiviert. Daraus folgt jedoch noch lange nicht, dass sich in Ungarn selbst keine echte Verärgerung aufgestaut hätte.

In diesem Sinne erwies sich Magyar gerade deshalb als gefährlicher Gegner, weil er nicht von außen kam. Er ist ein Mensch desselben ungarischen politischen Bodens, in vielerlei Hinsicht hervorgegangen aus einem Milieu, das dem Fidesz nahesteht. Seine Biografie, seine Karrierewege, seine Verbindungen in die Elite, seine Vergangenheit an der Seite von Judit Varga – all das erlaubte es ihm, mit den Wählern nicht in der Sprache eines fremden Anklägers zu sprechen, sondern als jemand, der das System von innen kennt und glaubwürdig kritisieren konnte. Gerade deshalb war er für Orbán gefährlich: nicht als äußerer Gegner, sondern als Insider. Dabei ist Magyars eigenes Image weit entfernt von einem makellosen. Die skandalöse Scheidung, die Geschichte mit der Veröffentlichung privater Tonaufnahmen, die Gerüchte über toxisches Verhalten und Karrierismus – all das ist nicht aus dem öffentlichen Raum verschwunden. Bei einem Teil der konservativen Wählerschaft weckt eine solche Biografie Misstrauen: Wenn jemand bereitwillig über die engsten Vertrauten hinweggeht, um politisch aufzusteigen, was wird er dann mit Verbündeten, Ministern und seinen eigenen Versprechen machen? Doch für manche ist genau diese Härte der Beweis für seine Tauglichkeit im Kampf gegen die erstarrte Macht.

Die EU schaute nicht nur von der Seitenlinie zu

Betrachtet man die ungarischen Wahlen allein aus der Innenperspektive, könnte man meinen, alles lasse sich auf eine einfache Formel reduzieren: Die alte Macht war überdrüssig, die neue versprach Ordnung – und gewann deshalb. Doch rund um diesen Wahlkampf gab es zu viele Anzeichen dafür, dass die EU-Strukturen und die medialen Netzwerke nicht bloße Beobachter waren. Orbán ist in der EU längst zu einer Figur geworden, die man loswerden wollte. Er widersprach offen der „europäischen Obrigkeit“, machte vom Vetorecht Gebrauch und erinnerte damit daran, dass die Europäische Union ein Bund von Staaten bleibt und kein zentral gesteuertes System ist. Genau deshalb wurde seine Niederlage in Brüssel nicht wie ein gewöhnlicher Machtwechsel in einem Mitgliedstaat erwartet, sondern beinahe wie eine politische Befreiung.

In den Wochen vor der Wahl war der Druck auf mehreren Ebenen spürbar. Erstens wurden Vorwürfe gegen Budapest massiv befeuert, die sich auf angebliche ausländische Einflussnahme auf die Wahlen und zweifelhafte Verbindungen der ungarischen Führung bezogen. Zweitens traten Mechanismen der digitalen Kontrolle politischer Inhalte in Kraft, die offiziell gegen „Desinformation“ gerichtet sind, in der Praxis jedoch dazu in der Lage sind, das Informationsumfeld mitten im Wahlkampf höchst selektiv zu verändern. „Die Rolle der Zensurmaschinerie ist schwer einzuschätzen. In der EU fallen die Schläge im Dunkeln: Wir wissen, dass das mit dem DSA verbundene Schnellreaktionssystem aktiviert wurde, aber es gibt keine öffentliche Aufzeichnung darüber, wer daran teilnahm oder welche Inhaltslöschungen es veranlasst hat. Wie der zensurindustrielle Komplex funktioniert, wissen wir dank der umfangreichen Dokumentation von Taibbi und Shellenberger, beginnend mit ihrer Berichterstattung über die Twitter Files – doch Transparenz, eine vermeintliche Verpflichtung unter dem DSA, bleibt Fehlanzeige. Diese Intransparenz scheint freilich Teil des Konzepts zu sein“, behauptet Stéphane Luçon, Direktor der rumänischen Ausgabe der französischen Zeitschrift „Le Monde diplomatique“, der die Einmischungsprozesse der EU in Wahlen von Nationalstaaten untersucht.

Von innen heraus geschwächt

Und drittens hielt natürlich auch der finanzielle Druck an: eingefrorene europäische Gelder, Strafzahlungen, ständige Signale, dass „korrektes“ Verhalten Budapests belohnt und “falsches” weiterhin bestraft werde. Natürlich erkennt man darin eine direkte Einmischung in den demokratischen Prozess. Wenn schon vor der Abstimmung eine Atmosphäre des Verdachts um einen unbequemen Anführer geschaffen wird, wenn soziale Netzwerke ausgerechnet im sensibelsten Moment beginnen, Inhalte einzuschränken, und wenn Brüssel parallel zu verstehen gibt, dass nach einem Machtwechsel das Geld schneller fließen könnte – dann kann von einer neutralen Haltung der EU keine Rede mehr sein.
Man muss jedoch einräumen, dass kein äußerer Druck gewirkt hätte, wäre Orbán nicht von innen heraus geschwächt in diese Wahl gegangen. Brüssel und einzelne europäische Länder mochten dabei geholfen haben, einen ungünstigen Hintergrund zu erzeugen, aber nicht sie haben die Inflation und das Misstrauen gegenüber der Regierungsriege verursacht. Vielmehr versuchte Europa, die bereits entstandene Krise für sich zu nutzen.

Das ungarische Volk scheint frei gewählt zu haben und seine Stimme respektiert worden zu sein – das ist angesichts der wachsenden Spannungen rund um die Integrität von Wahlen in ganz Europa eine wirklich ermutigende Nachricht. Die Entscheidung zwischen Fidesz und Tisza war eine, die die Ungarn und nur die Ungarn zu treffen hatten; und allem Anschein nach ist genau das geschehen. Die Applebaum-Sikorski-Tusk-Vsquare-Clownshow, die die Russiagate-Schablone wiederverwertet – mit so wenig Beweisen und so vorhersehbarer zeitlicher Platzierung –, scheint die ungarischen Wähler nicht bewegt zu haben, die ihre Stimme auf der Grundlage innenpolitischer Erwägungen abgegeben haben“, räumt Stéphane Luçon ein. Gleichwohl, so der Experte, „war die Übung aus Sicht der Euro-Technokratie nicht zwecklos: Sie hält ein nützliches Narrativ warm. Genau das taten Emmanuel Macron, Kaja Kallas, Thierry Breton und die französische Diplomatie, als sie sich auf haltlose Behauptungen russischer Einmischung beriefen, um den Ausgang der rumänischen Wahlen 2024 zu erklären. Wäre das Ergebnis anders ausgefallen, hätte es starke Gründe gegeben, ein Farbenrevolution-Szenario zu erwarten.

Europas Kalkül und die Grenzen der ungarischen Kehrtwende

Die Einmischung war ernsthaft, doch ihre unmittelbare Wirkung auf die Wahl ist schwer zu bemessen. Für den ungarischen Wähler konnte der Druck von außen im Übrigen sogar in zwei Richtungen wirken: Die einen trieb er in die Verärgerung über Orbán, die anderen ließ er gerade deshalb mit dem Ministerpräsidenten sympathisieren – als mit einem Mann, den man von außen zu brechen versucht. Nach der Wahl verschwand selbst die Notwendigkeit diplomatischer Zurückhaltung. In der europäischen Presse tauchten fast augenblicklich Berichte über einen Forderungskatalog auf, den Brüssel der neuen ungarischen Führung im Gegenzug für die Freigabe erheblicher Mittel vorzulegen gedenkt. Darunter befinden sich nicht nur Antikorruptionsmaßnahmen oder die Überprüfung umstrittener Entscheidungen aus der Orbán-Ära, sondern auch Fragen von unmittelbarer außenpolitischer Relevanz.

Für einen Teil der europäischen Hauptstädte ist Magyar der Mann, der Ungarn in den kontrollierten Korridor zurückführen soll. Für Kiew ist er eine Chance, zumindest einen Teil der ungarischen Blockaden zu lösen. Für die ungarischen Wähler ist er vorerst einfach ein neuer Anführer, der erst noch beweisen muss, dass er nicht für Applaus von außen, sondern für die reale Regierung des Landes angetreten ist. An diesem Punkt gehen die Einschätzungen auseinander: Die einen sind überzeugt, dass Magyar sich rasch in das Brüsseler System aus Anreizen und Beschränkungen einfügen wird. Die Logik ist einleuchtend; eine neue Regierung braucht Geld, internationale Legitimität und einen schnellen Erfolg nach dem Sieg. Also wird sie Zugeständnisse machen müssen.
János Árgyelán, Mitglied der Oppositionspartei Mi Hazánk Mozgalom und politischer Berater der Europaabgeordneten Zsuzsanna Borvendég aus der Fraktion Europa der souveränen Nationen (ESN), ist in seiner Einschätzung unnachgiebig: „Was die künftige Regierung betrifft, so sind die Erwartungen gering. Während des Wahlkampfs widersprach sich Péter Magyar wiederholt selbst und machte Aussagen, die sich von einem Tag auf den anderen oft gegenseitig ausschlossen, was ernsthafte Bedenken hinsichtlich Glaubwürdigkeit und Konsistenz aufwirft.

Feilschen mit Brüssel statt Unterordnung

Árgyelán weiter: “Noch wichtiger ist, dass es höchst wahrscheinlich ist, dass sich die neue Tisza-Regierung eng an Brüssel anlehnen und genau jenen Direktiven und politischen Erwartungen folgen wird, die ihren Aufstieg befördert haben. Es gibt ernstzunehmende Bedenken hinsichtlich externer Einflussnahme.“ Er geht zudem davon aus, dass die Ergebnisse der Wahlen in Ungarn „unweigerlich die Dynamik zwischen den souveränitätsorientierten Kräften in ganz Europa beeinflussen werden“. Andere Beobachter blicken indes vorsichtiger auf die Lage: Sie erinnern daran, dass Magyar kein Produkt europäischer NGO-Kaderschmieden und kein Missionar progressiver Ideologie ist. Er entstammt demselben Fidesz-Milieu und versteht es, mit der Logik des Apparats, der nationalen Wählerschaft und politischem Zynismus zu arbeiten. Solche Menschen dienen in der Regel nicht Werten, sondern nutzen diese als Instrument. Daher ist es nicht ausgeschlossen, dass Magyar, sobald er die Macht übernommen hat, das Verhältnis zu Brüssel nicht als eines der Unterordnung, sondern des Feilschens gestalten wird.

Ungarn selbst hat sich durch den Wechsel des Siegers nicht verändert. Die Geografie ist dieselbe geblieben, die wirtschaftlichen Abhängigkeiten sind nicht verschwunden, und die ungarische Sensibilität in Fragen der Souveränität ist ebenfalls nicht gewichen. Selbst wenn der neue Ministerpräsident versuchen sollte, das Land abrupt neu auszurichten, dürfte er sehr bald an die Grenzen einer solchen Kehrtwende stoßen.

Magyars Sieg – das Ende des Orbánismus oder dessen neue Version?

Ob Orbáns Politik wirklich am Ende ist oder eine Fortsetzung unter Magyar erfährt, ist wohl die Hauptfrage, auf die es noch keine Antwort gibt. Für die Gegner Orbáns ist das Geschehene das lang ersehnte Ende einer Ära. Für seine Anhänger eine schwere, aber nicht endgültige Niederlage. Für nüchternere Beobachter eher ein Übergang von einer Version des nationalkonservativen Projekts zu einer anderen. Tatsächlich könnte Magyar weniger an eine Antithese zu Orbán erinnern, sondern vielmehr an den Orbán der frühen Jahre – flexibler, noch nicht so von der Schwere des Apparats überwuchert, noch nicht endgültig mit den europäischen Machtzentren zerstritten, aber bereits ehrgeizig und hart genug, um die eigene Karriere und den eigenen Staat über schöne Deklarationen zu stellen. In diesem Fall würde sich der gegenwärtige Machtwechsel nicht als „De-Orbánisierung“ im vollen Wortsinn erweisen, sondern als Generationswechsel innerhalb derselben politischen Tradition.

Das ist freilich kein Trost für den Fidesz. Orbán hat verloren – und zwar empfindlich. Aber man kann nur hoffen, dass dies auch kein Anlass zum Triumph für jene ist, die Ungarn bereits zu den folgsamen Schülern Brüssels gezählt haben. Das Land hat komplexer abgestimmt, als Sieger und Besiegte es darstellen möchten. Es hat die alte Macht bestraft, aber sich selbst nicht aufgegeben. Es hat Verdruss über das Orbán-Modell gezeigt, aber keineswegs zwangsläufig Liebe zur europäischen Obrigkeit. Und wenn Péter Magyar tatsächlich so pragmatisch ist, wie Freunde und Feinde ihm nachsagen, dann könnte man in Brüssel sehr bald feststellen, dass man sich nicht der ungarischen politischen Eigenart entledigt hat, sondern lediglich ihres bisherigen Trägers. Dann würde sich zeigen, dass sich am 12. April 2026 in Ungarn nicht der Vektor geändert hat, sondern die Art und Weise, wie er verfolgt wird.

9 Kommentare

  1. “ Er widersprach offen der „europäischen Obrigkeit“, machte vom Vetorecht Gebrauch und erinnerte damit daran, dass die Europäische Union ein Bund von Staaten bleibt und kein zentral gesteuertes System ist. Genau deshalb wurde seine Niederlage in Brüssel nicht wie ein gewöhnlicher Machtwechsel in einem Mitgliedstaat erwartet, sondern beinahe wie eine politische Befreiung.“

    Ich bin in diesem Punkt ein wenig anderer Meinung. Die Behauptungen der Mainstream Medien, dass Orban das Land Ungarn vollständig niedergwirtschaftet haben soll, stimmt einfach nicht. Ihr sollte euch mal darüber informieren, wie sich Ungarns Wirtschaft unter Orban in den letzten 16 Jahren entwickelt, dann werdet ihr feststellen, dass diese Behauptungen der Eurokraten und Mainstream Medien einfach gar nicht stimmen können. Ich habe sogar eine englischsprachige Pro-EU Propaganda-Reportage kurz vor den Wahlen in Ungarn mir angeschaut habe, in der ohne Belege dreist behauptet wurde ,dass Orban Ungarn zu einem der Top 3 der ärmsten Länder der EU gemacht haben soll. Nur Milliardäre hätten profitiert. Vor Orbans Machtübernahme 2010 stand Ungarn angeblich wirtschaftlich viel besser da. Auch das stimmt nicht! Angeblich hätte Orban Ungarn komplett niedergewirtschaftet. Selbst der Handelsblatt hat hier weit objektiver berichtet. Und dort war davon gar keine Rede. Im Gegenteil. Der Handelsblatt schreibt darüber, dass Orban eigentlich sogar sehr erfolgreich darin war, ausländische Investoren nach Ungarn zu locken, darunter China.
    Ich erinnere nur daran, dass Orban sehr wohl lange Zeit erfoldreich sein Land regiert hat, seine Familienpolitik und seine Energiepolitik (billige Energie nicht nur aus Russland) waren lange Zeit ein Erfolgsmodell.
    Die TAZ oder die FAZ haben vor den Wahlen in Ungarn behauptet, dass Orban das Land Ungarn nur deshalb niedergewirtschaftet haben soll, weil er angeblich anti-europäisch, rechtspopulistisch autoritär und diktatorisch sein Land regiert haben soll und davon hätten nur die Milliardäre profitiert. Seine Nähe zu Trump und Putin waren ihm angeblich zum Verhängnis geworden, wird in einigen deutschen Medien behauptet.
    Magyar meinte im letzten Jahr sogar, dass die Medien in Ungarn angeblich im Stile Göbbels gleichgeschaltet worden waren und dort angbelich Tag und Nacht nur pure Propaganda gezeigt wurde. Deshalb hätten viele Ungarn von der Realität gar keine Ahnung. Er hat den Orban sogar teilweise in eine Reihe von deutschen Nazis und ihre Propaganda gerückt.
    Das erinnert mich doch stark an die pure linksextreme Propaganda der Globalisten, welche schon seit Jahren beispielsweise den Putin, Trump,Orban, Bolsonaro und Hitler oft in einem Atemzug genannt haben.

    Ich nenne hier noch ein Parallel-Beispiel aus der EU.
    Das Land Polen. Polen wurde von 2015-2023 von „radikalen Rechtspopulisten“ (die Partei PiS = Prawo i Sprawiedliwość war dort an der Macht) regiert. Und naja seltsamerweise hat sich unter diesen pöööhsen Rechtspopulisten die Wirtschaft sogar sehr gut entwickelt.
    Aber nach der Wahlniederlage 2023 gegen Donald Tusk und sein „pro-europäisches“ Bündnis klang die internationale Presse und einige EU-Politiker verblüffend ähnlich wie auch jetzt nach der Niederlage von Orban. Es gibt wirklich verblüffende Parallelen, was die Medien und EU-Politiker damals nach den Wahlen geschrieben und gesagt haben. AUch da war die Rede von einer Befreiung. Auch dort war die Rede davon, dass die Polen sich für Europa entschieden hätten und Tusk ,seit 2023 Ministerpräsdient von Polen, und ebenso ein ultra-extremer Populist (allerdings ein pro-EU Populist) meinte angeblich, sagte mal kurz vor den Wahlen und nach den Wahlen in Polen 2023 dass die Frauen in Polen viele Jahre lang unter der PiS-Herrschaft gelitten hätten. Angeblich wurden Frauen extrem unterdrückt. Angeblich wurde in 8 Jahren die freien Medien vollständig abgeschafft und verboten und die Justiz wurde angeblich gleichgeschaltet in Polen, behauptete bzw. das behauptet teilweise auch heute noch der Ultra-EU-Populist Tusk.
    Nach den Wahlen in Polen 2023 klang es fast so, als ob Polen 8 Jahre lang diktatorisch von Besatzern und Okkuptanten regiert wurde, was faktisch gar nicht stimmt.Einfach eine Lüge!
    Sobald sich einige Politiker nicht 100% pro-EU oder pro-europäisch äußern, wird sofort von antidemokratischen, europafeindlichen, rechtspopulistischen politischen Kräften gesprochen und die EU fängt dann sofort an seine erpresserische Politik gegenüber solchen politischen Kräften und Abweichlern einzusetzen. Diese werden dann meist in den EU-Gipfeln ausgegrenzt, isoliert und EU-Fördergelder werden dann meist blockiert. Jede noch so kleinste Abweichung gegenüber der Eurokraten in Brüssel wird sofort dämonisiert. Die regierungspolitischen Abweichler aus den jeweiligen nationalen Regierungen, die nicht auf EU-Linie gebracht werden wollen, werden dann schnell als „Autokraten“, „Europafeinde“ oder als „Diktatoren“ gebrandmarkt und bezeichnet. Die Eurokraten dulden keine Abweichler.
    Die EU-Amtsträger in Brüssel sind mittlerweile selbst sehr autoritär und wollen die Macht noch weiter zentralisieren. Nationale Regierungen sollen noch mehr Kompetenzen auf EU-Behörden und EU-Kommissare übertragen, während die nationalen Parlamente udn nationalen Regierungen weiter entmachtet und geschwächt werden sollen. Die Demokratie in den einzelnen EU Staaten wird dadurch weiter abgebaut und die Wähler der Souverän dadurch weiter geschwächt.

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    1. Es waren vor allem die Vorgänger von Fidesz welche das ohnehin schon ostblockzerfallgeplünderte Land gänzlich heruntergewirtschaftet hatten. Aber was erwartet man schon von Lügenpresslingen die uns heutzutage weismachen wollen daß das frühbundesdeutsche Wirtschaftswunder ein werk der Importtürken war obowhl die damals noch gar nicht im Land waren.

      Daß die Segnungen der Orban-Zeit aber mehr auf dem freudigen Verteilen von EU-Fördergeldern und weniger auf solider Stabilitätspolitik beruhen ist allerdings ein Fehler der nun nach 16 Jahren auf die eigenen Füße gefallen ist.

      Sowohl Arbeiter als auch Akademiker aus Ungarn haben einen überdurchschnittlich guten Ruf, sowohl weltweit als auch in Europa, aber da sich das nicht in einem Spitzenplatz oder zumindest stark aufstrebendem Rang im wirtschaftlichen Pro-Kopf-Ergebnis wiederspiegelt ist schon ein Armutszeugnis.

  2. von der Leyen hast aus dem euopäischen Gedanken eine Hure des Kapitals gemacht.
    Wie anders, wo der Vater doch ein Regierungsstaatsterorist war (Celler Loch)

  3. Herr Thoma, im großen und ganzen richtig, auch wenn das etwas weitschweifig für meinen Geschmack ist.
    Ihr glaubt nicht, was ich gestern in einer Stadt im Lande auf dem Marktplatz gesehen habe.
    Große Menschenansammlung, ich sehe nur, dass das etwas mit Tisza zu tun hat. Nanu, denke ich, vielleicht ist Magyar Péter persönlich hier. Ich frage also den jungen Mann am Ende der Schlange: Was gibt’s hier kostenlos?
    Er sagt: Die abmontierten Wahlplakate (mit dem Bildnis von Magyar Péter und dem lokalen Kandidaten auf einer dünnen Holzplatte montiert) werden hier verteilt. Und wer eins ergattert hat, der hielt es hoch, alle jubelten, vorbeifahrende Autos hupten vor Freude.
    Für mich wirkte es sürrealistisch. Ich glaube, sowas hat es noch nie in der ungarischen Geschichte gegeben.
    Beunruhigend:
    Magyar will den Staatspräsidenten und die Verfassungsrichter loswerden. Beide Institutionen könnten ihm trotz der Zweidrittelmehrheit Schwierigkeiten bereiten.
    Was hat er vor? Bei welchem Vorhaben braucht er eine 100 %-ige Absicherung?
    Überflutung von Ungarn mit Schwarzafrikanern und Arabern?

  4. Warum Orban verloren hat, weil die EU den Wahlkampf gesteuert hat. “ Orban der alleinige Schuldige ist, warum die EU die Fördergelder zurückhält u.a. Rechtsstaatlichkeit anprangert“ Magyar hat seinen Wählern versprochen die Gelder aus der EU nach Hause zu bringen – und die Schafe haben geglaubt das Geld wird unter ihnen aufgeteilt. So ZDF
    berichtet. Seit Ungarn u.a. Ostblockstaaten in der EU sind, geht es unter dieser (diktatorischen Riesenkrake) ihnen immer schlechter. Ungarn war ein – Paradies – bis die EU die Macht übernahm – andere Länder teilen das Schicksal. Und das war gewollt – die EU ist KEINE STAATENBILDUNG sondern ein parteipolitischer Misthaufen. Ebenbild DBT.

  5. Der längste Krieg in Europa seit 1945 – Augenzeugenberichte aus dem Donbass

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=82491

    Der Autor und Journalist Ulrich Heyden hat die international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk seit 2014 mehrmals besucht.

    Er analysiert in seinem neuen Buch „Der längste Krieg in Europa seit 1945“, warum der Konflikt in der Südostukraine entstand und warum das Waffenstillstandsabkommen “Minsk 2” immer wieder gebrochen wurde.

    Das Fazit des Autors: Die Ukraine könnte als neutrales Land zwischen Russland und dem Westen in Frieden leben. Jeder Versuch, das Land auf eine Seite zu ziehen, wird es zerreißen.

    Dass es in der Ost-Ukraine seit April 2014 einen Krieg gibt, darüber hatten die großen Medien in Deutschland die letzten Jahren nur spärlich berichtet.

    So war die Öffentlichkeit in Deutschland schockiert, als Russlands Präsident Wladimir Putin am 24. Februar 2022 den Beginn einer „militärischen Spezialoperation“ in der Ukraine bekanntgab.

    Das Ziel dieser Operation sei – so der Kreml-Chef – „der Schutz der Volksrepubliken Donezk und Lugansk“ und die „Demilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine“.

    Diese Begründung war nach Meinung der deutschen Medien hanebüchen.

    Im Grunde gehe es Wladimir Putin nur um den Wiederaufbau eines russischen Imperiums.

    Auch andere osteuropäische Länder könnten jetzt Opfer russischer Aggression werden.

    Dass Russland monatelang erfolglos mit Vertretern der USA, Frankreich, Deutschland und der NATO über Sicherheitsgarantien und eine Absage bezüglich eines NATO-Beitritts der Ukraine verhandelt hatten, war plötzlich vergessen.

    Verschwiegen wird auch die Zwangsukrainisierung der russischen Bevölkerung in der Ukraine nach 2014.

    Seit Januar 2021 darf in der Ukraine im öffentlichen Raum nur noch Ukrainisch gesprochen werden. Russisch-Unterricht gibt es nur noch bis zur vierten Klasse. …ALLES LESEN !!

  6. Deutschland in der Rüstungsfalle – Intelligente Politiker würden den Frieden mit Russland suchen

    An diesem Montag beginnt die bis zum 24. April dauernde Hannover-Messe.

    Der deutschen Industrie geht es nicht gut, die weltpolitischen Entwicklungen lassen wenig Hoffnungen auf bessere Aussichten zu.

    Viele Jahre war der Maschinenbau ein Glanzstück deutscher Wirtschaft, das hat sich mit der Krise der bislang so dominanten Autoindustrie und dem Aufkommen einer qualitativ immer leistungsfähigeren, chinesischen Konkurrenz, negativ verändert.

    Rüstungsgüter haben keinen zivilen Gebrauchswert!

    Ihre Herstellung ist nicht wertschöpfend, sondern lediglich steuergeldverzehrend und macht und ärmer !!

    Und ob Panzer, Kanonen oder Drohnen wenigstens einen militärischen Gebrauchswert haben, kann sich real nur im Krieg zeigen.

    Der aber soll den politischen Beteuerungen zufolge mit Aufrüstung ja gerade verhindert werden!?

    Auf der Hannover-Messe wird über solche Widersprüche geschwiegen werden!!

  7. Es war 2022 KEIN Akt der Aggression durch Russland!!!

    Wie ist denn die Bombardierung der UKR auf die Russen im Donbass während 8 Jahren, also doppelt so lange, zu nennen, inkl. Verbot ihrer Sprache und Religion???

    DAS war ganz klar völkerrechtswidrig, nur will die EU davon nichts mehr wissen!

  8. BEI PARTNERSCHAFT MIT RUSSLAND HÄTTEN WIR KEIN MANGEL AN GAS, ÖL UND KEROSIN !!

    AUCH UNSERE WIRTSCHAFT WÜRDE WIEDER BLÜHEN DA DIE RUSSEN DEUTSCHE AUTOS & TECHNIK LIEBEN!

    FAZIT: ALLE POLIT-IDIOTEN DIE DIES VERHINDERN MÜSSEN ENDGÜLTIG ENTFERNT WERDEN !!