Erst Hoffnungsträgerin, jetzt Riesenenttäuschung: Julia Ruhs erfolgreich „ÖRR-resozialisiert“

Erst Hoffnungsträgerin, jetzt Riesenenttäuschung: Julia Ruhs erfolgreich „ÖRR-resozialisiert“

Schade, Julia! (Foto:Imago)

Die vergangene Woche ausgestrahlte neue Folge der NDR-Sendung „Klar mit Julia Ruhs, die bislang als die letzte verbliebene nicht dezidiert linke Journalistin bei der ARD galt, widmete sich der Frage: „Hat Corona uns zerrissen?“ Leider war diese Frage hier nicht rhetorisch gemeint, sondern sie steht für den Prozess tätiger Reue der unbotmäßigen Ruhs, der man mit diesem Thema die Gelegenheit zur gesichtswahrenden Selbstgleichschaltung und Wiedereingliederung in den Mainstream gab. Denn tatsächlich war diese dritte “Klar”-Ausgabe das Gegenteil von dem, was sie versprach: Statt Aufarbeitung gab’s eine täterlästige Exkulpation der “Pandemie”, die hier als schicksalhafte Realbedrohung dargestellt wurde und nicht als das inszenierte Großverbrechen (oder zumindest kollektives Psychosenstadl), das sie war. Soweit Fehler der damals handelnden Akteure zur Sprache kamen, wurden diese sogleich mit der damaligen allgemeinen Überforderung aufgrund der großen Unsicherheit inmitten einer unüberschaubaren und angstbehafteten Bedrohungslage gerechtfertigt. Es ist genau das Narrativ, mit dem sich die Schuldigen bis heute herausreden.

Nachdem Ruhs mit ihrer ersten Sendung –  zumindest beim noch zu kritischen Restempfindungen fähigen Publikum – für eine freudige Überraschung gesorgt hatte, indem sie sich in für ARD-Verhältnisse völlig ungewohnter Form mit den realen Problemen der Migrationspolitik befasst hatte, schwenkte sie nun ganz auf Linie um – und enttäuschte mit ihrer Corona-Sendung alle Sympathien und Hoffnungen jener, die in ihr einen Lichtblick sahen. Vermutlich hat sich Ruhs damit allerdings jetzt zwischen alle Stühle gesetzt; bei ihren Fans hat sie sich final unglaubwürdig gemacht, während sie bei ihren linksextremen Kollegen (die sie nach der Debutsendung bei der Senderleitung angeschwärzt hatten) und ARD-Propagandisten vom Schlage Anja Reschke weiter als verkappte Renegatin gilt und mit der (aus linksgrüner Journalistensicht unverzeihlichen) Thematisierung von Migrantengewalt und Messerterror in der “Klar”-Pilotfolge jegliches Vertrauen verspielt und dauerhaft “verschissen” hat. Auch wenn ihr ihre Chefs die Chance zur “Wiedergutmachung” gaben – für die NDR-Redakteure dürfte es ganz egal sein, wieviele systemkonforme Ablasshandlungen sie noch vollführt; sie ist unten durch.

“Klar” wieder auf Systemkurs

Ruhs Versuch einer Corona-“Aufarbeitung” stellte unterm Strich eine peinliche Anbiederung bei den Mächtigen dar. Kritische Ansätze waren zwar vorhanden, aber nur schonend dosiert und blieben stets im Ansatz stecken. Dafür kamen Vertreter des Corona-Regimes wie Karl Lauterbach oder Alena Buyx insgesamt viel zu gut weg, das ganze kriminelle Ausmaß der Corona-Politik kam nicht ansatzweise zum Ausdruck. Vor allem wurden deren zahllose Opfer nicht ausreichend gewürdigt. Dies schockierte vor allem verdienstvolle echten Corona-Aufklärer, die unter Inkaufnahme erheblicher Nachteile jahrelang recherchiert und oft gegen Windmühlen in Politik, Pharmalobby und Behörden gekämpft hatten und sich von Ruhs eine ebenso deutliche Abrechnung mit dem politmedialen Vertuschungs- und Gesundbetungskartell erhofft hatten. Entsetzt mussten sie stattdessen feststellen, dass auch “Klar” nun auf (System-)Kurs gebracht ist.

Der Journalist Bastian Barucker, der im Juli 2024 gemeinsam mit der Journalistin Aya Velazquez und dem Corona-Kritiker Professor Stefan Homburg die vollständig entschwärzten RKI-Files der Öffentlichkeit präsentiert hatte, nachdem er sich zuvor intensiv mit den Dokumenten des Krisenstabes des Robert-Koch-Instituts (RKI) befasst hatte, war offenbar  irritiert über die “Klar”-Sendung zu Corona, und wollte daher mit Ruhs ein Gespräch führen. Also bat er sie um ein Interview, wobei er ihr reichlich zeitlichen Vorlauf ließ und einen Termin im September vorschlug. Ruhs‘ Reaktion darauf bestätigt leider alle Befürchtungen ihrer offenbar erfolgreichen senderinternen Disziplinierung: Sie ließ das Interview ohne Umschweife ablehnen – ohne einen Alternativtermin vorzuschlagen.

Dialogverweigerung wegen Kontaktschuld?

Ein Fall von Kontaktschuld? Oder weiß Ruhs ganz genau, dass sie keine sachlichen Argumente hat gegen Barucker, dessen RKI-Files-Offenlegung eindeutig gezeigt hatte, dass es zu keinem einzigen Zeitpunkt eine auch nur ansatzweise wissenschaftliche Grundlage für die Corona-Maßnahmen gab, obwohl den Menschen drei Jahre lang genau dies vorgelogen und sie auch permanent mit der Unsinnsphrase „Follow the Science“ traktiert wurde? Wenn sie es wusste – wieso wohl brachte sie es nicht in ihrer Sendung? Das, was bei Corona seinen Anfang nahm, wird nun ausgerechnet von Ruhs selbst praktiziert: Mit den “Schwurblern” spricht man nicht. Und weil heute noch immer jeder, der den Corona-Wahnsinn allzu kritisch hinterfragt, als tendenzieller Wissenschaftsfeind verunglimpft wird, während dieselben unfähigen, dafür aber umso machtgierigeren und skrupelloseren Politiker von damals bis heute mit allen davonkommen – von Milliarden-Veruntreuungen für überteuerte Masken bis vorsätzliches Belügen der Öffentlichkeit –, kann jeder falsche Umgang, jedes Interview mit einem “Delegitimierer” für neuen Ärger sorgen.

Deshalb kam der von Barucker erhoffte “Dialog zwischen freien und ÖRR-Journalisten“ nicht zustande – dank Julia Ruhs. Dies trug ihr einen veritablen Shitstorm ein: Viele X-User griffen sie heftig an wegen ihrer Gesprächsverweigerung. Die Journalistin reagierte in ihrer X-Antwort darauf leicht zickig und geradezu pubertär angefasst: “Was wollt ihr eigentlich alle? Mich fertig machen? Damit ihr auf Nummer Sicher geht, dass euch niemand aus dem ÖR heraus Konkurrenz macht? Warum sollte ich jede Einladung annehmen? Ich gehe auch nicht mit jedem auf ein Date!!” Keine Sorge: “Konkurrenz” hat Ruhs mit ihrer Corona-Sendung den echten Aufklärern oder alternativen Medien ganz sicher nicht; im Gegenteil.

Canossa-Gang für die zwangsgebührenfinanzierte Vollversorgung?

Über die wahren Gründe für ihre Absage an Barucker kann man nur spekulieren. Am wahrscheinlichsten aber dürfte sein, dass Ruhs beim NDR fortan unter Beobachtung steht und daher jegliche toxischen oder suspekten Kontakte meidet, umso mehr, als ihr seit ihrer migrationspolitischen Reportage in den eigenen Reihen das Stigma der verkappten “Rechten” anhaftet und sie einem Druck ausgesetzt ist, der an Mobbing grenzt. Normalerweise hätte Ruhs nach dem senderinternen Protest sofort kündigen müssen, oder spätestens dann nach der unsäglichen jüngsten Ausgabe von “Reschke Fernsehen”, in der die gleichnamige propagandistische Dreckschleuder “Klar” andeutungsweise in die braune Ecke rückte. Hätte sie daraufhin konsequenterweise beim Staatsfunk den Bettel hingeschmissen: Julia Ruhs sie wäre mit Kusshand bei alternativen Medien von “Reitschuster” oder “Tichy’s Einblick” bis “Servus TV” und “Nius” untergekommen, oder auch zumindest bei konservativeren Formaten des Mainstreams. Aber anscheinend sind die Verlockungen der zwangsgebührenfinanzierten Vollversorgung (oder auch der Einfluss ihres sozialen Umfeldes?) so groß, dass sie sich für den reuigen Canossa-Gang entschied. Und vor diesem Hintergrund erklärt sich dann eben auch die wachsweiche “Klar”-Corona-Sendung.

Nun bleibt abzuwarten, ob und wie lange Ruhs noch ihre kritischen und unliebsame Kolumnen fortsetzen wird, die sie etwa für “Focus” schreibt und in denen sie die immer absurderen und totalitäreren Auswüchse des Linksstaates anprangert. Texte im bisher von ihr gewohnten Tenor dürften jedenfalls deutlich gegen die Bewährungsauflagen der ARD verstoßen. Wenn sie Pech hat, betrifft dies auch ihr am 18. August 2025 erscheinendes Buch “ Links-grüne Meinungsmacht: Die Spaltung unseres Landes(das Ruhs weitgehend bereits vor dem NDR-internen Scherbengericht fertiggestellt hatte). Dann wären all ihre Verrenkungen umsonst gewesen.

12 Kommentare

  1. Sie will halt ihre Ruh. Einfach nicht mehr hinschauen. Nichts mehr bezahlen. Wir machen das seit Jahren. Der Gerichtsvollzieher hat es grinsend auf Wiedervorlage gesteckt. Traut euch.

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  2. Egal, wer, was, wo im Zwangs-TV von Zweit- oder gar drittklassigen
    Dummbeuteln uns Bürgern vorgesetzt wird, es bleibt das einschalten gar nicht wert.
    Nur noch Zeitverschwendung !
    Wer heute noch Zwangsgebühren für den vielen Dreck bezahlt, dem ist nicht mehr zu helfen !

    Wartet, bis in einem unseren Ost-Bundesländern die AfD die Regierung stellen wird und den unsäglichen Staatsrundfunkvertrag kündigt und das wäre dann endlich das von vielen Menschen herbei gesehnte Ende des Bezahl-Staatsfunk !!!
    Oder sollte man zutreffender sagen, des Lügen-, Weglass- und linksgrünwoken Bürger lenkenden Staatsfunk?
    Dieser zahlt von unseren Zwangsgebühren noch horrende Gehälter nicht nur für Intendanten, Programmdirektoren u.a. , auch noch für überbezahlte Pensionen !

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    1. Ich bin ziemlich sicher, man arbeitet inzwischen fieberhaft daran, einen juristischen Winkelzug zu finden, mit dem trotz einer Kündigung des Rundfunksstaatsvertrags in einem Bundesland die Zwangsgebühren weiter für alle zu bezahlen sind. Das höchste Gericht wird dann bestimmt eine Begründung liefern, warum alles rechtens ist.

  3. Auch der Charakter scheint bei manchen Leuten eine Sache für sich zu sein..! Das Rückgrat wird einem in diesem Land ja systematisch gebrochen, so will Deutschland seine Untertanen doch schließlich haben! Und auf die Vorteile des Systems will eben auch nicht jeder verzichten, selbst wenn es noch so krank und marode ist!

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  4. @Julia Ruhs erfolgreich „ÖRR-resozialisiert“
    immerhin hat das nur Monate gedauert – Bettina Gauß hat damals 5 Jahre gebraucht bis zur völligen Unterwerfung !

      1. @Muss man die kennen?
        früher mal – ist inzwischen nicht nur unterworfen, sondern tot.
        Die hat lange Zeit im Presseclub die Qualität gehalten – ihren großen Tag mit Exekutionsfolge hatte sie dann beim Thema Arbeitslosigkeit. Datum weiß ich nicht mehr – eben zu der Zeit, als ich das noch verfolgt habe – am liebsten wegen der Anrufer. Die Runde bejubelte das Regime – wegen der geringen Arbeitslosen – bis ein ungebriefter Anrufer durchkam. Und der sagte dann : ist alles gelogen – die 2Mio sind Fake – in Wirklichkeit haben wir 6 Mio. na ja – die Runde um Schönenborn – der, der dann später auch bei dem Putin-Interview so manipulativ aufgefallen ist – dann meldete sich auch Fr. Gauß zu Wort und gab ihm recht. Sie zählte die ganzen Manipulationen auf, wen man da alles herausrechnete mit dem Ergebnis – die wahre Zahl liegt bei 6 Mio.
        Gab damals richtig Wirbelwind – und drei Wochen später stieg die Zahl der Arbeitslosen von Sonntag auf Montag von 2,4 auf 6,x Mio, weil man eine „neue Berechnung“ einführte. Danach wurde das Arbeitsamt aufgelöst und in Arge und – wie immer das jetzt heißt – neu strukturiert, um die Zahlen besser zu vertuschen! Ist ja auch seither kaum noch ein Thema !
        Fr. Gauß – die bis zu diesem Vorfall mindestens einmal pro Monat eingeladen war, wurde danach allerdings nicht mehr eingeladen. Erst nach 5 Jahren kam sie wieder – vollständig domestiziert und ohne Rückgrat – ein trauriges Bild. Fehlte nur noch, daß sie dem Schönenborn die Füße küßte !

        Und zu ihrer Frage : nein – kennen muß man sie nicht mehr, aber den Vorfall als praktische Demonstration der Qualitätsmedien wäre gut. Aber wenn sie sich erinnern wollen, dann bitte an Bettina Gauß und Schönenborn, damit auch der Rahmen paßt !

  5. Warum steigt sie nicht aus der ÖR Dreckschleuder aus? Julian Reichelt hat es doch auch gemacht, als man ihn bei Bild rausgeschmissen hat. Scheinbar ist ihr Gehalt bei den Faschistischen ÖR Hetzern so gut, das sie auch noch was vom zwangsfinanzierten großen Kuchen abhaben will, bevor dieser Drecksladen eingestampft wird.

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  6. Nicht jeder hat den Mumm, sich dem linksgrünen Furor und Terror entgegen zu stemmen und die schönen Scheinchen für all die korrumpierbaren Schweinchen spielen halt immer eine Rolle ….Das Verschmelzen von Politik ,Medien , Justiz und Wirtschaft zu einenm totalitären Machapparat nennt sich nach wie vor Faschismus ….Und Buntfaschisten fabulieren 24/7 etwas von “ unserer Demokratie „….unserer Zivilgesellschaft …“.wertebasierte Ordnung …“
    Was für ein kaputter Haufen…

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  7. Ist ja sonnenklar; Wenn du in dieser Einrichtung zur Zerstörung der freien Meinungsäußerung gezwungen bist zu arbeiten, umgeben von lauter zähnefletschenden und geifernden Hyänen, dann kannst du nicht lange standhalten.

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