Finanzämter als Mietpreistreiber: Deutschland muss teurer werden!

Niedrige Mieten bestraft der Staat (Foto:Imago)

Doof geht vor? Grün regiert! Oder anders gesagt: Wer hierzulande geboren wird, überlegt oft schon sehr früh, wo hier denn der Notausgang sein könnte. Schließlich hat es in Deutschland überwiegend mit jener störend-stoischen Haltung des Homo Germanicus zu tun, der sich als Untertan mühsam und beladen durch die Jahrhunderte schleift, bei Hexenverbrennungen, Hitlerhass und Honeckergleichmachereien immer verlässlich die Mehrheit der Mitmacher und -läufer stellt, die den jeweiligen Machthabern devot ergeben sind. Diese Haltung stellt Leben und Leid nah zusammen: Wir müssen marschieren, dackeln und möglichst viele unbezahlte Überstunden machen. Den kritischen Freigeistern wird in Deutschland viel zugemutet, sie müssen immer wieder ganz tapfer sein.

Steuern sollen hoch sein, denn je höher desto gerechter ist es, ist der Staat doch unser aller Glück, das Individuum gilt eben nicht viel, die Masse macht’s. So konnte man sich achselzuckend nur noch leicht wundern, als die „Stuttgarter Nachrichten” kürzlich den beladenen Corona-Bürgern und belasteten Energiespreis-Ausgelieferten mit einer verblüffenden Erkenntnis folgende Meldung ins Gesicht klatschte: Viele Mieten seien zu günstig – und der Staat selbst drängt die Vermieter dazu, die Kostenschraube zu drehen! Nun wissen wir alle, dass die ständig steigenden Mietpreise, als neben den Spritkosten exorbitantester Preistreiber im Rahmen unseres horrormäßigen Kosten-Mixes, dieser Tage ein problematischer Sozialfaktor ersten Ranges sind. Die Weichen für die permanenten Teuerungen, die in vielen Bereichen längst impertinenten Wucher, Abzocke und eine fast schon wegelagerische Schutzgelderpressung der Bürger durch den Staat abbilden, stellt eben dieser Staat – genauer: ein bürgerfeindlicher Berufspolitiker-Ämter-Apparat.

Dreister und draller Staat

Die ähnliche Meldung war und ist derzeit auch anderswo zu lesen. Es ist ein Skandal, der sich durch alle Teuerungen hindurchzieht: Der deutsche Staat lebt dreist und drall auf Kosten seiner Bürger und hat dabei sein Steuer(rungs)system zur perfekten Perversion entwickelt – Steuern sind in Deutschland Strafzahlungen, denn Leistung muss bestraft werden. Sogar Renten werden besteuert, welche im europäischen Vergleich kläglich abschmieren und Menschen nach 40 Jahren Arbeitszeit eine Art Trinkgeld mit auf den Weg geben, welches eben für nichts ausreichend ist, schon gar nicht für die sündhaft teuren und sich teils immer absurder steigernden Mietpreise. Die „Stuttgarter Nachrichten” rechnen nun vor, was einen staunen läßt: „Es gibt… Vermieter, die sehr günstige Mieten verlangen. Besonders Privatleute pflegen oft langjährige Mietverhältnisse und legen mehr Wert auf ein gutes Verhältnis und wenig Wechsel als auf Gewinnmaximierrung. Doch dafür werden sie… bestraft.

Dieses skurrile Faktum, welches marktwirtschaftlichen Theorien und volkswirtschaftlichen Handlungshinweisen durchaus widerspricht, legt man unsere „soziale Marktwirtschaft“ zugrunde, hat natürlich wieder seine dreckige und versiffte Ursache im – na, was wohl…?! Richtig: Im Staat, dieser Heimstatt der Berufspolitiker, jenem Hort des finanziellen Rettungsglücks für am Arbeitsmarkt überwiegend unvermittelbares Personal, im Paradies der linken und grünen Studiumsabbrecher, die ihr Nixwissen mit lauter Klappe und ideologischem Unsinn bis Wahnsinn kompensieren. Der Staat stellt sich also gegen mitmenschliche Vermieter und prügelt dadurch die Mieter, welche blechen und bluten sollen. „Wir müssen die Bürger entlasten“ – wenn wieder mal ein Amtsträger solchen Quatsch brabbelt, sollte jeder Bürger seine Blumentöpfe nehmen und sie Richtung Politik(er) werfen – denn egal wo sie landen, sie treffen immer einen Schuldigen.

Kontraproduktive Fehlsteuerung

Das Übel liegt in Gesetzen, welche festlegen, daß nette Vermieter, welche von ihren Mietern weniger als 50 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, beim Fiskus Werbungskosten nicht mehr voll steuerlich absetzen können. Auf gut Deutsch: Wenn ein Vermieter in Deutschland das tut, was ja auch zahlreiche Sozialpolitiker verlangen –  nämlich humane und bezahlbare Mieten anzubieten -, kommt der tiefe Gaunerstaat der Abgreifer und politischen Ausbeuter aus dem Gebüsch und lässt das Finanzamt wie einen ausgehungerten Pitbull auf den Vermieter los, damit es für die kräftige Anhebung der Mieten auf „ortsübliches“ Maximalniveau sorgt. Es handelt sich um eine Fehlsteuerung, wie sie im Buche steht. DAS ist Deutschland, meine Damen und Herren, a(nti)sozialer geht es kaum noch!

Nun ist sogar der linken „taz“ plötzlich unangenehm aufgestoßen, dass die Steuerschrauben, als Vorstufen der von vielen Linken geliebten Enteignungen, doch auch irgendwie gar nicht so sozial sind und vor allem das einfache Volk hart treffen – und vor allem die Vermieter regelrecht an den Steuer-Pranger stellen, die eigentlich öffentlich gelobt werden müssten. Über eine von diesem absurden steuerpolitischen Webfehler betroffene Familie schreibt die Zeitung: „Das Finanzamt verlangt 1 Million Euro an Schenkungs- und Erbschaftssteuer. Diese können die Donhärls aber aus ihren Mieteinnahmen nicht aufbringen. Sie vermieten wohl zu fairen Preisen, aber viel zu günstig im Wohnungs-Hotspot München. Und viel zu günstig gemessen am Mietspiegel, der für die Höhe der Steuern herangezogen wird.“ Irritiert von diesem Fall, welche Wunder, horchte sich dann sogar die „taz“, ausnahmsweise ganz journalistisch, mal etwas um – und siehe da: Der bundesdeutsche Asozialismus, der als politische Triebkraft vor allem seit FDJ-Merkel bis in weite Teile von CDU und CSU hineinreicht, ist fürwahr ein echter Bösewicht!

Asozialer Siff

Beispiele wie das von der „taz“ angeführte belegen konkret im sündhaft teuren München – wie auch in Baden-Württemberg -, wie Vermieter in die Enge getrieben werden und das Finanzamt sie regelrecht erpresst, damit sie ihre Mieten hoch und höher gestalten. Der deutsche Staat ist via seiner Finanzämter also ein übler Zuhälter, ein Schurke, ein Erpresser, ein asozialer Siff – mit dem entsprechenden Personal in Leitungs- und Führungsfunktionen. Die „taz” erteilt denn auch einem Rechtsanwalt und Geschäftsführer des ortsansässigen Münchner Mietervereins das letzte Wort: Beim Mietspiegel handele es sich in Wahrheit eigentlich um einen „Mieterhöhungsspiegel“ – denn „er orientiert sich am Spekulationsmarkt.“ So werden für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete, gemäß Bundesrecht, nur Mieterhöhungen und Neuvermietungen der letzten vier Jahre erfasst. Niedrigere Mieten fließen darin nicht ein, wenn sie schon lange gleich sind. „Dafür werden aber etwa jene Neuvermietungen aufgenommen, die ein Online-Portal momentan im Viertel München-Au anpreist, wo auch die Aurbacherstraße liegt: 68 Quadratmeter für 1.500 Euro, 65 für 1.900, 131 Quadratmeter kosten 3.290 Euro. Jeweils kalt.” Das Beispiel zeigt drastisch, wie Wuchermieten vor allem als staatlich verordnete Preisvorgabe und Zielsetzung zustande kommen. Dieses Land lässt einen verzweifeln.

Und nochmals zum deutschen Mainstream-Medienmüll, der einen auch nicht minder verzweifeln lässt: „Viele Mieten zu günstig” texteten die Redakteure der Stuttgarter Nachrichten, welche auch Verlagspartner der Mittelbadischen Presse sind, in ihrem Tageszeitungsrepertoire auf den Titelseite. Was für ein Hohn! Mit dieser Headline nimmt man den Knüppel in die Hand und macht sich zum Türsteher für Abzocke und Ausbeutung durch die Finanzbehörden. Den gründoofen Kollegen, die dieses Framing zu verantworten haben: Hier ein Tipp für solche Überschriften, bei einem derart klaren Sachverhalt: Seriös und sachlich korrekt hätte die Headline zu diesem Thema so lauten müssen: „Staat ist oberster Preistreiber bei Mieten – günstige Vermieter werden vom Finanzamt bestraft”.

10 Kommentare

  1. Die Staatsschraube gut beschrieben!

    Nur eines scheint nicht ganz richtig zu sein – Zitat: „… Steuern sollen hoch sein, denn je höher desto gerechter ist es,…“

    Mit ist nicht bekannt, dass irgendwo unter Regierungsvertretern eine steilere Versteuerung für Großverdiener, gar eine Vermögenssteuer oder eine faire Erbschaftssteuer sich auf dem Verhandlungs- oder Gesetzeswege befände. Vor allen Problemen drückt man sich seit der „Ära (was für ein Wort für dieses undemokratische Elend!) Merkel erfolgreich herum.

    Und wem es noch nicht aufgefallen ist, außer „Entlastungs-Sprüchen“ für Sprit und Heizung ist bislang nichts passiert. Auch bei jeder Gehaltserhöhung oder Gas-/Öl-Preis-Erhöhung sahnt der Staat „leistungslos“ prozentualsteigend entsprechend mit! ..-
    … – um es dann in Milliarden- und Millionen-Projekten bei Konzernen oder merkwürdig verbrüderten Ländern (Ukraine; Afghanistan oder mit unsinige Militärausgaben) zu verschleudern!

  2. bei den Solaranlagen ist es ähnlich Paradox
    Ein Bekannter hat sich für 19000 Euro eine Solaranlage montieren lassen . Zum Zeitpunkt der Montage standen keine Fördergelder mehr zur Verfügung und der produzierte Strom wird für ganz kleiens Geld eingespeist . Weil die Einspeispreisen bei Neukunden unterirdich gering wurden , bleibt auch sogut wie nichts übrig . Im Gegenteil wer einspeist muß natürlich auch einen Stromzähler haben der natürlich monatliche Grundgebühren kostet . Nun hat er ein Schreiben von seinem zuständigen Finanzamt erhalten das es sich um Einnahmen handelt die zozusagen geweblicher Art sind , kommt das in seinem 2 Jahr auch noch auf ihn zu . Soviel zur Rentabilität einer Neuanlage

    • Stimmt. Gilt generell für ältere Anlagen. Bis diese sich finanziert haben, vergehen Jahre. Wenn zwischendurch Reparaturen dazu kommen, ist man nahe an Jahrzehnten! Doch darüber spricht niemand!

  3. Es sind nicht nur Geld geile Immobilienfritzen, Banken, Sparkassen, freie Markler, die die Preis
    i.d. Höhe treiben neben einem Abzockerstaat mit der Grunderwerbssteuer, je nach Bundesland
    bis zu 7,5 %.
    Wird z.B. eine Immobilie mit einem Ausgangspreis von 300000 E 10x verkauft, zockt der Fiskus
    ohne jegliche Gegenleistung 210000 E ab !!!
    Zur Preissteigerung tragen auch die Städte bei, die alle 2 Jahre einen neuen Mietpreisspiegel
    herausbringen. Da wird eine Clique von Banken, Sparkassen, freien Immobilientypen und Politiker tätig, die durch i.d.R. stetige Preiserhöhungen Mietwohnungen mind. um 6 % teurer machen.
    Somit bremst der Mietpreisspiegel auch die Mietenhöhendeckelungen aus und für viele Städte,
    sogar Großstädte gilt die Preisdeckelung gar nicht.

    Schon klar, je höher der Kaufpreis für die Immobilie ist, je mehr zocken Markler für diese ab und das ganze für einige wenige Stunden Arbeit.
    Wer heute seine Immobilie einem Markler zum Verkauf anbietet ist auch als noch Eigentümer
    Preistreiber und je höher der Preis, je höher auch der Mietpreis.

    Der olle Marx hat vor mehr als 100 Jahren schon einmal gesagt:
    „Eigentum ist Diebstahl“ und er hat zum Teil Recht behalten. Schaut auf die Kirchen, Adelige u.v.a.,
    die durch Kriege Grund- und Boden mit Häusern darauf widerrechtlich gestohlen haben.

    Vor vielen Jahren hatte ich ein nettes Gespräch mit dem damaligen Programmdirektor des Senders Phönix, wo Recherchen betr. Adel und seine Geschäftspraktiken aus der Geschichte bis etwa zum Jahr 2000 eruiert werden sollten.
    Urplötzlich wurde die Berichterstattung gestoppt und es kam bis dato nicht zur Ausstrahlung !
    Warum wohl?
    Damals war Phönix noch Publikum nah, heute bekommt man nur noch 3. klassiges Abwimmelpersonal ans Telefon.

  4. diese Entwicklung ist leider schon seit der mißratenen ‚Einheit‘ 1990 zu beobachten und hat mich selbst in meinem Entschluss gestützt diesen Irrsinn NICHT ewig zu unterstützen. Ende der 90er mit Einführung der rotzgrünen ‚Ökosteuer‘ habe ich die Reißleine gezogen. Seitdem beobachte ich das Irrenhaus von der südlichen Seitenlinie und klatsche mir mindestens ein Mal pro Woche auf die Schenkel über den Wahnsinn der sich in Dummland abspielt. Das Land zwingt sich regelmäßig in den eigenen Untergang. Unglaublich.

  5. Mein Groß-Cousin arbeitet beim Finanzamt in Berlin und hat sich über die hohen Mieten und den fehlenden neuen Wohnraum beklagt. Aktionen wie von „WirSindDieLetzteGeneration“ findet er gut.
    Als ich ihm dann sagte, dass gerade er und sein Arbeitgeber für die hohen Mieten und den fehlenden Wohnraum verantwortlich ist, und dass das Finanzamt günstigen Vermietern auf’s Dach steigt, hat er verlegen geschaut und nicht mehr viel gesagt.
    Als ich dann noch sagte das die Läden Umsatzsteuer auf verschenkte Lebensmittel zu entrichten haben, und sie deshalb entsorgt werden, war dann Zwangs-Themenwechsel angesagt.

  6. Das langt diesen Politdarstellern immer noch nicht https://www.t-online.de/heim-garten/energie/id_91952270/klimaabgabe-beim-heizen-diese-kosten-kommt-auf-mieter-und-vermieter-zu.html Wenn ihr eine Wohnung habt, lasst sie leer stehen, dann zahlt ihr zwar die Klimaabgabe, aber habt die Mietschäden nicht, denn die Miete müsst ihr ja auch versteuern. So nach dem Motto: ihr werdet nichts mehr besitzen und glücklich sein. Das schrieb der Focus 2019 https://www.focus.de/immobilien/experten/gastbeitrag-von-rainer-zitelmann-horrorplaene-der-regierung-so-werden-hausbesitzer-schleichend-vom-staat-enteignet_id_10892193.html und das sagt die Erläuterung zu Artikel 14 des GG https://www.hausbauberater.de/bauwissen/enteignung-von-immobilien-und-grundstuecken Mit dem Wohnungsmangel, der sich durch díe Überflutung Deutschlands noch eklatant verschärft, befürchte ich, dass ind den Köpfen der gegenwärtigen Politdarsteller Enteignungen nicht ausgeschlossen sind.

  7. Die Finanzämter treten den Vermietern, vor allem privaten, auf die Füße, wenn die Mieten nicht hoch genug sind und sie nicht alle Möglichkeiten der Mieterhöhung ausschöpfen. Nicht alle lassen sich derart erpressen, sie müssen dann eben in Kauf nehmen, dass sie nicht alle Kosten, die Instandhaltung oder Renoverung verursachen, absetzen können. Allerdings ist dies nicht neu, das haben die Finanzämter schon vor mehr als 40 Jahren so gehandhabt. Es darf dem Durchschnittsdeutschen nur das Minimum übrig bleiben.

  8. Ich fordere regelmäßige Steuerprüfungen bei Politkern.
    Denn wer sucht, wird auch finden.
    Al Capone ist nicht durch Polizei dingfest gemacht worden, es waren
    bekanntlich die scharfen behördlichen Steuereintreiber im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
    Am besten und härtesten sind die Finanz-Beamten in unserem schönen Ostdeutschland.

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