Für Klima und Ukraine: Haltungsstark in den Blackout

Endzeitstimmung in Gründeutschland (Foto:Imago)

So weit zu gehen, fürs Klima zu frieren oder zu hungern, wollten grüne Planetenretter hierzulande bislang dann doch nicht – abgesehen von wenigen theatralischen FFF- und „Letzte-Generation”-Profilneurotikern, die im letzten Sommer immerhin einige Wochen bis zum Abbruch ihrer Showaktion durchhielten, ehe sie dann wieder in ihre Wohlstandsblase zurückkehrten. Bei der Ukraine scheinen sie jedoch dazu entschlossen – und auch wenn es für die meisten nur hehre Absichtserklärungen sind: Sie werden überrascht sein, wie schnell sie die Konsequenzen ihrer ruhmreichen Haltung gegen Russland am eigenen Leibe zu spüren bekommen werden: Denn Sanktionen und kopflos herbeigeführte ökonomische ad-hoc-Versorgungsautonomie fordern einen ungleich höheren Preis als Sich-festkleben, Trommeln und Schuleschwänzen gegen die Erderwärmung.

Die unglaubliche Planlosigkeit, Beliebigkeit und Agitiertheit des deutschen Regierungskurses und ihre schwerwiegenden Auswirkungen gerade im Energiesektor rufen nach der Industrie auch den deutschen Mittelstand auf den Plan. Dessen Bundesverband BVMW beklagt zu Recht, dass man zwar noble Ziele verfolge, aber überhaupt keine nachhaltigen (soviel zu dieser grünen Lieblingsvokabel) und tragfähigen Alternativkonzepte für eine verlässliche Energieversorgung habe. Den meisten gelbblau-solidarischen Fahnenschwenkern und Profilbild-Haltungsrecken scheint nicht klar zu sein, dass, sollte es bei den Plänen der Bundesregierung bleiben, „die reale Gefahr eines flächendeckenden Blackouts” bestehe, so BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger. Eine hochindustrialisierte Volkswirtschaft wie Deutschland brauche „ein Höchstmaß an Unabhängigkeit”.

Sofortiges Ausstiegsmoratorium bei AKW und Kohle

Das Mindeste, was Zug um Zug mit der Umsetzung des von „Klimaminister“ Robert Habeck verkündeten Kurswechsels notwendig (und zudem am schnellsten, einfachsten und billigsten umzusetzen) wäre, wäre ein sofortiges Moratorium für den Ausstieg aus Kohle- und Kernenergie. Das aber bekommen die Klima-Fundis an den Schalthebeln der Macht bei ihrer weltfremden Basis niemals durch, für die der Strom aus der Steckdose kommt und die beim Nippen veganer Chai-Latte aus fair getradeten Baumwolljutetassen vom 1,5-Grad-Ziel schwärmen. Der stellvertretende Vorsitzende und energiepolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Gerd Mannes, fand zum inkonsequenten und undurchdachten Handeln der Bundesregierung die angemessenen Worte: „Der Krieg in der Ukraine verdeutlicht die Notwendigkeit einer breit angelegten Energieversorgung. Die grünen Träume sind jetzt endgültig ausgeträumt.

Die katastrophalen Folgen der unverantwortlichen Atom- und Kohleausstiegspläne, die mit etwas Glück vermutlich erst in vielen Jahren in ihrer ganzen Tragweite spürbar geworden wären, dürften durch den Ukraine-Konflikt nun beschleunigt durchschlagen, und zwar in einer negativen Rückkoppelungsspirale: Je knapper – und damit teurer – Gas wird bzw. je schneller es womöglich mancherorts ganz versiegt, umso mehr wird mit Elektrogeräten geheizt und gekocht (der Run auf entsprechende technische Geräte und Heizaggregate hat bereits eingesetzt) – mit der Folge, dass das Stromnetz noch weiter überlastet wird.

Es wird lustig werden

Die Folge sind Stromausfälle en masse, die bereits punktuell, wenn auch derzeit noch allenfalls stundenweise und lokal, die sich allerdings zeitnah zum ersten richtigen Mega-Blackout steigern könnten. Und indem der Flüchtlingszustrom derzeit an Fahrt gewinnt, steigt der Bedarf an Energie zugleich weiter an. Dasselbe gilt übrigens auch für die Material- und Lebensmittelversorgung, die zusätzlich zu den als Folge der Corona-Krise bereits bestehenden Handelskettenunterbrechungen durch die Sanktionen massiv betroffen sein wird.

Es dürfte noch lustig werden, quasi in Echtzeit den Aufprall regierender Ideologen und politischer Stümper auf dem Boden der Wirklichkeit mitzuverfolgen – was für sie entweder das finale Scheitern bedeutet oder aber die Notwendigkeit, widerwillig Kröten zu schlucken. Die wichtigste davon wäre die Reaktivierung der Kernenergie, die auch schon vor dem Ukraine-Krieg überfällig gewesen wäre. Es wäre Deutschland zu wünschen, dass es deren Comeback in Form leistungsstarker, grundlastsichernder und nicht von Wind und Wetter abhängiger hochmoderner Reaktoren erlebt – und nicht in Gestalt von russischen Nuklearexplosionen über Großstädten nebst anschließendem radioaktivem Fallout. Willkommen in der Wirklichkeit.

4 Kommentare

  1. Politik war bisher Schönwetterpolitik. Nun merken die Menschen, dass dunkle Wolken aufgezogen sind. Es geht ans Eingemachte. Bisher genügten Schlagworte und schöne Pläne ohne Rücksicht auf Verluste. Nun werden die Pläne über den Haufen geworfen, was beweist, dass die Pläne doch nicht lebenswichtig waren. Ob eine unabhängig Energieversorgung so schnell machbar ist, ist mehr Wunsch denn Wirklichkeit. Neue Terminals für Flüssiggas sind nicht in ein paar Wochen herzustellen und ob die Atomkraftwerke auf Knopfdruck weiterbetrieben werden können, ist mehr als fraglich. Auch die Neuausrüstung der Bundeswehr ist ein Unterfangen, das nicht im Handstreich zu erledigen ist. Die Öffentlichkeit hat immer noch nicht begriffen, dass zwischen Ankündigung und Realisierung ein gewaltiger Unterschied besteht, wie viele Projekte zeigen – Elbvertiefung, Autobahnbau, Berliner Flughafen. Man hätte es doch gern etwas genauer: Sollten jetzt das Atomgesetz und Umweltgesetze geändert und die Verbandsklage abgeschafft werden? Und vor allem: Was kostet das Ganze. Meine Damen und Herren Regierenden: Bitte mehr Butter bei die Fische!

  2. Zitat:
    „Dessen Bundesverband BVMW beklagt zu Recht, dass man zwar noble Ziele verfolge, …“

    Sie sind nicht mal das, „noble Ziele“, denn der ganze Quark beruht nur
    auf LÜGE und FÄLSCHUNG durch das IPCC (Fälschung von A bis Z,
    mit „Hockeystickkurven“, frei erfundenen Daten, falsch zitierten
    angeblich „6000 Wissenschaftlern“, die sich dagegen wehrten, dass sie
    auf der IPCC-Seite erwähnt werden, aber trotz ihres Protests nichts
    korrigiert wird!, gefälschte Wetterdaten, die letzten 40 Jahre!; so geht´s da
    zu!)
    Kohlendioxid – CO² – ist gar kein „Treibhausgas“! (aber es geht um
    Abkassieren der ganzen Menschheit; ich habe es schon in 2005 öffentlich
    richtig vorhergesagt, die „Wiedergutmachungszahlungen“ versiegen ja,
    die „Nazis“ sterben aus, also muss ein ERSATZ her!)
    Ausserdem, WENN es wärmer würde, könnten wir alle FROH DRUM SEIN!
    Denken Sie mal an die Heizung und die Heizkostenrechnung, oder die
    Landwirtschaft kann die Felder das ganze Jahr nutzen und sogar
    Südfrüchte anbauen! Ausserdem ist es viel angenehmer, wenn es warm ist,
    wie wenn es saukalt ist! Warum wohl zieht es die Urlauber in den Ferien
    alle in den warmen Süden, statt in den kalten Norden.
    Zeiten der Hochkultur der Menschheit waren übrigens IMMER(!)
    Warmzeiten.
    Stellen Sie sich vor! „Grönland“ kommt von „Grünland“! So warm war´s
    damals, – und die Erde ist nicht untergegangen! Das wird eine
    SUPERVERDUMMTE GRETA-GENERATION nie verstehen.
    Übrigens, zu dem Quatsch, dass wir alle mega-überschwemmt würden,
    wenn die Polkappen schmelzen – damals in 1970 kursierten Zahlen von
    150 Meter bis 3 Kilometer! (Kölner Dom unter Wasser!, auch auch
    Stern- und Spiegel.Titelseite!), – sodass unser Physik- und Mathe-Professor
    so angefressen war, dass er ausrechnete und dann zusammen mit unserer
    Klasse nochmal durchrechnete, wie hoch der Meeresspiegel WIRKICH
    steigt, wenn alles Eis schmilzt: 10 ZENTIMETER!!! (das kann man!; denn
    ALLE Parameter hierzu sind bekannt; das Volumen des Eises, die Formel
    für die Kugeloberfläche, der Erdradius, der Oberflächenanteil der Ozeane)
    Aber mit dieser Zahl lässt sich natürlich keine HYSTERIE für diese
    Ethnien-Medien auslösen und keine Kohle von Weltkonzernen mit
    CO²-Ablasshandel loseisen!
    ARME, VERRÜCKT GEWORDENE MENSCHHEIT!
    Schmeiss deinen Ethno-Fernseher weg, sonst hast du keine Chance mehr!
    (schon gemerkt?; immer wenn Sie einen Intelligenten kennenlernen, stellt
    sich nach einiger Zeit heraus, dass der seinen Fernseher auch schon vor
    20, 25 Jahren entsorgt hat; ich hab´s 1998 getan!)
    p.s.:
    tschuligung! jetzt habe ich das böse I-Wort gesagt („Intelligenz“)
    das ist natürluich GANZ, GANZ „BÖÖÖSE“!!!
    heutzutage, in dieser Ethno-Unkultur, ist jeder verpflichtet, doof zu sein!

  3. Sehr guter Artikel. Womöglich ist genau diese selbst konstruierte Krise das Beste, was den Deutschen passieren konnte. (Zu) Viel Schaden wurde bereits angerichtet und ein beträchtlicher Teil kann nicht mehr „zurückgedreht“ werden. Man kann die geschlossenen Kraftwerke nicht mehr „schnell einschalten“, um die Folgen politischen Versagens ungeschehen zu machen. Aber zumindest wurde bisher noch nicht die komplette Kohle- Infrastruktur zurückgefahren und der letzte Facharbeiter entlassen. Vermutlich können auch einige der abgeschalteten Kraftwerke schneller wieder betriebsbereit gemacht werden, als ein neues gebaut ist. Es liegt nun an der Politik, die Betreiber zu überzeugen, dass dies in ihrem Sinn ist- aber nicht wie üblich, mit dem Geld des Steuerzahler, dass so gerne über den Tresen gereicht wird, um eigenes Versagen zu kaschieren, sondern über realpolitisches Umdenken und langfristige Zusagen für eine tragfähige Energieversorgung. Die Energieversorger brauchen eine tragfähige Geschäftsgrundlage, um die Versorgung sicherzustellen, keine Bestechungsgelder und das drohende Damoklesschwert, dass morgen auf Pfiff wieder alles ganz anders sein könnte. Energiesicherheit ist vor allem auch eine Frage der Verlässlichkeit der Politik, die Frau Merkel nach Fukushima auf dem Altar der Umfragewerte geopfert hat.
    Hoffentlich wurden die Phantasien der Ökö-Sozialisten und Young Global Leaders in den Augen der Wähler als das entlarvt, was sie wirklich sind: Gut klingende und teure Hirngespinste die warme Gedanken aber keine warme Wohnung schaffen. Vielleicht wäre auch ein Blackout heilsam, um zu erkennen, womit hier leichtsinnig gespielt wird. So schlimm der Gedanke auch ist, aber angesichts der Wahlergebnisse erscheint es mir notwendig, dass die Menschen hierzulande nicht nur „ahnen“ was sein könnte, um es morgen dann wieder verdrängt zu haben, sondern dass sie erleben, wozu diese Unbedarftheit führt und es dann ihr Leben lang nicht mehr vergessen. Auch die geplante Bargeldabschaffung würde einen gewaltigen Tritt bekommen, wenn Onlinebanking, Kartenzahlung und elektronische Überweisung vorübergehend nicht funktionieren würden.

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