
Es ist das magische Ritual des deutschen Spitzen- und Profisports: Wenn ein Bundesligaclub drei Niederlagen in Folge kassiert, der Tabellenkeller bedrohlich nahe rückt und das Heimpublikum bereits die eigenen Spieler ausbuht, tritt der Vereinsvorstand vor die Kameras. Mit stoischer Ruhe und leicht nervösem Zucken im Augenwinkel spricht er die verhängnisvollen Worte gelassen aus: „Der Trainer steht absolut nicht zur Debatte. Wir gehen diesen Weg gemeinsam.“
Im Fußball weiß in diesem Moment jeder Zeugwart: Der Mann auf der Trainerbank hat noch genau 48 Stunden, um seine Pflanzensammlung aus dem Büro zu tragen. In der Bundespolitik heißt dieser Sportdirektor heute Hendrik Wüst. Und der Verein, der nach verpatzten Auswärtsspielen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und dem Debakel im Berliner Olympiastadion um den Klassenerhalt zittert, ist die CDU.
Der „Kretschmer-Code“: Schonungslose Aufarbeitung und personelle Konsequenzen
Noch bevor die Wahlergebnisse aus den Ländern im Konrad-Adenauer-Haus einschlugen wie ein Fehlpass im eigenen Fünfmeterraum, griff vorsorglich der bewährte Krisenmechanismus. Die CDU-Ministerpräsidenten verfassten einen gemeinsamen Brief. Der Inhalt kurz zusammengefasst: „Wir stehen geschlossen hinter Kanzler Friedrich Merz. Wirklich. Wir schwören. Bitte schauen Sie nicht so genau hin.“ Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Michael Kretschmer – der bekanntlich kein Blatt vor den Mund nimmt, solange er es vorher nicht konzeptionell zerknittert hat – forderte umgehend eine „schonungslose Aufarbeitung“. Ein neuer Kurs müsse her, und ein solcher gehe selbstverständlich „auch mit personellen Konsequenzen“ einher.
Welcher Name ihm dabei durch den Kopf ging, ließ Kretschmer elegant offen. Es könnte die Generalsekretärin sein, der Parteizentralen-Kaffeekocher oder eben der Mann, der im Kanzleramt am Schreibtisch sitzt und verzweifelt versucht, die Fliehkraft seiner Partei zu bändigen. Wer weiß das schon so genau? Hendrik Wüst hingegen gibt den besonnenen Sportdirektor aus NRW. Wüst, der in der Kabine vorsorglich schon einmal die Kapitänskiste auf Vollständigkeit prüft, warnte eindringlich vor „unnötigen Personaldebatten“. Nichts stabilisiert einen Kanzler schließlich mehr als ein mütterlich besorgter Parteifreund, der öffentlich betont, wie schädlich es wäre, genau jetzt über seine Ablösung zu sprechen.
Die Brandmauer wird zum mobilen Bauzaun
Während in der Union noch fleißig eifrig geheuchelt wird, reibt man sich bei der AfD bereits die Hände. Dort stellt man sich ganz uneigennützig auf die Unterstützung einer Unions-Minderheitsregierung ein. Die berühmte „Brandmauer gegen Rechts” erfährt dabei eine kreative architektonische Weiterentwicklung: Was früher als unüberwindbares Massivbauwerk galt, präsentiert sich im Zuge der anstehenden Kurskorrektur vielleicht als flexibler Bauzaun mit Rollen. Man kann ihn je nach Situation und Notwendigkeit einfach ein paar Meter nach hinten oder zur Seite schieben – oder ganz dezent hinter einer Sponsorenwand verstecken.
Eines steht nach dieser historischen Serie von Pleiten, Pech und Pannen fest: Der Countdown läuft. Ein „Weiter so“ kann es nicht geben, darin sind sich alle einig – vor allem diejenigen, die sich im Hintergrund bereits für das Aufwärmen an der Seitenlinie bereithalten. Friedrich Merz darf sich derweil trösten: Er ist nicht allein. Auch für viele Bundesliga-Trainer kam das Ende überraschend, nachdem ihnen der Vorstand fünf Minuten zuvor noch das Vertrauen ausgesprochen hatte.
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8 Kommentare
Nachfolger, BITTE, BITTE: das debil grinsende Alfred E. Neumann Klatschhasen double im Lackaffenkostümchen… (Lack auch gern mit K!) 😉
Man muss es doch realistisch sehen! Wer will es denn machen? Merz hat die große Arschkarte mit der SPD gezogen. Er hängt am Tropf der linken Blase. Neuwahlen? Wird nichts ändern, wenn die AFD nicht über 50% kommt. Die Systemparteien werden das zu verhindern wissen. Es bleibt mit oder ohne Merz nur der Abstieg ins linke kriminelle muslimische Millieu. Berlin ist die Blaupause für Deutschland. Merz und die CDU müsste die Brandmauer einreisen und mit der AFD zusammengehen. Wird aber nicht passieren. Lieber noch ein paar Steine höher und dahinter verbrennen. Merz ist nur eine traurige Gestalt, die wollte, aber nicht konnte und nun vor den Trümern der eigenen Selbstüberschätzung steht. Deutschland geht unter und die Bürger schauen tatenlos zu, weil sie nicht mehr wissen, wie Demokratie geht. Darauf eine Demo gegen RÄCHTS!
….wie denn schon gepackt? Der muss erstmal aufhören UHU zu trinken damit er vom Stuhl loskommt!
Aus, aus, das Spiel ist aus!
Aber es geht trotzdem in die Verlängerung. Denn keiner der MP Spieler getraute sich dem Schiedsrichter
zu sagen, er solle endlich abpfeifen.
Und so geht das Spiel in die nächste Runde. Bis nächstes Jahr, wenn die sechs Qualifikationen, auch als
Landtagswahlen bekannt, stattfinden.
Ob es dann auch in der Kabine ordentlich zur Sache geht, werden wir sehen.
Meister Friedrich war der perfekte Nachfolger vom Dicken und seiner Ziehtochter die versprochenen blühenden Landschaften zu errichten in Mitteldeutschland doch auch die alten Buntländer bekommen jetzt die drei antideutschen Rachepläne Kalergis, van Hootons und Morgenthaus zu spüren was diese drei Antichristdemokraten im Namen der Großkonzerne von Übersee auf unserem heiligen Grund& Boden veranstalten. Ziel ist es uns Restdeutsche wie die Ureinwohner Amerikas in Reservate verschwinden zu lassen oder ganz wie die Dinos Geschichte sein zu lassen. Sind wir weg dann sind auch alle anderen EU-Nachbarn mit dieser höllischen Saat der Börsentyrannen von Übersee fällig denn geizig waren wir god damned germans nie. Hört das deutsche Herz aufzuschlagen dann stirbt Europa und so die ganze Welt. mfg
„Auch für viele Bundesliga-Trainer kam das Ende überraschend, nachdem ihnen der Vorstand fünf Minuten zuvor noch das Vertrauen ausgesprochen hatte.“
20:31 Er hat mein vollstes Vertrauen.
Dass eine glaubhafte, dringend notwendige Politik (vor allem die überfällige Hinwendung zur Rechtsstaatlichkeit) nur von der AfD kommen kann, ist unstrittig – nicht nur unter AfD-Wählern, sondern auch im Altparteien-Kartell. Die „Brandmauer“ ist dafür Beleg.
Zitat: „Ein „Weiter so“ kann es nicht geben, darin sind sich alle einig – “ (Zitatende)
Die Wählerstimmen sehen das in der Mehrheit ganz anders und sind sich darin in keinster Weise einig. Das „Weiter-So“ bekommt seit langem stabil von ca. 70% der Wähler Zustimmung. Deshalb ist es auch – zumindest für mich – völlig egal, wer in diesem „UnsereDemokratie“-Altparteienkartell wann und wo etwas gewinnt oder verliert.
Diese Debatte auf den Namen Merz zu fokussieren, ist total daneben. Wenn er geschasst wird, ist für das Altparteienkartell nicht die Frage, wer eine bessere Politik macht, sondern wer diese industrie-, wohlstands- und kulturzerstörende Politik besser unters Volk bringt.
Deutschlands Ära der politischen Stabilität neigt sich dem Ende zu
Die jüngsten Zugewinne der AfD sind nur ein Teil des Gesamtbildes, da das deutsche Nachkriegsparteiensystem zerbröckelt und es immer schwieriger wird, eine stabile Regierung aufrechtzuerhalten. Bisher kam Deutschland mit politischen Umbrüchen nicht besonders gut zurecht. Möge es dieses Mal anders sein.
https://rtde.press/meinung/292751-deutschlands-aera-politischen-stabilitaet-neigt/