
Mitglieder heutiger Friedensbewegungen wissen nicht, wie weit sie sich von einem tatsächlich Frieden stiftenden Weg haben abdrängen lassen. Bereits vor über 175 Jahren hatte der Schriftsteller Victor Hugo auf dem Pariser Friedenskongress eine großartige Vision vorgestellt: Die der Vereinigten Staaten von Europa. Die Umsetzung dieser Idee hätte dem Kulturerdteil zwei Weltkriege und viel weiteres Blutvergießen erspart. Indem Russland integrierter Bestandteil des Konzpts war, hätte es auch nicht die Oktoberrevolution von 1917 gegeben und später auch kein Wettrüsten im Kalten Krieg.
Aber Militaristen ohne Gespür für europäische Solidarität haben eine verheerende historische Wendung in die Gegenrichtung durchgesetzt. Bereits 1853 haben Großbritannien und Frankreich unprovoziert in einen der Regionalkonflikte zwischen dem Osmanischen Reich und Russland eingegriffen, und zwar auf Seiten der Türken. Der hartnäckig eskalierte Krieg kostete 1 Million Menschenleben. Wäre wenigstens dieser Blutzoll als letzte Warnung verstanden worden, würden sich die europäischen Nationen in der Ukraine nicht erneut in einem Bruderkrieg gegenüberstehen.
Solidaritätsmangel gegen eigene Bürger
Ebensolcher Solidaritätsmangel hat die Politiker des europäischen, also des judäo-christlichen Kulturraums auch gegenüber dem Vertragsbruch und der Diffamierung abgestumpft, welchen Juden in ihrer angestammten Heimat Palästina seit dem Ende des Ersten Weltkrieges ausgesetzt sind. Als großer blinder Fleck im politischen Bewusstsein fehlt bereits die Tatsache, dass die Araber durch ihre Befreiung von 400-jähriger Türkenherrschaft überreichlich für Palästina entschädigt worden sind – das natürlich ebenfalls türkisch besetzt war.
Solidaritätsmangel politischer Führer gegenüber den eigenen Bürgern ist generell eine weit unterschätzte Erscheinung. Auch im Iran spielte und spielt er eine entscheidende Rolle. Vor dem Sturz der Schah-Regierung im Jahr 1979 lebte der Revolutionsführer Ayatollah Khomeini im französischen Exil. Dort wurden ihm hochkarätige Kontakte verschafft, sowohl zum amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter als auch zum britischen Sender BBC. Letzterer etablierte für ihn ein im Iran ausgestrahltes Programm in persischer Sprache, in welchem er für eine islamische Republik werben konnte. Nach dem Umsturz entpuppte sich die “Republik” für die Iraner als Diktatur des Obersten Führers und Khomeini als ein polarisierender Extremist, der das Land auf Konfrontationskurs gegen die USA und Israel führte. Sein Nachfolger Ali Khamenei setzt diesen Kamikazekurs und die Terrorismusförderung seit 1989 fort.
Unbeabsichtigte Signale
All das sind die Folgen der von verantwortungslosen westlichen Kreisen betriebenen Installation Khomeinis, eines Fanatikers, der die Sicherheit und das Wohlergehen der Iraner bedenkenlos seinen extremistischen Visionen geopfert hat. Wie für seine Förderer klar war, handelte es sich dabei innenpolitisch um die Durchsetzung einer islamischen Oberhoheit in Staatsangelegenheiten. Das war das Gegenteil einer für die Herstellung seiner Kompatibilität mit der freiheitlichen Zivilisation erforderlichen Reform des Islam. In den außenpolitischen Ambitionen wird der Iran unter Ayatollahherrschaft ganz in den Dienst der weltweiten islamischen Expansion und Dominanz gestellt.
Im Thema Atomprogramm hatte sich der augenblickliche demokratisch gewählte Präsident Pezeshkian der harten Haltung des Obersten Führers Ali Khamenei gegen seine eigene Überzeugung gebeugt. Wer diesen in den Mainstreammedien höchst unvollständig präsentierten Hintergrund nicht kennt, findet sich nach dem israelischen Militärschlag vom 13. bis zum 24. Juni 2025 leicht zur Teilnahme an Protestmärschen verleitet, in welchen jedoch unbeabsichtigt Signale gesendet werden, die friedliche Lösungsmöglichkeiten vereiteln.
Konzertierte kontraproduktive “Friedens”-Aktionen
Den dortigen Teilnehmern, denen zudem auch fast nie die tatsächliche Vorgeschichte Israels bekannt ist, erscheint die Forderung nach einem Waffenboykott friedensdienlich. Doch erkennen sie nicht, dass ihre einseitige Parteinahme den Respekt gegenüber dem Westen untergräbt, den der kurze, harte US-Schlag dem Ayatollah-Regime abgerungen hat. Das gilt erst Recht, wenn (in Großformat und in riesiger Auflage verbreitete) Plakate mit dem Konterfei des Diktators Khamenei in den Kundgebungen präsentiert werden. Dadurch verliert der gemäßigte Präsident Pezeshkian innenpolitisch an Durchsetzungskraft, und die gegenwärtig gegebene Chance auf eine demokratische Befreiung des Iran schwindet.
Eine Internetsuche mit dem Schlagwort „Hands off Iran!“ (“Hände weg vom Iran!”), auch in der spanischen Version „¡Manos fuera de Irán!“ liefert eine sehr große Zahl von Ergebnissen. Diese zeigen einen zwischen die großen Nachrichtenagenturen konzertierten Charakter der kontraproduktiven “Friedens”-Aktionen. Als Promotoren der parallelen Protestmärsche lassen sich unschwer politisch motivierte NGOs indentifizieren, die wiederum von der Finanzierung durch geldschwere Stiftungen abhängen.
In die Falle gelaufen
Hier wird klar, dass von solchen steuerbegünstigten Einrichtungen zukünftig Nachweise ihrer Loyalität gegenüber den Prinzipien der freiheitlichen Demokratie verlangt werden müssen. Eine Unterstützung autokratischer und obendrein torroristischer Kräfte kann nicht als wohltätig gelten.
Vor dem 13. Juni 2025 wären Kundgebungen unter dem Motto “Hands off Iran” – ohne Khamenei-Konterfeis – angebracht gewesen, denn sie hätten voreilige israelische Politiker davor bewahren können, in die von westlichen Polarisierern schon lange gestellte Falle der militärischen Konfrontation zu laufen. Wie bereits im Gazakrieg ist der jüdische Staat weitgehend wehrlos einem medienweiten Propagandatsunami ausgeliefert. Doch erst wenn den Menschen klar wird, dass der gesamte judäo-christliche Kulturraum einem Krieg mit allen Mitteln ausgesetzt ist, besteht Hoffnung für seine Zukunft und die seiner freiheitlichen Zivilisation.
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3 Antworten
Propaganda-Tsunami? Von wem bezahlt in wessen Interesse?
Gekaufte Mäuler gibt es überall.
Das Folgende brauche ich wohl nicht übersetzen:
When a politician says “Israel is our greatest ally.” What they mean is “Jews have given me millions of dollars and have tapes of me molesting kids.“
Quelle: Benjamin Fulford auf
https://stillnessinthestorm.com/
Nun dürfte den noch nicht völlig verblödeten Lesern klar werden, warum es die Epstein-Akten angeblich nie gegeben hat.
Ist „Christian Hamann“ ein Pseudonym von „Benjamin Netanjahu“ ?
Ich kann diese ganzen Rechtfertigungsarien für die illegalen Kriege und Terroraktionen des israelischen, zionistischen Regimes nur als den – scheiternden – Versuch ansehen, irgendwie wieder die Deutungshoheit zurück zu gewinnen, die die Israel-Lobby gewohnt war weltweit zu besitzen.
Es gibt da so ein altes Sprichwort vom Krug, der so lange zum Brunnen geht, bis er irgendwann durch Überstrapazierung bricht.
Ist „Hein Kaputtnik“ ein Pseudonym für die Hamas-PR-Außenstelle?