Samstag, 13. Juli 2024
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Fleschs EM-Notizen (II): Das (Sommer)märchen von den „fremdenfeindlichen Deutschen“ 


Fleschs EM-Notizen (II): Das (Sommer)märchen von den „fremdenfeindlichen Deutschen“ 


Heute ist EM-Auftakt: Schluss mit überhöhten Erwartungen und Interpretationen! (Symbolbild:Imago)

In den meist links tickenden Fußballsendungen, die ich gezwungenermaßen (dazu unten mehr) verfolge, ist die Sorge groß, dass sich das deutsche „Sommermärchen“ der Fußballweltmeisterschaft 2006 nicht wiederholen wird. Mein erster Impuls: Wie soll es sich für Linke wiederholen, wenn deutsche Fahnen, die ja das Symbol des Märchens waren, in linken Kreisen verpönt sind? Doch das nur nebenbei.

Ich konnte mit dem Gerede um das “Sommermärchen” 2006 nie etwas anfangen. Mit keinem der beiden Aspekte, die das Märchen ausgemacht haben sollen. Da wäre einmal das Spielerische. Ernsthaft? Wir spielten durchschnittlich, hatten, wie so oft bei Turnieren, Glück und wurden (dank Oliver Kahn) am Ende Dritter. Wo war das märchenhaft?

Erst fremdenfeindlich, dann weltoffen?

„,Die Welt zu Gast bei Freunden’ – manchmal wird ein Motto wahr!“, titelte die “grüne“ Heinrich-Böll-Stiftung ein paar Jahre nach der WM 2006 auf ihrer Netzseite. Und damit sind wir beim Hauptaspekt des damaligen Sommermärchens: Dass wir Deutschen es geschafft haben, Gäste aus fremden Ländern freundlich aufzunehmen, statt sie direkt zu vergasen – das, meine lieben Leser, wurde uns doch tatsächlich als märchenhaft aufgetischt!

Was wollte man uns damit sagen? Ganz einfach: Vom Juli 1914 bis zum Mai 2006 waren wir Deutschen alle Fremdenfeinde. Was für ein Quatsch! Dazu ein paar Zahlen: Deutschland hat seit den frühen Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts prozentual mehr Fremden eine neue Heimat geschenkt als das Einwanderungsland USA; 2019 stand Deutschland auf Platz drei der Länder mit den meisten Reisenden ins Ausland. Auch sind wir seit Jahrzehnten immer mal wieder Spendenweltmeister; leider landet das Geld oft nicht bei den afrikanischen Kindern mit den aufgeblähten Bäuchen (wobei, gibt’s die eigentlich noch? Ich hoffe doch nicht!), sondern bei irgendwelchen Despoten.

Selbstbewusster Umgang mit der deutschen Identität

Doch dann, im Juni 2006, plötzlich und unerwartet: Die Zeitenwende. Deutschland wird weltoffen! Wie gesagt… was für ein Quatsch. Wir brauchen weder das alte Sommermärchen, das ja, wie gesagt, gar keines war, noch brauchen wir ein neues Sommermärchen. Wir Deutschen brauchen einfach nur einen selbstbewussten Umgang mit unserer Identität. Etwas also, das in jedem gottverdammten Land auf der Welt Normalität ist. Aber das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben.

Übrigens: Im ersten Satz schrieb ich „gezwungenermaßen“, da es kaum noch konservative Fußballsendungen gibt. Der beste Fußball-Podast, den ich kenne, ist leider auch ein stramm linker: „Zeigler & Köster – Der Fußball-Podcast von 11 Freunde“. Was übrigens nicht an dem Langweiler Arnd Zeigler liegt; nein, es ist „11 Freunde“-Chef Philipp Köster, der, was ich zugeben muss, ein geradezu genialer Moderator ist.


Für Ansage! begleitet Blogger und Publizist Oliver Flesch die Fußball-EM mit spitzer Feder. Zum heutigen Beginn erscheinen ausnahmsweise die ersten zwei Folgen unmittelbar nacheinander.

9 Responses

  1. Steckt euch die Fußball-EM in den “Götz von Berlichingen”.
    Schaue mir kein Spiel der ”
    Gurkentruppe” an, da mir die Zeit
    viel zu schade ist, die ich anders und zutreffender verwenden kann.

    Kicker- und Funktionärs-Millionäre sind mir eh zu wider und wenn ich mir dann noch den Islam-Boy mit dem erhobenen Zeigefinger der
    rechten Hand sehe, kann ich gar nicht so viel essen, wie ich kotxxx muss !
    Wie kann man solch einen überhaupt für das Land spielen lassen.
    PFUI !

    Na ja, IM-Blondchen wird auch wieder was zu sagen haben und auch deshalb werde ich nicht schauen und nicht hören, weil
    dieses linksradikales Element in mir was auch immer ausbrechen lässt !

    20
    1. Ich habe mir das Spiel angesehen, und war hellauf begeistert. 5 : 1 für uns fand ich klasse. Alles andere habe ich ausgeblendet, und ich werde auch wieder meine Deutschlandfahne ans Auto klemmen.

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  2. Feine Satire von
    snicklink
    ( bitte hier oben anpinnen)

    s. youtube:

    woke EM 24 - Eröffnungs spiel

    https://www.youtube.com/watch?v=-GKHqLJyAdc

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  3. Die Regierenden wünschen sich mitsamt ihren Propagandatröten eine Wiederholung des “Sommermärchens” und “Die Welt zu Gast bei Freunden”. Liebe Regierende laßt euch gesagt sein: Soviel Schminke wie nötig wäre um den SCHEISSHAUFEN Deutschland, den IHR verursacht habt, aufzuhübschen, gibt es gar nicht!

  4. Ich wiederhole es gern. Dummheit hat einen Namen. Deutsch. So erbärmlich wie dieses Volk ist kein zweites auf diesem Planeten. Sie fordern es förmlich heraus, dass man sie knechtet, erniedrigt, schlägt, ausnutzt und am Ende tötet. Dieses hysterische und kindisch bösartige Gehabe kann kein normaler Mensch auf Dauer ertragen, der muss ausrasten.

  5. Der Fußball- und Propagandabund und Schöpfer der “Mannschaft” ist eine der widerlichsten Umerziehungstruppen für Kinder und Jugendliche geworden. Schickt bloß nicht Eure Kinder in deren Obhut. Früher lernte man im Fußballverein das Saufen, heute das korrekte Gendern, das Anlegen von Regenbogenbinden und das duldsame Zusammengetretenwerden durch Dahergelaufene.
    (Das mag im Verein auf´m Dorf noch anders sein, aber spätestens bei Trainingslagern geht es los….)

  6. Terror Online hat mal wieder einen “Experten” gefragt https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_100424930/em-2024-hooligans-wollen-einen-starken-deutschen-mob-praesentieren-.html Aus dem Artikel “Wie geht es rechtsextremen Fußballfans mit einer deutschen Nationalmannschaft, die sich zu Vielfalt bekennt?
    Früher war für Rechtsextreme eine EM oder WM eine Gelegenheit, Nationalstolz zu feiern und zu verbreiten. Heute sehen wir eher eine Entfremdung. Sie schimpfen über die Hautfarben der Spieler, die Positionierung des DFB oder über pinke Trikots. Rechtsextreme Medien propagieren, sie wollten die EM zu einem Desaster machen. Rassistische Social-Media-Kampagnen sind also sehr wahrscheinlich. Dabei ist das Agieren der AfD sehr relevant: Wird die Partei auch gegen das Thema Vielfalt angehen, wenn das deutsche Team erfolgreich ist? Bislang haben Rechtsextreme immer hervorgehoben, dass sie Deutschland – zumindest ihr Ideal davon unterstützen –, nicht aber ein Team mit vielen Spielern of Colour.” von dem man etwas anderes auch gar nicht erwarten konnte https://indes-online.de/autor/robert-claus Noch so einer, den man für brotlose Kunst bezahlen muss.

  7. Zwei Artikel von 2015/2016:

    EU-Migrationskommissar
    „Europa braucht mehr als 70 Millionen Zuwanderer“
    „Europa vergreist“, warnt EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos. In den nächsten beiden Jahrzehnten seien mehr als 70 Millionen Zuwanderer nötig, um die Überalterung des Kontinents zu verhindern.
    https://www.kleinezeitung.at/politik/aussenpolitik/4880668/EUMigrationskommissar_Europa-braucht-mehr-als-70-Millionen-Zuwanderer

    EU-Kommissar: Brauchen über 70 Mio. Migranten in 20 Jahren
    https://www.sn.at/politik/weltpolitik/eu-kommissar-brauchen-ueber-70-mio-migranten-in-20-jahren-1917877

    Einen nicht unbekannten, aber selten thematisierten Aspekt der Flüchtlingsthematik brachte EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos am Donnerstag wieder auf die Tagesordnung: „Europa vergreist“, erinnerte Avramopoulos vor dem EU-Ausschuss der Regionen (AdR) an die demografische Tendenz des Kontinents. „In den nächsten zwei Jahrzehnten werden mehr als 70 Millionen Migranten nötig sein.“