Erst RBB, jetzt Bayrischer Rundfunk: Schafft den Staatsfunk endlich ab!

Tempel der Selbstbereicherung? BR-Zentrale in München (Foto:Imago)

Die Skandale bei den Öffentlich-Rechtlichen reißen nicht ab. Gerade erst war die RBB-Schlesinger-Affäre – auch dank tatkräftiger Mithilfe praktischerweise der eigenen Sender und Redaktionen, die sich am effizienten Totschweigen eifrig beteiligten – wieder im Nirwana der Vergessenheit verschwunden, da sorgen die Enthüllungen um Gebührenverschwendung und Finanzgebaren des Bayerischen Rundfunks (BR) gleich für den nächsten Aufreger. Allerdings reicht der Scheitelpunkt der Empörung immer nur gerade so hoch, dass keine ernsthaften Konsequenzen und schon gar keine fundamentalen Veränderungen umgesetzt werden, dass eine Eigendynamik einsetzt, die das marode, verfettete und verfilzte selbstherrliche System des deutschen Staatsfunks endlich hinwegfegt.

Dabei täte eine radikale Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks insgesamt Not. Dass eine Sendeanstalt im reichsten Bundesland Bayern trotz Milliarden-Gebühren im Millionen-Minus versinkt und die Chuzpe besitzt, seinen Funktionären weiterhin Traumgehälter zu zahlen, zeugt von einer strukturellen Fehlplanung des gesamten ÖRR, an deren Behebung sich bislang keine einzige Regierung – weder in Bonn, Berlin noch München – seit Jahrzehnten herangewagt hat. Die Offenlegung des Bayerischen Obersten Rechnungshofs (ORH), dass der BR trotz gestiegener Zwangsbeiträge ein Defizit von 465 Millionen Euro alleine an Pensionsrückständen angehäuft hat, wurde noch durch die Meldung getoppt, dass „jeder zweite Euro“ der Ausgaben des Senderhaushalts schlicht „nicht nachvollziehbar“ sei dass.

Gebührenfinanzierte Spitzenverdiener sahnen noch in Aufsichtsräten ab

Die schamlose Abzocker- und Absahnermentalität der Funktionäre macht bei ihrer üppigen Alimentierung auf Gebührenzahlerkosten dabei nicht halt: Besonders auf die exorbitant hohen Einnahmen der BR-Technikdirektorin, Birgit Spanner-Ulmer, wurde zuletzt in verschiedenen Medien hingewiesen; zusätzlich zu ihrem jährlichen Grundgehalt von 266.000 Euro erhält sie noch weitere rund 118.000 Euro jährlich für ihre Mitgliedschaft in diversen Aufsichtsräten. Insgesamt kassierte sie eine halbe Million Euro – darunter auch 68.500 Euro jährlich von der Salzgitter AG, um dort die vorgeschriebene Frauenquote zu erfüllen. Für den Stahlkonzern lohnte sich die Personalie dennoch: In einer BR-Dokumentation über Wasserstoff als „Die Kohle der Zukunft” wurde die Salzgitter AG für ihren Einsatz für den „Klimaschutz” gelobt. Der AfD-Landtagsabgeordnete Uli Henkel, der auch BR-Rundfunkrat ist, stellte hierzu die berechtigte Frage: „Wie kann bei solcher Vernetzung die notwendige Objektivität gewährleistet sein, zu der der BR doch gesetzlich verpflichtet ist?”

Damit nicht genug: Die „Welt“ listet eine ganze Liste des Horrors mit diversen Aufsichtsratsvergütungen und Zubroten von ÖRR-Apparatschiks bundesweit auf. Die Zahlen liefern die eindrucksvolle Antwort auf die Frage, warum sich öffentlich-rechtliche Medien so bemerkenswert unkritisch gegenüber manchen Branchen, Firmen oder Lobbyisten äußerten: Die Interessenkonflikte etlicher Senderverantwortlichen waren stets die beste PR und Garantie zur Imagepflege jener, die sich so ihre eilfertigen Hausjournalisten hielten. Henkel findet zu diesen Abgründen deutliche Worte: „Einerseits muss die Mehrheit der Bürger an allen Ecken und Enden sparen, während Politiker sie mit Waschlappen-Tipps verhöhnen, andererseits werden sie als Zwangsbeitragszahler genötigt, den Spitzenfunktionären des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Traumgehälter zu zahlen. Wenn die BR-Technikdirektorin mehr verdient als der bayerische Ministerpräsident, ist das den Menschen nicht mehr vermittelbar.” So wie letztlich der gesamte ÖRR in Deutschland.

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11 Kommentare

  1. https://reitschuster.de/post/ard-manipuliert-gebuehrenzahler-mit-long-covid-gruselgeschichte/

    „ARD manipuliert Gebührenzahler mit Long-Covid-Gruselgeschichte
    Kritiker fühlen sich an Spiegel-Lügenreporter Relotius erinnert“

    „An den Fall Relotius fühlen sich Kritiker erinnert durch eine neue, unglaubliche Geschichte bei der ARD. Dort präsentiert der gelernte Arzt, Autor und Corona-Aktivist Eckart von Hirschhausen, dessen Stiftung von Bill Gates 1,4 Millionen Euro kassierte, in einer Sendung über „Long Covid“ ein Kind, das angeblich Opfer dieser Krankheit sein soll. “

    Lest selbst weiter !

    Quelle: boris reitschuster.de v. 26.09.2022

    Der unter vielen „Schleimern“ f.d. Mainstream-Nation, der keine ärztliche Verantwortung übernehmen will und sich lieber mit Münchhausen-Geschichten auslässt, langweilt mich uns meine Familie im Zwang finanzierten TV schon lange und zwar so heftig, das wir diesen Typen sofort abschalten.
    Einfach widerlich sind diese Art von Mainsteam-Sendungen uns insbesondere
    ist der Typ eine Zumutung.

  2. Vorteil des Staatsfunkes war eigentlich nur einer: dass ab 20:00 Uhr keine Werbung mehr gesendet werden durfte.
    Die „Qualität“ der Filme war schon lange die gleiche wie bei den Privaten.
    Also: die staatl. zu privaten Sender umfunktionieren wäre ehrlicher.

  3. 8,5 Milliarden..
    durch abgeoresste Demokratie-verhinderungs-abgabe um
    damit dteiste Ideologen (und nebenher ein Programm) zu „finanzieren“ 🤡

    Angeblich – haben die Macher Hollywood ein geringes Budget 😌

  4. Jetzt reicht es aber! Ich platze noch vor Wut! Weihnachtsbeleuchtung aus, Spitzengehälter für ÖR an! Ich schaue keinen öffentlichen Rundfunk mehr, nur noch youtube, weil das Programm so jämmerlich ist. Bezahlen darf ich trotzdem.

  5. Die Abschaffung der ÖR wäre ein Fehler.
    Leider ist er derzeit, seit Jahren schon, korrupt bis auf die Knochen.
    Würden die ÖR ihrer neutralen Informationspflicht, wie vorgesehen, nachkommen, wäre dies ein etwas anderes Land.
    Da die Definition von Demokratie der Machthaber eine sehr spezielle zu sein scheint haben wir die derzeitigen Auswüchse.
    Wobei sich auch bei einer neutraleren Ausrichtung der Berichterstattung trotz allem nur eine Minderheit fürs politische und wirtschaftliche Geschehen interessiert.

  6. Sorry, es passt zwar nicht zum Thema, ist allerdings sehr wichtig, weil es um unsere
    Kinder, deren unsere Zukunft ist, geht !

    https://youtu.be/XtZW-8MrzWI

    vom 27.09.2022

    „Kinderschützer macht Hofreiter fertig: „Dann wären Ihnen die Haare nach hinten geflogen!“

    Der beste Carsten Stahl, schon seit vielen Jahren mit harten, leicht verständlichen und notwendigen klaren Worten, Worte, die Multi-Dilettanten nicht gerne hören, weil ihnen das wichtige Thema, unsere Kinder, wohl nicht die Bohne interessiert.

    Das beste Beispiel ist Schändung unserer Kinder, wie es üblich beim Personal der Kirchen aufgefallen ist.
    Ein weiteres nicht unwichtiges Beispiel ist die Menschen und Kinder verachtenden Maßnahmen beim Märchen C.
    Weiter geht es mit zu wenig Fach-Personal bei den Jugendämtern, wo angezeigte Gewalttaten gegen Kinder oft erst dort zum Thema werden, wenn Kinder schwer misshandelt bzw. getötet wurden.

  7. Ich habe ja schon immer einen Monatsbeitrag offen gehabt, damit sie mir öfter mal eine Mahnung schicken mussten mit ihrem bürokratischen Apparat. Jetzt habe ich den Dauerauftrag ausgesetzt, zahle gar nicht mehr und gucke mal, wer eher schlappmacht. Wahrscheinlich ist die Knete einfach gespart, und mir passiert gar nichts, bevor der korrupte Laden endlich aufgelöst wird (und die BRD noch dazu, aber das darf man ja hier nicht schreiben).

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