Falscher Alarm: Cannabisfreigabe so überflüssig wie überfällig

Deutscher Bundesadler mit Joint und Cannabisblatt (Symbolfoto/Fotomontage:Imago)

Ansage! hat eine Redaktion, in der es durchaus auch diametral entgegengesetzte Ansichten zu gewissen Themen gibt. Das wurde vor allem zu Beginn der russischen „militärischen Spezialoperation“ in der Ukraine deutlich – und bei der anstehenden Cannabislegalisierung ist es erneut so. Egal, worum es geht: Ansichten sind aufschlußreich hinsichtlich desjenigen, der sie äußert, in der Sache allerdings nicht weiter erhellend. Was die Legalisierung von Cannabis zu Genußzwecken angeht, muß man weder mit Mutmaßungen noch mit Unterstellungen arbeiten, sondern man kann beruhigt auf Fakten zurückgreifen, die teilweise seit Jahrzehnten dokumentiert sind.

Uwe G. Kranz hatte hier gestern einen strikten Anti-Cannabis-Artikel veröffentlicht. Sein Titel: „Bundesgesundheitskiffer Lauterbach: *Was hat der Mann geraucht?‚“. Der Kollege Kranz fordert Widerspruch förmlich heraus. Um es zu Beginn einmal sarkastisch zu formulieren: Die Bundesbürger wären vermutlich besser dran, wenn sie statt eines Karl Lauterbach als Bundesgesundheitsminister gar keinen Bundesgesundheitsminister hätten. Oder einen Karl Lauterbach, der den ganzen Tag still kifft und Musik hört, anstatt mit seinem „…also…”-Gestammel der Öffentlichkeit auf die Nerven zu gehen und „…somit…” allgemeinen Unmut zu erregen. Mit seiner Rolle bei der Cannabislegalisierung hat das aber nichts zu tun, zumal gesundheitliche Aspekte nicht die einzigen sind, unter denen dieses Thema zu betrachten ist.

Cannabis hat kein psychisches Abhängigkeitspotential

Die Cannabislegalisierung ist kein Fehler, sondern allenfalls ein Folgefehler. Der erste Fehler war das Verbot. Cannabis ist kein Stoff, der zu irgend einer Zeit hätte verboten werden müssen. Staat und Gesetzgeber müssen nicht überall ihre Nasen hineinstecken. Es gibt ein Leben ohne den Staat. Cannabis ist eine Pflanze, die auf Gottes schönem Erdenrund einfach so wächst, in unseren Breitengraden seit alters her bekannt als „harter Tobak“ oder auch als „Knaster”. Cannabis hat kein physisches Abhängigkeitspotential. Es gibt keine Cannabissüchtigen, nirgendwo auf der Welt. Alkoholabhängige gibt es zu Millionen. Die waren sicherlich wesentlich bei den amerikanischen Erwägungen zum Alkoholverbot im vergangenen Jahrhundert. Erfahrungsgemäß ist es aber so, daß die Prohibition nichts nützt. Wann immer der Mensch sich Genußmittel verschaffen will, wird er Wege finden, das zu tun. Die Prohibition in den USA im vergangenen Jahrhundert hat nicht dazu geführt, daß weniger getrunken worden wäre, sondern die Resultate waren, daß es übel gepanschtes Zeug auf den Markt schaffte, von dem die Konsumenten oft erblindeten, daß neben dem US-Dollar eine Zweitwährung etabliert wurde (Alkohol), daß das organisierte Verbrechen in Form des Gangster-Unwesens einen Boom erlebte – und daß alle unzufrieden gewesen sind bis auf die „Puritaner”, denen das Alkoholverbot eingefallen war.

Es ist einfach grotesk, ein Cannabisverbot zu haben in einem Land, in dem sich der Jägermeister an jeder Tankstelle erwerben läßt. Das mit dem Jägermeister an der Tanke ist zwar völlig in Ordnung so, aber es illustriert eben, daß hier wieder mit zweierlei Maß gemessen wird. Wenn es nicht eine an sich schon obsolete Überlegung wäre, könnte man glatt dafür plädieren, daß gerade an Tankstellen – wenn schon – eher Cannabis verkauft werden dürfen müsste als Alkohol. Der Grund: Nach der Cannabislegalisierung in den Niederlanden anfangs der Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde dort untersucht, wie sich der Genuß der einen im Gegensatz zur anderen Substanz auf das Verkehrsverhalten auswirkt. Ergebnis: Die Cannabiskonsumenten waren sich ihrer Einschränkungen bewußt und versuchten, sie durch erhöhte Vorsicht zu kompensieren, während die Alkoholkonsumenten mit jedem Tropfen immer wagemutiger wurden.

Die „Drogenpolitik“

Uwe G. Kranz moniert, daß unter der „Überschrift ‚Drogenpolitik‘ als Koalitionsziel die ‚kontrollierten Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken‘ vereinbart“ worden sei. Das moniert er insofern zu Recht, als daß der erste Fehler schon darin besteht, Cannabis unter „Drogenpolitik“ zu subsumieren. Es gibt pharmakologische Klassifizierungen von Stoffen nach „Rauschgift” und „Rauschmittel”. Cannabis zählt zu den Rauschmitteln. Pharmakologisch ist Cannabis seines gesundheitlichen Gefährdungspotentials nach glatte zwei Stufen unterhalb von Alkohol eingeordnet. Kleine Nebenbemerkung: Randalierende Hooligans sind gern besoffen. Würden die statt Alkohol Cannabis konsumieren, wäre öffentliche Sachbeschädigung vermutlich kein Thema mehr. Uwe G. Kranz schreibt mit Ausrufezeichen, die Gesetzesvorlage zur Legalisierung von Cannabis sei ein „Papier voller Fragezeichen”. Tatsächlich ist es so, daß man eine Menge Fragezeichen setzen kann, wenn man das unbedingt will. Sein Wille ist bekanntlich des Menschen Himmelreich.

Kollege Kranz: „Nach diesem Eckpunktepapier sollen Cannabis und Tetrahydrocannabinol (THC) rechtlich nicht länger als Betäubungsmittel (BTM) eingestuft werden. Erwerb und Besitz von bis zu 30 Gramm Cannabis oder drei Pflanzen pro volljährige Person in einem Haushalt zum Eigenkonsum/-bedarf werden straffrei, der Verkauf von Cannabis in ‚lizenzierten Fachgeschäften oder Apotheken‘ gestattet, Werbung für Cannabisprodukte und Onlinehandel verboten und niedrigschwellige sowie flächendeckende Frühinterventionsprogramme für Jugendliche eingerichtet.” – das läßt sich tatsächlich anprangern. Wozu diese Regelungswut? Mit der Cannabislegalisierung in den Niederlanden vor über vierzig Jahren hatte sich herausgestellt, daß binnen kurzer Zeit der Anteil der kiffenden Teenager dramatisch fiel. Erklärung dafür: Der Reiz des Verbotenen, das Image des Konsumenten als Widerständler und Rebell war verlorengegangen. Die Legalisierung wäre also aus sich selbst heraus schon ein hervorragendes „Präventionsmodell“, wenn man denn unbedingt meint, Prävention betreiben zu müssen. Wenn ich allerdings darüber nachdenke, was hierzulande unter dem Aspekt des Jugendschutzes alles „präventiv“ betrieben werden könnte, stünde die Cannabisprävention lange nicht an erster Stelle.

Untergang des Abendlandes

Die evidente Kollision mit UN- und EU-Recht („Single Convention” und nachfolgende Suchtstoffübereinkommen, sowie der Rahmenbeschluss 2004/757/JI des EU-Rates) wird zunächst einmal ignoriert – ganz nach dem großen Maut-Vorbild des CSU-Ex-Verkehrsministers Andreas Scheuer. Dieser Akt der Missachtung bindenden Europarechts und Bagatellisierung von Drogen negiert alle Erkenntnisse, auf denen das Völkerrecht fußt”, schreibt Kollege Kranz. Da kann man mal sehen: Der Gaul kann einem auch durchgehen, wenn man selber nicht kifft. Anschlag auf Europarecht und Völkerrecht mit Cannabis? Bagatellisierung von Drogen? Untergang des Abendlandes wegen Cannabis? Hanf ist eine Droge? Wie das denn?

Ausgeblendet werden auch alle älteren und jüngeren Erkenntnisse der Neurologie, insbesondere zu Kindern und Jugendlichen“ – das ist eine unverfrorene Behauptung. Ausgeblendet wurden von bestimmten Leuten bestimmte Erkenntnisse, keinesfalls aber „alle älteren und jüngeren Erkenntnisse der Neurologie”. – „Deutlich warnte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, vor dieser Drogen-Liberalisierung, forderte zwingend Nachbesserung der vorgelegten Pläne und machte nachdrücklich darauf aufmerksam, dass das menschliche Hirn bis zum 25. Lebensjahr noch gar nicht voll ausgereift ist.” – ja, das mag sein, daß der Herr Fischbach gewarnt hat. Der wird schon gewußt haben, warum. Ich weiß das nicht. Es ist ja auch nichts Neues, daß bestimmte Leute bestimmte, nicht weiter „kommunizierte“ Gründe dafür haben, bestimmte Aussagen zu machen. Die reine Lauterkeit ist vermutlich sehr selten einer.

Das selbstschreibende Bundesgesundheitsministerium

Wenn ich mir überlege, welche Aussagen der Röntgenbild-Interpretierer und Weltärzte-Präsident Montgomery zum Umgang mit Ungeimpften gemacht hat, was der großartige Wissenschaftler von Hirschhausen zu asozialen, weil ungeimpften „Trittbrettfahrern” meinte, der Herr Drosten zur Schließung von Kitas, und-und-und: dann frage ich mich schon, welche Maßgeblichkeit in der Sache ich den Meinungsäußerungen von Herrn Fischbach zuzugestehen habe. Es gibt Dinge, die man ohne jeden Fischbach selber entscheiden kann, auch, wenn man noch keine 25 Jahre alt ist. Schließlich soll ja das Wahlalter auch nicht auf 25 angehoben werden, sondern abgesenkt werden soll es, obwohl „das menschliche Hirn“ – fischbachmäßig gesprochen – „bis zum 25. Lebensjahr noch gar nicht voll ausgereift ist”. Übrigens: Bobby Fischer war der 11. Schachweltmeister von 1972 bis 1975. Bereits als 16-Jähriger nahm er mit seinem unausgereiften Gehirn an einem Kandidatenturnier teil, dessen Sieger den Weltmeister herausfordern durfte. Da staunt der Laie. Was sich mit einem unausgereiften Gehirn alles erreichen läßt!?

Kollege Kranz: „Das Bundesgesundheitsministerium selbst schreibt ja schließlich, dass Cannabis die Gehirnleistung beeinträchtigen, das Hirn sogar schädigen, Psychosen und Schizophrenien auslösen, die intellektuellen Leistungsfähigkeit und die soziale Kompetenz dauerhaft reduzieren könne, und letztlich in die Drogen-Abhängigkeit führen werde (so Lauterbachs Ministerium 2017 in seiner CaPRis-Studie unter dem Titel „Cannabis: Potenzial und Risiken”). Ungeklärt sind bis heute auch die Funktionen der körpereigenen Rezeptoren für THC, die bei äußerer Zuführung von zusätzlichem THC entweder überladen oder „arbeitslos“ werden. Und dafür also ein neues Vertragsverletzungsverfahrens der EU-Kommission oder eine EuGH-Klage eines EU-Nachbarstaates riskieren?” -Soso, hat das Bundesgesundheitsministerium selbst wieder etwas geschrieben? Was das Bundesgesundheitsministerium selbst so schreibt, hat bekanntlich mehr Gewicht als die Bibel. Daß „Cannabis die Gehirnleistung beeinträchtigen, das Hirn sogar schädigen, Psychosen und Schizophrenien auslösen” kann, stimmt so nicht. In dieser Formulierung auf jeden Fall nicht. Es kann die Gehirnleistung ändern, etwa, indem dem Musikliebhaber – subjektiv empfunden – die Ohren bis auf Elefantengröße anwachsen. Herbert von Karajan, der weltberühmte Dirigent, hat deswegen gern einen kleinen Spliff geraucht, ehe er ans Pult getreten ist. Und viele hochgelobte Kunstwerke sind sehr offensichtlich unter dem Einfluß von Cannabis entstanden.

Es gibt eben Untugenden

Weshalb genau sollte irgendwer ein Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission fürchten? Die EU-Kommission selbst ist eine einzige Verletzung von allem, was dem Demokraten lieb und wert ist. Was wäre so riskant an einer EUGH-Klage eines EU-Nachbarstaates? Unbestritten ist nur, daß es in Deutschland eine Tendenz gibt, stark nach der Pfeife irgendwelcher anderer Staaten zu tanzen. Für besonders berücksichtigenswert muß man das nicht halten. Es gibt eben Untugenden.

Das mit den Psychosen und den Schizophrenien war aber in der Tat schon zu beobachten. Sehr vereinzelt zwar, aber gegeben hat es das. Weswegen? Wegen „Cannabis“? – Nein. Da ging es immer um gentechnisch „optimiertes“ Cannabis, also um einen Stoff, der künstlich auf einen unnatürlich hohen THC-Gehalt hin gezüchtet wurde. Verkauft wird so etwas bspw. unter der Bezeichnung „Northern Lights“ (Bezug auf die Grolux-Lampen, unter denen gezüchtet wurde). Der genmanipulierte Stoff wiederum mußte auf ganz bestimmte psychische Dispositionen stoßen, die vorher schon bestanden, um diese Psychosen und Schizophrenien auszulösen. Merkwürdigerweise ist dabei die gentechnische Manipulation von Hanf kein Thema, das der Kollege Kranz anspricht, in seinem ganzen Artikel nicht, obwohl genau da – wenn überhaupt – der Hase im Pfeffer läge. Das wäre der Punkt, an dem ich mich mit ihm einigen könnte: Daß die Cannabislegalisierung ausschließlich für gentechnisch nichtmanipuliertes, also natürlich gewachsenes „Gras“ gelten sollte. Was da unter südlicher Sonne heranwächst, ist von Natur aus potent genug. Aber auch hier wieder: Die Veranlassung zur gentechnischen Manipulation von „Gras“ wurde durch das Cannabisverbot zumindest begünstigt, weil sich dadurch die illegal zu transportierenden Handelsmengen reduzieren ließen. Gentechnisch verändertes „Gras“ wäre durchaus ein Thema. Ganz normales „Gras“ ist keines.

Der Eckpunkt des Papiers

Der Kollege Kranz: „Auch die praktischen, dem Eckpunktepapier immanenten Probleme bleiben unbeantwortet. Fragen über Fragen: Wer wird sich schon an die staatlichen Mengen halten? Wer soll all das, was auf diesem Eckpunktepapier geschrieben steht, kontrollieren und (wie) sanktionieren? Was tun, wenn bei einer Durchsuchung Cannabis gefunden wird, aber niemand belegen kann, dass es wann und wo legal erworben wurde?“ – Da hilft ein Blick über die Grenzen nach Wien. Der alteingesessene Wiener kommentiert eine solcherart bemühte Bedenkenträgerei lakonisch mit „Geh’scheißen!“. „Züchten Eltern straffrei und „rechtstreu“ je drei Cannabispflanzen? Wie und von wem wird dann das Geschlecht der Pflanze bestimmt (nur weibliche Pflanzen sind bekanntlich geeignet)? Und wie der Jugendschutz im „Home-Labor“ gewährleistet, wie wird also verhindert, dass sich der Nachwuchs nicht mal eben drei Blätter für den Schul-Joint oder für den Kleindeal auf dem Schulhof mopst?“ – man sieht, der Kollege Kranz stellt die wirklich wichtigen Fragen zum Zeitgeschehen. Trotzdem, Kollege Kranz: Dem Kiffer geht es um die Blüten, nicht um die Blätter. Drei „gemopste“ Blätter – ha-ha-ha!. Guter Rat: Wenn man vom Thema nichts versteht, wählt man sich halt ein anderes, um lautstark mit seiner Meinung hausieren zu gehen.

Wer kann wie kontrollieren, wie viele Pflanzen im Gemüsebeet, im Gewächshaus oder in der Küche gezüchtet werden“ – wer kann wie kontrollieren, wann der Kollege Kranz den Lokus aufsucht? – „gibt es dann Hausdurchsuchungen auf Hinweise „vorbildlicher“ (oder böswilliger) Nachbarn und petzender Familienangehörigen bei eigens eingerichteten Meldestellen hin? Kann man dafür dann auch die „Hass- und Hetze”-Meldestellen nach dem NRW-Modell hernehmen?“ – jaja, ist ja gut jetzt. Bis hierhin hat jeder bemerkt, daß der Kollege Kranz nicht und nicht einverstanden sein will mit der Cannabislegalisierung. Er will eben nicht. Und davon, daß er auf dem ganz verkehrten Dampfer unterwegs ist, will er sich vermutlich erst recht nicht überzeugen lassen. Dann will ich dem einmal Rechnung tragen: Was, wenn dem Cannabiskonsumenten just in dem Moment, als er drei Blätter von einer unüberwachten Pflanze mopsen will, ein Flugzeug auf den Kopf fällt? Das wäre ein vermeidbarer Toter gewesen, wenn es diese vermaledeite Cannabislegalisierung nicht gegeben hätte! Nein, Cannabis ist kein deutsches Problem, wirklich nicht. Der Umgang des deutschen Kleingeistes mit Cannabis ist eines. Der deutsche Kleingeist ist überhaupt ein riesiges Problem. Rrrecht & Gesetz (gab es in jedem Unrechtssaat, sogar bei Idi Amin, taugt trotzdem nicht als Ersatz für den eigenen Verstand), der Leichtsinn, der europäische Gerichtshof, der Fachverbandsarzt, das „selbstschrrreibende Bundesgesundheitsministerrrium”! „Errrrlaubnis, Kontrrrrolle!” – Ah, Jesses! Echt schlimm, diese ängstlichen Cannabiphoben! Pruuust…

Gras ist Gras

Regelrecht hineinsteigern kann er sich, der Kollege Kranz: „Der illegale Handel wird bei den ungeheuren, milliardenschweren Schwarzmarktaktivitäten und professionell organisierten ‚Lieferketten‘ ganz sicher nicht austrocknen, zumindest bis die Anbau- und Produktionsstaaten hier nicht in puncto Strafverfolgung und Prävention aktiver werden und Erfolge aufweisen können.“ – für den Konsumenten ist es eigentlich egal, wo das „Gras“ herkommt. Gras ist Gras. Was sich irgendwelche Staaten und Staatsfetischisten einbilden, ist vollkommen unerheblich. Die erste Hanfpflanze wuchs auf Gottes schönem Erdenrund lange bevor ein Nüchterner irgendwann dachte, daß so ein Verbieter-Staat eine ganz formidable Idee sein könnte. Die „Strrrafverrrfolgunk”! Links, zwo, drei, vier! Yeah!

Und das beschränkt sich nicht nur auf Anbau, Produktion und Transit der Drogen: Der Verkauf von Cannabis-Produkten in Deutschland liegt nach Schätzungen des Deutschen Hanfverbandes jährlich bei bis zu 400 Tonnen, was einem Marktwert von 1,2 Milliarden Euro entspricht. Wie soll verhindert werden, dass sich Dealer einem zumindest partiellen Wegfall der Käuferschicht der Erwachsenen fortan verstärkt an die Jugend wenden und dort den Absatz massiv zu pushen versuchen?“ – Wer bestimmt denn den Marktwert von 400 Tonnen „Gras”? Wenn man sich das richtig überlegt, müsste der doch gar nicht so hoch sein? Cannabis wächst. Erdbeeren wachsen. Spargel wächst. Kopfsalat wächst. Noch nicht einmal 400 Tonnen Spargel kämen auf 1,2 Milliarden Euro, glaube ich. Der Preis ergibt sich ja gerade aus der Tatsache, daß es bislang um einen Schwarzmarkt ging. Da gab es strafrechtliche Risiken mitzufinanzieren. Welchen Erfolg sollten Dealer bei der Jugend haben, wenn die Cannabis legal kaufen kann? Oder wenn sie qualitativ einwandfreies Canabis von jemandem weiterverkauft bekommt, der es selbst problemlos legal erworben hat? Die illegale Dealerschaft wird schlicht und einfach wegfallen. Aber wie weiter oben schon gesagt: Dächte ich an Prävention und Jugend, fiele mir zuerst etwas anderes ein, als ausgerechnet Cannabis. Verblödungsprävention gegen pausenlose Medien-Gehirnwäsche zum Beispiel. Pornographisierungs-Prävention. Gewaltprävention. Ideologisierungsschutz usw.usf..

Mythos von der „Einstiegsdroge“

Der Bedenkensweltmeister Kranz: „Und: Wie werden die staatlichen Preise eigentlich festgelegt? Wie wird darauf reagiert, wenn der illegale Handel billiger wird als der lizenzierte?” – Big problem, Sir: Wer redet denn von „staatlichen Preisen“ – und warum? Wegen der geplanten Steuereinnahmen aus dem Cannabisverkauf womöglich? Unter welchen Bedingungen würde denn der „illegale Handel“ billiger werden als der lizenzierte? Und müsste das den Konsumenten wirklich interessieren? Für wen will jetzt der Kollege Kranz hier eine Lanze brechen? Fürs Finanzamt und dessen Recht auf Ausplünderung des Souveräns? – „Staatliche Sonderangebote, Drogenschlussverkäufe, staatliche Schleuderpreise für die Einstiegsdroge, Drogeninflation?“ – der Schnack von Cannabis als einer Einstiegsdroge ist längst widerlegt. Ob Einstieg oder nicht, ist zuvörderst eine Frage der je psychischen Disponiertheit. „Starke Kinder“ sind vor jedwedem Einstieg in die „Drogenwelt“ gefeit. Nicht jedes Angebot wird schon deswegen wahrgenommen, weil es eines gibt. Und selbst wenn Cannabis tatsächlich eine „Einstiegsdroge“ wäre: Was könnte man dann Sinnvolleres tun, als den Markt für Cannabis zu trennen von dem für die wirklich gefährlichen, chemischen Drogen?

In der Illegalität ist es tatsächlich so, daß derjenige, der einem „Gras“ verkauft, womöglich auch Speed, XTC und Kokain andrehen würde, weil er sowieso ein ganzes Sortiment hat. Die Daten aus den Niederlanden, inzwischen über 40 Jahre alt, sind eindeutig: Durch die Cannabislegalisierung wurde der Cannabismarkt von dem für die gefährlichen Drogen abgetrennt. – „Droht eine Neuauflage des geplanten Cannabiskontrollgesetzes (CannKG), das 2017 endlich und vernünftigerweise in Gesundheitsausschuss und Bundestag beerdigt worden war? Droht die Gefahr, dass mit dem neuen Milliarden-Markt, trotz staatlicher Kontrolle, die wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen und Lobby-Verbänden die gesundheits- und sicherheitspolitischen Aspekte ‚unterbuttern‘ werden, so wie dies heute schon in der Pharma-, Alkohol- und Tabakbranche der Fall ist?“ – was will er denn, der Kollege Kranz? Einen Abstinenzlerstaat mit Gesundheitsüberwachungs-Mullahs? – „Haben wir mit den legalen Drogen Alkohol und Tabak nicht schon genug Probleme in Deutschland?““ – nein, ich nicht. Ich kann damit leben. Und was „wir“ haben, ist mir ziemlich wurscht. Ich bin nicht „wir”. Ich habe ein verdammtes Problem mit diesen kleingeistigen „Wir“-Sagern in Deutschland, die noch jede persönliche Entscheidungsfreiheit auf dem Altar ihrer geschissenen Staatsgläubigkeit opfern würden.

Ungehemmte Bevormundungswelle

Nur ein Beispiel zur Verdeutlichung: Ein problematischer Alkoholkonsum liegt bei etwa neun Millionen Deutschen in der arbeitsaktiven Altersgruppe zwischen 18 und 64 Jahren vor, so der „Epidemiologische Suchtsurvey” (ESA) für 2021; mindestens rund drei Millionen von ihnen sind stark problematische oder abhängige Trinker (siehe hier).“ – na also, da haben wir’s doch schon, respektive der Kollege Kranz hätte es zu haben: Cannabis legalisieren, Alkohol verbieten! Das ist die einzig logische Schlußfolgerung, die er aus seinem eigenen Gejammer über die Großgefahr ziehen kann. Alkohol hat ein hohes physisches Abhängigkeitspotential, Cannabis hat gar keines. Wenn er nicht ausgerechnet der bedenkenträgerische Kollege Kranz wäre, dann könnte er sich auch sagen, daß er ein Erwachsener ist, der niemanden braucht, um sich permanent vorsagen zu lassen, was er darf und was nicht. Das kann der Kollege Kranz für sich ganz allein entscheiden. Zumindest sollte er das können, so, wie die anderen Erwachsenen auch. Dieser ungehemmte Bevormundungswille in Kombination mit einem kollektivistischen Sicherheitsfimmel ist viel gefährlicher als jede Cannabispflanze. Was bildet sich der Kollege Kranz überhaupt ein? – Daß er mir mit seiner Reichsbedenkenträgerei auf den Sack gehen darf, wann immer ihm das einfällt? Es geht kein Schwein etwas an, ob ein Volljähriger in Deutschland einen Joint raucht oder nicht. Was ist das überhaupt für eine infantile Debatte hier?

Will man vielleicht (Vorsicht, Sarkasmus!) mit der Drogen-Entkriminalisierung den stetigen Schrumpfprozess der (alkoholbedingten) Verkehrstoten stoppen? Oder will man eine schöne neue Einnahmequelle für Staat und Wirtschaft erschließen? Die Deutsche Hauptstelle für Suchtgefahren e.V. berechnete für das Jahr 2021 die Einnahmen aus der Alkoholsteuer auf 3,031 Milliarden Euro; wie viel mehr wird das bei der Drogenentkriminalisierung werden?“ – will „man“? Wer ist „man“? Und was für eine Drogen-Entkriminalisierung? Es geht um „Gras“, nicht um Drogen. Die Sache ist ganz einfach: Cannabis ist im Grunde ein „Pfennigartikel“, nicht teurer als Erdbeeren. Mehrwertsteuer drauf und gut isses. Das ist doch keine Fage der Legalisierung, sondern eine nach dem Umfang fiskalischer Gier. So, wie der Umgang mit allem zu jeder Zeit eine Frage nach dem Maß ist. Nicht Cannabis ist das Problem. Die Maßlosigkeit ist eines.

Allmacht: Die Kontrolle über die Kontrolle

Und schon der nächste Pseudo-Einwand: „Was wird aus dem ‚Konsumenten‘, wenn bei einer Verkehrskontrolle sein THC-Grenzwert über einem Nanogramm pro Milliliter Blut liegt? Richtig: Ein Straftäter. Denn das THC bleibt auch noch Tage und Wochen nach dem einmaligen Konsum im Blut und stellt bei einer Verkehrskontrolle immer einen Verstoß gegen § 24a Absatz 2 Straßenverkehrsgesetz dar.“ – oh Gott-o-Gott. Erstens einmal stimmt es nicht, daß THC noch Tage und Wochen so im Blut bleibt, daß es für die Verkehrssicherheit von Relevanz wäre, sondern ganz im Gegenteil: Während ein Biertrinker und seine Promillezahl noch Stunden nach dem Saufgelage verkehrssicherheitstechnische Relevanz hat, fällt die beim Kiffer etwa 2-3 Stunden nach dem Konsum eines Joints völlig weg, und zwar ganz egal, was sich in welchen Minimalstmengen noch in seinem Blut nachweisen läßt. Die Frage ist nicht, was sich in seinem Blut nachweisen läßt, sondern ob er sicher am Verkehr teilnehmen kann. Kann er. Und zwar wesentlich früher wieder, als einer, der ein Bierchen über den Durst getrunken hat.

In diesem Fall aber hat die kontrollierende Polizei keinen Ermessensspielraum mehr – es setzt Strafverfahren und Punkte. Eine zusätzliche Konsequenz ist die garantierte Vorladung zur „MPU“ (medizinisch-psychologischen Untersuchung), im Volksmund: zum Idiotentest. Dieser stellt schon heute – bei über 90.000 alkoholbedingten MPUs pro Jahr – eine höchst lukratives Beratungsgeschäft dar. Wie wird dieses dann künftig dank Cannabisfreigabe erst richtig boomen?! Und Punkte wird es regnen – zumindest in Flensburg. Auch so kommt man zur ‚autolosen Gesellschaft‘.“ – wie gesagt: Pseudobedenkenträgerei. Dann muß eben mit der Cannabislegalisierung, die für sich genommen schon eine längst überfällige Anpassung an die Realität darstellt, eine Änderung jener Ermessensspielräume einhergehen, die der Polizei zur Verfügung stehen. Das ist doch alles kein Hexenwerk. Schließlich geht es bei Kontrollen offiziell um die Sicherstellung der Verkehrssicherheit und nicht um Ermessensspielräume. Es gibt gut dokumentierte Untersuchungen niederländischer Verkehrsinstitute und Universitäten zu der Frage, auf welche Weise und wie lange nach dem Cannabiskonsum die Verkehrssicherheit beeinträchtigt bleibt. Das ganze Datenmaterial ist seit Jahrzehnten vorhanden. Niemand muß das Rad neu erfinden. Eine Realitätsanpassung muß erfolgen – und gut isses. Wer Cannabis legalisieren kann, der kann auch polizeiliche Ermessensspielräume neu regeln. Was sollen diese Pseudo-Einwandskonstruktionen, Kollege Kranz?

Sonst noch was?

Warum brauchen wir nach dem total vergeigten gesundheitspolitischen „Impfstoff“-Experiment nun auch noch dieses schon im Ansatz zum Scheitern verdammte rauschgiftpolitische Experiment?“ – warum schreibst du nicht über Sachen, bei denen du dich auskennst, Kollege Kranz? Ist ja unaushaltbar, dieses Geschreibsel. „Rauschgiftpolitisches Experiment“ – hast du eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Langsam reicht’s. „Warum wurde die Grenze bei unglaublich hohen 20 bis 30 Gramm festgelegt? In den Niederlanden sind nur 5 Gramm für den Konsum erlaubt und die Belieferung der Coffee-Shops ist nach wie vor illegal.“ – und schon wieder falsch. In den Niederlanden wurde der Konsum nicht auf 5 Gramm maximal begrenzt, sondern der einmalige Einkauf wurde auf 5 Gramm begrenzt. Du kannst in Amsterdam ohne weiteres durch sämtliche Coffeeshops ziehen, dir überall jeweils 5 Gramm kaufen und dann mit einem halben Pfund nachhause gehen. Das verbietet kein Mensch. „In Luxemburg wurde die medizinische Verwendung erst 2018 zugelassen, ansonsten bleibt der Genuss illegal (ein entsprechender Gesetzesentwurf zur Entkriminalisierung liegt seit Jahren in den Schubladen und setzt dort, bewusst und gewollt, Moos an)“ – ja und?

In Luxemburg ist der Sprit billiger und der Durchschnittsbürger reicher. Wollen „wir“ alles so machen wie die Luxemburger? „In Belgien ist nur der private Konsum von bis zu 3 Gramm Cannabis (oder eine Pflanze/Person) entkriminalisiert (Pflanze und Cannabis werden jedoch beschlagnahmt), und auch das nur unter der Voraussetzung, dass dabei kein öffentliches Ärgernis erregt wird; ansonsten ist die medizinische Verwendung nur bei Multipler Sklerose zulässig.“ – ja und? Weil es Belgier und Luxemburger gibt, darf man in Deutschland nichts so machen wie die Niederländer oder gewisse Amerikaner? Belgien, Luxemburg – und? Sonst noch was? „Klarheit sollte übrigens darüber herrschen, was unter den Begriffen der „vollständigen” oder „teilweisen Legalisierung” zu verstehen ist“ – geht es jetzt um Begriffserklärungen oder ums Kiffen? Beim Kiffen ist eindeutig geklärt, was das ist.

Es spricht der Kriminalist

Ich bin von Haus aus Kriminalist mit über 50-jähriger Berufserfahrung, selbst BDK-Mitglied (sogar fast der ersten Stunde), war über 10 Jahre lang der Vorsitzende von dessen Landesverbandes Rheinland-Pfalz und führte endlose Drogen-Liberalisierungs-/Entkriminalisierungs-Diskussionen mit Politikern, Verbandsfunktionären, Juristen, Journalisten, Pädagogen et cetera. Von daher sind mir fast alle Argumente sattsam bekannt.“ – offensichtlich nicht. Oder der Kollege Kranz war nicht in der Lage, deren Gültigkeit zu erfassen. Da ist wieder einer 50 Jahre lang für Kokolores bezahlt worden. Aus Steuergeldern wahrscheinlich. Ein Skandal! – „Felsenfest steht leider, dass nirgends und niemals irgendwo auf der Welt, irgendwann in der Geschichte eine Liberalisierung der Drogenpolitik zu einem Sieg über das Verbrechen geführt hat.“ – schon wieder falsch. Die Aufhebung der Prohibition in den USA führte evident zu einem gewaltigen Rückgang bei den Verbrechen im Zusammenhang mit der Prohibition. Und die Cannabisliberalisierung in den Niederlanden führte zu einem Rückgang des verbrecherischen „Anfixens“. – „Dass vielmehr das Gegenteil der Fall ist, muss sogar der BDK nach einem Vergleich der internationalen Lage ernüchtert konstatieren. Ich lege das intensive Studium des Positionspapiers allen gutgläubigen und missionarischen Drogenliberalisierern ans Herz – aber bitte bis zum Schluss lesen!“ – dieses ganze Gelaber ist völlig uninteressant. Cannabis legal – das ist es worum es geht. Kein Mensch redet in dem Zusammenhang von irgendwelchen anderen „Drogen“ oder „Verbrechen”. Es geht den Kriminalisten und den Staatsfetischisten einen feuchten Kehricht an, welcher Erwachsene einen Joint rauchen will und welcher nicht. Es geht nämlich nicht um Kriminalität, sondern um Cannabis.

Insoweit sind auch Aussagen wie diese hier von Benjamin Strasser, dem parlamentarischen FDP-Staatssekretär im Bundesjustizministerium, „wir werden die kontrollierte Abgabe von Cannabis in dafür lizenzierten Geschäften einführen und damit nicht nur den Schwarzmarkt austrocknen, sondern auch den Jugendschutz stärken und die Polizei entlasten“ (Instagram, 12. Februar 2022) nichts anderes als politische Sprüche, hohle Phrasen, ja fast größenwahnsinnige Sprechblasen, wie ich sie seit Jahrzehnten kenne. Hier wird die eierlegende Wollmilchsau versprochen, aber bitte auch noch flugfähig! Vordergründig sollen auch durch diese Art der Entkriminalisierung der Konsumentenkriminalität personelle Ressourcen der Polizei freigesetzt werden, die für die Bekämpfung der großen, der organisierten Drogenkriminalität frei würden. Auch die manche geradezu blendende Aussicht gefällt ungemein, dass aus den Drogen-Steuermehreinnahmen eine intensivere Bildungs-, Aufklärungs- und Präventionsarbeit finanziert werden könne. Allein, mir fehlt der Glaube…“ – das ist offensichtlich, Kollege Kranz. Und nicht nur der fehlt.

Notorisches Problem des Staatsfetischisten

Letztlich sind aber alle Bemühungen der Cannabis-Legalisierung „für die Katz“: Dem Vorhaben stehen nicht nur die UN- und EU-Richtlinien im Wege, sondern auch die aktuelle Lebenswirklichkeit, und zwar auf allen Kontinenten. Ebenso übrigens wie dringende Probleme der nahen Zukunft: Wo sollen überhaupt die gigantischen Treibhäuser hingebaut werden, die es braucht, um die nationale Nachfrage nach Cannabis zu befriedigen? Fachkräfte hätten wir ja inzwischen mehr als genug – aber wie sollen diese Gewächshäuser beheizt, beleuchtet und bewässert werden? Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis: Die Gesundheitssphinx hat wieder mal zugeschlagen – ahnungslos wie eh und je durch die Nacht und durch den Tag.“ – ein vollkommen ignorantes, staatfetischistisches Meinungs-Bla-Bla von Anfang bis Ende. Es gibt keine „dringenden Probleme der nahen Zukunft“, die etwas anderes wären als – wenn überhaupt – „drängende Probleme“ – und die Cannabislegalisierung ist garantiert keines davon. Es gibt einen ganzen Sack voll mit anderen dringenden oder drängenden Problemen. Neben dem Ukraineproblem, dem Energieproblem, dem Deindustrialisierungsproblem, dem Problem der schleichenden Enteignung und dem Grünenproblem ist der deutsche Staatsfetischist ein notorisches.

Wer kiffen will, der kifft. Wer nicht, der eben nicht. Einen kranzstaatlichen Schutzpatron braucht in der Frage kein erwachsener Mensch. Und gigantische Treibhäuser braucht ebenfalls kein Mensch, der gelegentlich einen Joint rauchen will, anstatt sich einen hinter die Binde zu kippen. „Gigantische Treibhäuser“ – Wa-wa-wahnsinn. Dem Kollegen Kranz empfehle ich, sich einmal tiefenpsychologisch analysieren zu lassen zu der Frage, wo seine hanebüchene Staatsgläubigkeit samt seiner Bereitschaft, anderen Leuten deren Eigenverantwortlichkeit und Entscheidungsfähigkeit abzusprechen, ihre Wurzeln hat. Niemand muß wegen der Cannabislegalisierung kiffen. Und nicht einer wird wegen der Legalisierung damit anfangen. So schaut’s aus. Meinungen dazu sind erläßlich.

BITTE BEACHTEN: Klarstellung der Redaktion zu Leserkommentaren

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann freuen wir uns, wenn Sie unsere Arbeit mit einer Zuwendung unterstützen.

57 Kommentare

  1. Lieber Max, wieder einmal habe ich mit Vergnügen diesen etwas längeren Artikel (auch wegen der Wiederholungen aus dem Vorherigen) gelesen.
    Auch ich fand, aufgrund meiner rudimentären Erfahrungen aus goldener Jugendzeit 😏, dass die Position des Herrn Kranz eine typische ist, wie man sie zu Tausenden von Leuten kennt, die über ein Thema reden, von dem Sie keine Ahnung haben, z.B sämtliche „Drogenbeauftragten“, die noch nie physisch mit irgendeiner „Droge“ überhaupt in Berührung gekommen sind, aber alles darüber wissen.
    Blöd für mich, dass das jetzt alles 30 bis 40 Jahre zu spät kommt.
    WIR mussten uns noch zitternd durch die Barken am Zoll der Grenze zwischen Deutschland und Holland schmuggeln, greifenden Hunden ausgesetzt, die 10 g von hinten in eine Tube extra scharfen Senf gesteckt, die wir hinten akribisch aufgedröselt hatten und entsprechend wieder gefaltet, und verloren verschiedenartige Flüssigkeiten bei der Durchquerung der Grenze, Angstschweiß war noch das Mindeste. Und was war die Freude jedes Mal groß und das Wochenende gerettet, wenn man anschließend am heimischen Wohnzimmertisch saß, und die Süßigkeiten und die Chips besorgt hatte, die Musik lief und der Spruch erklang: „Ey mach mal Mischung Ey!“. Während alle anderen Aktivitäten, die wir vielleicht noch vorgehabt hatten, z.B Billard spielen gehen, nach der ersten Pfeife auf unbestimmte Zeit verschoben wurden! 😉😂
    Aber es ist immer noch eine Zeit, an die ich gerne zurückdenke, und soweit ich weiß, hat jeder sein Studium damals abgeschlossen. Und ebenfalls stimmt ganz besonders: es haben sich noch nie zwei Kiffer miteinander geschlagen! Gelacht, ja gelacht haben wir viel, aber Aggression war nicht dabei, gefressen haben wir, wie die Scheunendrescher, gevögelt wie die Götter und Musik gehört als wäre man mittendrin. In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Abend!

    14
    3
    • Stauffi, ohne einen einzigen Abstand will und muß ich dir uneingeschränkt Recht geben. Ich habe knappe 38 Jahre beinahe jeden Abend meine kleene Tüte gehabt, war nie krank, Unfall- und Punktefrei bis Heute, tagsüber nie bedröhnt und hab´s dann im März 2013 doch gelassen, von jetzt auf gleich. Der Grund war einfach die Masse der Verkehrskontrollen, die ich zwar suverän jedesmal „bestanden“ habe, aber irgendwann wär das Glück zu Ende und der Lappen wäre weg wegen nichts…das hab ich denen einfach nicht gegönnt! Heute kommt es vor, das bei einer Kontrolle die jungen „Chance-Polizisten“ selber riechen wie ein Amsterdamer Headshop und dann was faseln, ob man was genommen hat oder so…das ist dann jedesmal eine Sternstunde für mich, denn ich verweigere natürlich solange den Urintest, wie der Bengel den nicht selber mit macht…ich könnte Bücher über solche Erfahrungen schreiben. Dabei kann man hier in Berlin gut beobachten, wie diese Herzjungen- gelegentlich auch im Dienst ihre kleinen Jobs machen, man braucht nur einen wachen Blick, dann ist das recht leicht zu sehen. Wie gesagt, das von dir Beschriebene kann ich nur voll unterstützen und Max Erdinger hätte es nicht einen Hauch besser darstellen können. Wir sind umzingelt von den größten Fachidioten, die das allerbeste Deutschland je erlebt hat, das beginnt bei unseren Politikern und setzt sich bei den beratenden, meinungsgebenden „Experten“ fort…meine persönliche Meinung zu diesen Gestalten: Wenn ihr wollt, könnt ihr mich Kreuzweise…

      8
      3
      • 😉 Datschi. So ist es. Aber wir sehen uns dann demnächst in einer Apotheke unserer Wahl!
        Nach all den Jahren mal wieder einen Film mittendrin vergessen! 😉

  2. Cannabis kann gegen Schmerzen eingesetzt werden. Es ist so etwas wie ein Psychopharmaka, was die Schmerzen dämpft, wo man entspannt, wie gesagt wird. Man kann von allen abhängig werden, was in die Psyche eingreift. Man kann auch von Schmerztabletten, die ohne Rezept verkäuflich sind plus Cola abhängig werden, eigentlich von jeder Schmerztablette. Es kommt auch auf den Menschen selbst an. Wer genetisch die Anlage dazu hat, kann von allem abhängig werden. Ob man das nun sehr jungen Menschen geben sollte, das wage ich zu bezweifeln, denn das Gehirn ist dann wirklich noch nicht 100% ausgereift. Was erwachsene Menschen machen, ob sie sich jeden Tag Cannabis leisten können oder auch wollen, das ist deren Sache. Natürlich würde niemand zugeben, wenn er sein Cannabis braucht, z.B. um einzuschlafen oder für was auch immer (hab keine Ahnung), dass er abhängig wäre. Das würde sicherlich niemand selbst so sehen, wie es Kokser auch selten so sehen. Sicherlich liegt zwischen beiden Drogen Welten, war nur ein Beispiel. Nur die Fragen, die aufgeworfen worden sind, waren schon berechtigt. Was wird, wenn Cannabis freigegeben wird und der Preis des offiziellen Cannabis ist hoch und der der Dealer niedriger? Und wenn sich ein Mensch daran gewöhnt hat, wo würde er dann hingehen? Zur teuren Apotheke oder zum billigeren Dealer? Aber mir ist es egal. Wenn sich jemand seine Birne vollkiffen will, soll er es. Diejenigen, die gegen ihre Schmerzen nehmen müssen, weil sie etwas anderes nicht vertragen, sind sicherlich froh, dass nicht mehr umfangreiche Anträge ausgefüllt werden müssten. Oder doch? Ich denke aber, dass wir ganz andere Sorgen haben, grundsätzlichere Sorgen und es keinen Sinn hat, über Cannabis zu streiten. Diesesr Cannabis wird uns nur vor die Füße geschmissen, dass wir uns darüber tot diskutieren und lebenswichtige Themen darüber vergessen.

    9
    4
  3. Na endlich mal wieder eine normale Meinung die ganz und gar nicht überflüssig ist und langsam überfällig wurde.
    Bei allem Respekt vor verschiedenen Ansichten, aber ich kann mich doch nun wirklich nicht über jeden Mist aufregen, es kann mir doch nun herzlich egal sein ob jemand nun kein Schweinefleisch oder gar kein Fleisch isst, genauso wenig ob sich nun jemand zu Feierabend ein Bier reinzieht oder eine Tüte, in meinem Fall ist das wohl eher ein Kaffee, Herrgott das ist privat – das geht mich überhaupt nichts an und es ist mir auch egal, mich intressiert auch nicht wer es mit wem gerade treibt und schon gleich gar nicht wie.
    Diese bescheuerte und sehr teure Kriminalisierung hat endlich ein Ende, das gilt auch in zwei Richtungen, die Beschaffungskriminalität wird schlagartig sinken weil es sich nicht mehr lohnt.
    Der Mehrkonsum dürfte kurzfristig wegen Neugier steigen, aber nach ein paar Monaten ist das ein alter Hut und pegelt sich wieder auf diejenigen ein die eh schon seit Ewigkeiten kiffen.
    Es regen sich jetzt diejenigen auf die damals für ein allgemeines Rauchverbot gestimmt haben obwohl sie das letzte Mal vor Jahrzehnten in Diskotheken oder auf Partys waren, Hauptsache dem anderen nichts gönnen, „es darf nicht sein das ich mit meinem verbitterten Lebensfrust anderen ein bischen Spaß gönne“…

    12
    2
  4. „Cannabis ist kein Stoff, der zu irgend einer Zeit hätte verboten werden müssen… Cannabis hat kein physisches Abhängigkeitspotential.“

    Na ja, die Kifferei muss einem schon extrem wichtig sein, wenn man sich so zum Cheerleader einer Regierung macht, die wie noch keine vor ihr bestrebt ist, eine ganze Generation von Nachwachsenden gründlich zu zerstören: Frühsexualisierung ab der Kita zur Vorbereitung auf die Wünsche von Erwachsenen, Förderung von Geschlechtsidentitätsstörungen bis zur chemischen Kastration (Pubertätsblocker) und Amputation von Geschlechtsorganen und nun auch noch die Freigabe von Cannabis ab 18, so daß THC – neben der Begünstigung zahlreicher Komorbiditäten – dann noch bis zu 7 Jahre Zeit hat, die normale Entwicklung des jugendlichen Gehirns nachhaltig zu verhindern.

    Getrocknete Cannabis-Blüten eines Joints enthalten 2,5 – 5-mal so viel Teer wie Zigaretten, im Marihuana-Rauch sind bis zu 20-mal mehr Ammoniak sowie 5-mal mehr Blausäure enthalten und Stickstoff-Monoxid und weitere Stickstoff-Oxide sind drei- bis fünfmal höher konzentriert als im Rauch von Tabak. Die Folge ist nicht nur die Zerstörung vieler für den Sauerstofftransport notwendigen feinen Verästelungen in der Lunge, ein Joint ist dadurch auch so krebserregend wie 20 Zigaretten.

    https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/cannabis-krebs-erregender-als-tabak/

    Der Wirkstoff Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) von Cannabispflanzen dockt an die Cannabinoid-Rezeptoren Typ 1 (CB1) von Nervenzellen an und verhindert damit überall dort, wo CB1-Rezeptoren vorhanden sind, die sinnvolle Aktivität der körpereigenen Cannabinoid-Neurotransmission, durch die sich Gehirnstrukturen normal verhalten bzw. sich im jugendlichen Alter bis 25 Jahre überhaupt erst normal entwickeln können:

    Im präfrontalen Cortex (Integration von Gedächtnisinhalten und emotionalen Bewertungen, Entscheidungsfähigkeit und Handlungsplanung), im Mandelkern (Verknüpfung von Ereignissen mit Emotionen, emotionale Äußerungen, Angstgefühle und Aggressionen), im Hippocampus (Gedächtniskonsolidierung und Koordinierung verschiedener Gedächtnisinhalte), im Striatum (Koordination von Motivation, Emotion, Kognition und Bewegungsverhalten) und im Kleinhirn (Steuerung, Koordination, Feinabstimmung, unbewusste Planung und Erlernen von Bewegungsabläufen).

    Diese künstliche Blockierung führt zu Schrumpfungen im Hirngewebe all dieser Bereiche und damit zu Einschränkungen für Gedächtnis, Merkfähigkeit, Erinnerung, Konzentration, abstraktes Denken, Fähigkeit zu exekutiven Leistungen, psychomotorische Geschwindigkeit, Reaktionszeit, motorische Koordination, Aufmerksamkeit, Lernvermögen, Planungsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Intelligenzleistung, führt zu erhöhter Impulsivität und schlimmstenfalls zur Entwicklung psychischer Komorbiditäten wie Psychosen oder gar Schizophrenie.

    Zudem hemmt THC in der Area tegmentalis ventralis die Ausschüttung des Dopaminhemmers Gamma-Aminobuttersäure (GABA). Cannabis macht damit – entgegen der hier geäußerten Ansicht – nicht nur selber süchtig, sondern verstärkt auch noch die Suchtabhängigkeit von anderen konsumierten Drogen.

    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2019/daz-8-2019/cannabiskonsum-mit-folgen

    Es ist, als wollte hier eine vielfach degenerierte Clique von Politikern mit fallweise bereits unübersehbaren cannabisbedingten Gehirnschäden versuchen, eine Gesellschaft nach ihrem Ebenbild zu formen.

    9
    22
    • Man sollte nicht meinen, dass dieser Lumpenstaat auch nur das Geringste im Sinne der autochthonen Bevölkerung tut. So verhält es sich auch mit einer eventuellen Cannabis-Freigabe.

      Deshalb ist das richtig analysiert:

      „Es ist, als wollte hier eine vielfach degenerierte Clique von Politikern mit fallweise bereits unübersehbaren cannabisbedingten Gehirnschäden versuchen, eine Gesellschaft nach ihrem Ebenbild zu formen.“

      Mehr braucht es nicht.

      4
      4
      • @Wolfgang K. 7. November 2022 Beim 6:18

        Es ist aber auch zu albern:

        Nach all der kriminellen Energie, mit der diese Clique versucht, der Bevölkerung maximal zu schaden – mit Masseneinwanderung und Hofieren des Islams, expandierenden No-Go-Zonen beherrscht von Türken-, Araber- und demnächst Afghanen-Clans, zunehmendem Kontrollverlust, katastrophaler Sicherheitslage an allen Orten durch kollektive Brutalität auf den Straßen und in öffentlichen Verkehrsmittel, bis zur Unkenntlichkeit veränderten Stadtbildern, Zerstörung der eigenen über Jahrhunderte gewachsenen Kultur, Sprache und Umgangsformen, bis zum Bersten belasteten Sozialsystemen und Gesundheitssystemen, heruntergekommener Infrastruktur, Wohnungsnot und Mietensteigerungen, desolaten Schulen und Bildungssystemen, erstarkendem religiösen Mittelalter mit Ehrenmorden, Kinderehen, Zwangsehen, Verwandtenehen, mit immer mehr und immer größeren Moscheen, Muezzinrufen, Straßengebeten und religiösem Antisemitismus.

        Und als ob das alles noch nicht reichte, auch noch Energiewende und Frieren für die Ukraine, Genderdeformation des gesellschaftlichen Lebens bis hin zur Sprache, Netzwerkdurchsuchungsgesetz, Verschärfung von §130 StGB und „verfassungsschutzrelevanter Delegitimation des Staates“, Denunziation und Cancel Culture, Corona-Desaster, etc., etc.,…

        Da sollte ausgerechnet die Freigabe von Cannabis für das Wohl der Bevölkerung gedacht sein?

        3
        6
        • Sehen Sie das mal so: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Und: Es kommt nie darauf an, wer etwas sagt, sondern ob stimmt, was jemand sagt.

          • @Max Erdinger 7. November 2022 Beim 19:02

            Leider geht es hier nicht nur um blinde Hühner, sondern auch um bösartige.

            Und da kommt es eben doch auch darauf an, wer etwas sagt – und vor allem warum.

          • Sagen Sie einfach, wie es ist, @gier: Sie wollen Ihre Ansichten nicht ändern. Ist ja gut. NUr sollten Sie dann eben nicht debattieren. Ich habe IHnen weiter uten schon gesagt, daß Sie sich das Posten von „Belegen“ sparen können, solange jeder selber Augen im Kopf hat. Also was ist jetzt? Können Sie mir einen Canabisabhängigen mit körperlichen Entzugserscheinungen zeigen oder können Sie das nicht?

    • Nur gut, dass ich seit Jahren nicht mehr rauche.
      Wir hatten eh immer ne Wasserpfeife. Klar, das ist umsomehr schädlich, dafür sind´s dann auch nur 3-4 Züge gewesen.
      Das es nicht „gesund“ war, ist uns klar gewesen. Wer jung ist, ist risikobereiter und der Tod etwas Abstraktes.
      Das muß Jeder für sich selbst entscheiden. Heute ist das Schnee von gestern….

    • Zitat: „Zudem hemmt THC in der Area tegmentalis ventralis die Ausschüttung des Dopaminhemmers Gamma-Aminobuttersäure (GABA). Cannabis macht damit – entgegen der hier geäußerten Ansicht – nicht nur selber süchtig, sondern verstärkt auch noch die Suchtabhängigkeit von anderen konsumierten Drogen. – https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2019/daz-8-2019/cannabiskonsum-mit-folgen

      … das ist ein schönes Beispiel dafür, was in der „Debattenkultur“ heute schief läuft. Erstens: Es ging hier nicht um die Äußerung einer Ansicht, sondern um die Feststellung eines Faktums. Das Faktum: Es gibt keine Cannabisabhängigen. Das Erschreckende: Offensichtlich hielt man es bei Apotheker-Zeitung für erläßlich, irgendwelche Cannabisabhängigen zu präsentieren, was ein Leichtes gewesen wäre, wenn es welche gäbe. Es gibt eben keine. Nicht einen. Es gibt keine physische Abhängigkeit von Cannabis. Nirgendwo. Kein Mensch braucht eine Apotheker-Zeitung, die aus dem Blauen heraus Dinge behauptet, für die sie erstens jeden Beleg schuldig bleibt und denen zweitens -zig Untersuchungen mit dem gegenteiligen Ergebnis gegenüber stehen. Man zeige mir einen einzigen Cannabiskonsumenten, der Entzugssymptome aufweist, wenn er kein Cannabis konsumiert. Es gibt keine Entzugssymptome! Bei einzelnen, „labilen Charakteren“ ist eine psychische Abhängigkeit beobachtet worden, aber auch hier ohne körperliche Entzugserscheinungen. Nichts ist leichter, als das Kiffen wieder bleiben zu lassen, wenn man das will. Bei Tabak ist es bereits sehr viel schwieriger und einem Gewohnheitstrinker fällt es auch mit dem Alkohol sehr viel schwerer. Das sind keine „Ansichten“. Das ist in Untersuchungen -zigfach dokumentiert, bewiesen und in der Realität jederzeit zu überprüfen. Und es ist auch nicht erst seit heute ein Thema. Wo sind sie denn, die Cannabisabhängigen, die es der Apotheker-Zeitung zufolge geben müsste? Wo? Ich will welche sehen! Und wie kann man auf das schmale Brett kommen, überall dort, wo der Konsum legalisiert worden ist, seien gewissenlose Hasardeure unterwegs gewesen, die von nichts eine Ahnung haben? Nächste Frage: Wie kann man auf das schmale Brett kommen, ausgerechnet die Apotheker-Zeitung als Beleg für die Richtigkeit einer Behauptung zu präsentieren, ohne sich dabei zu überlegen, wie die Interessenlage bei der Apotheker-Zeitung selbst zu sein hat? Wir haben es schließlich mit einer Pharmalobby zu tun, die auch die Apotheken im Griff hat, und von der sogar der ehemalige Bundesgesundheitsminister Seehofer resignierend behauptete, daß kein politisches Kraut gegen ihren Einfluß gewachsen sei. Glaubt irgendwer, daß die Apotheker-Zeitung ohne Rücksicht auf irgendwen einfach schreiben kann, was in Sachen Cannabis wahr wäre? Das wäre reichlich naiv. Daß der Cannabiskonsum der körperlichen Gesundheit nicht förderlich ist, bestreitet dabei niemand. Allerdings gibt es verdammt viele Substanzen und Sachverhalte, die der körperlichen Gesundheit nicht zuträglich sind – und dennoch gibt es den erwachsenen Menschen, der selbst entscheidet, wie er damit umgehen will. Der Haupteinwand bleibt aber der hier: Wenn Cannabisabhängige existieren, Apotheker-Zeitung, dann herzeigen, vorweisen, sehen lassen. Solange nirgendwo welche zu sehen sind, wird es wohl kaum welche geben. Ziemlich einfach, oder?

      9
      3
    • @gier,

      kümmere Dich um Dein Leben und halte Dich aus dem Leben anderer vollkommen heraus. Diese Leben gehen Dich schlicht und ergreifend nichts an.
      Du musst ja keine Drogen nehmen.

      Also, was ist Dein Problem? Wieso denkst Du, über mich entscheiden zu können? Bin ich Dein Sklave? Ebenso die Regierung. Für die gilt das auch. Der Staat ist mit seinem BtMG übergriffig.
      Mein Körper, mein Leben.

      Ist mir schnurzegal, was Du mit Deinem machst.

      6
      2
  5. Die Propaganda hinter der Cannabis Prohibition ist immer noch stark in den Köpfen der Menschen verankert und mit Vorurteilen behaftet, aber nicht alles stimmt so und eben auch verhasst.
    Zum Beispiel:
    „Cannabis die Gehirnleistung beeinträchtigen, das Hirn sogar schädigen, Psychosen und Schizophrenien auslösen“

    Jeder Mensch besteht im Grunde aus Geist, Körper, Seele, Aura und Gesundheit.

    Schizophrenien sind eine psychische Behinderung und ich bin nicht der Meinung, dass es sowas wie eine Cannabis-Induzierte ausgelöste Schizophrenien gibt. Was in meinen Augen nur die Anti-Cannabis-Propaganda behauptet, aber niemals wissenschaftlich belegt wurde.

    Eine psychoaktive Wirkung belegt noch lang nicht eine verursache psychische Behinderung.

    Letzendlich bin ich der Meinung, dass die Seele, also die Psyche über dem Leben steht und durch andere Faktoren eine Schizophrenie, welche man nicht Beschreiben kann, verursacht werden.

    Ich bin sogar theoretisch der Meinung, dass Stoffe keinen Einfluss auf die Seele haben. Eher der Einfluss, welcher vom Menschen ausgeht und was daraus resultiert… Psychologie lässt sich nicht so einfach ergründen, weil dahinter höhre Erkenntnisse stehen wie das Mensch dasein. Man kann das vielleicht Begreifen, aber nicht in Sprache setzten oder ausdrücken!

    Somit ist es für mich Unsinn, dass man von einem Joint Schizophrenie bekommen kann, eher einen Trip…

    Zum Schluss sage ich nur das Cannabis eine Pflanze ist somit zu den natürlichen Drogen/Suchtmitteln gehören wie Kaffee, Tabak, Zucker und so weiter, aber halt mit psychoaktiver Wirkung bei Cannabis, bei Nutzhanf nicht (Blüten).

    Im Gegenzug stehen künstliche Drogen, welche eben Menschgemacht sind und nicht von Gott und Natur gegeben sind und man eben schon als nicht „Geheuer“ einstuffen sollte. Das Bier ist wohl die mildeste Form, besteht der chemische Prozess ja nur aus Gärung…

    Bei Drogen und Suchtmittel ist immer abzuwegen zwischen Genuss und Lebensfreude und ziwschen Lebensrückrad und Gesundheit!! Egal wo, fängt beim Zucker schon an !!

    Ich stehe nur zu natürlichen Drogen! Künstlich Drogen sollen auch so künstlich behandelt werden von liberal bis strafrechtlich.

    Diesen Aspekt sollte man zumindest zu Kentniss nehmen

    7
    5
    • Meine Oma meinte damals immer: „Du wirst noch so enden, wie die auf dem Bahnhof! Die, die sich immer Haschisch spritzen!“

      Ungefähr so verhält es sich mit dem Wissen des Normalbürgers zu Drogen.

      7
      4
  6. Herrlich! So durchfuhr es mich auch, als ich den hysterischen Verbotsartikel las.
    Einstiegsdroge? Wenn schon, dann wäre das Tabak und Bier, denn mindestens Tabak konsumiert jeder, bevor er vielleicht einen Joint, also Tabak mit Gewürz, raucht.
    Es gibt aber, leider nicht als solche anerkannt, eine allgemein konsumierte Einstiegs- und später Vollrauschdroge: Fernsehen! TV-Junkies sind süchtig und vor allem völlig vernebelt, im Propaganda- und Manipulationstran.
    Schnaps macht blöde, Fernsehen macht blöder und danach kommt Söder…
    Nach ausreichend TV-Konsum neigen die Betroffenen zu irrationalen Handlungs- und Denkweisen. Sie glauben einem Staat, sind gehorsam, werden Etatisten und manche haben gar als Berufswunsch Beamter. Das ist allerdings ein Endstadium des Rausches.
    Und siehe da:
    Ganz ohne staatliches TV-Verbote haben es viele geschafft, aus dem Dunstkreis des Manipulationsrausches zu entkommen und der Massenverblödungswaffe komplett zu entkommen.
    Oder habe ich da auch schon wieder gegen irgendwas verstoßen? Gibt’s schon eine indirekte Tagesschaupflicht?
    Kleiner Tipp an alle Etatisten:
    Selberdenken ist ganz einfach und der Weg dahin noch einfacher: TV in den Kübel kloppen, nach wenigen Monaten weiß man schon gar nicht mehr, wie man es zuvor mit Fernseher ausgehalten hat. Und mit dem Denken klappts auch wieder.

    7
    4
    • Es gibt keine Einstiegsdrogen.

      Die, die hier dagegen sind: Kümmert euch um eure Leben. Andere gehen euch nichts an.

      Mein Leben und mein Körper geht euch wirklich einen Scheißdreck an.

      Ich trinke keinen Alkohol. Ich rauche nicht.
      Ich kiffe und nehme LSD. Und mir gehts wunderbar.

      Ich liege auf der Couch, habe Kopfhörer auf, Goa Trance beschallt meine Ohren und ich bin geistig auf Reisen.
      Wem schade ich? Niemandem. Eine strafbare Selbstschädigung gibt es nicht.

      Wieso werde ich dafür bestraft? Es sind „Verbrechen“ ohne Opfer.

      6
      4
  7. wie hat es Schwab angekündigt ? „Ihr werdet nichts besitzen und glücklich sein !“
    Für das nichts besitzen ist Schwab/WEF und seine „Young Leaders“ zuständig, und für das Glücklichsein gibt es die Drogen : glücklich und bekifft in der Gosse !

    7
    15
    • @zdago
      Sie können zwar durchaus komplexe Sachverhalte darstellen, aber im Grunde schreiben Sie immer das gleiche, Sie haben sich schon längst in der immer gleichen Leier einer Utopie verloren die noch nicht einmal in Ansätzen besteht, außer man redetet sich das und anderen so wie Sie es tun ständig ein.
      Über Schwab und Soroś hängt das Damoklesschwert des Ablebens, zwar haben sie ein Heer von willigen Jüngern in den hohen Reihen gezüchtet, aber es sind fast zwangsweise immer schwache und talentfreie Püppchen die jemanden brauchen der ihnen sagt was sie tun sollen und dem sie sich unterwerfen können.
      Das einzige was diese kleinen Äffchen vorweisen können ist eine beeindruckende Kaskade des Scheiterns und das trotz aller verfügbaren Ressourcen, kein einziges Ziel wurde erreicht trotz jahrelanger Vorbereitungen und unvorstellbar hohen Investitionen.
      Tun Sie sich doch bitte selbst und vor allem uns den Gefallen und phantasieren nicht jeden kleinen Mist in das Schema des großen Planes den Sie sich insgeheim so verbissen herbeisehnen, kaum jemand schreibt etwas positives obwohl es das zuhauf gibt, kaum jemand macht auf kleine Details aufmerksam die ganz schnell untergehen, fast niemand zeigt Perspektiven auf die man nutzen kann, ich hab dieses ewige runterziehen der immer Gleichen gründlich satt, kommen Sie endlich mal runter!

      11
      3
      • Es gibt leider immer Verblendete, wie Sie, die den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, oder sehen wollen.
        Es sind ja nicht nur Schwab und Soros. Es existieren ja ganze Armeen von diesen Bastarden.
        Man kann doch nicht ernsthaft der Meinung sein, die Bilderberger oder Freimaurer würden „schwache und talentfreie Püppchen“ heranzüchten. In welchem Parallel -Universum leben Sie denn?

        1
        6
        • Geh dir die Hose wechseln, wer Pfeifen wie Bearbock die nicht einmal richtig sprechen kann als gefährlich bezeichnet hat mir gar nichts zu sagen.
          Sei hilflos, hab Angst, lüge dich selbst an und mach dir wegen spätpubertären Gören in die Hosen, von mir aus, aber verschon mich mit diesem Gesülze das du von irgendwas ne Ahnung hättest.
          Hier gibt es nur wenige die einen echten Durchblick haben, du gehörst ganz sicher nicht dazu!

          2
          1
          • Sehr geehrter Rob, Ihre Kommentare schätze ich normalerweise sehr. Allerdings zeichnen sie sich normalerweise auch durch einen etwas anderen Umgangston aus.

  8. Großartiger Artikel, Danke.

    Was habe ich mich über den
    unausgegorenen Kranz-Mist
    geärgert, gedacht, gibt’s doch
    nicht, wo kommen solche
    Beton-Köpfe immer her.

    10
    5
  9. @ Gier: Zitat: „Na ja, die Kifferei muss einem schon extrem wichtig sein, wenn man sich so zum Cheerleader einer Regierung macht, die wie noch keine vor ihr bestrebt ist, eine ganze Generation von Nachwachsenden gründlich zu zerstören“. – nein, muß es nicht. Die Kifferei resp. die Verbots/Legalisierungsdebatte ist aber bestens geeignet, diese notorisch infantile Geisteshaltung durch den Kakao zu ziehen,k die sich dadurch auszeichnet, daß als „vernünftig“ gilt, sich vom Staat entmündigen zu lassen. Es geht hier auch nicht nur um eine „ganze Generation von Nachwachsenden“, sondern um Leute, die sechzig Jahre und älter sind, Kinder großgezogen, gearbeitet und Steuern bezahlt haben, ihr Leben lang einen maßvollen Umgang mit Cannabis gepflegt haben, seit jeher lieber ab und zu einen kiffen als sich einen anzusaufen – auch weil sie keine Kopfschmerzen bekommen und schneller wieder auf dem Damm sind -und die seit vierzig Jahren oder noch länger kriminalisiert worden sind. Und zwar für NICHTS! Es geht gegen einen Staat, der sich seine Kriminellen selber herbeidefiniert, wenn es ihm gefällt. Das muß aufhören. Es geht den Staat schlicht und einfach nichts an, welcher erwachsene Bürger gelegentlich einen Joint raucht. None of the governments business. Und zwar ganz egal, welche Regierung das wäre.

    10
    3
    • @Max Erdinger 7. November 2022 Beim 1:13

      Zur Eigenverantwortung gehört ausreichende Information, ohne die es keine mündigen, selbstbestimmten Menschen gibt.

      Deshalb gehört zur Legalisierung von Cannabis nicht seine Verharmlosung – wie Sie es hier in innigen Paartänzen mit Lauterbach (SPD) oder Cem Özdemir (GRÜNE) oder Burkhard Blienert (GRÜNE) versuchen – sondern eine umfangreiche, möglichst vollständige Kenntnis der Risiken, die damit verbunden sind.

      Erst wenn jeder Mensch genau weiß, worauf er sich da einläßt, ist eine Legalisierung und damit die Übertragung der Fürsorgepflicht des Staates (nach Art. 20 Absatz 1 GG und Art. 28 Absatz 1 Satz 1 GG) auf die Eigenverantwortung der Bürger angemessen.

      Nur weil jeder um ihre Schädlichkeit weiß, kann und soll Alkohol und Nikotin an diejenigen frei verkauft werden, die zu dieser Eigenverantwortung imstande sind.

      3
      7
      • „Zur Eigenverantwortung gehört ausreichende Information, ohne die es keine mündigen, selbstbestimmten Menschen gibt.“

        Die Eigenverantwortung beginnt mit dem 18. Lebensjahr.

        Infos hin und Infos her. Die haben nichts mit Eigenverantwortung zu tun. EIGENVERANTWORTUNG IST, für seine Handlungen auch die Konsequenzen zu tragen.

        Was ich meinem Körper und mir (der Seele) antue, geht schlicht und ergreifend niemanden etwas an, solange ich andere nicht in Gefahr bringe.

        Ich darf mich totsaufen, mich auf andere Art und Weise umbringen, ich darf essen, was immer ich will usw usf. Ich darf meinen Körper verstümmeln, auf Berge klettern ohne Sicherung, mit 300 km/h Auto fahren.
        Es geht DICH nichts an. Überhaupt nichts.
        Es ist MEIN Körper. Es ist MEIN Leben.

        Kümmere Dich um Dich und lasse anderen ihr leben. Du hast kein Recht, Dich in das Leben anderer einzumischen.
        Kein Mensch hat das Recht, einem anderen Menschen willentlich Schaden zuzufügen.
        Wieso denkst DU, dass Du dieses Recht hast?

        • @Rudolf Müller: Sie haben im Prinzip recht. Aber: Könnten Sie Ihre Kommentare nicht in einem höflicheren Ton abfassen? Ich weiß ja nicht, wie viele Kommentatoren Sie hier persönliche kennen, aber es scheint mir, dass man besser gehört wird, wenn man einen guten Umgangston pflegt und dazu gehört auch die deutsche Höflichkeitsform, wenn man jemanden anspricht. Hier geht es auch nicht ums Recht haben oder nicht. Aber jeder Kommentator sollte doch den anderen achten. Es gibt viele Plus- aber auch Minuspunkte für oder gegen Cannabis. Jede Droge sollte nicht verniedlicht werden. Vielleicht hat der eine oder andere, der gegen die Cannabis-Freigabe ist, doch einen Gedanken, den man mal nachgehen könnte, auch wenn man unempfänglich für die Sucht ist. Jeder Mensch ist anders. Sie haben völlig recht, dass Sie Ihr eigenes Leben leben können, wie es Ihnen gefällt. Sagen Sie es einfach im ordentlichen Ton, den ich hier im Kommentarbereich eigentlich schätze.

      • Ach? Ist das so? Habe ich den Nnaystaat als vorgeordnete Instanz, oder was? Wieso bin ich eigentlich wahlberechtigt? Und was glauben Sie eigentlich, was die Leute für ein Hirn haben? Eines, das zwar die informationen zu Tabak und Alkohol aufnehmen und verarbeiten kann, bei der Info über Cannabis aber komplett aussteigt, oder wie? So, daß sie Informationen über Cannabis einfach nicht und nicht verarbeiten können? Die Cannabisfreigabe dient mir hier nur als Beispiel für die zerebralen Verrenkungen, die für eine selbstverschuldete Unmündigkeit in vielerlei Hinsicht ursächlich sind.

    • „Es geht den Staat schlicht und einfach nichts an, welcher erwachsene Bürger gelegentlich einen Joint raucht.“

      Alle anderen Drogen inbegriffen.
      Solange Alkohol erlaubt ist, gibt es keine Argumente gegen andere Mittel.

      5
      3
    • Diese Ansicht, Herr Erdinger kann ich nur unterstützen. Auch Ihr Artikel mit den vermeintlichen Einsichten des Herrn Kranz trifft den Kern der Sache.
      Die Verfolgung einer hanfrauchenden Minderheit seit Jahrzehnten war und ist eine Steuergeldverschwendung ohnegleichen. Wobei ich fast der Meinung bin, daß es auch der Erfolgsstatistik der entsprechenden Polizeidienststellen diente.
      Da der gemeine Kiffer etwas zum Leichtsinn neigt war ja ein Fahndungserfolg schon fast immer garantiert.
      Falls die Volksdroge Hanf legalisiert würde wird im übrigen ja niemand dazu gezwungen sie zu konsumieren.
      Jedem Tierchen sein Pläsierchen!

      4
      2
  10. Es kommt immer auf die Voraussetzungen an. Wenn ich Cannbabis freigebe in einem Land mit konservativen Grunsätzen, hohem Arbeitsethos, Leistungsbereitschaft, sopzialer Stabilität und einer Jugend, die sich überwiegend in Sportvereienen, in der freiwilligen Feuerwehr oder der Heilsarmee engagiert – kein Problem. Aber jetzt und hier, angesichts von Werteverfall, inneren Unruhen, lausiger Bildung und Desorientierung … – – Aber zweifelsohne, es rundet das Gesamtbild ab. Jeder andere Beschluss wäre einfach ungrün gewesen.

    2
    3
    • Es geht Dich nichts an.
      Die Menschen wollen Drogen und nehmen sie jetzt auch. Du musst ja keine nehmen.
      Leben uns leben lassen.

      Soll der Staat es regulieren, wie bei Alkohol. Und fertig ist.
      Baut einer Scheiße, während er im Rausch ist, dann sollte es auch keine mildernden Umstände mehr geben. Eigenverantwortung nennt sich das.

      Übrigens ist der Hanf keine Einstiegsdroge. Einstiegsdrogen gibt es nicht.
      Die schlimmste Droge ist Wasser, danach ist jeder sein Leben lang süchtig.

      Den Schwarzmarkt gibt es, weil es Verbote gibt. Wer den Schwarzmarkt und seine Verbrechen beseitigen will, muss das BtMG beseitigen.

      4
      2
  11. Ein wirklich erfrischender Artikel mit Sachkenntnis und der nötigen Prise Humor.
    Mancher davon unfreiwillig seitens des Angesprochenen, etwa das mit den Flächen für die gigantischen Treibhäuser. Gottlob schweben Weinreben, Gerste, Weizen, Hopfen, Zuckerrüben und Kartoffeln bekanntlich frei in der Luft…
    Hanf gedeiht übrigens auch in Deutschland ganz passabel gewächshauslos im Freiland.

    Was ich bei der ganzen aktuellen Cannabisdebatte vermisse ist die Reduktion auf den Hanf als Rauschmittel. Sicher ist das ein Aspekt, aber illegalisiert wurde die alteingesessene Kulturpflanze nicht wegen der insgesamt eher milden psychoaktiven Wirkung (wobei ich das nicht verharmlosen will, aber um sich damit das Hirn auszutrocknen muß man schon sehr fleißiger Berufskiffer mit etlichen Überstunden sein), sondern weil das Kraut lästige Konkurrenz für chemische Industrie war und wieder werden könnte. Fasern für Klamotten, Seile, Dichtungen lassen für Big-Oil eben nicht die Kassen klingeln, und daß das Zeug nur wenig gegen die Gebresten der Natur ist, macht Anbieter von Pflanzenschutzmitteln auch nicht unbedingt glücklich. Das Öl aus den Samen ist auch sehr gut, das ärgert den Raps- und Sonnenblumenanbauer.

    Zur Versachlichung der Diskussion kann man nur hoffen, daß das Thema den unsäglichen „Grünen“ entrissen wird, solange viele Leute bei Hanf zuerst an „grünen Mist“ denken, bleibt das negative Image.

    4
    1
  12. Es geht doch keinen Menschen etwas an, was ein anderer Mensch mit seinem Körper macht.

    Solange die Drogen Alkohol und Tabak (Nikotin), die 250000 Tode pro Jahr in Deutschland hervorbringen, erlaubt sind, müssen auch alle anderen Substanzen erlaubt sein.

    Deshalb ist das ganze BtMG ein Unrechtsgesetz.

    Ich kiffe und nehme LSD (gegen Depressionen). Und niemanden geht es etwas an, da ich niemandem schade. Würde ich durch mein Verhalten anderen Menschen schaden, sind Gerichte dafür da, dies zu regeln.
    Eine strafbare Selbstschädigung gibt es nicht. Der Mensch darf sich sogar straffrei ermorden,

    Solle sich jeder um sein Leben kümmern und anderen ihr Leben lassen.
    Ich kann mit Alkohol nichts anfangen und Nikotin ist sowieso vollkommen blöd und nutzlos.

    Die Legalisierung ist nicht nur überfällig, sondern hätte nie Illegal sein dürfen.
    Das Problem sind nicht die Drogen, die nimm eh jede, sondern die Antidrogengesetze.

    Wie gesagt, die, die damit nicht einverstanden sind: Es geht euch nicht an. Kümmert euch um eure Leben.

    4
    2
  13. Uwe G. Kranz scheint mit seinem Artikel etwas bei Max Erdinger getriggert zu haben. Letzterer hört sich so an wie eine Nachbarin von mir, die jeden(!) Tag mit ihrem Mann streitet. Da ihre Tonlage recht schrill ist, bekommen das alle im Umkreis mit, zumal dieses Ehepaar auch bei Minusgraden auf dem Balkon raucht und – fast denkt man schon „lustvoll“ – ihre ehelichen Wortgefechte zum besten gibt. Eine ganz sachliche Gegenposition „sine ira et studio“ hätte es auch getan.

    1
    1
    • In der Tat. Ahnungslose aber Meinungsstarke triggern mich wie nichts sonst auf der Welt. Die nehme ich persönlich. Im Übrigen ist die Frage nicht, ob „ira“ oder Sachlichkeit, weil „ira“ und Stimmigkeit in der Sache durchaus zusammengehen. Es gibt die Unverschämtheit. Was Kranz abgeliefert hatte, war eine. Das war versuchte Volksverarschung. Der Ton in der Replik war entsprechend.

  14. Ich kenne Leute die kiffen schon ewig und führen ein ganz normales Leben. Von Einstiegsdroge kann da keine Rede sein.
    Die Freigabe ist längst überfällig!

    Geht einmal in eine Psychiatrische Klinik und seht euch die vielen Alkoholkranken an, wie erbärmlich die dahinsiechen. Reine Kiffer trifft man dort nur sehr selten bis gar nicht an.

    4
    1
  15. war klar hier melden sich die kiffer-beifallklatscher… die überlebt haben…
    die in der anstalt gelandet sind können es ja nicht mehr… gestörte frackhafte kreaturen… die keiner gerne unsinn redend hören,
    geschweige sehen möchte….
    die totgekifften und weggespritzten aussen vor…

    2
    7
  16. „war klar hier melden sich die kiffer-beifallklatscher… die überlebt haben…“

    Es gibt schlicht keine Hanftoten. Noch nie ist einer am Hanfkonsum gestorben. Bei Alkohol sind es alleine in Deutschland jährlich an die 70000.

    Es gibt noch nicht einmal richtige Süchtige beim Hanf.

    Und selbst wenn es sie gibt: Was geht es Dich an?
    GAR NICHTS.

    Das Schlimme an den Drogen sind die Gesetze gegen sie.

    • mich geht das nichts an…
      so lange er sich selber verhalten kann … der junkie… kann er aber nur durch diebstahl und dealen und damit weitere in den kreis der kiffer verführen… ..ok..
      der einstieg…ist das problem… denk dran:
      nur luschen bleiben beim hanf… wer will das schon sein und bleiben…..keiner in der kiffergruppe…
      anderseits ist der drecksstaat zugekifft tasächlich besser zu ertragen bis der tod eintritt….

    • Auf einer Exkursion während meines Studiums bekam ich von einem Kommilitonen mal einen Joint angeboten. Ich habe dankend abgelehnt. Vielleicht hätte ich ihn probieren sollen. Wenn die große Mehrheit der hier anwesenden Kommentatoren, die sonst immer recht vernünftige Ansichten vertreten, für die Legalisierung von Cannabis sind, scheint wohl etwas dran zu sein. Gleiches gilt für Max Erdinger, der meist recht lesenswerte und nie langweilige Artikel schreibt. Aber ob ich in meinem Alter noch mit Cannabis anfangen sollte?

      • Ich würde es lassen an Ihrer Stelle. Wenn Sie bisher ohne alt geworden sind, wird das auch in Zukunft funktionieren. Bei mir funktioniert es auch ohne. Mir fehlt nichts, obwohl ich die Erfahrung habe.

  17. Was mich erschreckt: Gewöhnlich schreibt hier einer gegen linksgrün, und alle Kommentatoren schlagen emsig in dieselbe Kerbe. Nun hat einer gegen einen Kollegen geschrieben – und genauso emsig hacken alle gegen die anderen Kommentatoren los. Das ist sowas von intellektuell anspruchslosen Mitläufertum …

  18. @Max Erdinger 7. November 2022 Beim 18:57

    Es geht hier um die befähigende (nicht beschränkende) Fürsorge des Staates, also die Verpflichtung, die notwendigen Voraussetzungen für selbstbestimmtes Handeln zu schaffen. Bei der Freigabe von Drogen ist das nun mal in erster Linie die umfassende Information über deren Wirkung, Nutzen und Risiken.

    Was für ein Hirn Cannabis-Befürworter haben kann ich allerdings erahnen, wenn sie mir etwas von nicht-existenten Cannabisabhängigen erzählen oder vom Schutz der Jugend durch Freigabe von Cannabis ab 18 Jahren.

    „Schützt unsere Jugend! Legalisiert Cannabis!“ – Cem Özdemir (GRÜNE) in der WELT am 19.10.2016

    @Rudolf Müller 7. November 2022 Beim 14:51
    @Rudolf Müller 7. November 2022 Beim 17:46

    Die Eigenverantwortung beginnt nicht zufällig mit dem 18. Lebensjahr, sondern weil man ab diesem Jahr einen kohärenten Persönlichkeitskern voraussetzt, der authentisch und rational Entscheidungen auf Grund der ihm zur Verfügung stehenden Informationen über seine Umwelt treffen kann – und genau darum geht es hier. Sobald ein vollständig informierter ausgereifter Mensch sich in vollem Bewusstsein Alkohol, Tabak, Cannabis, Fentanyl, Kokain oder was er an Realitätsaufhübschern so dringend benötigt, ausliefert, hat das den Staat meiner Meinung nach nicht mehr zu interessieren.

    Inwieweit jemandes Entscheidung zu kiffen, LSD zu nehmen, sich tot zu saufen oder zu verstümmeln, die beschränkende Fürsorgepflicht des Staates betrifft, der einen asozialen Umgang mit den eigenen Grundrechten zur Vermeidung der Schädigung seiner Gesundheit oder der Allgemeinheit durch anwachsende Gesundheits- und Sozialhilfekosten vielleicht nicht hinnehmen möchte, soll sich jeder selber überlegen – mir ist das einfach zu egal, um damit meine Zeit zu verplempern.

    Amüsant an der Cannabis-Diskussion hier finde ich nur, dass Cannabis unter anderem ja den Mandelkern schrumpfen lassen soll, was Aggressivität, Affektlabilität und Störungen des Sozialverhaltens bis zur Paranoia zur Folge hätte – und hier stellen sich Cannabis-Verharmloser reihenweise an, um mir genau das zu beweisen.

    • „Die Eigenverantwortung beginnt nicht zufällig mit dem 18. Lebensjahr, sondern weil man ab diesem Jahr einen kohärenten Persönlichkeitskern voraussetzt, der authentisch und rational Entscheidungen auf Grund der ihm zur Verfügung stehenden Informationen über seine Umwelt treffen kann“

      Du begehst einen Denkfehler. Oder ich habe mich falsch ausgedrückt.

      Die Eigenverantwortung beginnt nicht mit dem 18. Lebensjahr, sondern ist ab da gesetzlich gegeben. Selbstverständlich hat man schon vorher eine Eigenverantwortung.
      Wenn Mama und Papa sagen, dass man zu seinem 10. Geburtstag von der Brücke springen soll, dann kann man das machen. Oder man denkt nach und weigert sich.
      Eigenverantwortung hat man auch schon in diesem Alter.

      Bei der Eigenverantwortung ist man gut beraten, sich selber schlau zu machen, sich selber Informationen zu holen und nicht darauf zu warten, dass es jemanden gibt, der einem sagt, was man tun soll.
      Die Eigenverantwortung sagt: Ich bin für MICH verantwortlich, also muss ICH mich bewegen und schauen, wie ICH am besten durchs Leben komme. Alles, ohne andere dabei zu schaden. Was andere mit ihren Körpern tun, ist mir egal. Das müssen die enrtscheiden.

      Wenn ich Drogen nehmen will, dann tue ICH mir einen Gefallen und erkundige mich, was diese Rauschmittel bewirken und wie sie schaden können.
      Ich verlasse mich da nicht auf andere, denn ich bin eigenverantwortlich.
      Nicht jede Droge ist für jeden. Der eine trinkt halt gern, Der andere kifft. Der nächste braucht Heroin. Der andere LSD oder oder oder ..

      Es geht niemanden etwas, an, was ein anderer Mensch sich und seinem Körper antut.

      Irgendwie begreifst Du nicht, dass Du Dich gefälligst NUR um DEIN Leben zu kümmern hast und anderen Menschen ihr Leben lässt.

      Es gibt natürlich Menschen, die sich leben lassen. Das sind echt arme Schweine.

      Also @gier, lass anderen Menschen ihr Leben und kümmere Dich um Dein Leben.
      Ist ein anderer Mensch in Not, und bittet um Hilfe, dann hilf ihm, wenn Du kannst. Das mache ich auch.
      Ansonsten lasse ich die Menschen einfach ihr Leben leben.

Kommentarfunktion ist geschlossen.