Gedenkkultur für die Katz‘

Palästinenser dürfen im Land des Holocaust ungehindert Israel und Juden schmähen (Symbolbild:Shutterstock)

Es ist nicht nur dreist, sondern auch vollkommen absurd: Der Normalbürger, der gegen hohe Energiepreise oder die Impfpflicht auf die Straße geht, soll am besten einen kompletten Hintergrundcheck aller anderen Demonstranten machen, es könnte schließlich ein „Extremist“ dabei sein. Per Kontaktschuld wird man sonst im Handumdrehen selbst zum Extremisten erklärt. Da reicht es, über die selbe Straße spaziert zu sein und schon ist man Nazi. Bei allem Verständnis dafür, dass die Realpolitik einer Regierung häufig Zugeständnisse an die moralische Integrität eines internationalen Verhandlungspartners abnötigt: Ein wenig dieser Vorsicht vor Extremisten stünde auch der Bundesregierung gut zu Gesicht. Vor allem, wenn für unser Land keinerlei Notwendigkeit besteht, einem Terrorunterstützer Freundlichkeit zu erweisen.

Bei SPD und Grünen muss es schon fast Liebe sein: Während Annalena Baerbock den Israelis die üblichen Mahnungen angedeihen ließ – Mäßigung, Verhandlungen, Rücksichtnahme -, schwärmte sie von ihrer Teeeinladung beim Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde. Einem Präsidenten, der sich seit Jahren keinen freien Wahlen mehr gestellt hat. Martin Schulz jubelte ihm zu, als er vor der UN-Vollversammlung die Mär von den jüdischen Brunnenvergiftern im modernen Gewand wiederholte – obwohl Israel, ohne es zu müssen, die Palästinenser im Gaza-Streifen mit Frischwasser versorgt.

Übertragung eines gestörten Verhältnisses zur eigenen Identität

Und nun das: Abbas, der sich nicht recht entscheiden kann, ob er den Holocaust nun leugnen oder den Juden die Schuld dafür geben soll, behauptet in Gegenwart von Kanzler Scholz, Israel hätte diesen Massenmord fünfzigfach an den Palästinensern begangen. Das Schlimme daran ist: Er wird damit in Deutschland auf offene Ohren stoßen, das sieht man schon an den Kommentaren in den sozialen Medien, in denen viel Zustimmung zu seiner Rede geäußert wird. Die meisten Kommentare stammen von Benutzern mit arabischem Migrationshintergrund – es sind aber auch „Biodeutsche“ dabei, die mit überkritischem Blick jeden Schritt Israels verfolgen.

Die Idee dahinter ist, dass Juden sich aufgrund ihrer Verfolgungserfahrung „besser“ als andere Menschen verhalten und Verständnis für jeden Unterdrückten des Universums aufbringen müssten. Notfalls auch, indem sie ihr eigenes Sicherheitsbedürfnis zurückstellen. Deshalb ist es auch keine Lappalie, wenn deutsche Nachrichtensender immer zuerst die Einsätze der israelischen Luftwaffe vermelden – der Grund dafür, etwa die Vernichtung von Raketenbasen der Hamas, geht daraufhin in der allgemeinen Empörung vollkommen unter. Selbst jene, die zurecht gelernt haben, den Medien ein gesundes Maß an Misstrauen entgegenzubringen, möchten in diesem Fall die Propaganda glauben. Was man sich selbst aufgrund der deutschen Geschichte nicht gönnt – ein gesundes Verhältnis zur eigenen Identität – sollen auch die Israelis nicht haben dürfen. „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen”, sagte einst Robert Habeck, als Musterschüler linker Lehrmeister. Böse Zungen behaupten, das merke man seiner Politik auch an. Anstatt sich aber mit der eigenen Heimat zu versöhnen, beobachtet man misstrauisch den Patriotismus der anderen.

Herzliche Beziehungen mit einem Terrorregime

Schon unter der Regierung Merkel stiegen die an die Palästinenser gezahlten „Hilfsgelder“ sprunghaft an. Und das, obwohl bekannt ist, dass daraus auch „Märtyrerrenten“ finanziert werden. Diese erhalten Familien, wenn ein Mitglied des Haushalts wegen eines Attentats auf Israelis inhaftiert oder getötet wird. Im Gaza-Streifen verdient man als Terrorist weitaus besser als wäre man Lehrer; ein fataler Anreiz, wenn junge Männer ihre Zukunft planen. Die Bundesregierung weiß das, ist aber nicht bereit, auf eine sinnvollere Verwendung der Gelder zu drängen. Man kann den Eindruck gewinnen, dass trotz schöner Worte der deutschen Politik die palästinensische Autonomiebehörde nähersteht als die israelische Regierung: Wenn Präsident Abbas behauptet, Gaza sei israelisch besetzt, obwohl sich dort seit 2005 kein Israeli mehr aufhält, dann glaubt ihm das deutsche Außenministerium unbesehen.

Deshalb ist auch das Verhalten von Kanzler Scholz so schwer zu bewerten, der Abbas nach seiner Rede noch die Hand gab. Michel Friedmann empörte sich standesgemäß über das Verhalten des Kanzlers, wir wissen, das macht er gern und öffentlichkeitswirksam. Abbas ist natürlich kein unbeschriebenes Blatt, er fiel schon häufiger durch ähnliche Äußerungen auf, weshalb ich persönlich es befremdlich finde, so herzliche Beziehungen mit ihm zu unterhalten und ihm einen offiziellen Empfang zu bereiten. Man kann das noch nicht einmal auf politischen Pragmatismus schieben, denn Deutschland ist sicherlich nicht von der Palästinensischem Autonomiebehörde oder von Gaza wirtschaftlich abhängig. Auch die Aussage, Abbas sei „gemäßigter“ als die Hamas, besagt nicht viel, es sei denn, man machte das an seinem Auftritt in Anzug und Krawatte fest.

(Screenshot:Twitter)

In der konkreten Situation jedoch kann es durchaus sein, dass Scholz einfach überrumpelt war. Diese Rede hätte ich auch erst einmal verdauen müssen. Immerhin gibt sich Deutschland noch immer der Illusion hin, im Nahost-Konflikt eine Vermittlerrolle einnehmen zu können, obwohl sich daran schon eine Reihe mächtigerer Staatsoberhäupter die Zähne ausgebissen hat. Denn die Palästinenser wollen nicht die Hälfte des Kuchens, sondern alles, from the river to the sea – das steht sogar in den Schulbüchern, welche von unseren Geldern hin und wieder mitfinanziert werden. Auch wenn sich in der palästinensischen Bevölkerung sicherlich Menschen finden, die zum Frieden bereit wären: Die Führungsriege weicht nicht von ihren Plänen zurück. Das müsste auch Scholz wissen.

Abbas selbst dürfte sich einfach verkalkuliert haben. Vielleicht glaubte er sogar, mit dem Hinweis auf den Holocaust in Deutschland Sympathien erwecken zu können. In geschickterer Form wird dies von muslimischen Lobbygruppen immerhin fast täglich praktiziert: „Wir sind die neuen Juden!” Das stößt gerade bei Linken auf viel Verständnis. Aber Abbas hat die komplizierten Spielregeln für den Umgang mit der deutschen Vergangenheit nicht begriffen und über die Stränge geschlagen – das nimmt man ihm übel. Zumindest im Moment. Zu oft hat er sich schon aus ähnlichen Situationen mit halbherzigen Entschuldigungen herausgewunden – seine Reue glaubt ihm nur noch, wer auch daran glauben will. Die Bundesregierung zum Beispiel.

11 Kommentare

  1. Wo die wahren Volksverhetzer, Rechtsverletzer, Rechtsbeuger,
    Volksabzocker und Volksaustäuscher, im Ergebnis tatsächliche Volksfeinde,
    der Demokratie, der Gewaltenteilung, etc. zu suchen und
    zu finden sind, dürfte (sollte) bereits mind. seit 2015 bekannt sein.

  2. @dass trotz schöner Worte der deutschen Politik die palästinensische Autonomiebehörde nähersteht als die israelische Regierung

    da sollten sie vielleicht einmal bei den US-Geostrategen und der CIA nachfragen, warum die ihre deutschen Vasallen so und nicht anders auftreten lassen – die Lakaien in Berlin werden ihnen diese Frage nicht beantworten können!
    Ich gehe einfach mal davon aus, daß sie – genau wie bei anderen Themen auch – ihre eigenen Ziele haben und das Handeln der europäischen Vasallen genau so als nützlich eingeplant ist, wie es geschieht.
    Natürlich gibt es Ausnahmen für diese Regel – aber sie sind von Außen erkennbar – denken sie an Möllemann, Haider, Bastian, Kelly, Rohwedder, Schäfer, Ohoven, Barschel, Blessing Herrhausen – wie war das noch mit Rosemarie Nitribitt ?
    Si sieht es aus, wenn die Anweisungen nicht befolgt werden !
    Die Fernsteuerung ist rabiat – dagegen ist das totalitäre Auftreten des derzeitigen Regimes noch richtig Handzahm – auch wenn die Regeln mit den Einheiten des Spritzengenerals gerade geändert werden!
    Aber die Begründung werden sie in den seltensten Fällen in Europa finden!

  3. Was gehen uns die Probleme zwischen den Allah-Hu-Ak-Bären und den Juden an? N U L L ! Bzw. nur insoweit, dass die Berliner Polit-Fonsis mit der Verhinderung der Einreise (geschweige denn der Einwanderung) der Terroristen beider Seiten schon maximal überfordert wäre. Das wäre dann das einzige deutsche Interesse an dem Thema. Der Rest ist fremdes Elend und für Leute, die sich gerne in ihren (Generationen)-Komplexen wälzen.

    • Richtig, Null. Ich würde auch beiden Lagern keinen Cent geben. Außerdem ist in Israel die Scharia Teil der Regierungsform und die Saudis sind ein Lakai der Israelis. Juden sind alles, aber gewiss keine Heiligen.

  4. Ich habe keine historische Verantwortung. Meine Kinder und Enkel schon gar nicht.
    Ich empfehle das Buch von Hecht-Galiski: „Das elfte Gebot. Israel darf alles.“
    Oder auch Schriften von Pape, sowie Menuhin sind mehr als interessant. So ganz Unrecht hat Abbas also bestimmt nicht.

  5. Während jeder Deutsche, der Kritik am Globalismus äußert, vom links-grünen Lager als „Antisemit“ beschimpft wird (weil beim Eliteclub der Globalisten und Great-Reset-Befürworter zufällig ein paar Juden dabei sind), jubeln dieselben Linksgrünen den größten Feinden Israels zu, offen oder versteckt. Es ist genauso wie mit der Nazi-Keule, die auch beim aberwitzigsten Anlass hervorgeholt wird. Ist es Dummheit oder Dreistigkeit? Wahrscheinlich beides, und zwar im Endstadium.

  6. Von wegen „Isolierung“: Der Westen findet keine Mehrheiten mehr gegen Rußland

    https://zuerst.de/2022/08/19/von-wegen-isolierung-der-westen-findet-keine-mehrheiten-mehr-gegen-russland/?unapproved=108935&moderation-hash=86f8c6198672a2aea58dabc8164d3bc8#comment-108935

    Westliche Politiker kultivieren noch immer die Mär von der außenpolitischen „Isolierung“ Rußlands nach Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine.

    Fakt ist aber, daß diese Isolierung gerade einmal von den USA und ihren Verbündeten in Europa betrieben wird – der Blick auf die Landkarte belehrt darüber, daß das nicht einmal ein Viertel der Länder der Erde ist.

    Mit der Realität konfrontiert, müssen sich westliche Diplomaten diese Tatsache oft aufs neue eingestehen.

    Zum Beispiel bei einem Empfang in der russischen UN-Vertretung in New York im Juni. Der russischen Einladung waren Dutzende von UN-Botschaftern aus Afrika, dem Nahen Osten, Lateinamerika und Asien gefolgt – von Isolation keine Spur.

    „Wir danken Ihnen allen für Ihre Unterstützung und Ihre prinzipientreue Haltung gegen den sogenannten antirussischen Kreuzzug“, bedankte sich der russische UN-Botschafter Nebenzia denn auch bei den zahlreichen Gästen.

    In einigen Fällen schrecken westliche Länder auch vor bestimmten Maßnahmen zurück, da sie sich der mangelnden Unterstützung durch den Rest der Welt bewußt sind. …ALLES LESEN !!

    • „Der Westen findet keine Mehrheiten mehr gegen Rußland“

      Und gegen Russland?

      Nicht einmal in der alten Schreibweise ist es Rußland. Das Land ist nur verrußt, sondern voller Russen.

  7. Alarmbrief von Handwerkern an Kanzler Scholz: „Wollen Sie wirklich für die Ukraine Ihr Land opfern?“

    https://just-now.news/de/deutschland/alarmbrief-von-handwerkern-an-kanzler-scholz-wollen-sie-wirklich-fuer-die-ukraine-ihr-land-opfern/#comment-183

    Die Kreishandwerkerschaft Halle-Saalekreis in Sachsen-Anhalt sieht sich als Interessenvertretung der selbstständigen Handwerksmeister dieser Region.

    In einem offenen Brief richten 16 Mitglieder eindeutige Worte an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und gehen auf die Ängste, Sorgen und Nöte der Bürger ein. So heißt es in dem Brief:

    “Wir als Handwerker wissen aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden, dass die breite Mehrheit nicht gewillt ist, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern.

    Es ist auch nicht unser Krieg!”

    Die Unterzeichner machen sich “berechtigte Sorgen, Sorgen um die Zukunft unserer Kinder und Enkel, Sorgen um den Fortbestand unserer Betriebe.

    Sorgen um unser Land”. Weiter heißt es:

    “Am 8. Dezember 2021 haben Sie geschworen, dass Sie Schaden vom deutschen Volk abwenden werden. Wir appellieren an Ihre Ehre: Erfüllen Sie diesen Schwur!”

    “Wird jetzt die Sicherheit Deutschland in der Ukraine verteidigt? Nein, es ist 20 Jahre später wieder der gleiche Fehler.”

    “Wollen Sie der Kanzler sein, der Deutschland in den Ruin getrieben hat? Wollen Sie wirklich für die Ukraine Ihr Land opfern?” ….ALLES LESEN !!

  8. PROF. EBERHARD HAMER schreibt in PINEWS:

    Der Ukraine-Krieg

    Deutschland kann in der Mitte Europas nur in Wohlstand gedeihen, wenn es mit allen Nachbarstaaten in Frieden lebt.

    Der Krieg in der Ukraine ist nicht unser Krieg, sondern zwischen Russland und den USA.

    Statt dass wir uns wie Scholz aus diesem Krieg möglichst herauszuhalten versuchen, hat die Mehrheit der Atlantikpolitiker aller Altparteien die Propaganda gegen den Angreifer Putin zur Kriegsbeteiligung mit Ausbildung ukrainischer Soldaten, zweitgrößter Waffenlieferung aller Staaten und als zweitgrößter Kriegs-Geldgeber der Ukraine ausgeweitet.

    Dabei hat Putin Scholz gewarnt, dass Deutschland nur einen Friedensvertrag mit Russland habe, also Kriegsbeteiligung ein Wiedereintritt in den Kriegszustand bedeute.

    Leider haben vor allem die rot-grünen Ideologen die von den USA befohlenen Wirtschaftssanktionen gegen Russland freudig begrüßt (obwohl sich diese Wirtschaftssanktionen zum großen Teil auch gegen Deutschland richteten).

    Sie haben die für uns überlebenswichtige russische Energie gekündigt, dazu ein Viertel unserer Rohstoffimporte gestoppt und den Finanzverkehr mit Russland verboten und sogar das internationale Völkerrecht durch Beschlagnahme von Vermögen russischen (auch privaten) Vermögens gebrochen.

    Unsere infantilen Regierungsideologen haben auf diese Weise kräftig geholfen, die für unseren Wohlstand notwendige globale Wirtschaft in zwei Blöcke zu trennen, den östlichen und asiatischen Mehrheitsblock nicht mehr als Wirtschaftspartner, sondern als „Feind“ zu sehen und dies sogar auf immer beschrien (Baerbock).

    Mehr kann eine Regierung dem eigenen auf Frieden und Wirtschaftsaustausch in der Welt angewiesenen Land an Wohlstandsschädigung überhaupt nicht antun.

    Lockdown und Sanktionen des Ukraine-Kriegs haben die deutsche Wirtschaftsbasis so entscheidend zerstört, dass nicht nur die Rezession zur Depression werden wird, sondern durch Wirtschaftszerstörung auch die Verarmung des großen Teils unserer Bevölkerung zwangsläufig wird.

    Noch nie hat eine deutsche Regierung sich selbst so viel wirtschaftlichen Schaden zugefügt, zwar nicht aus Vorsatz, aber aus Dummheit und aus Gehorsam gegenüber den USA.

    Die nächste Generation wird es büßen müssen !!!

Kommentarfunktion ist geschlossen.