
Jüngst feierte die Idee der „Menschheit“ als universalistische Utopie mal wieder fröhliche Urständ. Die Idee dahinter ist ahistorisch, pseudoharmonisch und kulturignorant. Das Konzept einer moralisch geeinten „Menschheit“, die als globales politisches Subjekt mit universellen Werten, einer gemeinsamen Ethik und einer weltumspannenden Stimme fungiert, gehört zu den letzten metaphysischen Großmythen der säkularen Moderne. Ihre Verkünder – von Philosophen über Politiker und Denker wie Herfried Münkler und Judith Shklar bis hin zu Journalisten wie Dieter Schnaas (der dazu Anfang August in der “WirtschaftsWoche” unter dem Titel „Ist die Idee der Menschheit tot?“ schrieb) – bedienen sich hochtrabender Begriffe wie „Menschenwürde“, „Weltbürgertum“ oder „Zivilisationsökumene“. Diese Konzepte suggerieren eine harmonische Einheit, die jenseits historischer, kultureller oder politischer Differenzen existiert. Sie klingen nach moralischer Vollendung, entpuppen sich jedoch bei näherer Betrachtung als ideologisch aufgeladener Utopismus, der die Realität des Politischen und die Vielfalt der Geschichte verkennt.
Schnaas beruft sich in seinem Artikel auf Herfried Münklers Konzept der „Weltinnenpolitik“, das eine globale Ordnung unter universellen Werten wie Menschenrechten und Demokratie fordert. Münkler argumentiert, dass die zunehmende Vernetzung durch Handel, Kommunikation und Migration eine globale Binnenpolitik erfordere, in der nationale Grenzen und kulturelle Differenzen zugunsten eines einheitlichen Rahmens zurücktreten. In seinem Buch „Welt in Aufruhr“ (2019) beschreibt er diese Ordnung als Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung, die nationale Souveränität obsolet mache. Die „Weltinnenpolitik“ soll Konflikte durch globale Governance und Konsens lösen, wobei Institutionen wie die UNO oder die WTO als Schiedsrichter fungieren. Doch diese Vorstellung ignoriert die existenzielle Natur des Politischen, wie Carl Schmitt sie in „Der Begriff des Politischen“ (1932) beschreibt.
„Menschheit vor der Spaltung retten“
Schmitt definiert das Politische durch die Unterscheidung zwischen Freund und Feind. Diese Unterscheidung ist nicht moralisch, wirtschaftlich oder juristisch, sondern existenziell: Sie betrifft das Überleben und die Selbstbehauptung von Gemeinschaften. Eine „Menschheit“ als politisches Subjekt existiert nicht, da sie keine konkrete Gemeinschaft bildet, die sich gegen andere abgrenzen kann. Schmitt warnt: „Wer Menschheit sagt, will betrügen.“ Der Begriff wird instrumentalisiert, um politische Gegner zu delegitimieren. In Münklers „Weltinnenpolitik“ wird dieser Mechanismus offensichtlich: Staaten, die sich einer westlich geprägten Ordnung widersetzen – etwa Russland, China oder der Iran –, werden als „regressiv“ oder „autoritär“ stigmatisiert. Sie gelten nicht als legitime Gegner mit eigenen Ordnungsvorstellungen, sondern als moralische Defizite, die es zu „erziehen“ gilt.
Dies zeigt sich etwa in Annalena Baerbocks Rede vor der UN-Generalversammlung 2023, in der sie die „Spaltung der Menschheit“ als Pathologie brandmarkt, die es zu überwinden gelte. Sie sprach davon, „die Menschheit vor der Spaltung retten“ zu müssen, ganz so, als wäre Spaltung nicht der Normalzustand des Politischen, sondern ein zu heilender Defekt. Zudem fabulierte sie von einer „regelbasierten internationalen Ordnung“, die auf „unveräußerlichen Menschenrechten“ gründe. Doch wie Schmitt betont, ist das Politische durch Antagonismus definiert. Münklers „Weltinnenpolitik“ ist somit kein Weg zur Harmonie, sondern ein hegemoniales Projekt, das Differenz unterdrückt und politischen Pluralismus negiert.
Kulturen als eigenständige Organismen
Diese Kritik lässt sich durch ein konkretes Beispiel illustrieren: Die Interventionen des Westens im Nahen Osten, etwa im Irak oder in Libyen, wurden oft im Namen universaler Werte wie Demokratie und Menschenrechte gerechtfertigt. Doch die Ergebnisse – Chaos, Machtvakuum, Bürgerkriege – zeigen, dass die Idee einer globalen Ordnung, die auf westlichen Prinzipien basiert, die kulturellen und historischen Realitäten anderer Regionen ignoriert. Die „Weltinnenpolitik“ ist kein universeller Konsens, sondern ein westliches Konstrukt, das andere Ordnungen delegitimiert und so neue Konflikte schafft.
Ein weiteres Konzept, das Schnaas aufgreift, ist die „Zivilisationsökumene“, inspiriert von Judith Shklar: In ihrem Werk „Ordinary Vices“ (1984) betont Shklar die Vermeidung von Grausamkeit als zentrales Prinzip einer liberalen Ordnung. Die „Zivilisationsökumene“ soll eine globale Gemeinschaft beschreiben, in der unterschiedliche Kulturen unter dem Dach gemeinsamer Werte wie Menschenrechte und Toleranz koexistieren. Schnaas sieht darin ein Ideal, das die „Menschheit“ retten könne, indem es kulturelle Differenzen überbrückt. Doch diese Vorstellung ist historisch und anthropologisch naiv, wie Oswald Spengler in „Der Untergang des Abendlandes“ (1918–1922) zeigt.
Spengler betrachtet Kulturen als eigenständige Organismen, die aus einer jeweils einzigartigen „Seele“ leben. Jede Kultur hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Werte, ihre eigene Dynamik – eine Vereinigung zu einer „Menschheit“ ist unmöglich, da Kulturen nicht in einem universalen Ganzen aufgehen können. In seiner Analyse schildert Spengler keine lineare Entwicklung der Menschheit, sondern eine Parallelgeschichte von Kulturen, die sich niemals zu einem einheitlichen Ganzen vereinigen lassen. Die „Zivilisationsökumene“ ist für Spengler Ausdruck westlicher Dekadenz: In ihrer zivilisatorischen Endphase neigt die abendländische Kultur dazu, ihre Werte als universell zu verabsolutieren und anderen aufzuzwingen.
Konstrukt statt Ordnung
Shklars Fokus auf die Vermeidung von Grausamkeit mag moralisch ansprechend sein, doch er ignoriert die Realität kultureller Differenz. Was in einer Kultur als „Grausamkeit“ gilt, ist in einer anderen möglicherweise Teil einer legitimen Ordnung. Beispielsweise wird die Todesstrafe in westlichen Gesellschaften oft als grausam verurteilt, während sie in anderen Kulturen als notwendiger Bestandteil der Gerechtigkeit angesehen wird. Die „Zivilisationsökumene“ wird so zu einem Werkzeug westlicher Hegemonie, das kulturelle Eigenheiten nivelliert, anstatt sie anzuerkennen. Ein konkretes Beispiel ist Emmanuel Macrons Versuch, Frankreich als Mittler universeller Werte zu stilisieren. In seiner Rede vor der UNO 2022 betonte er die universelle Gültigkeit von Freiheit und Menschenrechten, während er in Afrika auf postkoloniale Skepsis stößt. Afrikanische Staaten sehen in solchen Proklamationen oft eine Fortsetzung kolonialer Arroganz – und nicht zu Unrecht. Die „Zivilisationsökumene“ ist keine neutrale Ordnung, sondern ein westliches Konstrukt, das andere Kulturen unter seine Maßstäbe zwingt. Diese Haltung ist Ausdruck eines moralischen Imperialismus, der andere Kulturen als defizitär betrachtet.
Carl Schmitts Warnung, dass die „Menschheit“ ein Werkzeug ist, „mit dem man höchstens den Feind töten will“, findet hier ihre Bestätigung. Die liberalen Imperien des Westens haben dies perfektioniert: Sie intervenieren, sanktionieren und delegitimieren im Namen universeller Werte, während sie ihre eigenen Interessen als allgemeingültig stilisieren. Die „Menschheit“ wird so zur ideologischen Keule gegen jede politische Alternative – ein säkulares Heilsinstrument mit totalitärem Potenzial. Selbst Xi Jinpings „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit“, die Schnaas als Gegenentwurf nennt, ist kein echter Universalismus, sondern ein chinesisch geprägter Partikularismus im Gewand des Allgemeinen. Xi spricht zwar von globaler Kooperation, doch seine Vision ist durch die Interessen Chinas geprägt, etwa durch die Belt-and-Road-Initiative, die wirtschaftliche und geopolitische Dominanz sichert.
Der Weltbürger als Heimatloser
Schnaas suggeriert, dass die Idee der „Menschheit“ durch die Krise globaler Institutionen wie der UNO gefährdet sei. Er verweist auf die Schwäche der UNO, die als Hüterin globaler Werte agieren solle, aber zunehmend an Einfluss verliere. Doch diese Krise zeigt nicht den Tod der Menschheit, sondern ihre historische Leere. Spengler betont, dass es keine lineare Geschichte der Menschheit gibt, sondern nur die Parallelgeschichte von Kulturen. Der Fortschrittsglaube, der die „Menschheit“ als Ziel der Geschichte sieht, ist ein Produkt westlicher Hybris. In Der Untergang des Abendlandes beschreibt Spengler, wie die abendländische Kultur in ihrer zivilisatorischen Phase ihre Werte universalisiert und andere Kulturen unterwirft. Die UNO, die Schnaas als Symbol der „Menschheit“ darstellt, ist kein Ausdruck einer universellen Ordnung, sondern ein Konsensverwalter ohne Durchsetzungskraft. Ihre Resolutionen bleiben oft wir-kungslos, wie etwa im syrischen Bürgerkrieg oder im Konflikt um die Ukraine.
Die multipolare Weltordnung, die sich nach dem Scheitern des amerikanischen Hegemoniemodells formiert, unterstreicht diese Kritik. Die BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika – sind keine Wertegemeinschaft, sondern eine Zweckallianz geopolitischer Interessen. Sie vereint nicht die Idee einer „Menschheit“, sondern der Wunsch nach Eigenständigkeit gegenüber westlicher Dominanz. Russland setzt auf nationale Souveränität, China auf wirtschaftliche Expansion, Indien auf kulturelle Selbstbehauptung – eine gemeinsame „Menschheit“ ist hier nicht erkennbar.
Kulturelle Selbstbehauptung, nationale Identitäten und historische Traumata prägen die Welt stärker als abstrakte Konzepte. Ein Beispiel ist die Rückkehr religiöser Ordnungsmuster im Nahen Osten, wo der Islamismus nicht als universelle Ideologie, sondern als kulturelle Selbstbehauptung gegenüber westlicher Säkularisierung agiert. Ebenso zeigt die Skepsis vieler afrikanischer Staaten gegenüber westlichen Menschenrechtskonzepten, dass historische Traumata wie Kolonialismus die Wahrnehmung universeller Werte prägen.
Abstraktes Konstrukt
Hannah Arendt untermauert diese Kritik aus anthropologischer Perspektive. In „Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft“ (1951) betont sie, dass Rechte nur in einer konkreten politischen Gemeinschaft wirksam sind. Der „Weltbürger“, den Schnaas und Münkler als Ideal feiern, ist in Wahrheit ein heimatloser Mensch ohne Substanz. Ohne Zugehörigkeit zu einer konkreten Gemeinschaft – sei es Familie, Volk oder Staat – verliert der Mensch seine politische Handlungsfähigkeit. Arendt verweist auf die Lage der Staatenlosen nach dem Zweiten Weltkrieg, die trotz angeblich universeller Menschenrechte keine Rechte hatten, weil sie keiner politischen Gemeinschaft angehörten. Die „Menschheit“ als abstraktes Konstrukt kann diese Zugehörigkeit nicht ersetzen. Wer nationale Ordnungen zugunsten einer globalen Utopie schwächt, zerstört letztlich den Raum, in dem Rechte überhaupt realisiert werden können.
Schnaas betont die moralische Kraft der „Menschheit“, die durch universelle Prinzipien wie Menschenrechte getragen werde. Er zitiert dazu Shklar, die Grausamkeit als universelles Übel verurteilt, das es zu überwinden gelte. Doch dieser moralische Rigorismus ist gefährlich, wie Ortega y Gasset in „Der Aufstand der Massen“ (1930) zeigt: „Die Menschheit ist ein leerer Name, wenn er nicht von den Völkern her mit Sinn gefüllt wird“, schreibt er. Der Mensch lebt nicht in abstrakten Konstrukten, sondern in konkreten Gemeinschaften, die durch Sprache, Glaube und Geschichte geprägt sind. Die Idee der „Menschheit“ ignoriert diese Verwurzelung und fordert eine Gleichmacherei, die kulturelle Identitäten und politische Differenzen auslöscht.
Allianz statt Einheit
Ein historisches Beispiel ist die NATO-Intervention in Jugoslawien 1999, die im Namen der „Menschheit“ und der Verhinderung von Völkermord durchgeführt wurde. Doch die Folgen – Destabilisierung, ethnische Spannungen, langfristige Konflikte – zeigen, dass solche Eingriffe oft weniger moralisch als machtpolitisch motiviert sind. Die „Menschheit“ dient hier als Rechtfertigung für westliche Interessen, während die betroffenen Regionen in Chaos versinken. Religiöse Ordnungsmuster gewinnen weltweit an Bedeutung, etwa im islamischen Raum, wo der Islamismus als Reaktion auf westliche Säkularisierung agiert. Nationale Identitäten und his-torische Traumata prägen die Politik stärker als globale Utopien. In Afrika führt der postkoloniale Widerstand gegen westliche Werte zu einer Rückbesinnung auf eigene Traditionen. Selbst in Europa zeigt der Aufstieg populistischer Bewegungen, dass die Idee einer universalen „Menschheit“ an Strahlkraft verliert. Die UNO, die Schnaas als Symbol globaler Einheit sieht, ist zum Konsensverwalter ohne Durchsetzungskraft verkommen. Ihre Resolutionen, etwa zur Klimakrise oder zu Menschenrechten, bleiben oft symbolisch, weil sie die realen Machtverhältnisse ignorieren.
Fjodor Dostojewski fasst dies in „Die Dämonen“ (1872) treffend zusammen: „Lieben kann man nur das Konkrete. Die Menschheit aber ist ein Phantom.“ Der Mensch lebt in Gemeinschaften, nicht in einer abstrakten „Menschheit“. Wer das Politische will, muss das Allgemeine aufgeben. Schnaas’ Versuch, die „Menschheit“ als utopisches Ideal zu retten, ist ein letzter Akt westlichen Fortschrittsglaubens. Dieser Glaube ist eine Illusion, die die Realität des Politischen und die Vielfalt der Kulturen negiert. Die multipolare Weltordnung, die Rückkehr kultureller Selbstbe-hauptung und der Verlust westlicher Hegemonie zeigen, dass die „Menschheit“ keine Zukunft hat. Wer sie beschwört, riskiert nicht nur die Zerstörung politischer Pluralität, sondern auch die kulturelle Substanz, die den Menschen erst menschlich macht. Denn die Welt bewegt sich in eine andere Richtung: hin zu einer Anerkennung von Differenz, Pluralität und kultureller Eigenheit. Die „Menschheit“ war nie lebendig – sie ist ein intellektuelles Konstrukt, geboren aus westlichem Fortschrittsglauben, genährt von moralischem Rigorismus, getragen von politischen Interessen. Wer sie beschwört, handelt nicht fortschrittlich, sondern gefährlich: „Menschheit“ ist kein Ziel, sondern das Ende.
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9 Antworten
@Freiheit statt „Menschheit“
wer kennt den Film „Demolotion Man“ mit Stallone und Snipes ?
Sanfte Grüße !
Wie die Machtgierigen ihre Ansprüche begründen, ist letztlich gleichgültig !
motivating reasoning – wenn man ein Ziel erreichen will, wird man schon eine Begründung finden, die dazu paßt !
Stichwort : Menschlichkeit, gemeint ist universelle Unmenschlichkeit
Besonders gefährlich wird es, wenn man „Menschheit“ sagt, aber „Feminismus“ meint und diesen gnadenlos woke umsetzt.
Als ich mir die Festrede??? des „STEINI“ anhörte, glaubte ich, ich bin im falschen Film …Hier meine Reaktion während ich in einen halbvollen Kübel „KOTZE“…..Ich wäre für die Ausgrenzung dieses üblen, ultralinken, hinterhältigen Bundespräsidenten. Der missachtet die Demokratie aufs gröbste, indem er die AfD verunglimpft und verleumdet und sie mit dem EXTREM linken National „Sozialismus“ in Zusammenhang stellt.(heute ANTIFA!!!) Demokratie basiert auf Gleichbehandlung aller Parteien und respektvollem Umgang auch mit Andersdenkenden. Eine Frechheit sondergleichen, wie er die AfD und deren Wähler mit diktatorischen Zügen auszugrenzen versucht, aber typisch für diesen ex-DDR-Kommunisten. Die „EULE“ muss weg!!! Klage läuft!!! Er ist u. bleibt ein linker Kotzbrocken !!!
Kein Bezug zum eigenen Volk, zum eigenen Land und zur Demokratie…..Steinmeier hilft mit die DDR 2.o zu errichten.
Ein im Hinterzimmer ausgehandelter BP der eigentlich das Volk vertreten sollte aber „nur“ SPD Parteipolitik betreibt.
Steinmeier ist das Musterbeispiel dafür das dieses extrem teure Amt abgeschafft gehört. – Armes Deutschland wann wachst du endlich auf !!
Steinmeier vergisst geflissentlich zu erwähnen das die Auseinanderdriften von West und Ost politisch und nicht gesellschaftlich begründet ist weil man im Osten sehr feine und lange Antennen hat wenn es wieder Richtung DDR geht inklusive Berufsverbot und wie man Gegner mundtot macht – Als Wessi beobachte ich seit über 25 Jahren wie Merkel & Co die Leute um mich herum Richtung DDR einlullen und das jubelnd-Kritik und HIRN-los hingenommen wird.
Ich fordere mehr Sprengstoffgerechtigkeit für die gesamte Menschheit und darum gratis Sprengstoffgürtel für alle, insbesondere für die Sprenggläubigen in den diesbezüglichen Ländern!
😜
Nachtrag zu meinem obigen Kommentar:
Dazu singen wir die bekannten, geschlechtslosen Lieder
„Wann wird’s mal wieder richtig knallen?“
und
„Ein Knall geht um die Welt“.
😜
Zweiter Nachtrag:
Soeben hörte ich eine Stimme im Inneren, die sang:
„Murat klein – knallt allein – in die weite Welt hinein …“
😜
Ich habe durchaus nichts gegen philosophische Gedanken. Ich habe aber sehr wohl etwas gegen Hyper-Sensibilitisierei.
Verquere Einstiege führen schließlich auch nur zu verqueren Schlussfolgerungen. Zitat:
„Die Interventionen des Westens im Nahen Osten, etwa im Irak oder in Libyen, wurden oft im Namen universaler Werte wie Demokratie und Menschenrechte gerechtfertigt. Doch die Ergebnisse – Chaos, Machtvakuum, Bürgerkriege – zeigen, dass die Idee einer globalen Ordnung, die auf westlichen Prinzipien basiert, die kulturellen und historischen Realitäten anderer Regionen ignoriert.“
Wie wär’s mal mit einer der oder den schlichteren Antworten, wie Stichworte „Öl“, „Raketenreichweite“ oder „Machtposition“?
Wer glaubt denn tatsächlich noch, dass man heutzutage aus einer philosophischen Position heraus etwas, erklären, rechtfertigen oder ändern könnte? Nicht einmal die Aufklärung führte zu einer allgemeinen, weitreichenden und beherzigten Aufklärung.
Die real existierenden Mächte scheren sich schon immer einen feuchten Kehricht darum – auch nicht um Klima, Menschenrechte, Vertragstreue, Toleranz oder gar Wahrheit. Wahrheit oder Aufrichtigkeit wären ohnehin das Allerletzte, was sich im Feld der Interessen und Machtspiele behaupten könnte.
Wer vorgibt für eine Menschheit oder über Freiheit zu sprechen oder zu denken, mag das im biologischen Sinn tun, wie man es bei Affen, Vögeln oder Krokodilen tun kann. Im Bereich des Geistigen und Gestalterischen – im Guten wie im Bösen – gibt es keine – „eine“ – Menschheit und nicht einmal eine definierte einheitliche Freiheit, sondern durchweg getrennte und oft gar feindliche Menschheiten. Vor der französischen Revolution gewährte man als allgemeines Freiheitsrecht z.B. großzügig jederman die Freiheit unter einer Brücke zu schlafen – was bis dahin verboten war. Wer oder wem nutzte diese allgemeine Freiheit?
Es gibt wohl tausende von Menschheiten und Individuen – früher sprach man wenigstens von Stämmen oder Clans, die ganz offensichtlich nichts Besseres zu tun haben, als ihre Interessen zu verfolgen, mal mit, mal gegen andere – und zwar mit jedwedem Mittel.
Im Zweifel genügt es vollkommen un-philosophisch einem Geldstrom oder einem Machtstreben zu folgen, um die wahren Gründe zu erkennen. Die oft beschworene Universalität und ein angeführter Werte-Kanon sind nur die Lügen für die Dummen.
GLS-Bank und die ‚Pressefreiheit‘
Corona-Kritiker im Visier: Debanking bei RKI-Files-Mitaufdeckerin
Die Welle der plötzlichen Kontokündigungen bei Dissidenten und alternativen Medienschaffenden reißt nicht ab. Nun betraf es die Corona-Kritikerin Aya Velazquez. Sie wurde u.a. durch ihre Rolle beim Leak der ungeschwärzten RKI-Protokolle einem breiteren Publikum bekannt wurde. Die GLS-Bank kündigte ihr laut eigenen Aussagen ihr Konto, nachdem sie ihr journalistisches Pseudonym als Alias für Überweisungen von Unterstützern angab.
Kritische Journalistin verliert Konto
Velazquez erlebte es mehrfach, dass Unterstützer, die ihr für ihre Arbeit spenden wollten, eine Fehlermeldung bekam, weil sie just dieses öffentliche Pseudonym als Empfänger angaben. Also entschied sich die Journalistin, dieses als Alias bei ihrem Geschäftskonto anzugeben. Doch kurz darauf habe die „GLS-Bank“ ihr Geschäftskonto „kommentarlos“ gekündigt. Dies gab Velazquez in sozialen Medien bekannt und bat die Schwarmintelligenz, ihr „verlässliche“ Geldinstitute als Alternative vorzuschlagen.
https://derstatus.at/corona/corona-kritiker-im-visier-debanking-bei-rki-files-mitaufdeckerin-4393.html