Dienstag, 16. April 2024
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“Fachkräfte” überflüssig: Auch der Mittelstand setzt auf Robotik und Automatisation

“Fachkräfte” überflüssig: Auch der Mittelstand setzt auf Robotik und Automatisation

Menschen überflüssig: Roboter-Fertigungsstraße (Symbolbild:Imago)

Auch unabhängig von den sich abzeichnenden Verwerfungen infolge Künstlicher Intelligenz schreitet die Ablösung des Faktors Mensch im Arbeitsprozess durch immer ausgefeiltere Technik, Automatisierung und Robotisierung unaufhaltsam voran und nimmt immer dramatischere Formen an. Selbst der Mittelstand mit seinem besonderen Schwerpunkt auf Know-how und Manpower realer Arbeitskräfte bleibt von der Entwicklung nicht verschont. So kündigte das traditionsreiche Familienunternehmen Würth aus Baden-Württemberg nun an, bis 2030 satte 75 Prozent sämtlicher Arbeitsschritte in der Logistik von Robotern verrichten zu lassen. Das Unternehmen ist zwar vor allem als Schraubenhersteller bekannt, bietet aber eine sehr weite Produktpalette an, die unter anderem auch Erzeugnisse aus dem chemisch-technischen Bereich, Unternehmenssoftware und IT-Dienstleistungen, Kunststofftechnik sowie Logistik- und Montageleistungen beinhaltet. Würth hat über 85.000 Mitarbeiter, macht einen Umsatz von fast 20 Milliarden Euro und ist in mehr als 80 Ländern mit über 400 Gesellschaften vertreten.

Trotz der traditionellen Wertschätzung für das “Humankapital” und ausgeprägtem Bewusstsein um die soziale Verantwortung hat sich der Hersteller nun zu diesem radikalen Automatisierungsschritt entschlossen – auch, wie es heißt, um dem “Fachkräftemangel und der negativen demographischen Entwicklung entgegenzuwirken”. Unternehmenssprecher Robert Friedman erklärte: „Unsere Roboter in der Logistik erhöhen einerseits die Produktivität. Andererseits entlasten sie unsere Mitarbeitenden bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten.“ Durch automatisierte Prozesse könnten zudem die schnelle und zuverlässige Lieferung für die Kunden gewährleistet und die Verfügbarkeit der Produkte gedeckt werden. Friedmann bestritt allerdings, dass die Automatisierung einen massiven Stellenabbau nach sich ziehe. Es gehe „nicht darum, den Menschen zu ersetzen“. Im Gegenteil, man halte an den rund 12.000 Logistik-Mitarbeitern fest und baue sogar Personal auf.

Verbale Beruhigungspillen

Es gehe vielmehr um ein perfektes Ineinandergreifen von Mitarbeitern, Robotern, Arbeitsplatzgesundheit und Unternehmenswachstum, um die Zukunft der Würth-Gruppe zu sichern. Im letzten Jahr seien weltweit 2.400 neue Mitarbeiter eingestellt worden. Dabei dürfte es sich allerdings um reine verbale Beruhigungspillen handeln – denn niemand führt Roboter als Ergänzung bestehender Arbeitskräfte ein, sondern perspektivisch stets als deren Ersatz. Was von den Beteuerungen des Konzerns zu halten ist, wird die Zeit zeigen. Jedenfalls ist klar zu erkennen, dass menschliche Arbeitskraft zunehmend als überflüssig erachtet wird. Der rasend schnelle Vormarsch von Künstlicher Intelligenz wird diesen Prozess noch einmal drastisch beschleunigen. Der Europa-Park in Rust testet bereits selbstfahrende Roboter als Bedienungen im Restaurant. Auch in anderen Bereichen der Gastronomie wird sich dieser Trend fortsetzen. In Fast-Food-Restaurants könnte es bald gar keine menschlichen Mitarbeiter oder allenfalls noch eine absolute Minimalbesetzung geben.

Die sozialen Implikationen und Konflikte, die daraus entstehen, sind in ihrem ganzen Ausmaß noch gar nicht abzusehen. Für Deutschland kommt erschwerend hinzu, dass man sich unter dem Vorwand der Fachkräftezuwanderung seit Jahren Millionen völlig unqualifizierte Menschen ins Land holt, die selbst unter normalen Bedingungen kaum noch Arbeit finden, und damit das zuvor hochklassige deutsche (Aus-)Bildungssystem systematisch ruiniert, weil die “Integration” dieser vermeintlichen Produktivkräfte Kapazitäten bindet und eine stetige Absenkung des Anforderungs- und Leistungsniveaus zur Folge hat.  In Zeiten, in denen es selbst für tatsächlich hochqualifizierte Fachkräfte zunehmend weniger Betätigungsmöglichkeiten gibt, weil immer mehr Arbeiten von Maschinen viel schneller und billiger erledigt werden können, wird dies die ohnehin zum Zerreißen gespannte Lage noch einmal erheblich verschärfen.

17 Antworten

  1. Deutschland brauch keine Menschen mit Bildung! Deutschland brauch nur noch den Strick. Die Naivität und Dummheit hält ihren Siegeszug, nicht nur in Deutschland.

    1. Ich bin jetzt Raketenwissenschaftler! Morgen vielleicht was anderes, vielleicht auch eine Frau, ein Wärmepumpenhandaufleger oder ein Kleintier, geht ja heute alles.

      Ein vielfach Hoch auf das beste Deutschland in dem nix mehr funktioniert, was es je gab.

      Euer E. Koslowski II (Zählmigrant seit 2016)

      1. Pah!
        Ich bin jetzt ein/e ZwergpudelIn! Und habe mich selbst geheiratet! ausserdem möchte ich einen Baum adoptieren, aber keinen deutschen. Vielleicht eine Dattelpalme?
        Familie und Freunde brauche ich nicht. Wenn ich reden will, rufe ich die Telefonseelsorge oder die Denunziationsstelle an. Die haben immer Zeit.
        In meiner Freizeit helfe ich auf einem Schlepperschiff , um Ne..Flüchtlingen ein menschenwürdiges Leben in Deutschland (Und Nirgens sonst! Traumatisierte haben genug mit sich sdelbst zu tun, die können dann nicht auch noch mit Arbeit brüskiert werden!)
        zu ermöglichen.

        Ich liebe die Grünen und werde nicht müde, die Vorzüge der erneuerbaren Energien zu propagandieren, schließlich ist es nur noch eine Generation entfernt, zu verglühen!

        Nur die Verbendeten und Unwissenden stehen dem entgegen. Das muß aufhören! Gottseidank gibt es mittlerweile Bestebungen, diese dämliche Demokratie aufzulösen. Zuviele Köche verderben eben den Brei. Zuviele Meinungen verzögern nur die Wandlung in ein sonniges, co2 neutrales, wunderbares Land voller Windmühlen und Lastenfahhrädern!

        Davon ausgenommen sind höchstens Amtsträger und Clanmitglieder. Die möchten halt nicht so gerne zu Fuß gehen oder mit den Öffentlichen fahren . Aber das steht ihnen dienstgradmässig auch zu! Unzumutbar wäre es, käme man als Clanchef oder Wirtschaftminister mit dem Rad! wie stände man dann da? Eben!
        Wie eine gewöhnliche Kartoffel!
        Und überhaupt! Wer braucht schon Kartoffeln? Die kannte doch hier keiner bis vor 500 Jahren! sind die vorher verhungert? Naja, ein Paar schon, aber die waren eben zu faul.

        Zwiebeln wurden hier früher viel öfter gegessen. Und gesund sind sie auch! Die sind jetzt endlich wieder auf dem Vormarsch!

        Nein. Ich kann nicht sagen, dass es mir schlecht ginge. Sobald die muslimischen Buben und Mädels….nee, nur die Buben an der Macht sind, werden sie es mir danken, ihnen den Weg geebnet zu haben! Und diese gräßlichen Politikerinnen verschwinden endlich wieder in die Küche, wo sie hingehören.

      2. Ich weiß auch warum! Weil die Mehrheit auch hier im Forum politisch, ideologisch und ökonomisch diesem System regelrecht verfallen ist. Und das schlimme sie merken es nicht einmal und hofieren dieses Ausbeutersystem. Ist ja alles Rechtens, schon von den “Rechtsgrundlagen” her, oder?

  2. Irgendwann wird es wieder zum “Weberaufstand” kommen. Diese Entwicklung ist mMn vorgezeichnet.

    1. Das braucht aber solange, bis es zu spät ist. Denn die “Weber” von heute, denen geht es einfach noch zu gut!

    2. Na ja, Maschinenstürmer kennen wir schon von früher und wir stürmen ja heute schon wieder lieber die Maschinen als unseren Verstand den Stürmen der Zeit anzupassen.

  3. @“FACHKRÄFTE” ÜBERFLÜSSIG
    falsch – die können immer noch benutzt werden, um das Volk mit der Begründung der “gesetzlichen” Sozialleistungen auszuplündern und zu verarmen.
    Damit steigt wieder der Prozentsatz derer, die über die “Heizung” und später von der EU über die “umweltschädlichen” Wärmeaustauscher und vom Regime dann auch über den Lastenausgleich zur Finanzierung der Impfschadenentschädigungen enteignet und verarmt werden können!
    Und je mehr von staatlichen Umverteilungen abhängig sind, desto einfacher ist es, sie als Humankapital zu verwerten – sei es nun an der Front bei irgendwelchen “Befreiungs”-Kriegen oder als Probanden bei genetischen Experimenten!

  4. Es gibt keine künstliche Intelligenz. Die Intelligenz beruht auf das was man eingibt. Würde sich die Roboter selbst entwickeln und herstellen, so mancher Horrorfilm würde wahr.

  5. Die sogenannten überflüssigen und uns Steuerzahler viel Geld kostenden
    “Fachkräfte” sind dann die sehr guten, wenn sie im Herkunftsland verbleiben.

    Sie sind nichts für uns und wir sind nur die Geldgeber für deren Hängematten.
    Mit anderen Worten, sie haben keinen Mehrwert für das Bruttosozialprodukt,
    vielmehr sind viele von denen ein höchstes Sicherheitsrisiko für uns Bürger.

  6. sehr witzig, der Mittelstand wird gerade abgeschafft, aber mal so richtig ins Loch geschlagen. Sicher wird es ein paar geben die überleben evtl. sogar in dem links-grünen Saustall gut überleben können, jedoch die Masse ist das ganz sicher nicht. Nehmen wir doch z.b. den Artikel über Wegzugsbesteuerung oder selbst einfach nur Geschäftsaufgabe! So ein Irrsinn ist nur im totalen Kommunismus möglich!

  7. Da möchte ich doch zu gerne mal sehen, wenn die “Event- und Partyszene” so ein Fast-Food-Restaurant mit Roboterbedienung zerlegt… Und genau das wird kommen, je mehr eingespart wird. Aldi hat die Filialen ohne Kassierer auch ganz schnell abgeschafft, warum nur?? 😉

  8. Yo Mittelstand, voll die Checker. Roboter kaufen Mittelstandsprodukte? Merkste? Wirtschaftswissenschaft? Ach was, kloppen wir uns die Fäuste vor die Brust und machen auf moralisch.

  9. Ohne Strom werden die Roboter und Maschinen nicht funktionieren, diese Geschichte ist bestenfalls eine Beruhigungspille. Sie passt allerdings zu Hariris Ideen zur Entwicklung der Wirtschaft.
    Roboter müssen maschinell und programmier-mäßig gewartet werden, und “neu zugewanderte” Fachkräfte, unter denen die Analphabetenrate 70% beträgt, werden das nicht können 😉 Es braucht Mechaniker, Mechatroniker und Programmierer und Ingenieure. Und die haben wir wohl nicht bzw. wir bilden sie nicht aus bzw. sie wandern aus.
    Letzten Endes lohnt sich der Einsatz von Robotern nur bei Massenproduktion und die ist definiert als: viel produzieren für viele Käufer. Das gilt für Industriemaschinen wie Roboter, die auch Käufer brauchen (eben Wirtschaftsbetriebe), genauso wie für die Produktion für Endkunden.
    Hariri denkt, dass wir mindestens 60% – 70% der Weltbevölkerung nicht benötigen. Das wäre aber auch eine Reduktion der Käufer um mehr als die Hälfte und das tut der Wirtschaft nicht gut. Glaube nicht, dass Hariri das kapische hat.

    1. Die den Strom brauchen werden Wege finden . Denn sie sind selbst die Verursacher dieser Entwicklung. Es sind die arbeitenden und die, die Arbeit suchen die es bezahlen.

  10. @Es gibt keine künstliche Intelligenz.
    das weiß ich nicht !
    Wo ich mir inzwischen aber sicher bin : auf der Erde ist sie dünn gesäht – und sie ist schwer, denn die Dummheit schwimmt oben wie Fett !
    Mich würde mal interessieren, wie vorbeifliegende Raumfahrer den Planeten beurteilen ?
    Intelligenz : minimal ?!?
    kein Kontakt sinnvoll !
    Das Fermi-Paradoxon ist keines – die Erde hat die Prüfung versemmelt !