
Wien brennt, Bulgarien feiert – und Deutschland? Das hockt wie gewohnt schmollernd in der europäischen Besenkammer und fragt sich, warum die Welt unsere mühsam konstruierte Perfektion einfach nicht liebhaben will. Der 70. Eurovision Song Contest (ESC) ist Geschichte. Herzlichen Glückwunsch an Dara aus Bulgarien, die mit „Bangaranga“ bewiesen hat, dass man mit harten Club-Beats, folkloristischen Pelzkostümen und absoluter Unbeschwertheit ganz Europa um den Finger wickeln kann. Selbst die ewigen Favoriten aus Israel und Rumänien mussten sich auf den Plätzen zwei und drei dieser osteuropäischen Party-Walze geschlagen geben. Top-Favorit Finnland schaffte es auf Platz 6.
Und das deutsche Ergebnis? Ein Traum in Trümmern. Sarah Engels reiste mit dem Titel „Fire“ an, brannte die Bühne in Wien mit einer fehlerfreien, hochprofessionellen Gesangsleistung nieder – und erntete dafür frostige Realität. Platz 23. Mucksmäuschenstille zwölf Pünktchen von den Fachjurys. Und vom europäischen Publikum? Grandiose Null Punkte – Zero points – Pas de points. Ein veritables, musikalisches Lagerfeuer, das mangels Sauerstoff im Keim erstickt ist.
Was machen wir Deutschen eigentlich falsch?
Es ist das psychologische Dauerrätsel der Nation: Wir schicken hochgradig talentierte, stimmlich astreine Künstler, die in durchgetakteten, klinisch reinen Vorentscheiden unter den strengen Augen öffentlich-rechtlicher Redakteure handverlesen wurden. Und genau da liegt der Hund begraben. Zunächst bei der klinischen Perfektion: Während Bulgarien archaische Rituale, Fellmasken und wilde Club-Nächte auf die Bühne wirft, liefern wir ein Produkt ab, das wirkt wie eine TÜV-geprüfte Pop-Konstruktion. Handwerklich makellos, aber eben ohne Seele, Kanten oder das nötige Quäntchen Wahnsinn. Dann der fehlende Mut zum Risiko; wir wollen es immer allen recht machen.
Das Ergebnis ist oft Radio-Pop der Sorte „tut niemandem weh“ – Nur leider ruft beim ESC niemand an für einen Song, der einfach nur „ganz nett“ ist. Man braucht die Ekstase – oder zumindest ein schockiertes Gesicht beim Zuschauer. Und schließlich ist da das generelle Image-Problem: Es bleibt das unterschwellige Gefühl, dass Europa uns beim ESC gerne mal den Spiegel vorhält. Wer tagsüber in Brüssel nur Moral diktiert, darf sich nachts beim Televoting nicht wundern, wenn die Quittung in Form von kollektiver Ignoranz ausgestellt wird.
Muss Stefan Raab wieder ran?
In den Kommentarspalten und an den virtuellen Stammtischen wird der Ruf nach dem Messias des deutschen Humors bereits wieder lauter: „Stefan, rette uns!“ Erinnern wir uns: Wann immer Deutschland beim ESC einmal nicht komplett im Erdboden versank, hatte meistens Raab seine Finger im Spiel. Sei es mit der wunderbaren Anarchie von Guildo Horn, seinem eigenen „Wadde hadde dudde da?“ oder der strategischen Entdeckung von Lena Meyer-Landrut, die 2010 den Olymp bestieg: Raab verstand den ESC nie als klinischen Gesangswettbewerb, sondern als das, was er ist: Ein gigantischer, herrlich absurder Wanderzirkus. Er brachte den Mut zur Lücke mit, den Schalk im Nacken und die absolute Verweigerung, sich den Regeln der Pop-Bürokratie zu unterwerfen.
Sollte Raab also wieder ran? Wenn wir verhindern wollen, dass Deutschland im nächsten Jahr den ESC endgültig aus den GEZ-Gebühren streicht, weil die Demütigung nicht mehr feierlich ist: Ja, bitte! Lassen wir die bürokratischen Auswahlverfahren im Archiv! Gebt Raab ein Budget, eine Couch und die absolute Narrenfreiheit. Schicken wir im Zweifel lieber ein Trio aus bayerischen Jodlern auf Heavy-Metal-Gitarren oder einen singenden Mähroboter. Schlimmer als Null Punkte vom Publikum kann es eh nicht werden – aber da hätten wir wenigstens Spaß dabei.
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22 Kommentare
Wer kuckt sich diese gequirlte Sch…. an? Wir brauchen keinen Raab, sondern eine Revolution!
es ist völlig egal, wen wir da hinschicken – wir werden nicht gemocht. Das ist alles
Ausser unserem Geld natürlich!
Den „Hungerhaken“ den BRD dahin geschickt hat, will auch niemand sehen
Kein Wunder das die Dara gewonnen hat!
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https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/df/Dara_-_Eurovision_Song_Contest_2026_Winners_picture_by_TheTokl.jpg/500px-Dara_-_Eurovision_Song_Contest_2026_Winners_picture_by_TheTokl.jpg
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-sieht aus wie eine (hübsche) Frau
-achtet auf ihren Körper
-kann sich bewegen (tanzen)
-zeigt Freude und Optimismus
-bewegt sich wie eine Frau
-ist eine Frau
-kann mutmaßlich (habe es nicht gesehen) singen
:::
-wir hierzulande haben Blödies mit verkrachten Visionen und dämlichen Ideologien…
wer will denn mit dem Versagerdeutschland noch etwas zu tun haben?
Von einem Volk das sich sein blühendes Land von einer Deppenregierung ruinieren läßt hält man sich fern
„Sarah Engels … brannte die Bühne in Wien mit einer fehlerfreien, hochprofessionellen Gesangsleistung nieder“
Haben Sie was an den Ohren? Frau Engels hatte unüberhörbar sehr große Mühe die Töne zu treffen. Kaum ein Interpret, oder Interpretin, bot eine schlechtere Gesangsleistung. Naja, höchstens die Kandidaten, die vorsätzlich nicht gesungen haben.
Die Hamas-Anhänger und all die anderen Antisemiten sind aktuell enttäuscht, weil Israel beim ESC immer gut abschneidet.
Eine Überlebende des Massakers am 7. Oktober 2024 hat gezeigt, dass sie sich nicht einschüchtern lässt.
Man weiss, die Hamasunterstützer in Europa hassen es, dass
Yuval Raphael überlebt hat. Sie hassen es, dass ihre Schergen sie nicht ermorden konnten. Sie hassen es, dass Yuval für das steht, was Israel liebt: Das Leben.
Volle Zustimmung. Nur eine kleine Korrektur: das Massaker der Hamas an unschuldigen Zivilisten war 2023, nicht 2024.
ich finde den esc seit vielen jahren unerträglich langweilig, bulgariens nummer 1 hit ist absolut austauschbar, unorginell und schon wieder vergessen. harte club beats? der war gut;-) früher mal ein wettbewerb der besten lieder, müssen heute tänzer, feuerwerk und klimmbimm übertünchen, dass musikalisch tote hose herrscht. im radio würde das gar nicht mehr funktionieren. auch früher war das nicht meine art der musik, ich habe das nie verfolgt, aber songs wie waterloo von abba hört man heute noch gerne, für welchen nr.1 song der letzten 20 jahre gilt das?
den bulgarischen song kennt in 2 monaten keiner mehr…
Es faengt damit an, dass es in deutsch Feuer heisst, wer sich seiner eigenen Sprache schaemt….
Man haette wohl besser Ernst Negers „Heile heile Gaensje“ neu aufgelegt, die Plazierung ware sicher besser gewesen.
Aber was auch immer, die Damen hatten sicher noch zuviel Kleidung an den Koerpern oder so
Der dämliche ESC für Doofe gehört abgeschafft.
Die Rangliste hätte ich mir heute gar nicht im Internet anschauen müssen.
Deutschland wie immer ein Loser auf den letzten Plätzen.
Nächstes Mal Friedrich mit dem Deutschlandlied hinschicken.
Schlechter geht immer.
Dazu muessen wir wohl endlich wieder vernünftige Zustände erreichen. So wie der Zwischenstart von Raab organisiert, zerredet und vorsätzlich zerrissen und die Kritiken manipuliert wurden von den irregeleiten Altweissmännerhassern des ÖRR wird das nix mit dem Maschendrahtzaun um die einseitig politikhörigen Funkhäuser. xD Gut Holz der Bördewahl kloppt sie alle weg bevor sie Eier legen xD
In diesem Affenzirkus geht es schon lange nicht mehr um Musik. Die Deutschen sind in ganz Europa unbeliebt, deshalb Zero Points.
Da kann auch ein Raab nicht mehr rausholen.
@Mit erhobenem Zeigefinger und „Fire“ ins Aus
ja – irgendwie erinnern die deutschen Auftritte – eigentlich überall, wo Politik eine Rolle spielt – an die Jaffa des Setesh, von dem Teal’c in Stargate mal erzählt :
eine Schlangenwache, eine Drachenwache und eine Seteschwache treffen sich auf einem Planeten.
Ein Kritischer Moment!
Die Augen der Schlangenwache glühen!
Das Maul der Drachenwache speit Feuer!
Und die Nase der Seteschwache…. fängt an zu tropfen!
Also davon abgesehen, daß meine Wenigkeit selbst außer darüber Artikel zu lesen niemals für so einen Blödsinn Lebenszeit verschwendet, kann hier tatsächlich eine „Rettung“ stattfinden:
Schickt die deutschen Grünen & Linken ala Bärbokk, Rikkarda Breit und auch die Urrsel von der Leichn als Chor da hin die da trällern:
„Hört auf uns immer zu hassen,
wir werden euch ab jetzt verlassen.
Für immer & ewig sind wir weg,
nur räumt selbst weg unseren Dreck.“
Das gibt glatt hundert Punkte von jeder Nation.
….die Fleischschau hat sich jetzt doch nicht bezahlt gemacht!
🤣🤣🤣🤣
Schafft den Scheißdreck endlich ab. Mir „singen“ hat das alles schon lange nix mehr zu tun.
Und das degenerierte BuntSchland gewinnt eh kein Blumentopf mehr.
#Evi nicht aufregen, geht alles auf die Pumpe 😉
Um von den Problemen abzulenken handeln die Regierungen und EU wie im alten Rom…..gib dem Volk Spiel und Spaß und es ist glücklich und still!
Die von der Reeperbahn hätten
sicherlich mehr Punkte bekommen.
Das klingt doch alles gleich und die Sängerinnen könnten auch als Escortdamen ihr Geld verdienen, so wie die aussehen und sich kleiden.
Für mich ist das verlorene Lebenszeit. Und dabei habe ich eben nur mal die ersten Sekunden von der Engels und der Bulgarien gesehen und gehört.
Danke, das war schon zuviel.
Man hätte doch auch einen Folkloretrupp der Neudeutschen antreten lassen können. Mit einem sürischen oder tunesischen Volkslied wäre zumindest die Jury ins schwitzen gekommen..?
das ist eine politische Masturbationsveranstaltung und nicht wer wählt bestimmt, sondern wer zählt