Europa-Gipfel in Prag: Immer dieselben abgehobenen Themen

Auch Erdogan darf natürlich nicht fehlen (hier bei der Begrüßung durch Tschechiens Ministerpräsidenten Petr Fiala heute Mittag) (Foto:Imago)

Wenn heute Nachmittag in Prag das erste Treffen der neuen „Europäischen Politischen Gemeinschaft“ in „XXL-Besetzung“ seinen Gang nimmt, an der neben den 27 EU-Mitgliedstaaten auch die Staats- und Regierungschefs weiterer verbündeter europäischer Staaten teilnehmen – darunter Großbritannien, die Türkei sowie natürlich die Ukraine -, dann werden wieder einmal  all die Themen auf der Agenda stehen, die seit Monaten das Handeln der politischen Eliten dieses Kontinents dominieren, die aber weder etwas mit der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen Europas zu tun haben noch mit dem, wofür das Projekt der europäischen Einheit ursprünglich einmal stand.

Auch wenn hier wieder einmal von den „gemeinsamen Anliegen in Europa” die Rede ist, über die in der tschechischen Hauptstadt frei von einer formellen Tagesordnung  gesprochen werden soll, dann geht es natürlich wieder einmal um die Hauptthemen Ukraine-Krieg und Klima. Dass natürlich auch die Energiekrise einen gewichtigen Raum einnimmt, mag vordergründig durchaus als pragmatische Würdigung aktueller Nöte und Sorgen der Bevölkerung erscheinen.

Lamentieren über selbstverursachte Probleme

Tatsächlich bleibt dabei völlig das Bewusstsein auf der Strecke, dass es die EU selbst war, die mit ihrer blinden und sklavischen Unterstützung der Ukraine und der damit einhergehenden finalen Kappung aller gewachsenen Beziehungen zu Russland diese Krise heraufbeschworen hat. Statt frühzeitig auf Vermittlung zu setzen und mit ihrer geballten Wirtschaftsmacht, mit einer Stimme früh auf die Einleitung von Verhandlungen zu setzen, mussten es Waffenlieferungen und unüberlegte Sanktionen sein – mit dem Ergebnis, dass die „alte Welt“ und vor allem Deutschland nun selbst fatal in der Patsche sitzen.

Wieder einmal wird sich daher auch dieses Treffen der „Europäischen Politischen Gemeinschaft“ als Schwatzbude erweisen, bei dem über Probleme theoretisiert wird, die es bei einer rationalen und nüchternen, weniger moralisierenden EU-Politik gar nicht in dieser Form geben müsste. Die ständige Überbetonung der europäischen Integration durch neue Gremien und Gipfelzusammensetzungen („Europäische Gemeinschaft“ reicht nicht mehr, es muss jetzt auch zusätzlich noch die „Politische Gemeinschaft“ geben) kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese überdehnte „Union“ in Wahrheit immer mehr Risse aufweist – die durch hinzugeladene Regimevertreter aus Kiew oder Ankara noch inhomogener wird.

Dass in dieser Situation außerdem auch noch das Klimathema abermals ausufernd gewürdigt und weitere astronomische Summen für diese Schimäre aufgewandt werden sollen, passt ganz zum bürokratisch-ideologischen Moloch, den diese EU zunehmend darstellt und die mit ihren Wurzeln immer weniger zu tun hat.

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7 Kommentare

  1. Und immer wieder die üblichen Verdächtigen, so nach dem Motto „und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann gründ‘ ich einen Arbeitskreis“. Nur dass dieser „Arbeitskreis“ mit all seinen Annehmlichleiten vom Steuerzahler berappt werden muss. Die sind so überflüssig wie ein Kropf.

  2. Klima, Klimakrise. Ich kann den Scheiß wirklich nicht mehr hören. Allein der Vulkanausbruch im Januar war heftiger, als alle Atombombentests der Welt jemals zusammen waren, die Druckwelle ging damals viermal um die ganze Welt. Wie viel Emissionen, CO2, Methan, und noch viel schädliche Regale und Gifte in die Atmosphäre und das Wasser geblasen wurden, lässt sich noch gar nicht ausmalen und hat seine Wirkung auch noch nicht entfaltet. Da uns aber in der größten Riese nach 45 die dümmsten Politiker regieren, die jemals von unten nach oben geschwemmt wurden, und wir so schon vom Glück verlassen scheinen, wird das wahrscheinlich den kältesten Winter seit langem hervorrufen. Allerdings ist nach dem Ausbruch des Vulkans mehr “ Dreck “ in die Atmosphäre und das Wasser gejagt worden, als wir in hunderten von Jahren einsparen würden.

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  3. @IMMER DIESELBEN ABGEHOBENEN THEMEN
    Kennen sie den File „Miss Undercover“ mit Sandra Bullock !

    Als sie ihre Wünsche äußern soll – und dann ausweicht auf „ich will den Weltfrieden ! “

    Daran muß ich immer denken, wenn ich da den Auftritt von Politikern sehe !

  4. Wenn die Amis Chaos erzeugen, vebrannte Erde hinterlassen und Kriege herausbeschwören, ist das noch lange kein Grund zu glauben, dass die Pläne der Amis gescheitert sind.
    Solange die US Amerikaner als die großen Profiteure aus dem Chaos, aus der Corona-Krise, aus dem Ukrainekrieg, aus der Sanktionspolitik gegen Russland und aus den Weltwirtschaftskrisen hervorgehen, kann man sehr wohl davon ausgehen, dass dies so geplant war und die US Amerikaner von diesem Kurs nicht abweichen werden.
    Während Russland mit seinen Nachbarländern beschäftigt ist dort das Chaos zu beseitigen und Konflikte zu beruhigen und zu beenden, können die Amis ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen: Ihre One WOrld Order Doktrin ein Stückchen weiter weiterbauen und weiterentwickeln.
    Und Europa komplett umbauen (Transformation). Um Europa von den USA vollständig abhängig zu machen um die EU in Zukunft viel besser unter Kontrolle an der US amerikanischen Leine behalten zu können.
    Vielleicht wird es bald einen Marshall Plan 2.0 geben, damit die US Amerikaner die Europäer erneut in eine gezielte vorsätzlich herbeigeführte Zinsknechtschaft treiben , um die EU von den USA abhängiger zu machen?

    In der EU wurde spätestens ab 2022 eine Insolvenzwelle losgetreten. Genau das könnte die Gunst der Stunde für die EUSA Monopolisten und EUSA Oligarchen sein, um die lästige Klein- und mittelständische Konkurrenz entweder zu beseitigen (durch Insolvenzen) oder die überschuldete Konkurrenz zu Ramschpreisen billig aufzukaufen und somit die KMU Unternehmen und Kleingewerbetreibenden vollständig unter die Kontrolle der EUSA Monopolisten, Trust Großkonzernen und unter die Kontrolle der EUSA Wirtschafts-Syndikate zu bringen.

    Der bekannte Börsenguru Dirk Müller erzählte schon vor 8 Jahren , dass die US Amerikaner einen Great Reset im Westen durchführen wollen und zwar nur unter US diktierten Bedingungen , damit die USA nach der Transformation wieder von der Pole Position starten, weil die USA Nr. 1 auf der Welt bleiben wollen.

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