Frankfurter Buchmesse: Es hitlert, Alerta, die Rechten sind da!

Kuhnke-„Solidaritätsabordnung“ heute Mittag auf der Frankfurter Buchmesse (Foto:Imago)

Auf der Frankfurter Buchmesse wird auch in diesem Jahr wieder ein recht einseitiges Scharmützel ausgetragen: Es hitlert, die Rechten sind da – Alerta, Widerstand ist angesagt! Während sich die „rechten“ Verlage – wie immer man diese auch definieren will – nicht an der Existenz aller übrigen Aussteller zu stören scheinen, fürchtet man in den üblichen Kreisen das Erwachen finsterer Bücherarmeen, denen Zähne aus den Seiten wachsen, um damit Jagd auf unschuldige Seelen und vor allem auf Autorinnen zu machen, die uns die Tücken des Alltagsrassismus nahebringen wollen. Diverse Prominente – von deren Existenz ich bisher nichts wusste, um ehrlich zu sein – schließen sich nun dem Boykott von Jasmina Kuhnke an. Allein Carolin Kebekus, die vor ein paar Jahren schon ihre Seele an die „heute-Show“ verkauft hat, wagte sich in die Höhle des Löwen und rührte die Werbetrommel für ihre vor Angst erstarrte Kollegin: „Ich habe Privilegien, die andere Frauen nicht haben. Ich darf hier heute als weiße Frau mein Buch vorstellen. Das haben andere Freundinnen und Kolleginnen nicht. Zum Beispiel meine Kollegin Jasmina Kuhnke, die eigentlich heute auf dieser Bühne hätte sein sollen.

Nun, Frau Kuhnke hatte ihre Teilnahme bekanntlich selbst abgesagt, aber Schwamm drüber. Wenn der Nationalsozialismus auf der Buchmesse lauert, muss man bei der exakten Rekonstruktion der Vorgänge schon einmal ein Auge zudrücken. Todesmutig las Frau Kebekus dann auch aus dem Buch der Kollegin vor, bevor es ihr von Horden rechter Autoren aus der Hand gerissen und der Bücherverbrennung überantwortet werden konnte. Denn solche finden auch in der Gegenwart wieder statt: Im Jahr 2019 fand etwa im kanadischen Windsor eine „Feuerreinigungszeremonie“ statt, bei der rund 5.000 Bücher den Flammen übergeben wurden: Tim und Struppi, Asterix und Pocahontas wurden zu Asche verbrannt. Das müssen doch schreckliche Nazis gewesen sein, die so etwas getan haben? Mitnichten: Es waren linke Aktivisten, die sich an „Stereotypen“ und der Bezeichnung „Indianer“ störten. Vom Bücherverbot bis zur Büchervernichtung ist es nur ein winziger Schritt.

Renaissance der Bücherverbrennungen

Erstaunlich dabei: Ausgerechnet diejenigen, die sonst in Turnschuhen, Wasserkesseln und Katzen die Reinkarnation Adolf Hitlers erkennen, vermögen hierbei keinerlei Verbindung zu sehen. Auch nicht zwischen Jasmina Kuhnkes Sterilisationsfantasien weißen Menschen gegenüber und den eugenischen Ideen der Nationalsozialisten. Das hindert aber die Bloggerin Sibel Schick, die mit ihrer Wortwahl oft ähnlich deftig zuschlägt wie Frau Kuhnke, nicht daran, den Deutschen eine Geschichtsstunde zu erteilen: „Nazis werden auf der Buchmesse normalisiert“ – das ist schon starker Tobak. Die Lehre daraus dürfte Karl Popper Schübe des Entzückens durch den gebeugten Körper jagen – keine Toleranz den Intoleranten! – es muss Zensur geübt werden, um das Wiedererstarken eines Regimes zu verhindern, das einst seine Verbrechen damit begann, Zensur auszuüben. Das erinnert ein wenig an diesen zotigen Spruch aus den Achtzigern: „Für den Frieden zu kämpfen ist, als würde man für die Jungfräulichkeit vögeln„. Interessant dabei ist ebenfalls, dass Frau Schick uns als „Ihr Deutschen anredet, sich selbst aber als Teil eines ominösen „Wir„, das doch sonst nicht auf seine Herkunft angesprochen werden darf. Man nimmt es, wie man es braucht!

Wenn man als Jude oder Jüdin an den Punkt kommt, dass man bei der Erwähnung des Nationalsozialismus zur Warnung vor Schlimmem, Bösem und Unheilvollen nur noch die Augen rollt und denkt „Lasst mein Volk ziehen„, dann muss schon einiges geschehen sein. Bei mir persönlich ist dieser Punkt erreicht, wenn es um Zensur in irgendeiner Form geht, die durch den „Kampf gegen rechts“ legitimiert wird. Das fängt schon bei linker Erwachsenenerziehung an: Filme und Serien, die keine „gesellschaftliche Botschaft“ – es sei denn natürlich eine zum Thema Rassismus oder Klima – enthalten, sind verpönt. Eine linke Pfarrerin äußerte sich mir gegenüber schon in den Neunzigern verächtlich über Serien wie „MacGyver“, die seien so typisch amerikanisch mit ihren Einzelhelden, die keine Veränderung „des ausbeuterischen Systems“ anstreben würden. Sich einfach nur bei einer Serie oder einem Film gut unterhalten zu fühlen, ist schon verdächtig: Man hätte sich in derselben Zeit schließlich auch politisch bilden können. Spaß haben, während die Menschheit vom Kapitalismus unterdrückt wird? Wie kann man so egoistisch sein!

Projektionen der eigenen Niedertracht

Die Verdammung „rechter Bücher“ ist die nächste Stufe auf der Leiter zur Gesinnungskontrolle. Wenn man sich Frau Kuhnke & Co. anhört, könnte man meinen, die Bürger würden geradezu gezwungen, diese Bücher zu lesen – so wie sie am liebsten wohl eine Lesepflicht für ihr eigenes Werk einführen möchte. Es ist oft ein Blick in den Spiegel, wenn solche Vorwürfe erhoben werden. Ähnlich verhält es sich mit der Gleichsetzung der bei der Buchmesse vertretenen „rechten Autoren“ mit den anonymen Schreibern von Drohbriefen an die Autorin. Ich will gar nicht bezweifeln, dass Kuhnke wirklich Morddrohungen per Post erhält, aber ihr Zorn sollte dann den Urhebern gelten. Den Autoren eine Schuld daran anzulasten, ist nachgerade eine unverschämte Unterstellung. Aber auch das könnte daran liegen, dass man die eigene Neigung, Andersdenkenden Übles an den Hals zu wünschen (etwa Sterilisation) auf den politischen Gegner projiziert.

Wer „Wehret den Anfängen!“ schreit, sollte sich aber gerade gegen diese Form der Vereinnahmung abgrenzen. Diesen Teil der Lektion aus dem Nationalsozialismus haben übergriffige linke Zensoren eben nicht gelernt – vielleicht, weil darin eine der deutlichsten Parallelen zwischen Hitlers Regime und allen sozialistischen und kommunistischen Regimen der Welt besteht: „Sie werden nie wieder frei sein!„, nannte Hitler seine von Stalin kopierte Methode und meinte damit, dass die Menschen von Kindheit an fest in das ideologische System eingespannt werden sollten, mit einem absoluten Minimum an Individualität. Es fängt damit an, dass Tugendwächter den Menschen ihre Lektüre entziehen wollen und ihnen die eigene Urteilsfähigkeit absprechen. Ob es dabei um „Undeutsches“, „Rassistisches“ oder einfach nur um „Schund“ geht, ist für den Vorgang eigentlich egal.

6 KOMMENTARE

  1. Die Linken, also vorzugsweise die Grünen und andere kommunistische Gläubige, sind nach meiner Meinung ein Beispiel für Antidemokratie, Rassismus, Verdummung breiter Volksmassen.
    Wer anderer Meinung ist, als ihre Religion, der muss wie im Mittelalter getötet werden (siehe Todesliste der ANTIFA).
    Nur: warum werden solche Parteinen vom Volk gewählt?
    Ich begreife das nicht!

    • „Nur: warum werden solche Parteinen vom Volk gewählt?“
      Faschisten wählen halt Faschisten.
      Abwarten, auch dieses geistig tieffliegende Wählerpotential wird
      es bald am eigenen Geldbeutel spüren, das sie Menschen verachtenden
      Schmutz gewählt haben.
      Grün, rot, dukelrot, gelb sind Volksfeinde und der gelbe Quacksalber
      hat so eben das bürgerliche Lager verraten und sich einem linksgrünen
      Joch unterworfen.
      Pfui, Lindner, wo ist sein Verstand geblieben?

  2. Definition NAZI ?
    Definition JUSO ?
    Warum DEUTSCH > Hitlers Staatsangehörigkeit von 1934 ?
    Warum Reichsadler auf dem Reisepass ?
    Warum leben im Rechtsnachfolger Drittes Reich ?
    Warum Anwendung NS Terrorgesetze in der Justiz ?
    u.s.w.
    Warum sind viele Menschen so was von dumm ?

  3. Wäre alles kein Problem, hätten die, die mit dem Unsinn konfrontiert werden, ein wenig mehr Rückgrat!
    Nur, weil alle sofort einknicken, wenn linke Hochneurotiker den Zeigefinger oder auch nur die Augenbraue heben, hat sich ein derartiges Selbstverständnis und eine derartige Hybris dieser Jammergestalten herausgebildet.
    Das ginge sehr einfach: Wer meint, dieser und jener Autor oder Verlag solle irgendwo ausgesperrt werden, anderenfalls er selber wegbliebe, soll wegbleiben. Einzige Antwort auf solcherlei Unverschämtheiten: Mach doch!
    Meist macht er nicht, oder er/sie/es macht es einmal und wenn andere den Erfolg haben, wird er ganz schnell ganz ohne übermoralische Haltung sein!
    Ich erinnere mich damals an die Barilla Nudeln, als der Besitzer was von „bei mir werden normale Familien abgebildet“ sprach und dann der Heuchelsturm der gespielten Entrüstung losging.
    1. Hab ich es nicht verstanden, warum Märkte auf einmal panisch reagierten und 2. hab ich mich totgelacht, für erstklassige Nudeln nur noch im Pack 1 Euro gezahlt zu haben. Bin dann noch einmal rein, weil mich beim ersten Mal die Weiber an der Kasse, aber auch die Kundinnen, so komisch anschauten und hab demonstrativ den halben Korb leergekauft und das Band vollgepackt! Die Blicke waren königlich, aber als schwer erziehbarer alter Mann habe ich mich ebenso königlich amüsiert.
    Übrigens: Nudeln halten ewig, man hat einfach wegen der abscheulichen Dummheit der Masse effektiv profitiert! Achja, das ginge jetzt mit den Zeugen Coronas ebenso lustig ab, deshalb gibt es die Zwangsmaßnahmen, für nichts anderes.

  4. Das Land braucht dringend eine starke politiische, demokratische und patriotische
    Führung.
    Luschen, schmutzige einseitige Mainstreampresse, Genderverrückte, Klimahysteriker und deren weibl. Ungeheuer, Black Matter, NOGs und Diverse Geschlechterwichtigkeiten braucht niemand.
    Mit System wurde dieses Land durch Faschisten und Masseneinwanderung systematisch kaputt gemacht und dümmste Politiker lassen sich vor solchen Elementen vor sich her jagen.
    Anders ausgedrückt, wir dürfen uns auch nicht jeden Käse aus dem Amiland aufzwingen lassen.
    Sie sind der Untergang und das Optium um die wichtigen Themen erst gar nicht aufkommen zu lassen.
    Deutschland muss wieder normal werden, denn es gibt fast an jeder Ecke viel zu viele Multi Dilettanten, die uns ihren Faschismus aufzwingen wollen.
    Kampf gegen Faschisten Welt weit muss das Thema und die Handlung sein.
    Da haben wir im Lande bereits genug zu tun !
    Leider, wie wir b.d. letzten Wahl, wenn sie denn überhaupt ehrlich zustande gekommen ist, gibt es noch viel zu viele Wahlunmündige, die Teil des Faschismus sind !!!

  5. Der größte Hetzer hier im Land,
    Der ist als Quattromief bekannt.
    Er mieft und hetzt so um sich ‚rum,
    und glaubt die And’ren wä’n so dumm.
    zu glauben, was er von sich gibt,
    weil er nur seinesgleichen liebt.

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