
Frauengesundheit ist seit einiger Zeit ein Thema mit wachsender medialer Präsenz. Zahlreiche Äußerungen von politischen Akteuren und Initiativen zeichnen das Bild einer systematischen Vernachlässigung weiblicher Bedürfnisse in Medizin und Forschung. International wird diese Debatte nicht zuletzt von Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorangetrieben, die auf strukturelle Defizite hinweist und eine stärkere Berücksichtigung geschlechterspezifischer Unterschiede fordert. Dass tatsächliche Benachteiligungen korrigiert werden müssten, steht außer Frage. Medizinische Versorgung sollte sich an realen Bedürfnissen orientieren, unabhängig vom Geschlecht.
Doch wie belastbar ist die These von struktureller Diskriminierung in der Gesundheitsforschung tatsächlich? Und wo verläuft die Grenze zwischen berechtigter Kritik und politischer Zuspitzung? Erst kürzlich äußerte sich Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) in einem Interview gegenüber der “Süddeutschen Zeitung”, dass Deutschland im Bereich der Frauengesundheit in Teilen ein „Entwicklungsland“ sei. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Dr. Christoph Birghan wollte der Sache auf den Grund gehen und hat der Bundesregierung eine Kleine Anfrage mit insgesamt 24 Fragen vorgelegt – und erstaunliche Auskünfte erhalten.
Bundesregierung hat keinerlei Hinweise auf strukturelle Defizite
Denn die Antworten der Bundesregierung auf die Anfrage zeichnen ein deutlich differenzierteres Bild. So wird zwar anerkannt, dass geschlechtersensible Forschung sinnvoll ist; Ziel sei es, „Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei Ursachen für Erkrankungen“ zu erforschen und entsprechende Ansätze für Diagnostik und Therapie zu entwickeln. Doch aus dieser grundsätzlichen Einsicht lässt sich noch keine strukturelle Benachteiligung ableiten. Ganz im Gegenteil: „Nach Kenntnis der Bundesregierung kommt es weder aus rechtlichen noch aus ethischen Gründen zu einer strukturellen Über- oder Unterrepräsentation einzelner Gruppen in klinischen Studien“, stellt die Bundesregierung klar.
Mehr noch: „Aus Sicht der Bundesregierung bestehen“ hinsichtlich der Rechtsgrundlagen (etwa AMG, EU-Verordnung Nr. 536/2014) „keine Regelungslücken“. Die Mittel der Bundesregierung für bevölkerungsspezifische Gesundheitsforschung wurden im Bereich Frauen zwischen 2015 und 2025 um mehr als 1.700 Prozent erhöht – und zwar von 0,95 Millionen Euro jährlich auf 16,37 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die Ausgaben der Bundesregierung für spezifische Männer-Forschung wurden von ohnehin geringen 0,38 Millionen Euro auf 0,1 Millionen Euro reduziert.
Polemische Behauptungen statt Fakten
Worauf also stützt sich Dorothee Bär bei ihrer polemischen Aussage dann? Auch dazu weiß die Bundesregierung nicht mehr zu sagen, als dass sich Frau Ministerin aus einer „Vielzahl unterschiedlicher Quellen“ informiere. Diese Antworten werfen ein Schlaglicht auf eine Debatte, die zunehmend politisiert wird. Gegen die Forderung, Frauengesundheit auch in der Forschung im Blick zu behalten, ist nichts einzuwenden. Doch die Zuspitzung, Deutschland befinde sich hier auf dem Niveau eines “Entwicklungslandes”, findet in den vorliegenden Regierungsdaten keine klare Entsprechung.
Bleibt die Frage: Handelt es sich bei der aktuellen Debatte um eine notwendige Korrektur bestehender Defizite – oder um eine weitere Arena im größeren gesellschaftlichen Konflikt um Geschlechterrollen? Die Kleine Anfrage legt nahe, dass zumindest ein Teil der politischen Rhetorik stärker ist als die empirische Grundlage. Gerade deshalb wäre eine sachliche, datenbasierte Diskussion dringlicher denn je; sie müsste klären, wo tatsächlicher Handlungsbedarf besteht – und wo Narrative die Realität überzeichnen. „Statt sachlich-nüchtern zu argumentieren und echte Missstände beiseite zu räumen beteiligt sich Dorothee Bär hier an scheinbar schwer haltbaren linken Narrativen. Ob es sich dabei um schieren Populismus oder mangelnde Sachkenntnis handelt, ist einerlei – für eine Bundesministerin ist es in jedem Fall ein Offenbarungseid“, so Birghan auf Ansage!-Nachfrage.
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10 Kommentare
nachdem die Pharmaindustrie schon zu blöd ist zu begreifen das Frauen und Männer und Kinder unterschiedliche Stoffwechsel haben ist das nicht weiter verwunderlich.
Bei Kunstmenschen wie Divers, pervers, binär, digital, nicht digital,analog, logaritmisch,quadratisch, praktisch, gut , eingeweckt, nicht eingeweckt wird das schwieriger weil die Verblödung rotiert
Sollte ich mal Brust- oder Gebärmutterkrebs bekommen, hoffe ich auf eine medizinisch sinnvolle Behandlung. „Geschlechtersensibel“ kann sie auch gerne sein, aber das ist nicht das Wichtigste. Im Übrigen leben Frauen durchschnittlich länger als Männer. Das scheint zwar eine biologisch begründete Größe zu sein, auch die männliche Fetal- und Neugeborenensterblichkeit ist deutlich höher als die weibliche und kann bei Feten und Neugeborenen nicht auf eine unterschiedliche Beachtung und Behandlung männlicher und weiblicher Anfälligkeiten zurückgehen. Aber in Ländern, in denen Frauen sehr schlecht gestellt sind und die medizinischen Möglichkeiten Frauen oft bewusst vorenthalten werden, ist die Lebenserwartung für Frauen dieselbe wie für Männer, z.B. in Afghanistan, oder die Frauen leben durchschnittlich sogar kürzer als die Männer, z.B. in Simbabwe. Also, auch tatsächliche, patriarchale Reste in modernen, europäischen Ländern wirken sich medizinisch sichtlich wenig aus.
die Frau Ministerin liest Frau im Spiegel, Spiegel, Pharmazeitung, gelbe Seiten, LKSBTQ Geschwurbel etc
das reicht um ein Ministerium in einer Versagerregierun g zu besetzen im Sinne von besetzen
einfach zu geil, wie bei jedem halt zusätzliche steuermänner an bord gehen wollen. obwohl schon lange keiner mehr rudert und das boot mit der strömung treibt..
Ich kann das nicht mehr ab. Überall wollen sich die Weiber durch ewiges rum jammern Vorteile nur wegen des Geschlechts verschaffen. Wenn das Mittelalter hier wieder einzieht ist Ende Gelände. Bei Ungehorsam werden die unter den Kopftüchern verschwinden und hinter den Männern hinterher dackeln. Die rufen ja förmlich danach mit ihren Wahn nach noch mehr Migranten.
Frauen sind anscheinend ständig und andauernd irgendwo und irgendwie „benachteiligt“. Ich würde sagen: Geht woanders hin um rumzuopfern!
Diese Figuren kann doch niemand mehr ernst nehmen.
Habe seit 1974 im Gesundheitssystem , selbstständig , gearbeitet.
Und deutsche Gesundheitsministerinnen haben da nur großen Mist gemacht! Nicht eine Reform war auch nur im Ansatz gut. Fing bei Rita Aids-Muth an. Sie hat Blutkonserven von Süchtigen mit Blut von Gesunden mischen lassen. Dadurch wurden viele Menschen mit AIDS infiziert! Kosten unbekannt. Süßmuth dicke Pension als Belohnung! Die wirklichen Kostentreiber geht kein Minister an, denn es ist die BIG PARMA! Da diese Firmen massiv die etablierten Parteien sponsern!
Vorschrifts-Irrsinn bei der Bundeswehr: Panzer musste Schwangerschafts-tauglich geplant werden
https://www.bild.de/politik/inland/sagen-sie-uns-ihre-liebsten-bundeswehr-vorschriften-69e8b3074a467a6728560232
da die Deutsche Medizin von der Pharma,Pflege und Gerätelobby gesteuert wird verstehe ich nicht worüber hier geredet wird.
Was wir brauchen ist eine menschengerechte Medizin und keine Laberköpfe die den Menschen nur als Rezepterzeuger und Geräteauslastungszombie betrachten und dann noch zu blöd sind die gewonnen Erkenntnisse zu würdigen und umzusetzen.
Ich habe das 10 Jahre lang selbst erlebt und die richtige Diagnose im Internet gefunden.
Das Credo der heutigen Medizin ist den Menschen solange krank zu halten das er nicht stirbt denn dann ist die Kohle weg.