EU plant 10-Stunden-Tage: Gefahr für die Wirtschaft

EU plant 10-Stunden-Tage: Gefahr für die Wirtschaft

Endlich: Die EU nimmt sich der Reform unseres Zeitsystems konsequent an! (Symbolbild:Pixabay)

Warum ein Tag in 24 Stunden eingeteilt wird und nicht in 10 Stunden, diese Frage wird durch den EU-Ministerrat in Brüssel einer endgültigen Klärung zugeführt: Bis 31. Dezember 2035 wird die bisherige 24-Stunden-Zeiteinteilung übergangsweise Gültigkeit behalten. Ab dem 1. Januar 2036 werden Tage dezimal in zehn (10) Stunden eingeteilt. Das Dezimalsystem (1, 10, 100, 1000, et cetera.) hat sich weltweit bewährt bei Längenmaßen, Gewichtsangaben, Volumen und Temperaturanzeigen. Folglich sei dieser Schritt im Hinblick auf die Zeitberechnung nur zwangsläufig und so gewollt.

Zu den herausragendsten Errungenschaften der Zivilisation zählt das Dezimalsystem. Das alte römische Zahlensystem mit Buchstaben statt Ziffern – wie I, X, C, D, M – erwies sich unpraktikabel und als Hemmschuh für den globalen Handel. Geradezu selbstverständlich finden wir heute deshalb das praktisch anzuwendende Dezimalsystem. Fahren wir von Wien über München, danach weiter nach Luxemburg nach Brüssel, so bleibt doch bei jeder Landesgrenze alles beim Alten. Entfernungen werden in Kilometer und nicht in Meilen, Yards oder Ellen angegeben. Doch auf unserem Flug nach Mallorca unterhält uns aus unerfindlichen Gründen der Kapitän mit der Durchsage, er habe nun 40.000 Fuß (Schuhgröße 45) Flughöhe erreicht. Wiederum ein Relikt aus grauer Vorzeit, das es noch zu überwinden gilt.

Uhrzeit im Dezimalsystem

Getränke werden in Düsseldorf in Milliliter (ein Gläschen Altbier 200 ml) angegeben, während in Bayern die Norm ein Liter (1000 ml) beträgt. Die besonderen Kochkünste (oder nicht) in England sind vermutlich auf die immer noch genutzten Maßeinheiten wie Unzen, Cups und Galons zurückzuführen. Auch Bier, das dort in Pint-Größen kredenzt wird, verwirrt den europäischen Besucher unnötig. Für einen Schluck ist es zu viel, für drei Schlücke zu wenig. Und auch führte man erst 1971 in England – zumindest in Geldsachen – das Dezimalsystem ein. Als Schüler wurde der Autor noch mit Pence und Schilling-Umrechnungen gequält. Zwölf Pence ergaben einen Schilling und 20 Schilling ein Pfund. Die bewährten neuen Dezimalmaßeinheiten setzen sich folglich durch. Gut auch für uns Deutsche, denn wir lieben nichts mehr, als dass alles seine Ordnung hat.

Doch zurück zur Uhrzeit, für welche ab 1. Januar 2036 nun Maßeinheiten gelten werden. Die Arbeitserleichterung wird enorm sein, verkürzt sich doch dadurch die tägliche Arbeitszeit auf nur noch drei dezimale Stunden. Während der Umstellungsphase auf das Zeit-Dezimalsystem wird seitens der EU mit einem vertretbaren Anpassungsaufwand gerechnet. Vom Kindergarten bis zur Universität sollen ab 2032 deshalb Fortbildungsstunden in den Lehrplan eingefügt werden. Die Vorteile des metrischen Zeitsystems werden überwiegen, so das Europäische Statistikamt, welches Staatsschulden ebenfalls im Dezimalsystem registriert. Zur Erinnerung: Das Zahlenchaos war zu Zeiten des Mittelalters selbst von Herzog- zu Fürstentum oft groß. Die Wertigkeit von Talern, Gulden und Hellern unterlag undurchschaubaren Wechselkursen. Erst die Umstellung der Währungen auf das Dezimalsystem erleichtere die Steuerberechnung, was heute niemand mehr vermissen möchte.

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde

Ab 2035 schlägt die Kirchturmuhr nur noch zehnmal pro Tag. Und dem Glücklichen schlägt bekanntlich ohnehin keine Stunde (das Festhalten des letzten Stündchens ist für den Bemessenen ohne Belang). Zum leichten Erfassen der dezimalen Zeitrechnung nachfolgend eine kleine Übersicht, die von der Jetztzeit hinüber weist in glückliche kommende dezimalere Tage des „neuen Normal“:

(Infografik:Redaktion)

Zusätzlich wird die derzeit brachliegende europäische Uhrenindustrie gefördert, die mit Blick auf die Umstellung massenhaft neue Uhren produzieren muss. Für deren Subventionierung sind im Fünf-Jahres-Plan der Europäischen Kommission von 2030 bis 2036 bereits 17,2 Milliarden Euro vorgesehen.

Und noch eine frohe Botschaft: Für die Zukunft ab dem Jahr 2049 wird an einer weiteren Vereinheitlichung gearbeitet, wonach das Jahr dann in 10 Monate zu je 36 Tagen aufgeteilt werden soll. Der bisherige 1. April fiele dann bereits auf den 18. Tag des neuen dritten Monats.

30 Kommentare

    1. Die parasitären Schwachköpfe der EU wollten ja auch mit der „Sommerzeit“ aus 24 Stunden 25 Stunden machen. Schon nach der Einführung haben sie gemerkt, es funktioniert nicht und kostet nur ein Haufen Geld. Und heute sind sie nicht fähig ihre Dummheit wieder rückgängig zu machen, da sie ja nicht belangt werden können!

  1. Auch wenn das hier der Aprilscherz ist: In der französischen Revolution, die ja das metrische System sehr pushte, hat man sowas ähnliches schonmal versucht. Der Tag mit 10 Stunden zu je 100 Minuten zu je 100 Sekunden usw.
    Der französische Revolutionskalender ist kläglich gescheitert.

  2. Auf keinen Fall wird der 1. April abgeschafft. Denn damit man wenigstens einmal im Jahr die Leute wirklich verklapsen kann. Obwohl in der Politik findet es täglich statt und nicht nur zum Scherz.

  3. Hervorragende Idee! Auch sollte das Jahr nur noch 10 Monate haben statt 12. Dies würde das durchschnittliche Lebensalter nominal dramatisch ansteigen lassen. Daher könnte die Rente erneut gekürzt werden.

    Politisch gäbe es ergo Unmengen von neuen Gestaltungsmöglichkeiten…

    1. Das spielt schon fast keine Rolle mehr.

      Bitte lesen Sie hier bei Ansage: „Grüne Salpetersäure“ dort beschreibe ich die Herstellung von TNT aus natürlichen Zutaten. Nitroglycerin geht auch.

  4. Witzig und gar nicht so unwahrscheinlich, wenn man sich anschaut, was die EU sonst so alles „regelt“. Allerdings kenne ich diesen Aprilscherz schon seit langem, er wurde immer wieder in neuen Varianten aufgelegt.

  5. Ähnlichen Schwachsinn hat man in Frankreich im Nachgang zur Revolution im Jahr 1789 probiert und ist natürlich grandios gescheitert.
    Das Kalendergesetz vom 4. Frimaire II (24. November 1793) sah eine dezimale Zeiteinteilung mit Beginn des Jahres III (22. September 1794) vor. Der Tag sollte in 10 Stunden (heure décimale) zu 100 Minuten (minute décimale) zu 100 Sekunden (seconde décimale) eingeteilt werden. Die neue Sekunde war damit etwas kürzer als die alte (−13,6 %), die Minute deutlich länger (+44 %), während die Revolutionsstunde mit ihrer 2,4-fachen Länge gegenüber der alten Stunde eine völlig neue Zeiteinheit darstellte. Die Umsetzung dieses Vorhabens hätte alle vorhandenen Uhren unbrauchbar gemacht. Neue Maßstäbe und Gewichte waren einfach herzustellen, neue Uhren waren jedoch sehr teuer. Am 18. Germinal III (7. April 1795) beschloss der Konvent, das Gesetz zur dezimalen Tageseinteilung auszusetzen; es trat nie in Kraft.

  6. Eine Gefahr für die Wirtschaft besteht bei dieser Maßnahme nicht! Mit dem von Fachexperten errechneten Produktivitätsfortschritt – KI lässt grüßen – wird eine maximale Arbeitszeit von 100 NNM am 1 Tag ab dem 1. Januar 2036 als völlig ausreichend betrachtet. Der EU Ministerrat ist nach den mir vorliegenden vertraulichen Infos vom verdeckt operierenden EU Wahrheitsministerium darüber bereits in Kenntnis gesetzt.

  7. Vielen Dank für die Ankündigung. Ich freue mich schon auf die Umstellung. Alles wird dann einfacher.
    Nur; wann feiern wir den 1. April?

  8. Die können mich mal 27h/Tag am Arsch lecken. Es wird Zeit die Peitsche zu nehmen und dieses faule …. zur Arbeit zu peitschen!
    Wieviel ich arbeite bestimme ich immer noch selbst! Ansonsten besteht auch die Option gar nichts mehr zu tun und fachkräftig dem Staat auf die Tasche zu liegen!
    Denen, die solche Ideen haben kann man den Freifahrschein Richtung Ostfront geben, dann ist hier Ruhe und Frieden!

  9. Also war das mal wieder ein Scherz?
    Normalerweise bin ich für sowas immer zu haben, am besten rabenschwarzer Humor!

    Doch… In diesen Zeiten…. weiß ich leider nicht mehr, was Satire und was Wahrheit ist!
    Ich bin sicher, mir geht es nicht alleine so…

  10. angesichts der EU – es hat sich schon mehr als eine VT als wahr erwiesen !
    Die Satiriker beschweren sich schon lange, das sie die Politiker nicht mehr toppen können, das sich diese Politik kein Satiriker ausdenken kann !
    Obwohl der eine oder andere Fall ein Versuchsballon sein könnte, um auszutesten, wie weit sie gehen können – ich erinnere an Habeck : ich wollte ausprobieren, wie weit das Volk mitgeht !

  11. Wer sich solche Sachen ausdenkt, eben ausdenkt, hat letztlich kein echtes Leben. Warum nicht einfach lassen, was zur gewohnten Kommuniaktion geworden ist? Wichtigtuerei, frei von naturbezogenem Sinn. Darf Sonne und Mond zur Orientierung bleiben?

  12. ausnahmsweise mal was nützliches aber das Wort Gefahr im Titel ist einfach Unsinn und völlig irreführend.
    korrigiert das!

Liebe Leser

Die Wartungsarbeiten nehmen noch etwas Zeit in Anspruch. Morgen früh geht es auf jeden Fall an dieser Stelle weiter. Wir bitten um Verständnis