
Es war ein sonniger Dienstagnachmittag, als die Bundesrepublik, wie wir sie kannten, aufhörte zu existieren. In einer Berliner Eisdiele bestellte der achtjährige Kevin-Justin ahnungslos ein „Nogger“. Was folgte, war kein erfrischender Genuss, sondern das sofortige Eintreffen eines Sondereinsatzkommandos für kulinarisch-ethische Korrektheit. Die deutsche Gesellschaft hat ein neues Ziel: Die totale moralische Reinheit der Tiefkühltruhe. Denn während wir uns jahrelang mit Lappalien wie der Inflation, dem maroden Schienennetz oder der drohenden Klimakatastrophe ablenken ließen, lauerte das wahre Böse direkt neben dem „Flutschfinger“. Experten für „Angewandte Empörungswissenschaften“ sind sich einig: Das Nogger-Eis ist der Endgegner der kulturellen Sensibilität!
Die Beweisführung ist dabei so wasserdicht wie eine billige Waffel: Der Name „Nogger“ erinnert in Kombination mit dem äußeren Erscheinungsbild des Eises (dunkle Schokoladenglasur) an das rassistische N-Wort. Einige Personen, insbesondere „People of Color“, fühlten sich dadurch angegriffen und empfinden den Namen als diskriminierend. Ist die dunkle Schokohülle womöglich eine kulturelle Aneignung der Kakaobohne? Die Forschungsgruppe „Sorbet-Solidarität“ arbeitet noch an einer abschließenden Verurteilung. Und: Darf man überhaupt in dieses Eis beißen, ohne dass es als Akt symbolischer Gewalt empfunden wird?
Ein Blick in die Geschichte der kulinarischen Umerziehung
Die logische Folge: Nun laufen Online-Petitionen, die eine Umbenennung fordern. Dabei hätten wir es wissen müssen. Die Geschichte der deutschen Gastronomie ist eine Geschichte der sprachlichen Säuberung. Das Nogger-Eis ist nur das jüngste Gefecht in einem Krieg, der schon viele prominente Opfer gefordert hat. Denken wir an den Fall des Sarotti-Mohren: Schon vor Jahrzehnten begannen die ersten Scharmützel, als ein kleiner, gutmütiger schwarzer Mann mit Turban und Pluderhosen zum Staatsfeind erklärt wurde. Der „Sarotti Mohr“, jahrzehntelang das Gesicht süßer Verführung, musste ins Zeugenschutzprogramm. Er wurde optisch runderneuert, seiner ethnischen Merkmale beraubt und schließlich durch einen „Magier“ ersetzt. Die Schokolade schmeckte danach zwar exakt gleich, aber die Seele der Nation war – zumindest kurzzeitig – gerettet!
Es folgte bald das große Schaumkuss-Dilemma, das als die Mutter aller sprachlichen Schlachten gilt: „Mohrenkopf“ und „Negerkuss“ wurden unter Androhung von zivilisatorischem Exil aus dem Wortschatz getilgt. Seither führen wir einen erbitterten Kampf an der Theke. Wer versehentlich „M…“ bestellt, wird mit Blicken gestraft, die kälter sind als der Stickstoff beim Molekularkochen. Wir einigten uns mühsam auf „Schaumkuss“ oder „Schokokuss“ – ein Sieg für die Linguistik, auch wenn das eigentliche Produkt nach wie vor aus fragwürdigem Industriezucker und Hühnereiweiß besteht. Aber Hauptsache, die Nomenklatur stimmt!
Das Ministerium für Tiefkühl-Moral informiert
Nach den Süßmäulern blieb bald auch die pikante Fraktion nicht verschont, denn als nächstes folgte kam die Entschärfung der Zigeunersauce. Dieser Klassiker jeder Grillparty wurde bald zm neuen corpus delicti erklärt. Man befürchtete, dass der bloße Verzehr dieser Sauce zu paprika-induziertem Antiziganismus führen könnte. Heute kaufen wir daher „Paprikasauce ungarischer Art“. Das klingt zwar nach einer Bürokratie-Richtlinie der EU, aber niemand muss nun beim Dippen und Tunken mehr ein schlechtes Gewissen haben.
Nun also Nogger. Das neu gegründete Bundesamt für Speiseeis-Überwachung (BSÜ) hat aus diesen Erfahrungen gelernt und bereits einen Maßnahmenkatalog vorgelegt. “Wir können nicht zulassen, dass unbescholtene Bürger beim Schlecken mit kulturellen Fallstricken konfrontiert werden”, erklärte eine Sprecherin, während sie ein glutenfreies Bio-Dinkel-Eis mit dem Namen „gfBDE Nr. 4“ löffelte. In den sozialen Netzwerken tobt derweil der “Eiskrieg”: Während die eine Seite fordert, das Nogger-Eis präventiv vom Markt zu nehmen, fürchtet die andere Seite um das letzte Stück deutscher eiskalter Freiheit. „Erst nahmen sie uns den Mohren, dann die Zigeunersauce und jetzt mein Nogger! Die haben doch einen an der Eis-Waffel“, schreibt der Nutzer “EisBär88” wütend auf X.
Das “Dunkle Zeitalter der kulinarischen Ignoranz”
Dass der Hersteller bis in die 2000er mit dem Slogan “Nogger dir einen” warb – was damals als harmlos-bescheuertes Wortspiel galt –, wird heute als früher Beweis für den moralischen Verfall gewertet. Historiker sprechen vom „Dunklen Zeitalter der kulinarischen Ignoranz“. Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass wir keine anderen Sorgen haben? Wenn wir es schaffen, ein Eis am Stiel zu Fall zu bringen, ist der Weltfrieden quasi wirklich nur noch eine Kugel Vanilleeis entfernt. Solange diese Kugel natürlich fair gehandelt, vegan, CO2-neutral und unter Aufsicht einer Ethikkommission in die Waffel gedrückt wurde.
Bis dahin bleibt nur die Hoffnung, dass niemand merkt, dass “Viennetta” verdächtig nach einer Bevorzugung des Wortes Vienna, der österreichischen Hauptstadt klingt. Das wäre dann der nächste Skandal und es stände die Umbenennung in “Berlinetta” im Raum. Das Bundesverfassungsgericht prüft derzeit ebenfalls, ob das „Bum Bum“-Eis aufgrund von Gewaltverherrlichung verboten werden muss. Wir bleiben für Sie dran – an der Kugel und am Stiel!
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18 Kommentare
diese regierung abwählen !
Die hat doch gar keiner gewählt. Die hat sich erst nach der Wahl gebildet, aber zur Wahl stand sie nicht.
Koalitionen gehören verboten.
Nogger dir einen , hilft schwulen Müttern besonders beim gebären, dabei Zigeunersauce auf die Eichel und alles runter mit Sahne
Der ganze Scheiß ist doch nur Ablenkung von wirklich wichtigen Dingen.
Ich werde weiterhin einen Mohrenkopf Mohrenkopf nennen und einen Spaten einen Spaten.
Wem das nicht passt, der kann mich mal!
😜
kann es sein das es auch mal Menschen auf der Welt gab und nicht nur Spitzwegsche miefige Kleingeisterprolle auf Bürgergeld mit Dauerabo beim Knallpsychologen der ihnen dabei hilft morgens zumindest ins Klo zu pinkeln ohne das es gleich einen Zusammenbruch ihrer so befindlichen Psyche gibt?
Nicht vergessen, auch die Säufer wurden getestet: „Kakao mit Schuss“ = Lumumba
Wobei man da verstehen kann, dass es geschmacklos ist, ein Getränk „mit Schuss“ nach jemandem zu benennen, der erschossen wurde.
Es war umgekehrt. Der „Kakao mit Schuss“ kam nach Lumumba, weil man ein so tolles Getänk nicht nach einem Freiheitskämpfer benennen darf. Ich gehe davon aus, dass sich Patrice Lumumba gefreut hätte, dass ein Getränk nach ihm benannt wird.
Die Freunde der links-grün-woken Spinner, die Dems und die CIA haben mit recht großer Sicherheit Lumumba damals ermordet. Und deswegen muss auch sein Name aus dem Gedächtnis der Leute verschwinden!
Man kann das doch auch als Ehrung verstehen!
Ja, den Sarotti Mohren auch. Ein süßer schwarzer Junge präsentiert eine schwarze Köstlichkeit.
Mohrenkopf auch. Eine schwarze süße Köstlichkeit umhüllt etwas süßes Weißes.
Onkel Bens. Ein ehemaliger Sklave der es schaffte ein riesiges Geschäft auf die Beine zu stellen.
Aber wer das gut findet, ehrt diese nicht, sondern ist ein Rassist.
Das ist so krank. Die gehören echt in geschlossene Anstalten, die das als rassistisch bezeichnen.
Geht mit der sogenannten kulturellen Aneignung übergangslos weiter.
Oder die Bezeichnungen Indianer, Zigeuner, Eskimo sind auch rassistisch.
Der Nichtwitz an der Geschichte ist, Indianer wollen Indianer genannt werden, Zigeuner wollen Zigeuner genannt werden und die Eskimos wollen Eskimos genannt werden.
Sie dürfen sich selber aber nicht so nennen, hat mir eine Richterin erklärt. Da stand ein Zigeuner vor Gericht, der sich als Zigeuner bezeichnete und der bekam ein Ordnungsgeld, weil er sich partout nicht als Sinti oder Roma bezeichnen wollte.
Wir merken uns, Roma und Sinti sind keine Zigeuner. Ist der Boden des Irrsinns schon erreicht?
Ich weiß es nicht, aber ich denke, die Menschheit hat fertig.
und sie tanzten einen Rumba Kasabubu und Lumumba wobei Patrice Lumumba genauso ein Opfer politischer Drecksäcke geworden ist die Ihn haben ermorden lassen wie sie heute unter dem Deckmantel der Demokratie wieder die Fresse aufreissen
Ist Kakao mit Schuss nicht als russische Schokolade bekannt? Oder ist diese etwas anderes?
Hier gibt es in letzter Zeit mehrere solcher sinnlosen Artikel. Das ist nicht einmal lustig. Drei Sätze gelesen, den Rest kannste vergessen. Sinnlos.
Ich freue mich, wenn ich diese Artikel, mit einem Augenzwinkern lesen kann. Das ist Satire. Wenn Du damit nichts anfangen kannst, dann gehe zum Lachen in den Keller.
Er findet es aber eben nicht zum lachen, warum sollte er dann zum lachen in den Keller gehen?
Dein Kommentar ergibt keinen Sinn (für mich).
Habe gerade mal die KI gefragt.
„Zum Lachen in den Keller gehen“ ist eine bekannte deutsche Redewendung. Sie beschreibt eine Person, die humorlos, verklemmt, extrem ernst oder unentspannt ist. Wer diesen Spruch hört, dem wird mangelnde Lebensfreude oder die Unfähigkeit, über Witze zu lachen, unterstellt.
Also, was ergibt keinen Sinn?
Finde den Beitrag nicht sinnlos sondern bereichernd. Zeigt er doch welch ein Irrsinn sich hier im Land seit Jahren abspielt. Danke!
„Nogger Dir einen“ erinnerte uns damals an alles andere als an Maximalpigmentierte, die man noch Neger nennen durfte und von denen sich keiner darüber aufgeregt hat. Dave Davis fragte mal, was an ihm „farbig“ oder „schwarz“sei. Er habe braune Haut. Die Weißen würden grün vor Neid, gelb vor Ekel, rot vor Wut und blau vom Saufen. Aber ihn würde man als „Farbigen“ bezeichnen!
„Nogger Dir einen“ erinnerte uns an eine Tätigkeit sexueller Art. Motto: Hol Dir einen runter.
Es gab auch noch „Lift – Auf und nieder, immer wieder!“ und „Brauner Bär“. Vom „Flutschfinger“ ganz zu schweigen. Das waren alles sexuelle Anspielungen, die sogar wir Kinder – so zwischen 8 und 14 sofort kapierten. Zum „Braunen Bär“ meinte eine: „Meiner ist nicht braun, der ist blond“. Mit dem „Flutschfinger“ machten die Mädchen bei sich eindeutige Bewegungen. Auch mit dem Mund, immer schön langsam rein und raus! Was hatte wir für einen Spaß zusammen.
Ich frage mich schon seit einigen Jahren, wie rassistisch man eigtl. ganz tief in seinem Inneren sein muß, um überhaupt auf diese Ideen zu kommen.
Jeder „normale“ Mensch weiß, daß Rassismus sich eher im Verhalten, in vielen kleinen Gesten, Begebenheiten und Geschehnissen als in der Sprache zeigt und auch die vermeintlich sprachlich derart „geschützten“ Menschen stehen nur noch fassungslos daneben. Leider ist deren Meinung dazu aber nicht mainstream-tauglich und somit sehen sich viele genau dieser Menschen, die wir ja „schützen“ wollen/sollen, die gut gebildet sind, integriert sind, jede Menge Steuern zahlen usw dazu veranlaßt, nicht nur aus politischen Gründen sondern auch aus Angst vor uns „Gutmenschen“ dieses Land zu verlassen. ..
Chapeau, auch hier gilt: Ziel erreicht! Die Guten gehen, der Rest bleibt hier.