
Ausgerechnet ein ehemaliger Journalist der linken “tageszeitung” (taz) veröffentlicht mit der Deutschpop-Single „Einzelfall (Land in Farben)“ den Soundtrack zum 10-jährigen Jubiläum der deutschen Migrationskrise und seine persönliche Abrechnung mit 10 Jahren “Wir schaffen das”: André Paris ist zurück und stellt sein neuestes Werk vor. 2015 wurde er selbst zum „Flüchtling“ – und wanderte in die Schweiz aus. Lange hatte man nichts mehr von ihm gehört; nach der Jahrtausendwende gehörte André Paris zu den schrilleren Journalisten, Kolumnisten und Drehbuchautoren, die aus Berlin berichteten. Seine Kolumnen, Hauptstadt-Reportagen und Satiren fand man deutschlandweit, nicht nur im damaligen Berlin-Feuilleton der “Frankfurter Rundschau” oder eben regelmäßig in der linken “taz”. Vor allem auf der legendären letzten Seite der taz – Rubrikentitel „die Wahrheit“ – duellierte sich André Paris regelmäßig in Form von Kolumnen, Reportagen und Satiren mit seinem inzwischen verstorbenen Berliner Nachbarn und Freund Wiglaf Droste. Spottend ziehen Droste und Paris von Berlin-Kreuzberg durch die linkselitären Abendveranstaltungen der selbstverliebten Hauptstadtsalons in Berlin-Mitte; eines ihrer literarischen Lieblingsopfer, Wolf Biermann, droht einmal scherzhaft mit Konzertabbruch, als die beiden in der ersten Reihe einer Gedenkveranstaltung auftauchen.
Als man Paris die Stelle des Chefredakteurs und Pressesprechers in der UNESCO-Initiative “Mondialogo” anbietet, geht ein Lebenstraum in Erfüllung. Unterstützt vom schwedischen Schriftsteller Henning Mankell und seinem brasilianischen Kollegen Paolo Coelho organisiert und propagiert Paris nun weltweit Wettbewerbe, in denen durch interkulturelle und interreligiöse Zusammenarbeit Entwicklungshilfe – aber auch ein jeweiliges Verständnis für die andere und die eigene kulturelle Identität – entstehen soll. Mit über 140.000 Teilnehmern in 183 Ländern wird das mehrjährige UN-Projekt ein großer Erfolg. Dass eine interkulturelle Kooperation, wenn sie gelingen soll, „klare Bedingungen, verbindliche Regeln, viel Organisation, gemeinsame Ziele und realistische Erwartungen benötigt“, spricht André Paris als Pressesprecher für die UN-Initiative jahrelang und auf vielen Kontinenten in Pressemikrophone. Bevor er sich aus der Frontlinie der Medienlandschaft zurückzog, entwickelte er als Pressechef 2007 mit der Filmproduzentin und Professorin Susanne Porsche, Bundesbildungsministerin Anette Schavan und der deutschen Kultusministerkonferenz den noch heute bestehenden „Deutschen Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ (damals: PISAGORAS). In den Folgejahren agiert Paris dann nicht mehr als Pressesprecher und Chefredakteur, berät mit seiner Agentur jedoch weiterhin Mandatsträger deutscher Parteien.
Aus anfänglicher Kritik wird rauschhafte kollektive Flüchtlingsbegeisterung
Ende August 2015 erhält Paris einen denkwürdigen Anruf: Durch Kooperationen mit Ministerien und Merkel-Vertrauten steht er bei Journalisten-Kollegen auch 2015 noch im Ruf, einen guten Draht nach Berlin zu haben: „Ich schreibe hier gerade einen Politikaufmacher. Verstehst du, was auf der Balkanroute läuft und was die Kanzlerin mit dem Aussetzen der Asylregeln an der Grenze vorhat?“, wird er von einem namhaften Hauptstadtredakteur gefragt. Doch Paris, der gerade Vater einer Tochter geworden ist, tappt zu diesem Zeitpunkt selbst im Dunkeln und kann nicht erklären, was Angela Merkel mit ihrem Regelbruch in der Asylpolitik eigentlich bezwecken will. Also antwortet er: „Ich hoffe, sie weiß, was sie tut. Durch die Dienste ist sie über die Route und die Menschen ja im Bilde. Ansonsten haben wir bald ein Problem.“ Man verabredet ein Interview, in dem Paris seine seine fachlichen Bedenken und Kritik äußern soll – schließlich hat er doch für die UNESCO jahrelang die faktischen Möglichkeiten und Limitierungen eines interkulturellen Zusammenlebens beschrieben.
Als das Interview verabredet wird, in den ersten Tagen der Grenzöffnung und Ausrufung der neuen “Willkommenskultur”, ist man im Mainstream noch neutral und zurückhaltend eingestellt, durchaus aufgeschlossen auch für Kritik angesichts des doch augenfälligen Kurswechsels der Kanzlerin. Doch nur wenige Tage später, Anfang September 2015, ist dann schon die letzte Skepsis in Teilen der deutschen Medienlandschaft bereits einem Kritik-Tabu und immer schrillerer kollektiver Begeisterung für die im Stundentakt eintreffenden Flüchtlinge gewichen. Während DFB-Bundesligaspieler verpflichtet werden, mit “#refugeeswelcome”-Trikots aufzulaufen, ruft Angela Merkel unter tosendem Applaus: „Wir schaffen das!“. Das geplante Interview mit Paris wird abgesagt, seine eben noch interessiert erfragte Kritik ist nicht mehr erwünscht. Paris beginnt stattdessen, seine fachliche Kritik an der Vorgehensweise der Bundeskanzlerin in den sozialen Medien zu äußern. Mit Folgen: Umgehend erntet er Vorwürfe, Beleidigungen, Morddrohungen und Entfreundungen; eine Erfahrung die damals viele gemacht haben.
Das Worst-Case-Szenario tritt ein
Als ihn schließlich eine gemeinsame Bekannte der Bundeskanzlerin anruft, ihm vorhält, dass er doch selbst aus einer italienischen Migrantenfamilie stammt und irritiert fragt, was Paris denn nun „plötzlich gegen die Angela“ habe, antwortet er: „Deine Angela macht gerade mein Multikulti kaputt! Eure Willkommensfanfaren zerstören die interkulturelle Toleranz, für die ich jahrelang gearbeitet habe. Weißt du, wie viele Antisemiten, Islamisten und Schwerkriminelle mit den von euch ausgelösten Migrationswellen nach Deutschland kommen? Welches Konzept habt ihr, um die innere Sicherheit und das friedliche Zusammenleben zu gewährleisten? Wie wollt Ihr verhindern, dass Millionen dieser einreisenden Männer euch Frauen zukünftig aus dem öffentlichen Raum verdrängen? Habt ihr überhaupt ein langfristiges Budget für Millionen prekäre Einwanderer? Hat das noch irgendetwas mit Asyl oder Humanismus zu tun? Nein, das ist nationale Hysterie und Größenwahn. “ Frühe ketzerische Ansichten, die man wohl schon damals als “gesichert rechtsextrem” bezeichnet hätte, wäre das Etikett damals schon erfunden gewesen.
Besonders hart treffen Paris “Xenophobie”-Vorwürfe: Er, der sich lebenslang für interkulturelles und interreligiöses Verständnis einsetzte, der selbst kaum deutsche Verwandtschaft hat, dessen Großvater die Schrecken der deutschen Konzentrationslager überlebte, weil die US-Luftwaffe den letzten KZ-Güterzug vor Bergen-Belsen mit einem Waffentransport verwechselte und seinen Großvater am Bahnhof Celle herausbombte – ausgerechnet er sollte plötzlich „fremdenfeindlich“ sein? Paris versteht die Welt nicht mehr und ist tief getroffen und zieht sich in den Schwarzwald zurück. Doch während er dort mit seiner Familie darauf hofft, dass das von ihm prognostizierte Worst-Case-Szenario nicht eintrifft, überschlagen sich die Ereignisse. Selbst in den beschaulichen Landkreisen des Schwarzwalds kommt es bald schon zu Straftaten, die es früher nicht oder bei weitem nicht in dieser Frequenz gab. Es häufen sich Vergewaltigungen, schwere Körperverletzungen, Messerangriffe; der Mordfall Maria Ladenburger im nahen Freiburg wird später einer der spektakulärsten dieser pausenlosen “Einzelfälle” werden. Dass es sich dabei überall in Deutschland jeweils um solche „Einzelfall“ handelt, davon hört und liest Paris Ende 2015 häufig, wenn die Ermittlungsbehörden eingereiste Migranten als festgenommene Tatverdächtige nennen, was damals zunächst noch routinemäßig geschieht.
Kölner Silvester-“Orgie” als Fanal
Am Neujahrstag 2016 bekommt Paris von einer in Köln lebenden Freundin den Hinweis, dass es am Vorabend, bei der Silvesterfeier auf der Kölner Domplatte, zu zahlreichen „Vorfällen“ gekommen sein soll. Am Telefon erfährt er, dass die Schwester seiner Bekannten nahe der Kölner Domplatte mit hunderten anderer Frauen von mehrheitlich arabischen Männern und Jugendlichen belästigt und ausgeraubt wurde. Etliche wurden sexuell gedemütigt und teils vergewaltigt. Wochen später werden sich 1.276 Opfer dieser Täter bei der Polizei gemeldet haben. Doch es hat sich etwas geändert in der Medienlandschaft: Paris sucht bis weit Mitternacht dieses Neujahrstags 2016 nach irgendwelchen Berichten oder Meldungen seiner Journalistenkollegen – und findet: „Nichts! Kein einziges Wort. Die können das doch nicht verschweigen!“ Auf einen Zettel notiert er entsetzt die ersten Zeilen des Textes, den er fast 10 Jahre später einmal singen wird: „Man wischt die Straßen heut noch rein, das Schweigen soll die Lösung sein. Euer Schweigen wiegt wie nasses Holz. Die Wahrheit friert, so kalt, so stolz“. Es folgt eine schlaflose Nacht, in der er als studierter Politologe mögliche Szenarien für Deutschlands Zukunft skizziert. Vor allem für die Zukunft seiner damals einjährigen Tochter.
Noch im Morgengrauen des 2. Januar 2016, zwei Tage nach dem medial fast totgeschwiegenen Kölner Taharrush Gamea, beschließt André Paris, in die Schweiz auszuwandern. Nur seinen engsten deutschen Freunden mutet er noch die wahren analytisch-prognostischen Gründe für seine Auswanderung zu. Er mietet einen alten Berghof in den Bündner Alpen – und verlässt Deutschland fluchtartig. Paris, der sich selbst als „ewigen Migranten“ und als „Merkel-Flüchtling“ bezeichnet, integriert sich schnell in die hochalpine Berg- und Talgesellschaft des multikulturell-viersprachigen Kantons Graubünden. Er lernt Schwyzerdütsch, beginnt mit dem Bergsteigen und organisiert bald darauf alpine Trekkingtouren und Alpenüberquerungen.
Die Geburtsstunde von “Paris & Lenzerheide”
Vier Jahre später, im Sommer 2020, trägt ihm ein befreundeter deutscher Musiker die Bitte zu, doch eine „zumutbare Bergtour“ für eine kleine Gruppe internationaler Musiker zu führen, die sich zu einem Workshop in Lenzerheide in Graubünden trifft. Auf den Gipfeln der Bündner Alpen spricht man dann ungewohnt offen und ungefiltert über die Gründe seiner damaligen „Deutschlandflucht“, besonders über die auch für andere Künstler zunehmend spürbaren demokratischen Veränderungen in Deutschland. Zum Ende der Bergtour wird Paris in den Musik-Workshop nach Lenzerheide eingeladen. Dort wird, nach gemeinsamen Proben, das internationale Bandprojekt “Paris & Lenzerheide” beschlossen: André Paris soll Texte, Gesang sowie musikalische Ideenskizzen liefern, das Bandprojekt organisieren und repräsentieren. Das Ziel: „Zeitgeistkritische Popmusik, die die Veränderungen in Europa und Deutschland beleuchtet“. Kooperations-Bedingung: Alle „Berufs“-Musiker neben Paris (die unter dem Pseudonym „Lenzerheide“ zusammengefasst werden und die Instrumentierung, Arrangements und den Mixdown verantworten) bleiben so lange, wie sie es selbst für nötig halten, ungenannt.
Doch der geplante Start des Bandprojekts verzögert sich: Eine plötzliche Krebsdiagnose verändert Paris‘ Lebensplanung, und er wandert aus familiären Gründen nach Norwegen aus. Eine Rückkehr nach Deutschland? Für ihn undenkbar. Während er die deutsch-europäischen Veränderungen nun also aus der arktischen Wildnis des norwegischen Hinterlandes notiert, sammeln sich einerseits die verabredeten Texte und Melodienskizzen an. Doch frisst die drohende Krankheit den Mut zur Vertonung auf. Das ändert sich erst, als er Anfang 2025 auf einen skandinavischen Arzt und Forscher trifft, der ihm glaubhaft versichert, dass seine Krebsart in Kürze komplett therapierbar sein wird. Im Frühling 2025 nimmt Paris die ersten Gesangslinien für „Einzelfall (Land in Farben)“ auf. Seit diesem Sommer 2025 ist die Single als Studio- und Live-Version des Albums „#unwoke?“ in den Onlineshops und Streamingportalen zu finden. Der Song verdichtet im Synthie-Pop-Slalom André Paris‘ Blick auf 10 deutsche Jahre „Wir schaffen das“ – von 2015 bis zur Gegenwart. Paris & Lenzerheide produzieren derzeit das Musikvideo zur Single und veröffentlichen Anfang September „Oslo Øst (Tusen Tegn)“, einen norwegischen Elektropopsong über die Schattenseiten von Oslo. Für 2025 sind weitere Veröffentlichungen deutscher Songs sowie Live-Acts geplant.
Weitere Infos zum aktuellen Album von Paris & Lenzerheide sind hier zu finden; hier der Link zum Album auf Spotify.
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3 Antworten
@„Euer Schweigen wiegt wie nasses Holz“
na und ?
Wenn man das verbrennt, gibt es viel rauch, in dem keiner mehr sieht, wer es war !
Wen interessiert das heute noch – der Schaden ist angerichtet und er bleibt !
Ist wie die Titanic nach dem Eisberg – das Sinken war sicher, gleichgültig, ob der Kapitän auf der brücke befiehlt oder auf dem Achterdeck tanzt !
Der einzige Unterschied : als die Titanic sank, brannte das Licht noch – in Deutschland ist das Licht da längst aus !
Und sie werden es als gewinn feiern, um die Natur vor dem Lichtsmog zu schützen !
Wie sagt Dr. Grace Augustine so schön : „Sie pissen auf uns – und sie haben nicht einmal den Anstand, es als warmen Regen zu verkaufen !“
DAS ist mal ein lupenreiner Einzelfall!
Massiver Widerstand gegen linken NGO-Komplex: Prien schreibt Rechtfertigungsbrief wegen „Demokratie leben!“
Die linksextreme Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) sieht sich innerhalb ihrer Partei massiver Kritik ausgesetzt. Grund ist die Erhöhung des Budgets für das NGO-Förderprogramm „Demokratie leben!“. Dessen Budget soll 2026 von 182 auf 191 Millionen Euro erhöht werden – und das, obwohl Bundeskanzler Friedrich Merz noch im Wahlkampf versprochen hatte: „Links ist vorbei!“ Nun hat Prien ein Schreiben an ihre Fraktion geschickt, in dem sie sich für die Erhöhung rechtfertigt. NIUS liegt das Schreiben exklusiv vor, das offenbart: Unter Prien soll der ideologische Zugriff auf die Gesellschaft noch zunehmen.
Seit Jahren verschieben die linken, steuerfinanzierten Lobbygruppen den öffentlichen Diskurs konsequent nach links: Sie trommeln für mehr Migration, verdienen an der Asylindustrie mit, werben für grüne Deindustrialisierung, treiben Kinder in die Trans-Ideologie, bekämpfen die Meinungsfreiheit und stellen Kritiker öffentlich an den Pranger. Wegen dieser offensichtlichen politischen Schlagseite stehen die NGOs seit einiger Zeit in der Kritik.
https://www.nius.de/politik/news/ngo-demokratie-leben-karin-prien-rechtfertigungsbrief/a9ef18b8-81d6-45ea-b910-c4f3f424f7d9