Mittwoch, 24. April 2024
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Gereiztheit und Stumpfsinn

Gereiztheit und Stumpfsinn

Gemeinsamkeiten und konstruktive Lösungen statt Spaltung (Symbolbild:Pixabay)

In Thomas Manns Roman „Der Zauberberg“ wird eindrucksvoll erzählt, wie in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg jahrelange Aufenthalte in einem Lungensanatorium die Patienten dieser Einrichtung zunehmend in ungesunde Geisteszustände versetzen. Zwei der letzten Kapitel dieses Buches tragen die Überschriften „Die große Gereiztheit“ und „Der große Stumpfsinn“. Sie beschreiben unter anderem spiritistische Sitzungen, vergebliche mathematische Bemühungen um eine Quadratur des Kreises, aber vor allem die Eskalation endloser theoretisch-weltanschaulicher Diskussionen zu einem Pistolenduell, das mit dem Selbstmord eines der Beteiligten endet. Diese explosive Mischung aus Stumpfsinn und Gereiztheit erscheint mir als eine treffende Kennzeichnung für die gegenwärtige politische Lage in Deutschland.

Beginnen wir mit der Gereiztheit. Sie ist auf praktisch allen Seiten politischer Auseinandersetzungen sichtbar präsent, besonders aber bei demjenigen Akteur, der diese Auseinandersetzungen eigentlich befrieden müsste, nämlich der Staatsmacht selbst. Ihren Ausdruck findet diese Gereiztheit im kompromisslosen Beharren auf Extrempositionen, einem damit einhergehenden Hass auf den politischen Gegner und einer daraus resultierenden völligen Dialogunfähigkeit. Die Jahre der Corona-Krise haben für diese destruktive Form politischer Auseinandersetzungen gleichsam die Blaupause geliefert. Die eine Seite stellte dabei die Gefährlichkeit oder gar die Existenz des Virus generell infrage. Für die Gegenseite folgte hingegen aus der Anerkennung einer allgemeinen Gesundheitsgefahr die Forderung nach einer kritiklosen Akzeptanz aller gegen diese Gefahr ergriffenen Maßnahmen. Die Staatsmacht deeskalierte diesen Konflikt nicht, sondern schürte Panik und griff zu verfassungsrechtlich äußerst bedenklichen Mitteln, womit – gewollt oder nicht – letzten Endes die Staatsordnung des Grundgesetzes selbst infrage gestellt wurde.

Ungenutzte Stärke der Demokratie

Der vielleicht größte Vorteil der Demokratie wurde nicht genutzt und sogar für gefährlich erklärt. Er besteht darin, dass ein ergebnisoffener, pluralistischer Meinungsstreit meistens die bestmögliche Lösung hervorbringt. Stattdessen regierten, wie in einer Diktatur, ideologische Dogmen, denen sich selbst eine eigentlich politisch neutrale Wissenschaft unterwerfen musste. Die fast unvermeidliche Konsequenz daraus sind Folgeschäden, die erst langsam sichtbar werden, aber langfristig sehr wahrscheinlich die Opferzahlen von Covid in den Schatten stellen werden.

Man könnte vieles davon mit der Begründung entschuldigen, dass es sich bei der Corona-Krise um ein vorher nie dagewesenes Phänomen handelte. Für einen solchen Akt der Verzeihung wäre es allerdings notwendig, dass Fehler offen eingestanden und rechtswidrige Strafen korrigiert werden. Vor allem müsste das Grundgesetz so geändert werden, dass es zukünftig die Anwendung von Maßnahmen des Infektionsschutzes auf Gesunde eindeutig verbietet. Von solchen Konsequenzen ist bislang nichts zu sehen. Eine spezifisch bundesdeutsche Ursache für diese mangelnde Fehlerkorrektur besteht darin, dass die Staatsmacht schon in der Anfangsphase der Corona-Krise den Kampf gegen die “Pandemie” ohne einen wirklichen Grund mit dem „Kampf gegen rechts“ identifizierte, und damit jegliches Eingeständnis von Fehlhandlungen heute den Rechtsextremismus stärken müsste. Diese Erkenntnis führt fast automatisch zu der These, dass „Corona“ keine Ausnahmeerscheinung war, sondern vielmehr das Vorbild für eine neue, falsche politische Normalität. Einige Beispiele dafür sollen im Folgenden angeführt werden.

Unversöhnlicher Antagonismus zweier Ideologien

In der Klimadebatte folgt für Extremisten wie die „Klima-Kleber“ aus einer panischen Angst vor dem Zusammenbruch der Biosphäre die unbedingte Notwendigkeit eines ökonomischen und damit auch gesellschaftlichen Selbstmordes. Die „grünen“ Regierungspolitiker gehen zwar nicht ganz so weit, aber sie leiten – ganz ähnlich wie bei „Corona“ – aus einer Gefahrenlage die Forderung nach einer kritiklosen Akzeptanz aller Gegenmaßnahmen ab, selbst wenn diese Maßnahmen erkennbar nichts zur Problemlösung beitragen oder auf Ideen basieren, die simplen Naturgesetzen widersprechen. Auf der Gegenseite setzt sich aber immer mehr die Überzeugung durch, dass eine durch menschliches Wirtschaften verursachte Erderwärmung schlichtweg nicht existiere. Das ist genauso falsch, denn der zugrunde liegende Mechanismus – die Re-Absorption von der Erdoberfläche ausgehender Wärmestrahlung durch atmosphärische Spurengase wie Kohlendioxid und Methan, deren Konzentration im Industriezeitalter deutlich zugenommen hat – kann physikalisch nicht bestritten werden.

Auch gibt es hier – im Gegensatz zu „Corona“ – keine kognitive Dissonanz zwischen polit-medialer Panik und einer gleichzeitig im Alltag kaum wahrnehmbaren Gefährdung. Dass es in den letzten Jahrzehnten eine spürbare Erwärmung gegeben hat, wird jeder schon etwas ältere Zeitgenosse aus eigener Erfahrung bestätigen können. Offen bleibt lediglich die Frage, wie das Verhältnis des vom menschlichen Wirtschaften verursachten Anteils an dieser Erwärmung zu natürlichen Klimaschwankungen wie den Eiszeiten ist. Eigentlich sollte die Naturwissenschaft hier durch ergebnisoffene Forschung eine bessere Faktengrundlage schaffen, während gleichzeitig über sinnvolle und sozialverträgliche Mittel zur Reduktion nicht nur der Spurengase, sondern auch des gesamten Energieumsatzes diskutiert werden müsste. Stattdessen stehen sich zwei Ideologien unversöhnlich gegenüber, und wie schon bei „Corona“ steht die Staatsgewalt starr auf einer Seite, anstatt eine pluralistische Diskussion zu fördern und zu moderieren.

Keine ergebnisoffene Diskussion

Dasselbe Muster sehen wir beim Thema Migration. Die Bundesregierung macht sich hier ohne Rücksicht auf ihre Pflicht zur Erhaltung innerstaatlicher Stabilität die linksextremistische Parole “No nations – no borders” zu eigen. Als Reaktion auf diesen Realitätsverlust und die daraus resultierenden praktischen Probleme entsteht aber ein gefährliches Abgleiten in generelle Fremdenfeindlichkeit. Von Migranten begangene Verbrechen werden im Kontext eines imaginären Krieges gesehen, den „die anderen“ gegen „uns Deutsche“ führen. Eine unmenschliche Festung Europa wird gefordert, die Flüchtlinge zwecks Wahrung unseres Wohlstandes am besten im Mittelmeer ertrinken lassen soll. Schließlich verbreitet sich immer mehr die Idee, dass nur eine zwangsweise ethno-kulturelle Homogenisierung der Bevölkerung die Souveränität des deutschen Volkes wiederherstellen könne, die in Wirklichkeit aus ganz anderen Gründen infrage steht. An sich wäre es sehr einfach, diese Auseinandersetzungen zu befrieden. Man müsste nur ergebnisoffen darüber diskutieren können, wie viele Migranten Deutschland aufnehmen kann und soll, und vor allem, wer eine Berechtigung zur Einwanderung besitzt und wer nicht. Die fast absolute Dominanz von Ideologie auf beiden Seiten macht eine solche Diskussion unmöglich.

Der nächste Punkt ist die deutsche Haltung zum Ukraine-Konflikt. Die Staatsmacht vertritt hier – gestützt auf eine breite, aber in sich höchst widersprüchliche gesellschaftliche Koalition – eine kompromisslose Unterstützung für die NATO und die Ukraine, und sie verbindet dies offen mit der Forderung nach einem Sieg über den Aggressor Russland, dem mindestens die Installation einer prowestlichen Regierung in Moskau folgen müsse. Dagegen steht in Teilen der Opposition eine ebenso extreme Position, die Wladimir Putins Vorgehen kritiklos billigt und ihn sogar als Vorbild und Befreier für Westeuropa sieht. Dabei wird verdrängt, dass wir den Zustand (sowjet-)russischen Vorherrschaft in einem Teil Deutschlands und Europas von 1945 bis 1990 schon einmal erlebt haben, und dass dieser Zustand für die Beherrschten keineswegs angenehm war. Es würde zu weit führen, hier eine Lösung des Ukraine-Problems skizzieren zu wollen, aber eine bessere, weniger ideologische Politik müsste zunächst einige Realitäten vorbehaltlos anerkennen.

Weder Sieg noch Niederlage

Weder Russland noch die Ukraine sind westlich und demokratisch, sondern werden von Regimen beherrscht, die nichts anderes erzwingen als einen sinnlosen, massenhaften Opfertod für höchst fragwürdige politische Ziele. Weiterhin muss leider anerkannt werden, dass ein Krieg nicht durch noch so hehre völkerrechtliche Prinzipien entschieden wird, sondern allein durch die militärischen Kräfteverhältnisse. Hier scheint es aber so zu sein, dass – wie Ulrich Teusch jüngst im „Multipolar-Magazin“ schrieb – beide Seiten nicht mehr siegen, aber auch keine Niederlage akzeptieren können. Wenn aber – ebenfalls auf beiden Seiten – im Hintergrund Nuklearwaffen verfügbar sind, definiert diese Schlussfolgerung einen extrem gefährlichen Zustand, der uns Deutschen jedes Recht dazu gibt, zu allererst an unser eigenes Überleben zu denken. Kriegsgeschrei von der Zuschauertribüne und eine ständig wachsende Bereitschaft zur Eskalation sind in dieser Situation die schlechtesten aller Handlungsmaximen.

Anstatt hier noch weitere Themenfelder zu besprechen, sei darauf hingewiesen, dass sich das beschriebene Muster von unversöhnlichen ideologischen Extrempositionen auch auf politische Grundhaltungen bezieht. “Linke“ und „Rechte“ können sich nur noch als Kommunisten beziehungsweise Nazis beschimpfen, und an die Stelle politischer Diskussionen tritt verbale und teilweise auch schon physische Gewalt. Dass diese Auseinandersetzungen zunehmend in Gestalt „politischer Kriminalität“ vor Gericht enden, ist ein sehr schlechtes Zeichen. In einer Demokratie sind solche Delikte normalerweise äußerst selten, weil schlichtweg keine Anlässe für sie existieren. Man muss der Vollständigkeit halber neben Linken und Rechten auch Liberale/Libertäre, „Grüne“ und Islamisten erwähnen, die sich aber leider kaum anders verhalten. Ich habe lange Zeit daran geglaubt, dass sich irgendwann die Vernünftigen aller dieser Lager zusammentun könnten, um – gestützt auf eine durch freie Medien wiedererkämpfte realistische Sicht auf die Faktenlage – gemeinsam nach Lösungen für die Krisen unserer Gegenwart zu suchen.

Querfront als Chance

Diesen Gedanken hat jüngst Manfred Kleine-Hartlage in seinem Buch „Querfront – Die letzte Chance der deutschen Demokratie“ aufgegriffen. Er spricht dort selbst davon, dass die Chancen für eine solche Entwicklung sehr gering sind, und darin stimme ich ihm zu. Ich selbst glaube nicht mehr daran, und der Hauptgrund dafür ist, dass die „Vernünftigen“ – anders ausgedrückt Nicht-Extremisten – unter den politisch aktiven Menschen in Deutschland inzwischen zu einer verschwindend kleinen Minderheit geworden sind. Kleine-Hartlage hat schon in früheren Büchern eine sehr interessante These aufgestellt. Ihm zufolge verhält sich seit der Ära Merkel die bundesdeutsche Regierung in jeder Krise so, dass die Krisenreaktion geradezu ein Maximum einer Oppositionshaltung erzeugt, die sich nicht auf die Sache beschränkt, sondern sich fundamental gegen das politische System wendet. Das Beispiel des durch die Corona-Politik künstlich erzeugten Rechtsextremismus habe ich schon erwähnt. Es lässt sich mühelos auf andere Themenfelder erweitern. Dahinter könnte eine perfide Strategie einer bewussten Zersetzung unseres Staates im Dienste von globalen Kapitalinteressen und der Großmachtpolitik der USA, der Volksrepublik China oder Russlands stehen. Dies bleibt Spekulation. Was aber tatsächlich jenseits der miteinander verfeindeten politischen Lager in unserem Land existiert, ist eine noch passive Masse, die durch die geschilderten Entwicklungen zunehmend verbittert wird oder sogar schon lange in eine solche Verbitterung verfallen ist.

Damit sind wir beim zweiten der eingangs erwähnten Grundmotive angekommen, nämlich dem Stumpfsinn. Er äußert sich zunächst in einer schleichenden Gewöhnung an ungeheure Gefahren für unser Gemeinwesen: Dritter Weltkrieg, Umweltkatastrophen, Wirtschaftskollaps, Demokratieverlust und bürgerkriegsähnliche Zustände sind nicht mehr sehr weit entfernt und können sich zu einer Multikrise ungeahnten Ausmaßes vereinigen. Eine wirkliche gesellschaftliche Mobilisierung bewirkt dies (noch) nicht. Stumpfsinn zeigt sich auch in irrationalen Welterklärungen und Krisenkulten wie dem Glauben an Reptiloiden, Illuminaten und „Q“. Eine andere Form des Stumpfsinns ist eine erschreckende Teilnahmslosigkeit angesichts ebenso erschreckender Gewalttaten wie anlasslose Messer-Metzeleien und Morden von Kindern an Kindern. Anstelle von falschen Pauschalvorwürfen müsste es hier eigentlich ein Innehalten und dann die Fragestellung geben, was eigentlich mit einer Gesellschaft los ist, in der solche Taten geschehen können.

Reinigendes Gewitter?

Eine denkbare Antwort liegt in einer zunehmenden „Normalität“ manifester psychischer Störungen, womit wir wieder bei dem Begriff „Stumpfsinn“ angekommen wären. Meiner Meinung nach haben fast alle gesellschaftlichen Probleme unserer Tage ihre Ursache in einem Hyperliberalismus, der in den letzten 40 bis 50 Jahren fast alle Restbestände eines gesunden Konservatismus aufgefressen hat, die lange Zeit ein unbedingt notwendiges Gegengewicht zur liberalen Aufklärung gebildet haben: Familie, Geschlechtsidentität, gelebtes Christentum, Nation, Berufsstand, gesicherte und soziale Arbeitsverhältnisse, regionale Heimat, Nachbarschaft, etc. Von all dem ist kaum noch etwas übrig geblieben, und wer noch an kümmerlichen Resten dieser Werte festhält, gilt inzwischen als „rechtsextrem“. Die Verneinung der schieren Existenz einer deutschen Nationalität auf deutschem Boden und die Propagierung von Transsexualität bei Kindern sind sehr wahrscheinlich noch nicht die allerletzten Formen des stetig zunehmenden Stumpfsinnes, aber markieren mit Sicherheit schon den Einstieg in sein letztes, letales Stadium.

In Thomas Manns „Zauberberg“ markieren Stumpfsinn und Gereiztheit zwar die Schlussphase der Erzählung, jedoch nicht ihr eigentliches Ende. Dieses erfolgt durch einen „Donnerschlag“, wie das letzte Kapitel des Buches überschrieben ist. Der Erste Weltkrieg bricht aus und zwingt die „Siebenschläfer“ der dekadent-morbiden, internationalen Patientenschaft des Davoser Lungensanatoriums zurück in die äußere Welt, wo sie allerdings oftmals ein elender Tod auf dem Schlachtfeld erwartet. Eine Analogie dazu könnte sich durchaus auch in unserer Gegenwart ereignen. Dazu wäre ein Ereignis nötig, das die bereits erwähnte passiv-verbitterte Masse unserer Gesellschaft plötzlich zu einer Politisierung zwingt. Solche Ereignisse sind durchaus vorstellbar, aber sie wären sehr wahrscheinlich – genau wie bei Thomas Mann – in ihrer Wirkung katastrophal. Dies gilt auch für ihre Wirkung auf die Masse, die kaum in einer Rückkehr zur Vernunft bestehen würde, sondern eher in einem Umkippen der öffentlichen Meinung zugunsten einer bestimmten Form des religiösen oder politischen Extremismus. Deshalb sollte man sich das reinigende Gewitter mit seinem „Donnerschlag“ auch nicht herbeiwünschen oder es gar durch destabilisierendes Handeln selbst heraufbeschwören wollen. Es wird aber meiner Meinung nach früher oder später auch ohne unser Zutun eintreten. Die Geschichte Deutschlands, Europas und der Welt ist noch nicht zu Ende, und sie wird noch viele Überraschungen bereithalten. Stumpfsinn und Gereiztheit werden nicht das letzte Wort behalten.

10 Antworten

  1. Das bewusste Schüren der Angst vor dem Unsichtbaren, ist wohl die niederträchtigste Art, seiner Politik den Weg zu ebnen und ein markantes Zeichen ausgewachsener diktatorischer Bestrebungen oder/und zementierter Diktaturen. Deshalb sollte man sich auch nicht der Illusion hingeben, hier würde noch ein Hauch von Demokratie wehen. Es gilt nun, sie mit vereinten Kräften wiederzuerlangen.

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    1. Das Schüren der Angst wird schon immer gemacht, der Treibhauseffekt ist das Fegefeuer von heute. Bis in die 80er war es die Angst vor dem Atomkrieg. Angst und Demokratie, insbesondere wenn es am Schutz des Einzelnen durch Verfassungsrecht fehlt, sind keine gute Mischung. Demokratie, wenn auf Basis von Fiktionen und Schwachsinn diskutiert wird, nimmt dem Einzelnen die Freiheit, oder schlimmer. Die Gereiztheit ist nicht nur in der sogenannten Öffentlichkeit zu beobachten, sie betrifft jeden. Die Leute sind fertig gemacht worden, auch wenn zur Zeit eine Atempause gegeben wird. Schlussendlich ist alles eine esoterische Frage. Man kann nichts ändern. Die Wiedererlangung kleiner Freiheiten ist längst vorgesehen, die Menschen werden begeistert in den neuen goldenen Käfig gehen. Darum geht es, man hat eine unerträgliche Situation geschaffen. Es gibt unerfüllbare Maximalforderungen, alles dient dazu, die Welt umzubauen. Mitgestaltung ist Illusion, das sieht man, oder auch nicht. Was bleibt ist Erkenntnis.

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  2. @nämlich der Staatsmacht selbst.
    na das ist doch verständlich – jedenfalls für jemand, der wie ich schon über 65 Jahre alt ist.
    Früher gab es diese Gereiztheit nicht – da hatte man Zukunftziele und die Vorstellung, diese auch erreichen zu können ! Da gab es Themen, mit denen man sich beschäftigte – Flug zum Mond, Mars, sogar Venus – die Lösung der Rohstoff- und Energieprobleme – die Welt des Star Treck, wo man von eigener Arbeit leben konnte.
    Überschallflut – in wenigen Stunden rund um die Welt, eine Raumstation, Urlaub im Weltall – die Welt des Films 2001 sah man bis zu diesem Jahr als weit überholt an!
    Und war haben wir heute : keine Zukunft, Regierungsterror, kein Raumflug – diese Zeit ist – zumindest für den Westen – vorbei.
    Die Politiker haben nichts mehr zu entscheiden – sie müssen kuschen, und sie wissen nicht, wie lange sie noch im Amt sind und of sie das Amt durch Rücktritt oder am Galgen verlassen! Amerikanische Philanthropen lassen ihnen sagen, was sie zu sagen und abzunicken haben.
    Unter diesen Umständen sind sie natürlich gereizt – jeder Widerspruch kann ihr Ende bedeuten – und sie wissen nicht, ob die Option zur Flucht noch besteht. Sie wissen, daß sie selbst nichts können und von ihren Herren abhängig sind, und fürchten jederzeit, von diesen auf andere Weise endverwertet zu werden.
    Unter diesen Bedingungen ist da Gereiztheit, grundlegende Empfindlichkeit und Stumpfsinn beim befolgen der Anweisungen eine natürliche Folge der Umstände – und die sind ja so neu nicht.
    Die Situation ist zwar seit 1946 so, aber mit dem Generationswechsel der Reichsgeneration zur Besatzungsgeneration ist sie grenzenlos geworden, weil diese Generation es gar nicht mehr anders kennt.
    Das Land ist erledigt – nicht nur, weil die Besatzer Europa als Konkurrenz vernichten wollen, auch , weil die neue Bevölkerung keinen Lebenswillen und keine Lebensfähigkeit mehr hat!
    Und wie hat es Baerbock mal gesagt : das Land ist ja superreich – und das will ich ändern!
    Das war damals schon unzutreffend, und so langsam merken sie, das Tasche leer !
    Hier ist nichts mehr zu retten !

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  3. Vielleicht wirft ja Putin irgendwann kurz vor seiner eventuellen Niederlage, eine Atombombe auf Berlin, dass würde schon einiges ändern. Dies wäre mal ein unerwünschtes und auch unerwartetes Ereignis.
    Oder es entsteht eine Art Bürgerkrieg entweder zwischen Liberalen und Konservativen, oder zwischen Arm und Reich. Vielleicht auch zwischen autochthonen Deutschen und den Menschen mit Migrationshintergrund zusammen mit den Ausländern.

    Irgendwas schlimmes wird passieren, so wie die Stimmung im Land gerade ist. Es sind furchtbare Zeiten, aber es ist auch irgendwie spannend mit anzusehen wie sich die ganze Sache entwickelt.

  4. Die Prämissen im Artikel stimmen nicht. Man kann über das Irrationale nicht rational diskutieren, sondern muss dagegen kämpfen. Vielleicht wird das klar, wenn man historische Hysterien betrachtet, zu denen man eine emotionale Distanz hat. Hinter einer Hysterie steckt immer eine mächtige Gewalt. Die HEXENHYSTERIE, die nicht im Mittelalter stattfand sondern zu Beginn der Neuzeit, ermöglichte den absolutistischen Staaten, jedweden freiheitsliebenden Menschen durch ein überkorrektes juristisches Verfahren zu eliminieren. Der Widerstand dagegen konnte nicht rationaler Dialog über die Existenz von Hexerei sein, sondern Ablehnung und Verweigerung. RELIGIÖSE HYSTERIE um u. a. die Frage, ob das Abendmahl den Verzehr des Leibes Christi nur symbolisiere oder ob er real stattfinde, führte nicht zu Religionsfreiheit, sondern zur Unterwerfung der Untertanen unter die Religion des Herrschers, “wes der Fürst, des der Glaub“, was klar zeigt, dass hinter der Reformation der Separatismus der Fürsten stand, der zu den schrecklichsten Bürgerkriegen mit in Relation zur Gesamtbevölkerung unglaublich zahlreichen Todesopfern (z. B. 30-jähriger Krieg) führte. Der Widerstand dagegen bestand in der Aufklärung und in Privatisierung von Religion. Die religiösen Fragen konnten nicht rational diskutiert werden. Es folgten die NATIONALISTISCHEN HYSTERIEN, die im 1. WK zu einem komplett sinnlosen Gemetzel führten, und bei den Gegnern Ablehnung des Nationalismus auslösten. Aber die Gegner wurden als vaterlandslose Gesellen und Verräter verfolgt, was dann die Auslösung des zweiten Weltkrieges zur Vernichtung des Kommunismus ermöglichte. Das Kapital rechnete mit einem Sieg Deutschlands über Russland wie 1. WK, und dass man die resultierende Erschöpfung dieser Staaten dann relativ leicht zur Elimination von Nationalismus und Kommunismus zusammen nutzen könnte. Heutzutage diffamiert man die Gegner von Hysterien als Verschwörer und begegnet ihnen mit Gewalt. Wer da an rationale Diskussion glaubt, ist selbst ein Opfer der Hysterie und Teil des Problems. Die pseudowissenschaftliche Verbrämung von Hysterien hat genau das zum Ziel, und ist auch überhaupt nichts neues. Die Klimaerwärmung durch Heiz- und Abwärme wird von den Klimaschwindlern in ihrer Bedeutung bestritten, weil sie nicht zu einer Katastrophe führt, sondern zu einem Klimaoptimum. Dass Fusionsenergie zu einem starken Rückgang von CO2 Emission führen wird, wird absichtlich nicht beachtet. Die hysterische Grundlage des Klimaschwindels ist aber absolut nicht diskutabel, nämlich dass Kipppunkte zu einer immer weiteren, nicht mehr zu stoppenden Erderwärmung führen.

    1. .
      Quatsch, jedenfalls
      was den 30jährigen Krieg anbelangt. Der wurde von den Jesuiten ausgeheckt (Ferdi II etc), weil Deutschland unter Luther dem Papst gut zur Hälfte von der Fahne gegangen war, und kam sozusagen als Plan B zur Anwendung, nachdem es nicht gelang, das eigentliche Ziel, alles rückgängig zu machen, durchzusetzen; und stattdessen wurde dann Deutschland brutalst möglich abgestraft als Denkzettel dafür, daß es sich vom Vatikan freimachen wollte.
      .

  5. Nochmals für alle Gehirngeschädigten: Es gab 1933 keine Machtergreifung und keine Staatsgründung! Alle Notverordnungen und Gesetze entsprachen seit 1918 den vermeintlich demokratischen Regeln! Es gab allerdings zwei Ausnahmen: zwei Putsche in 1918 und anschließend viele demokratische Morde durch Parteigänger. Dem wurde erst in den dreißiger Jahren Einhalt geboten!

    Auszug aus ogy.de/xmui

    Wenn das Seepferdchen im Hypothalamus geschrumpft ist, siehe folgenden Film http://www.Faktencheck-Mobilfunkstrahlung.de (Wissenschaftliche Studien) dann gibt es KEIN ZURÜCK MEHR. Was kaputt ist, ist kaputt, das Gehirn hat keine Schmerzrezeptoren, das merkt man eventuell erst schmerzhaft, wenn es richtig kaputt ist. Das ist die eine Schädigung, die andere ist die Komponente dazu durch die Plandemie und Verseuchung der Menschen mit Biotechnologie, die genau auf die Strahlungen abgestimmt ist. Die zwei Sachen gehören zusammen!!!

  6. “… denn der zugrunde liegende Mechanismus – die Re-Absorption von der Erdoberfläche ausgehender Wärmestrahlung durch atmosphärische Spurengase wie Kohlendioxid und Methan, deren Konzentration im Industriezeitalter deutlich zugenommen hat – kann physikalisch nicht bestritten werden.”

    Ich weiß nicht, ob es wirklich so einfach ist. Es stimmt zwar, daß IR-Strahlung einer bestimmten Frequenz an CO2-Molekülen gestreut, das heißt im Raumwinkel von 360 Grad wieder abgestrahlt wird, ob das aber wirklich zur Erwärmung führt, müßte erst noch experimentell bewiesen werden. Ein solcher Beweis steht jedoch bisher aus.

    Außerdem sind zwei Dinge wohl unbestreitbar:

    Einmal ist klar, daß die CO2-Konzentration in der Luft schon so groß ist, daß der beschriebene Effekt schon in wenigen Metern über dem Erdboden nahezu vollständig geschieht. Das bedeutet, daß mehr CO2 ändert kaum etwas. Wenn ich z.B. ein Fenster zumauere, dringt kein Licht ein. Wenn ich dann noch einen Vorhang davorhänge, wird es im Raum nicht noch dunkler.

    Zweitens gibt es ohne Frage den Effekt der Vorwärtsstreuung. Die Dichte der Luft nimmt ja bekanntlich mit zunehmender Höhe ab. Das führt dazu, daß ein IR-Photon, das nach oben oben unterwegs ist, mit zunehmender Höhe einen immer längeren Weg zurücklegt, bevor es mit einem CO2-Molekül interagiert, als ein Photon, das nach unten unterwegs ist. Je größer die Höhe ist, in der die Interaktion stattfindet, desto geringer ist daher die Chance, daß die Strahlung am Ende wieder den Erdboden erreicht.

    Fazit: So einfach, wie uns die Klimaalarmisten einreden, ist das alles nicht. Und es ist keineswegs erwiesen, daß CO2 zur Erwärmung führt. Die Klimahistorie spricht im übrigen dagegen.

    Und einfach nur auf Grund von vagen Hypothesen eine ganze Volkswirtschaft zu ruinieren und Millionen von Menschen in die Armut zu treiben, ist einfach nur verantwortungslos

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    1. @daß CO2 zur Erwärmung führt.
      ja ja – kommt erst hinterher – aber die Behauptung ist nützlich – und es geht um Glauben – nicht um Fakten!
      So wie früher die Scharlatane davon geschwärmt haben, daß ihnen der Himmel auf den Kopf fällt, wenn sie nicht opfern, so wird heute die ebenso natürliche Änderung der “Klimate” als verhinderbar betitelt.
      In Wahrheit müßten sie Sonne und das Universum unterwerfen – aber unglücklicherweise sind die Denkbehinderten so zahlreich das man ihnen das erzählen kann.
      Immerhin haben sie so viel Restverstand, das sie nicht noch die abendliche Dunkelheit oder die 6-monatigen Warm- und Kältezeiten als menschengemacht und zu verhinderte Ereignisse verbreiten können!

  7. Mit der spekulativen Gedankenwelt des Autors kann und will ich mich nicht auseinandersetzen. An zwei Stellen drängt sich mir jedoch eine notwendige Präzisierung auf:

    Zitat 1: „…aber in sich höchst widersprüchliche gesellschaftliche Koalition – eine kompromisslose Unterstützung für die NATO und die Ukraine, und sie verbindet dies offen mit der Forderung nach einem Sieg über den Aggressor Russland, dem mindestens die Installation einer prowestlichen Regierung in Moskau folgen müsse. Dagegen steht in Teilen der Opposition eine ebenso extreme Position, die Wladimir Putins Vorgehen kritiklos billigt und ihn sogar als Vorbild und Befreier für Westeuropa sieht.“

    Es gibt keine „NATO“! Zwar gibt es eine Vasallenkonstellation dieses Namens, aber diese steht vollkommen unter der Regie der USA. Diese „NATO“ ist kein Bündnis gleichberechtigter Partner, sondern die Gefolgschaft einer einzelnen Macht – der USA. Der Begriff „NATO“ sollte als Verschleierungstaktik für ein aggressives Angriffsbündnis gebrandmarkt und deshalb von sich um Objektivität bemühenden Urteilenden vermieden werden.

    Selbst hier findet man niemanden, der das Vorgehen Putins kritiklos billigt, sondern in der überwiegenden Zahl nur solche Kommentatoren, die verstehen, warum Putin letztlich aufgrund der Provokationen gar nichts anderes mehr übrig blieb, als militärisch zu antworten. Und wo sollen diejenigen sein, die ihn gar für den Befreier Westeuropas halten? Dies ist kompletter Unsinn. Was in diesem Zusammenhang eingefordert wird, ist lediglich eine eigenständige deutsche Friedenspolitik und ein Bemühen um Verhandlungen zwischen den USA und Russland.

    Zitat 2: „… fast alle gesellschaftlichen Probleme unserer Tage ihre Ursache in einem Hyperliberalismus, der in den letzten 40 bis 50 Jahren fast alle Restbestände eines gesunden Konservatismus aufgefressen hat,“

    Wie man in diesen diesen vielfältigen grün-versifften Verbotsorgien einen „Hyperliberalismus“ ausmachen kann, wird vermutlich nicht nur mir ein Rätsel bleiben. Und schon gar nicht wird mit diesem „Liberalismus“ einem „Markt“ überlassen, was und wie angeboten, genutzt oder verkauft wird. Auf die „alternativlose Planlosigkeit“ (Abschaffung Wehrpflicht, Ausstieg aus „Atom“, Freie Einreise für alle Willigen“ etc. einer Merkel-Ära folgt nun die „alternativlose Planwirtschaft“ der Klima-Exorzisten. Das ist alles.

    Im übrigen möge sich jeder seine eigenen Gedanken machen …