Framing-Exzesse: Prügel-Polizisten als Opfer

Festnahme eines „Impfgegners“ (Symbolfoto: Shutterstock)

Jetzt wird’s unterirdisch: Nachdem nun auch die einstmals hochseriöse und um Objektivität bemühte „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zu Weihnachten ihre Leser darüber „aufklärte“, dass es sich bei den „Protesten in der Provinz” um eine „von Rechtsextremisten gesteuerte Bewegung” handele, die immer öfter auf Gewalt und Provokationen setze, schließt sich nun auch noch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) diesem – von den Regierenden in Bund und Ländern wie auch dem öffentlich-rechtlichen Meinungsblock seit langem betriebenen – Framing-Exzess an: die GdP beklagt, ironiefrei, eine „zunehmende Radikalisierung der Corona-Proteste”… und das ausgerechnet, nachdem es am Wochenende bundesweit zu zahllosen brutalen Übergriffen von Polizisten gegen friedliche Bürger – und nicht umgekehrt – gekommen war. Wer anderes gehört oder zuviel ARD und ZDF geschaut hat, kann sich etwa Eskalationen in Bonn (hier) oder aus Schweinfurt (hier bzw. hier) zu Gemüte führen.

Davon unbeirrt kritisierte GdP-Chef Oliver Malchow jedoch die „Impfgegner“ – so werden nun die Gegner einer klar verfassungswidrigen „Impfpflicht“ (im Sinne der verpflichtenden Teilnahme an einer experimentellen Gentherapie) genannt – scharf, weil sie „auf Demonstrationen ihre Kinder mitnehmen, um sie als eine Art Schutzschild bei Auseinandersetzungen mit der Polizei einzusetzen.” Das Phänomen gebe es „häufiger”, führte er heute aus. Diese Mütter und Väter würden in Kauf nehmen, dass ihr Kind in eine gewalttätige Auseinandersetzung gerate. Was für ein Stuss: Es gibt praktisch keine Demonstration der letzten 40 Jahre, bei der die Teilnehmer nicht mit Kind und Kegel unterwegs waren. Ob die Friedensbewegung, die Anti-AKW-Bewegung, die als „Demo“ angemeldeten Love-Parades der 90er oder natürlich die Klima-Demonstrationen der Gegenwart: Immer waren hier ganze Familien mit Kindern und selbst Mütter mit Neugeborenen mit am Start, und nie wäre jemand auf den Gedanken gekommen, dies „verantwortungslos“ zu nennen oder gar von „menschlichen Schutzschilden” zu faseln.

Der einzige Unterschied war bzw. ist hier der, dass immer dann, wenn Linksradikale, Pazifisten und Ökos demonstrierten, keine Staatsgewalt als Bedrohung aufmarschierte und auch keine Schlagstöcke über den Demonstranten niedergingen. Das blieb den Protesten der letzten beiden Jahre vorbehalten, die ja von zuvor stigmatisierten und kriminalisierten „asozialen Elementen“ ausgingen und deswegen auch ratzfatz verboten wurden. Weil also der Staat zunehmend glaubt, diesen gegenüber ähnlich rabiat vorgehen zu dürfen wie die Sicherheitskräfte in Belarus oder China, sind die Bürger die Provokateure bzw. Rabeneltern, weil sie ihre Kinder zum gemeinsam Spazierengehen mitnehmen?

Feiglinge in Uniform

Die Entmenschlichung und Verächtlichmachung des Widerstands gegen die Impfpflicht macht nach und nach auch Feiglinge in Uniform mutig – und lässt sie von Bürgerprotest zu Bürgerprotest beherzter zum Schlagstock greifen. Denn wenn es in Deutschland gegen als „Rechte“, „Leugner“ und vor allem „gemeingefährliche Ungeimpfte“ geflaggte Aussätzige geht, zieht brachiale Polizeigewalt im Zweifel eher eine bundespräsidiale Belobigung denn ein Disziplinarverfahren nach sich. Und wenn der Staat dann noch zum „robusten“ Durchgreifen ertüchtigt und Hemmungen schleift, dann lässt sich ein bestimmter Bodensatz seiner willfährigen Büttel eben nicht lange bitten – und hat keinerlei Probleme damit, Dinge zu tun, die ihm in seiner Ausbildung einst als absolutes No-Go, ja als Pervertierung des eigenen Berufsethos vermittelt wurden.

Wer Tränengas im Beisein von Kleinkindern versprüht, wer auf friedliche Spaziergänger wie von Sinnen eindrischt und Rentner zu fünft gegen einen zu Fall bringt, während er sich vor Messermigranten und Clanbrüdern einnässt, der ist ein würdiger Nachfolger der SchuPos vor 80 bzw. VoPos vor 40 Jahren, oder auch der Feuerwehrleute, die bei den Synagogenbränden nicht löschten, sondern nur die Nachbargebäude sicherten. Von „innerer Führung“ sind diese Polizisten jedenfalls Lichtjahre entfernt.

Um dies zu erahnen, muss man sich nur die Angehörigen eines heutigen Polizeijahrgangs – etwa bei einer öffentlichen Vereidigung – anschauen: Die meisten sind „150-Prozenter“, die kein Auge zudrücken, sondern bestenfalls Dienst nach Vorschrift, schlimmstenfalls proaktives Überschießen autoritären Verhaltens an den Tag legen. Neben weiblichen Jung-Karrieristen sind die Männer unter ihnen meist effeminierte Hemden, gutfrisiert und barbiert, die sich nur im Dienst und in der Gruppe stark wie Bolle fühlen. Das Prinzip „Dein Freund und Helfer“ ist diesem Typus Staatsdiener ebenso fremd wie Charakter- und Persönlichkeitsbildung. Es mag Ausnahmen davon geben – doch die bestätigen nur die Regel.

23 Kommentare

  1. Endlich greift der Kampf gegen Rääächz. Auch vor Babys darf dieser Heilige Krieg der linksgrünen faschistischen sog. Ampel-Regierung und ihrer Kollaborateure nicht halt machen. Denn aus jedem dieser Babys wird eines Tages ein ganz und gar bösartiger Rechtsextremist. Deshalb wehret den Anfängen.

    Die Amadeu-Antonio-Stiftung wird jubeln und eine Gedenkschrift herausgeben zu dem Thema, wie man rechtzeitig rechtsextreme Babys identifiziert und behandelt.

    • Richtigstellung:

      Es handelte sich offenbar nicht um ein Baby, wie auch verbreitet wurde, sondern um ein 4-jähriges Kleinkind.

      • Gab es nicht bereits einen Flyer der Kanestiftung fuer Kindergaerten, in dem darauf hingewiesen wurde, wie man rechte Eltern an den Kindern erkennt?
        Erkennungsmerkmale waren soweit ich mich erinnere wohlerzogene, verhaltensmaessig unaufaellige Kinder und bezopfte Maedchen im Kleid.

        • @Elise

          Genau. Es handelt sich dabei um die Broschüre „Ene, meine, muh – und raus bist du!“ von fast 60 Seiten.

          Es soll eine Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit in Kitas sein. Das Vorwort dazu kam von der ehemaligen Bundesfamilienministerin Giffey.

  2. Lust auf spontane Übelkeit?

    Kein Problem — das, was früher einmal die Tagesschau war, macht’s möglich:
    https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-demo-schweinfurt-101.html

    Framing a la „tagesschau“ pur — 5 Fuß von der Verhetzung entfernt:
    Kleinkinder , von bösen Maßnahmenkritikern auf den berüchtigten, immer krawallig verlaufenden Maßnahmenkritiker-Demos als „Schutzschilde“ missbraucht!

    Man kann angesichts solch einer Schundberichterstattung „gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte“: KEINE EINZIGE Frage DANACH, ob der (Pfefferspray-)Einsatz der POLIZEI(!) ÜBERHAUPT erforderlich oder der Lage angemessen war!

    Dieser — sit venia verbo — verkommene Dr****laden! Pfui Teufel, „tagesschau“!

  3. High, ich kann richtig bildlich vorstellen, wie eine Mutter mit ihrem vierjährigen Kind den Polizisten so zugesetzt hat, dass diese sich auch gegen das kleine Kind nur noch mit Pfefferspray erwehren konnten. So viel kann ich gar nicht essen, wie ich… Freundlichst Fiete

  4. Die GDP – das sollte man wissen – ist eine der drei Polizeigewerkschaten in Deutschland. Sie ist ein Teil des Deutschen Gewerkschaftsbundes, also quasi SPD unterwandert. Die setzen sich weder für den Bürger noch für deren Mitglieder sonderlich ein, sondern sind Lemminge der Regierenden!

  5. Pffft. Erneut, seit Herbst 2015 (laufende Invasion) erzählt ihr mir (wer sich angesprochen fühlt oder entsprechende Kommentare / Artikel verfaßt hat ist gemeint), daß die auf unserer Seite stehen. Was ich immer abgestritten und dann zerlegt habe.

    Wie fühlt man sich, wenn man 6 Jahre verspätet endlich Kontakt zur Realität hat?

    Ansonsten, „Freund und Helfer“ ist ebenso Unsinn. Das ist die PR, nicht die Realität.

  6. Früher: Der Beamte in Uniform dein Freund und Helfer
    Heute: Der Uniformierte dein Feind und Schläger, auch Pfeffersprayer in Würzburg
    gegen ein 4 jähriges Kind.
    Diese Art von Gewalttäter haben rein gar nichts bei der Polizei zu suchen !
    Eine Schande für alle Beamte sind solche Gewalttäter !

  7. @Framing-Exzess an: die GdP beklagt, ironiefrei, eine „zunehmende Radikalisierung der Corona-Proteste”…
    Radikalisiert sind die Uniformträger, die tollen Helden !

  8. Es wird nicht mehr lange dauern und jemand wird von der Polizei erschlagen werden.Daran wird dann die AfD schuld sein.Sie hat mitgeschalgen.

  9. BITTE lasst uns alle mal „am Ball bleiben“ d. h. es „im Auge behalten“, WAS denn der Mutter des vierjährigen Kleinkindes jetzt passieren wird (und insbesondere diesem SELBER) = ob ihr allen Ernstes ihr Kind vom – längst regimetreu gleichgeschalteten – „holden“ sog. ‚Jugendamt‘ WEGGENOMMEN werden wird……. !!!

    Leute, DIES sind längst Zustände, wie es sie großenteils noch nicht mal in der DDR gegeben hat !!
    Nun, und wenn/falls ihr das Kind wg. „mangelnder Aufsichtspflicht“ / „fehlender Erziehungseignung“ oder so „enteignet“ wird……..wird es dann ebenfalls evtl. „zielgerichtet“ in Pädophilenkreise **würg** ääähhhh „vermittelt“, weil die ja „viel geeigneter“ sind für seine zukünftige „Erziehung“ **kotz**……..wie es ja vom Berliner „Jugendamt“ geschlagene und sage & schreibe 30 Jahre lang (!!) ääähhhh bis neulich „praktiziert“ wurde………gegen „anständige Zahlungen unter dem Tisch“, versteht sich……… ?!?? 😮😥😫🤑😵😵‍💫🤢🤮👺💀☠️💩

  10. STAATSHAFTUNG AUFGEHOBEN
    von jedem Polizisten den schriftlichen Befehl
    Verlangen.
    Anderseits Anzeige wegen Amtsanmassung!!
    Klage auf Schadenersatz.
    In Gesetzen nachlesbar.
    Die Polis als (schlägerbande) muss mit
    Rechtsstaatlichen Mitteln verfolgt werden.
    Allein die politische Einmischung der GdP
    ist unzulässig. Im dem.rechtsstaat.

  11. Leider ist die AFD auch schon zu korrupt und zerstritten. Die Menschen brauchen eigene Interessengruppen und Engagement.Der Kaiser ist laengst beerdigt.

  12. Die Spaziergänge(r) interessieren das Terrorregime nicht die Bohne, sind nur Rechtfertigung für brutale Polizeigewalt auch gegen Kinder.

    Bayerns Innenminister nannte die Spazergänger gestern allen Ernstes Terroristen, denen mit der ganzen Härte der Regimepolizei begegnet werden müsse!

    Ich wünschte, die Soldaten der Bundeswehr hätten Eier in der Hose und würden hier das „Modell Myanmar“ umsetzen. Leider aber gibt es da nur windeltragende Regenbogentunten, die mit Playmobil im Sandkasten spielen.

    Widerstand ist Pflicht! Das Terrorregime muss endlich weg!

  13. Das Sorgerecht zu verlieren, ist in diesen Regime Zeiten leicht moeglich.
    Wurde nicht vor kurzem einer Mutter mit drei Kindern das Sorgerecht entzogen, weil sie fuer sich und den Kindern die Impfung verweigerte?
    So gehts: Verweigere die Impfung, dein Kind wird zum Aussenseiter.
    Bei Freunden von mir, sind nur noch deren Tochter und zwei weitere Kinder ungeimpft und stehen unter Riesendruck von Lehrer und Klasse . Lasse Dein Kind deswegen zu Hause, dann kommt irgendwann die Polizei, da in Deutschland Schulpflicht herrscht und schon hast Du als Eltern das Jugendamt auf dem Hals.
    Das Maedchen, 12 Jahre alt, durfte auch nicht in den Bus,wegen fehlender gelber Karte und wurde von der Busfahrerin in einsetzender Dunkelheit allein an der Haltestelle stehen gelassen.
    Was bei den vielen jungen Maennern die da herumlungern eine Gefaehrdung darstellt.
    Die Eltern haben sich bei den zustaendigenStellen beschwert und fahren nun jeden Tag ihr Kind zur Schule und holen es ab, was nicht immer einfach mit deren Berufstaetigkeit zu vereinbaren ist.

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