Giorgia Meloni ist in Italien beliebter denn je

Gute Figur: Giorgia Meloni (l.), hier mit Australiens Premier Anthony Albanese (Foto:Imago)

Am 25. September wagte es das italienische Volk doch tatsächlich, trotz eindeutiger Befehle deutscher Haltungsjournalisten und Brüsseler Politkommissare, ein von der „Postfaschistin“ Giorgia Meloni geführtes Rechtsbündnis in die Regierung zu wählen. Ein entsprechender Wahlausgang war zuvor von den „antipopulistischen“ Unkenrufern als Untergang zunächst Italiens, dann der Europäischen Gemeinschaft apostrophiert worden. Doch siehe da: Jetzt, zwei Monate später, ist nicht nur der Rückfall in Mussolinis Zeiten ausgeblieben, der von vielen deutschen Edelfedern herbeigeschrieben wurde. Sondern, O Schreck, Giorgia Meloni erfreut sich auch noch stetig wachsender Beliebtheit. Melonis Fratelli d’Italia liegt laut Umfragen derzeit bei 30 Prozent, vier Prozent über ihrem Wahlergebnis.

Besonders populär ist dabei ihr harter Kurs gegen die illegale Massenmigration. Europäische „Seenotretter“, auch und gerade aus Deutschland, machen sich seit Jahren zu Komplizen von Menschenhändlern, indem sie aus dem Mittelmeer gefischte Migranten, die von den Schlepperbanden dort für horrende Summen ausgesetzt wurden, an Bord nehmen und an EU-Gestaden absetzen – wohl wissend, dass europäische Gutmenschen sie nach Europa, und vor allem ins Sozialstaatsparadies Deutschland, schaffen werden. 57 Prozent der befragten Italiener stimmen Melonis Politik zu, die diesen Wahnsinn beenden will, der Italien zum permanenten Anlaufpunkt für immer neue Menschenmassen macht – selbst wenn konkrete Erfolge bislang ausblieben, was allerdings vor allem an einem taktischen Schwenk der italienischen Regierung geschuldet ist: Wenn Meloni nämlich – entgegen ihrer Ankündigungen und weiter wie bisher – zigtausende Illegale in den Häfen des Landes „ankommen“ lässt, dann vor allem deshalb, weil sie weiß, dass diese auf schnellstem Weg sowieso gen Norden verschwinden – Richtung Deutschland.

Politisches Gespür und Pragmatismus

Italien ist so auf elegante Weise das Problem los, die migrantenlüsterne Ampel kriegt, was sie will, und Meloni kann sich achselzuckend-listig auf die Ausrede zurückziehen, eine Schließung der italienischen Häfen für „private Seenotretter“ sei juristisch und politisch nicht durchsetzbar. Damit beweist Meloni politisches Gespür und Pragmatismus – und denkt vor allem an ihr eigenes Land. Die deutsche Regierung indes zahlt ab sofort jährlich zwei Millionen Steuergelder an die NGO’s hinter den Schlepperschiffen und sorgt so dafür, dass sich noch mehr Migranten auf eine lebensgefährliche Überfahrt begeben.

Zu Melonis Popularität trägt vor allem auch ihre direkte, sich wohltuend vom üblichen Politikergeschwätz unterscheidende Sprache bei. So entgegnete sie trocken auf die Frage von Journalisten, warum sie zum G20-Gipfel auf Bali mit ihrer sechsjährigen Tochter angereist sei: „Ich habe das Recht, eine Mutter zu sein, wie ich es für richtig halte. Ich hoffe, dass diese Antwort genügt, damit ihr euch um wichtigere Themen kümmern könnt, von denen ihr eine vage Ahnung habt.” Die Frau ist zweifellos so klug wie schlagfertig. Doch auch auf außenpolitischer Ebene zeigt Meloni mehr „Cojones”, als ihre gesamten männlichen Amtskollegen Europas (mit Ausnahme Viktor Orbans vielleicht) zusammen in der Hose haben.

Erfrischend respektlos

Mit ungewohnter Deutlichkeit geißelte sie nämlich, erfrischend respektlos, die Heuchelei Frankreichs in der Flüchtlingsfrage und vor allem Macrons Libyen-Politik, die maßgeblich zur Migrationskrise beigetragen hat: „Ich finde es beschämend, dass niemand jemals daran gedacht hat, in dieses öffentliche Dokument einzusteigen und zu den wahren Ursachen zurückzukehren, die das Chaos in Libyen entfesselt und das Einwanderungschaos erzeugt haben, das über uns kommt“, sagte Meloni mit Blick auf bekanntgewordene Unterlagen, die bewiesen, dass Frankreich aus rein machtpolitischen Gründen den Sturz des Gaddafi-Regimes mitbetrieben hatte, um seinen Einfluss in Nordafrika auszubauen.

Dass ausgerechnet der französische Präsident Emmanuel Macron sich – noch vor der Scholz’schen Ampel – zum Chefkritiker von Melonis Migrationspolitik aufgeworfen hatte, hatte zu einer starken Verschlechterung der Beziehungen beider Länder geführt. Wenn es Meloni gelingt, ihren Worten auch noch konkretere Taten folgen zu lassen, dürfte ihre Beliebtheit sich noch weiter steigern. Bis jetzt macht sie fraglos alles richtig.

BITTE BEACHTEN: Klarstellung der Redaktion zu Leserkommentaren

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann freuen wir uns, wenn Sie unsere Arbeit mit einer Zuwendung unterstützen.

12 Kommentare

  1. Tja, solche Leute brauchen wir hier…auch optisch! Wenn ich mir hier die weiblichen und männlichen Politiker so ansehe…schönen Dank! Von Leistung für´s Volk mal abgesehen…die geht gegen Null, wenn nicht sogar in´s Minus!

    15
  2. Mit Georgia Meloni ist es wie mit Viktor Orbán: Je beliebter Regierungschefs bei ihrem Volk sind, um so mehr werden sie von der EU und den links-grünen Regierungen beneidet und gehasst. In Schweden wird es ähnlich laufen – hoffe ich. Und Deutschland? Da fährt jegliche Hoffnung dahin.

    17
  3. Respektlos und respektlos ist nicht dasselbe. Nicht, dass sich deutsche Politdarsteller, und deutsches Volk, so benehmen, dass man sie irgendwie respektieren könnte oder wollte, aber Italien hängst am Geldtropf und die Hände, die einen füttern, permanent zu beissen, ist nicht gerade der klügste Weg.

    1
    11
  4. Nein, nicht die deutsche Regierung zahlt nun jährlich zwei Millionen Steuergelder an die NGO’s hinter den Schlepperschiffen, sondern die deutschen Steuerzahler, die damit manchen ihrer eigenen Mördern die Passage nach Deutschland finanzieren.

    Ich weiß nicht, ob und wieviele „Corones“ (Kronen) Giorgia Meloni hat, aber ganz sicher hat sie die nicht in der Hose wie Männer ihre Cojones.

    14
  5. italien , das land der poesie… kunst und amore
    deutschland , das land der polit-proleten… dummschwätzer , denkverweigerer und vollversager…
    bella italia… tschau dummland…

    16
  6. „So entgegnete sie trocken auf die Frage von Journalisten, warum sie zum G20-Gipfel auf Bali mit ihrer sechsjährigen Tochter angereist sei?“

    Die Frage hätte lauten müssen, was Italien auf dem G20-Gipfel zu suchen hat? Mit viel gutem Willen gehören die noch zu den Top 50.
    Ich messe Politiker ausschließlich an ihren Taten, das Geschwurbel interessiert mich nur, um es an den Taten zu messen. Erklärt hat sie, dass keine illegalen Seeeindringlinge an Land kommen dürfen, getan hat sie das glatte Gegenteil davon. Gewogen und für zu leicht befunden.
    Übermäßig schlau ist es auch nicht, diese kalten Invasoren nach Norden zu senden, denn wenn der menschenfressende, deutsche Übersozialstaat in Kürze zerbersten wird, sind die alle wieder da. Es gibt nur den einen Weg und der lautet: Nein!

    9
    3
  7. Vivrà a lungo + in alto! Grazie signora GIORGIA MELONI, sicuramente anche a nome dei patrioti tedeschi, dei democratici tedeschi!

    Lang + hoch soll sie leben !
    Danke Frau GIORGIA MELONI, sicherlich auch im Namen Deutscher Patrioten,
    Deutscher Demokraten !

  8. Ach hätten wir doch auch solch vernünftige Bürger um diesen faschistoiden Spuk dieser Scholzschen Kasperletruppe zu beenden .

  9. Den zugänglichen Informationen entnehme ich, dass Frau M. Ihre Ansage umsetzt, und keine illegale Migration in ihr Land zulässt. Sie erlaubt nur die ANLANDUNG der Schlepperkähne, deren BEIFANG verbindlich von anderen Staaten übernommen wird. RICHTIG SO. Diese Vorgehensweise steht nicht im Widerspruch zu ihren Ankündigungen. Ganz im Gegenteil. So werden insbesondere die deutschen Moralapostel peu a peu gezwungen, unter dem Druck der Tatsachen den Irrweg der Begünstigung illegaler Migration zu beenden. Für die politische Ausrichtung unseres Landes kann man sich nur fremdschämen.

  10. Wenn Meloni nämlich – entgegen ihrer Ankündigungen und weiter wie bisher – zigtausende Illegale in den Häfen des Landes „ankommen“ lässt, dann vor allem deshalb, weil sie weiß, dass diese auf schnellstem Weg sowieso gen Norden verschwinden – Richtung Deutschland.
    ‐——

    Nun, im Gegensatz zum Autor halte ich das nicht für eine zündende Idee, zumal Frau Meloni klar sein dürfte, dass Deutschland als Zahlmeister für Italiens hohen Lebensstandard ausfallen wird, falls das ,woke Deutschland kollabiert, was unausweichlich passieren wird. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Italien schuldet Deutschland allein aus den Target Salden die unglaubliche Summe von fast 500 Milliarden Euro, also eine halbe Billion!

    Und da ist noch etwas: Frau Meloni ist Mitglied im ,Aspen Institute‘, einem ,Think Tank‘ der megareichen Rockefeller Familie, der zweitreichsten Famililie dieses Planeten. Mehr Globalismus geht nicht!!

    Also, Vorsicht bei der Beurteilung von Frau Meloni. Vielleicht ist sie ja das Trojanische Pferd bzw. ,der Feind innerhalb der eigenen Mauern‘ (the enemy inside the gate), wie ihn schon der grosse Cicero ausgemacht hatte und eindringlich davor (leider vergeblich) gewarnt hatte. Kontrollierte ,Opposition‘ nennt man das.

    Aber jeder Mensch kann sich wandeln, das gilt auch für Frau Meloni. Wir werden sie daher an ihren Taten messen, nicht an ihrem Gerede!

    • Nachtrag:

      Seit Februar 2021 ist sie (Frau Meloni) Mitglied im „Aspen Institute“, ein Think-Tank mit Sitz in Washington D. C. Das Institut ist unter anderem von der Gates Foundation , dem Rockefeller Fonds finanziert, der Carnegie Stiftung (gegründet 1911), der Lumnia Stiftung und der Ford Stiftung finanziert.

      Ein anonymer Twitter-Account aus Frankreich mit größerer Reichweite schrieb am Montag: 

      „Giorgia Meloni, Mitglied des Aspen-Instituts, eines mächtigen Think Tanks, der unter anderem von den Rockfellers finanziert wird. Die globalistischen Puppenspieler platzieren ihre Figuren, ob links oder rechts, nach Belieben, je nachdem, wie sich die Situation in den einzelnen Ländern entwickelt.“

      Das „Aspen Institute“ soll innerhalb der transatlantischen Netzwerke aber eine enorm hohe Stellung haben, weshalb es auch unbekannter als das WEF ist. Der CEO des Intsituts ist Walter Isaacson. Dieser wiederum ist WEF-Mitglied.

Kommentarfunktion ist geschlossen.