Etikettierung politisch unerwünschter Literatur: Der verdeckte Kulturkampf

Etikettierung politisch unerwünschter Literatur: Der verdeckte Kulturkampf

Zielmarkierung missliebiger Bücher im Dienst der linkswoken Reichsschrifttumskammer: Der Stuttgarter Literaturprofessor Torsten Hoffmann (Foto:ScreenshotYoutube)

Der Krieg um Deutungshoheit wird in Deutschland (derzeit noch) subtiler als mit Schüssen, aber nicht weniger erbittert geführt: In Buchhandlungen, Feuilletons oder Nischenzeitschriften ringen Ideologien um kulturelle Dominanz, und die Literaturpolitik ist zum Schlachtfeld avanciert. Torsten Hoffmann, Literaturwissenschaftler an der Universität Stuttgart, verkörpert mit seinem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt namens „Neurechte Literaturpolitik“ einen Frontposten dieses Kampfes. Sein Ansatz ist kein neutraler Blick auf Texte, sondern ein ideologischer Angriff, der unter dem Deckmantel der Wissenschaft konservative Stimmen diffamiert und marginalisiert. Hoffmanns Aufsatz „Bücher mit Rechtsdrall“, erschienen in den “Frankfurter Heften” (Ausgabe 9/2025), ist kein Beitrag zur seriösen Literaturkritik – er ist eine politische Salve, abgefeuert gegen alles, was er als „bürgerliche Literatur“ abstempelt. Mit großspuriger Pose und im Gestus des Kulturkampfes wirft er konservativen Autoren vor, „zivilgesellschaftliche Standards abschaffen“ zu wollen. Doch hinter dieser Fassade lauert keine fundierte Analyse, sondern pure Dämonisierung: Hoffmann instrumentalisiert akademische Autorität, um ideologische Schläge auszuteilen. Was nicht in sein linkes Weltbild passt, wird als Bedrohung gebrandmarkt. Hier wird nicht argumentiert, sondern exkommuniziert – ein klassischer Fall von Cancel Culture in Gelehrtenrobe.

Besonders perfide ist die Verquickung mit der Universität: Sie verleiht diesem Aktivismus den Anschein wissenschaftlicher Objektivität. Das DFG-Projekt, finanziert aus Steuermitteln, entpuppt sich als Plattform für parteiische Strategie. Es denunziert Literaturpolitik als zentrales Feld „neurechter Metapolitik“, um konservative Positionen zu delegitimieren. Ergänzend sei angemerkt: Solche Projekte fördern eine Filterblase, in die sich linke Netzwerke – von Journalisten über Verlage bis zu Fachzeitschriften – nahtlos einfügen und an ihr mitwirken. Historisch erinnert der Vorgang an die ideologischen Säuberungen in der DDR-Literaturwissenschaft, wo Abweichler als „reaktionär“ diffamiert wurden. Heute wird ähnlich operiert: Kritik an Migration, Identitätspolitik oder EU-Zentralismus gilt automatisch als „rechts“, ohne dass die Inhalte noch geprüft werden. Das Etikett genügt.

„Rechte“ Literatur?

Die Methodik Hoffmanns gleicht einer intellektuellen Selbstvermarktung: Politische Literatur wird als wissenschaftliches Feld etikettiert, um jede abweichende Stimme als „rückständig“ oder „rechtsextrem“ zu diskreditieren. „Recht“ wird zum Totschlagargument – du darfst nicht mehr debattieren, du wirst angeklagt. Das Projekt vermengt Analyse mit Aktivismus und treibt Ideologisierung voran: Linke Medien greifen auf, linke Rezensenten verstärken, und die Öffentlichkeit wird zur Bühne für diese Inszenierung. Die Koordinaten sind gesetzt: Wer linke Dogmen infrage stellt, vollzieht einen „Rückfall ins Rechte“. Substanz wird durch Verdacht ersetzt, Diskurs durch Ausgrenzung. Man spricht von “Kanonrevision” und “Literarizität” – meint aber die Eliminierung politisch Unerwünschter. Der Feind wird nicht widerlegt, sondern aus dem Diskurs verbannt. Ergänzender Effekt: Solche Taktiken untergraben die Pluralität der Literatur, die seit der Aufklärung als Raum freien Denkens gilt. Wenn Autoren wie Ernst Jünger oder Botho Strauß retrospektiv als „rechts“ abgestempelt werden, verliert die literarische und künstlerische Ästhetik an Bedeutung; alles wird politisch umgedeutet.

Hier lohnt eine Erweiterung: Ist der Begriff „rechte Literatur“ überhaupt sinnvoll? Oder handelt es sich dabei um eine ideologische Konstruktion? Zunächst: Literatur ist primär ästhetisch, nicht programmatisch. Sie kann konservative, libertäre oder patriotische Themen aufgreifen, ohne automatisch „rechts“ zu sein. Beispiele wie die Werke von Martin Mosebach oder Uwe Tellkamp zeigen: Diese Autoren kritisieren gesellschaftliche Entwicklungen, ohne extremistische Agenden zu bedienen. Dennoch werden sie in Projekten wie Hoffmanns als Teil einer „neurechten“ Strategie verklärt – eine Vereinfachung, die Nuancen ignoriert. Man könnte dann von „rechter Literatur“ (im heutigen synonymen Begriffsverständnis rechts = rechtsextrem) sprechen, wenn Texte explizit völkische, autoritäre oder rassistische Ideologien propagieren, wie etwa in der NS-Zeit bei Hanns Johst. Aber in der Gegenwart dient der Begriff oft als Kampfbegriff, um alles Rechts des Mainstreams zu pathologisieren. Wie also definieren? Nach Inhalt (etwa Kritik am Multikulturalismus)? Am Autorenhintergrund (etwa Nähe zur AfD)? Anhand der Rezeption (zum Beispiel in rechten Foren)? Hoffmanns Ansatz wählt den letzteren Weg: Er projiziert einen „Rechtsdrall“ auf Bücher, die in konservativen Verlagen erscheinen, alleine aufgrund ihrer publizistischen Herkunft – ohne jede textimmanente Beweise. Das ist problematisch, da es Literatur zu einem Vehikel politischer Kontrolle macht.

Qualität statt Agenda

Hingegen wird linke Literatur – von Bertolt Brecht bis Elfriede Jelinek – selten als „linksextrem“ etikettiert – obwohl sie vielfach revolutionäre Inhalte transportiert. Diese Asymmetrie enthüllt eine Doppelmoral: „Rechte Literatur“ ist ein Etikett zur Ausgrenzung, nicht zur Analyse. Stattdessen ist für eine depolitisierte Lesart zu plädieren: Bewerten wir Texte endlich wieder nach Qualität, nicht nach vermuteter Agenda! Andernfalls riskieren wir eine ideologische Gleichschaltung, die die Freiheit der Kunst bedroht. Genau auf diese legt es Hoffmann jedoch an. Und dann seine Invektiven gegen die neue Buchmesse „Seitenwechsel“, organisiert von der Buchhändlerin Susanne Dagen, Inhaberin des Buchhauses Loschwitz in Dresden: Hoffmann bezichtigt sie, mit „einflussreichsten Rechtsextremisten“ zu kooperieren, um eine Öffentlichkeit für das „extrem rechte Lager“ zu schaffen. Das ist keine fundierte Kritik, sondern gezielte Inszenierung – bürgerliche Literatur als Hort des Extremismus, ohne Beweise, rein durch Projektion. Übrigens: Dagens Messe präsentiert unterschiedlichste Autoren jenseits des Mainstreams, darunter Konservative und Liberale, die in etablierten Foren geflissentlich ignoriert werden. Indem Hoffmann sie pauschal diffamiert, ignoriert er, dass Vielfalt auch unbequeme Stimmen einschließt. Das ist Rufmord, der reale Konsequenzen hat: Boykotte, Drohungen, wirtschaftlicher Druck. Und genau das ist auch bezweckt.

Wer Literatur so behandelt, will nicht Vielfalt, sondern Gleichschaltung“, empört sich Dr. Rainer Balzer, kulturpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg. „Schlagworte dienen nicht der Aufklärung, sondern der Ausschließung. Dass ein Stuttgarter Dozent das schreibt, ist eine Schande für den Wissenschaftsstandort. Wir als AfD halten dagegen: Literatur ist frei, darf provozieren, konservativ sein, dem Zeitgeist widersprechen. Wer das verweigert, attackiert Kunstfreiheit und Demokratie.“ Genau dies ist der Punkt: Aus konservativer Perspektive betreibt Hofmann die Skandalisierung von Literatur. Der Anspruch, diese “gegen Extremismus zu verteidigen”, wird zum Vorwand, abweichende Positionen als staatsgefährdend zu behandeln. Was wir sehen, ist eine zunehmende Kulturalisierung des Kampfes gegen Andersdenkende; eine Mobilmachung, die Ästhetik zum Vehikel macht. Man redet von Extremismus, meint aber Konservatismus. Politischer Aktivismus tarnt sich als Wissenschaft. Wer sich nicht beugt, wird zum Extremisten erklärt und ausgeschlossen. In dieser Lage müssen wir nicht nur literarisch, sondern politisch reagieren. Nicht mit Zensur, sondern mit Klarheit. Wir müssen verstehen, wie linke Akademiker Kulturpolitik instrumentalisieren – und mit Rhetorik, Oppositionsarbeit und alternativen Plattformen kontern! Wer dieses Terrain preisgibt, verliert die Freiheit des Buches – und mit ihr die Seele jeder freien und demokratischen Gesellschaft.

10 Kommentare

  1. „Hoffmanns Aufsatz „Bücher mit Rechtsdrall“, erschienen in den “Frankfurter Heften” (Ausgabe 9/2025), ist kein Beitrag zur seriösen Literaturkritik – er ist eine politische Salve, abgefeuert gegen alles, was er als „bürgerliche Literatur“ abstempelt…………………“

    Heißt im Klartext: Bei allem was diese Type stigmatisiert lohnt es sich reinzuschauen + andersherum ist alles was er in Ruhe läßt nur linksgrüner Buchstabenmüll mit dem man besser keine zeit verschwendet.
    Im Grunde nicht schlecht in dem heutigen Literaturdschungel so eine kostenlose Vorauswahl von tatsächlich Lesenswertem präsentiert zu bekommen. 😮

    Wer sich heutzutage noch von diesen Schlagwörtern „rechtsextrem“ & Co überhaupt angegriffen fühlt, ist sowieso längst nicht mehr ansatzweise zu retten und soll weiter „Unsere Demokratie“ schützen. Das meinetwegen auch mit dem eigenen Kadaver als Impf- oder Kanonenfutterling an der neuen Ostflanke.
    Von daher: Her mit der Liste Herr Professor Unrat

  2. Ist dieser mysteriöse „Porfessor“ Hoffmann „gegen“ „C“ giftgespritzt worden? Hat das bei ihm merkliche Schäden hinterlassen beziehungsweise erzeugt?
    Der Hoffmann sucht natürlich nach seiner Existenzberechtigung in seinem Orchideenfach namens Literaturwissenschaft. Und so muss er liefern und liefert gern.

    1. Hoffmann will (anscheinend oder tatsächlich eine neue Reichsschrifttumkammer).
      Hoffmann beschädigt den sehr guten Ruf, den die Literaturwissenschaft hat und macht die Literaturwissenschaft zu einem Polit-Zweig. Pfui!!!

  3. Diese Menschen sind so perfide, dagegen haben „wir“ keine Chance. Einfach weil wir zu anständig sind. Bin mittlerweile so desillusioniert, dass ich mich immer mehr zurückziehe. Zum eigenen Schutz.

  4. Chatkontrolle: Der größte Angriff auf unsere Privatsphäre seit der Vorratsdatenspeicherung
    Es klingt fürsorglich, fast harmlos. Wer könnte schon dagegen sein, Kinder vor Missbrauch zu schützen? Mit diesem moralischen Schutzschild treibt die Europäische Union derzeit ein Projekt voran, das unsere digitale Welt für immer verändern könnte: die sogenannte Chatkontrolle. Offiziell soll sie helfen, Bilder und Videos von Kindesmissbrauch im Netz aufzuspüren. In Wahrheit aber bedeutet sie nichts anderes als die Abschaffung privater Kommunikation, wie wir sie kennen.
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=139633

  5. Mit schreibt keiner vor, was ich lesen oder nicht lesen darf und lehne deshalb jegliche Zensur gem. Art. 5 Abs. 1 GG ab.

    Grundrechte gem. den Art. 1 bis 19 GG sowie Art. 103 Abs. 1 GG sind darüber hinaus weder verhandelbar, noch einschränkbar und schon gar nicht aussetzbar.

  6. Bildung / Wissen ist eine Hol- und keine Bringepflicht. Jeder muß sich selbst ein Urteil bilden. Wer sich beeinflussen läßt, ist für die Konsequenzen eben auch selbst verantwortlich und da zähle ich auch den Anderen zugefügten Schaden dazu. Man hat aber keinen bequemen Stand, wenn man auf beiden Seiten aussortiert.

  7. Mit ihrem Gedankengut Herr Torsten Hoffmann ist’s dann zu den ersten Bücherverbrennungen nicht mehr weit Schande auf ihr Haupt !