Donnerstag, 18. April 2024
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“Energiewende” zuhause: Großer Sprung auf dem Balkon

“Energiewende” zuhause: Großer Sprung auf dem Balkon

Genosse Mao hätte seine helle Freude an der grünen Energiepropaganda (Symbolbild:Imago)

So ein Solarpanel für den Balkon ist der neueste Schrei in der Nachbarschaft. Je nach Geländergröße findet sich für jeden Haushalt das passende Gerät, vielleicht sind sie demnächst auch in verschiedenen Farbschattierungen erhältlich. Passend zu den Geranien. Ach was, Geranien! Auch die Blumenkästen werden gern der Energiewende geopfert. Das ist eitler Tand, wenn es um die Rettung des Planeten geht – hinfort damit, da passt noch eine Solarzelle hin. Und wo sonst der kleine Tisch mit Stühlen für das sommerliche Frühstück stand, findet eine Speicherzelle Platz. Demnächst bei ihrem Baumarkt auch mit gepolsterter Sitzfläche erhältlich – fragen Sie nach unseren günstigen Monatsraten!

(Screenshot:Twitter)

Auch wenn das Gespräch, welches Martin Hundhausen auf dem Nachbarbalkon gehört haben will, wohl nur in seiner Fantasie stattgefunden hat, spricht der selbsternannte “Ingenieur der Energiewende” hier ein Thema an, welches durchaus aktuell ist. Immer häufiger begegnet einem Werbung für Selbstversorgerlösungen. Die Industrie folgt damit natürlich einem Trend, denn auch wenn so ein Panel ästhetisch nicht mit Petunien und Geranien mithalten kann, könnte es zum neuen Öko-Statussymbol werden. Der schicke Grill fliegt raus, da er von den Grünen ohnehin geächtet wird; dafür kommt die eigene Solaranlage. Der Balkon als Ort der Entspannung hat ausgedient, so ein kleines Opfer kann man dem Staat schon bringen.

Doch man ahnt Böses: Auch wenn die Gegner der Energiewende wegen ihrer Blackout-Ängste gern von Grünen verspottet werden, klingt das Lachen manchmal etwas zu schrill, um entspannt zu sein. Wie auch Spitzenglättungsszenarien und Smartmeter-Pflicht zeigen, scheint man zumindest auch im Bundeswirtschaftsministerium dem Braten nicht zu trauen. Vielleicht dämmert es den Herrschaften langsam, dass ihre Ideologie auf tönernen Füßen aufbaut. Es klingt paradox, aber gerade die zögerliche Umstellung auf Wärmepumpen und Elektromobilität ermöglicht es ihnen, noch ein wenig Zeit zu schinden. Ginge alles so rasch wie propagiert, ginge das deutsche Netz in die Knie.

Das Prinzip: Abwälzen von Verantwortung auf den Bürger

Mir steht dabei stets das Bild aus dem maoistischen China vor Augen, als die Bauern neben der harten Feldarbeit auch noch selbst gebaute “Hochöfen” betreiben sollten. Die Aktion geriet zum Desaster, denn selbstverständlich konnte so kein qualitativ hochwertiger Stahl hergestellt werden, den China zum Ausbau seiner Industrie dringend benötigte. Für die Bauern bedeutete es sinnlose Quälerei, ihrem Chefideologen auf seinem Irrweg folgen zu müssen. Natürlich hinkt dieser Vergleich, da bislang (noch) niemand in Deutschland gezwungen ist, zum Mini-Stromproduzenten zu werden. Aber es steht das gleiche Prinzip dahinter – das Abwälzen von Verantwortung auf den Bürger.

Die Grünen werden sicherlich keine Parole von “patriotischer Dienstpflicht” ausgeben, sondern es “Klimarettung” nennen. Man darf gespannt sein, was uns in dieser Hinsicht noch erwartet… Vielleicht ein Adapter für den Heimtrainer, der die Ladestation für das E-Auto auflädt? Wobei hierbei natürlich der CO2-Ausstoß des Trampelnden Berücksichtigung finden müsste. Eine Wärmepumpe bräuchte dieser dann jedenfalls nicht mehr – da wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

7 Antworten

  1. Nicht schlecht!
    Doch langsam aber sicher das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – in Ablösung der USA 😉

    Rolf

  2. Energiewende
    Man muß ihnen nur zuhören :
    Nun geht Habeck „voll ins Risiko – vielleicht gelingt es ja auch“ (Bild vom 13. Januar 2021). Und wenn nicht? Er bestätigt damit den Experimentalcharakter der Energiewende, den Professor Marcel Fratzscher, Chef des DIW, so formulierte (in: „Die Deutschland-Illusion“, Seite 96): „Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass die Energiewende ein Experiment ist.“ Der Generalsekretär des Weltenergierates, Christoph Frei, äußerte sich schon 2015 im Interview des rbb-Inforadio (31. Januar 2015) ähnlich: „Deutschland ist das größte Freiluftlaboratorium auf dem Energiesektor.“
    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/der-zocker-robert-habeck/

    Aber in einer Sekte hören die Gläubigen ja nicht zu, was gesagt wird, sondern sie bekommen nur ihren Glauben bestätigt. Und manchmal springen sie eben aus dem Fenster, weil sie glauben, fliegen zu können!

    Und es wird noch spannend werden, wenn die Realität sagt, daß man in einem deindustrialisierten Agrarland keine 80 Mio Einwohner ernähren kann – und schon gar nicht, wenn ein großer Teil davon lebensuntüchtige Grüne und Linke sind.
    Selbst Polizisten und Soldaten werden feststellen, das sie vom Plündern nicht leben können – und erst recht nicht, wenn sie grünlinke Ideologen mit durchfüttern müssen!
    Das Popcorn-Lager muß angefüllt werden – und dann zurücklehnen und lächeln.
    In Berlin sind die Freiheitshelden schon am jammern – von Kinderhetzen und Spaziergänger zusammenprügeln ist man zwar nützlich, aber niemals beliebt.
    Wie sagte schon Napoleon : ich liebe Verrat, aber ich hasse den Verräter !

  3. Ein selbst gebauter Heimtrainer mit Lichtmaschine erreicht mal grade so ca. 3 V. Reicht mal grade so um ein 1,2 Akku auf zu laden. War mal so ein Versuch um meine 12 V Notstromanlage zu ergänzen.

  4. “Wobei hierbei natürlich der CO2-Ausstoß des Trampelnden Berücksichtigung finden müsste.”
    Das dürfte natürlich mehr kosten als der erzeugte Strom. So wie beim Virusbullshit geht es beim Klimabullshit vor allem auch darum, möglichst viele ausnehmen und dann wegzuwerfen.

  5. Nunja, vielleicht sellt sich bei manch einem vielleicht mit einem Stirnrunzeln Ernüchterung ein, nachdem mit glitzernden Augen das neue teure aber umweltfreundliche “Balkonkraftwerk” in Betrieb genommen wurde und der Blick auf die tatsächlich Stromdaten fällt, wenn die Sonne mal gerade nicht direkt auf die Panels scheint. Bei etwas hellen Köpfen mag angesichts 1-stelliger Wattzahlen am frühen Vormittag oder bewölktem Himmel eventuell sogar die Frage aufkommen, wie das denn eigentlich bei den großen Solarkraftwerken gerade tatsächlich aussieht, ob die möglicherweise auch gerade bei einzelnen Prozenten ihrer Nennleistung herumdümpeln und woher der Strom wohl dann kommt….

    1. Das sehe ich auch so. Viele Leute werden schnell merken, wie wenig man damit reißen kann. Besonders erhellend sind da die Monate November bis Frebruar. Diejenigen, die auch noch rechnen können, werden noch schneller den Moment der Erkenntnis erleben.

  6. Und so springt der Bunzelbürger auf jeden S… dreck wie die Pawlowschen Hunde an.
    Ob Solarpanel, 49 € Ticket oder sonstigen grünen Mist, (Wärmepumpen)
    genau wie die Versprechen das Strom und Gas günstiger werden.
    Erst wenn die Rechnung des Versorgers kommt ist Heulen und Zähneklappern
    angesagt, aber selbst dann folgt meistens keine Erkenntnis.