Grausamer Verrat: Ausgerechnet der jüdische Präsident der Ukraine verherrlicht Nazi-Kriegsverbrecher und Judenmörder

Grausamer Verrat: Ausgerechnet der jüdische Präsident der Ukraine verherrlicht Nazi-Kriegsverbrecher und Judenmörder

Screenshot aus einem Video auf Selenskyjs offiziellem X-Kanal (Twitter), das ihn zusammen mit dem rechtsextremen Asow-Führer Biletsky zeigt, der von “Untermenschen”, “widerlichen Semiten” und “weißer Vorherrschaft” redet (Foto:ScreenshotX)

Als Komiker fand Wolodymyr Selenskyj Anklang beim Publikum sowohl in den ukrainischsprachigen Regionen im Westen des Landes, ebenso wie in den russischsprachigen Regionen selbst. Er scherzte häufig über seine eigene Identität – als russischsprachiger ukrainischer Staatsbürger jüdischer Abstammung –, um sich für eine Ukraine einzusetzen, in der alle Bevölkerungsgruppen friedlich zusammenleben können. Ihm war dabei bewusst, dass Russland und die Ukraine einen gemeinsamen Ursprung haben: Beide wurden im 9. Jahrhundert in Kiew als Kiewer Rus gegründet. Russen und Ukrainer sind Slawen. Westukrainische Nationalisten, die mit der Nazi-Ideologie der 1930er Jahre –  verkörpert durch den ukrainischen Nationalhelden Stepan Bandera – sympathisieren, sehen sich jedoch nicht als slawische Verwandte der Russen; stattdessen haben sie eine Ideologie zusammengeschustert, die auf einer Art ukrainischer „Herrenrasse“ basiert. Nach einem vom Westen unterstützten Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung 2014 haben sie erheblichen Einfluss in Politik, Militär, Polizei und Geheimdiensten gewonnen.

Direkt in die Kamera appellierte Selenskyj damals an das neue Regime in Kiew, die kulturellen und sprachlichen Rechte des Ostens und Südens zu respektieren. Er erklärte: „Auf der Krim und im Osten wollen die Menschen Russisch sprechen. Lasst sie in Ruhe. Gebt ihnen die Möglichkeit, Russisch zu sprechen, auf einer rechtlichen Grundlage. Die Sprache sollte unser Heimatland niemals spalten“. Ironischerweise wurde das von ukrainischen Nationalisten im Parlament durchgesetzte und vom damaligen Komiker Selenskyj noch kritisierte Gesetz später von ihm als Präsident unterzeichnet: Er selbst ukrainisierte seinen Vornamen, indem er ihn von “Wladimir” zu Volodymyr umwandelte, und erlernte mit Ach und Krach die ukrainische Sprache, um sich dem Zeitgeist zu unterwerfen. Seitdem ist Russisch in der Öffentlichkeit verboten, in Regierungsgebäuden, staatlichen Bildungseinrichtungen, öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Schildern und bei Geschäftstransaktionen – mit Ausnahme privater Gespräche. Paradoxerweise schweigen die westlichen Politik- und Medieneliten auffällig zu diesem kulturellen Genozid in der Ukraine. Dieselben Eliten verweisen ansonsten unermüdlich auf eine angebliche Auslöschung und Unterdrückung von Kultur und Sprache in China, wie etwa im Fall Tibets, die jedoch widerlegt ist.

“Slava Ukraïni” und die Altnazis

Selenskyj spielte eine tragikomische Rolle: Er wurde von einer großen Mehrheit, insbesondere von Millionen russischsprachiger Bürger, zum Präsidenten gewählt, weil er ihnen Verhandlungen und Frieden mit Russland versprochen hatte. Doch schnell erkannte er, dass sein politisches und sogar physisches Überleben durch die Nationalisten bedroht war, sollte er sich ihnen entgegenstellen. Zudem unterstützte der Westen die Nationalisten, da diese als Stellvertreter in seinem Krieg gegen Russland als zuverlässig galten und hochmotiviert eingesetzt werden konnten. Die “New York Times” wusste ganz genau, was vor sich ging, drückte es aber aus opportunistischen Gründen sibyllinisch aus: „Bewaffnete Nationalisten in der Ukraine stellen eine Gefahr dar – und das nicht nur für Russland.“ Der renommierte polnisch-deutsche Historiker und Holocaustforscher Grzegorz Rossoliński-Liebe hält in seinem Buch “Stepan Bandera: The Life and Afterlife of a Ukrainian Nationalist” fest, dass Banderas OUN-B während ihres Zweiten Großen Kongresses im April 1941 „Slava Ukraïni!“ (“Ruhm der Ukraine!”), den heute im Westen kritiklos nachgesungenen und selbst im Bundestag von Vertretern der Unterstützerparteien skandierten Ausruf, als offiziellen Standardgruß einführte, auf den die obligatorische Antwort „Heroiam Slava!“ (“Den Helden Ruhm!”) lauten musste.

Rossoliński-Liebes Buch dokumentiert außerdem, dass dieser faschistische Gruß die verbale Losung mit einer physischen Geste kombinierte, die die Mitglieder gesetzlich dazu verpflichtete, den rechten Arm „leicht nach rechts, leicht über den Scheitel des Kopfes“ zu erheben, während sie die Phrase aussprachen – so wie es die Anhänger von Hitler und Mussolini zu tun pflegten. Sie hatten diesen bewusst und direkt vom Hitlergruß sowie dem römischen Gruß der italienischen Faschisten kopiert und adaptiert. So ist es kaum verwunderlich, dass dieser Gruß nach dem Umsturz von 2014 vom nationalistischen Regime übernommen wurde – und der Slogan heute selbst von dessen Unterstützern im Westen und vor allem in Deutschland, wo jede angebliche “SA-Parole“ oder auch nur leisester Anklang an NS-Diktion hysterisch verfolgt wird, als etwas scheinbar ganz Normales verwendet wird. Die faschistischen Strömungen in der vom “Wertewesten“ als “demokratischer Partner” glorifizierten Ukraine waren so stark, dass selbst der russlandfeindliche Nationalist und erste Ministerpräsident nach dem Putsch, Arseniy Jazenjuk, zum Ziel von Antisemitismus wurde, obwohl er nicht einmal jüdisch ist. So bezeichnete beispielsweise Serhij Ratsuschnjak, Bürgermeister von Uschhorod und ehemaliger Präsidentschaftskandidat, Jazenjuk als „widerlichen jüdischen Freimaurer“ und „unverschämten kleinen Juden“, der „erfolgreich den Dieben an der Macht in der Ukraine” diene und “mit kriminellem Geld” die ukrainische Präsidentschaft anstrebe.

Selenskyj befördert und lobpreist antisemitischen rassistischen Ultranationalisten

Die neuen Helden der ukrainischen weißen Vorherrschaft halten an ihren alten Idealen einer Zukunft in einer „gesäuberten“ Ukraine fest: Frei von russischsprachigen Menschen, Juden und anderen „minderwertigen“ Gruppen. Die Verehrung dieser blutbefleckten Helden ist eine beschämende Entwicklung, die von den westlichen Medien weitgehend ignoriert oder verharmlost wurde. Angesichts der erdrückenden Übermacht der Melnyk- und Bandera-Anhänger im eigenen Land sowie der NATO als ausländischer Einflussfaktor sah Selenskyj offenbar keine andere Möglichkeit, als sich vom friedenssuchenden Vermittler zum unnachgiebigen Hardliner und russlandfeindlichen Kriegstreiber zu wandeln, der dann beispielsweise seine eigene Bevölkerung in Donezk bombardieren ließ – einer Stadt, die nicht einmal an der Frontlinie lag. Er hatte keine Wahl; das von den Neo-Nazis dominierte Regime erwartete dies von seiner Galionsfigur. Und sein letzter Versuch, kurz nach dem russischen Einmarsch im Februar 2022 in Istanbul Frieden mit Russland zu schließen, wurde vom damaligen britischen Premierminister im Namen des Westens vereitelt. Dass man als neuer Kriegstreiber auch zum größten Kriegsgewinnler aufsteigen kann, machte die Kehrtwende umso einfacher.

Die Exhumierung des führenden ukrainischen Nationalsozialisten Andrij Melnyk (nicht zufällig der Namenspatron von späterem banderistischen Botschafter in Deutschland) und seiner Frau von einem Friedhof in Luxemburg, gefolgt von der feierlichen Überführung und Beisetzung ihrer sterblichen Überreste in der Ukraine auf Anordnung des ukrainischen Präsidenten, markiert einen neuen Höhepunkt in der Geschichte des Neonazismus in der modernen Ukraine. Nach der Ermordung des OUN-Gründers Jewhen Konowalez hatte Andrij Melnyk 1938 die Führung der gesamten NS-Bewegung übernommen und erwies sich als einer der treuesten Kollaborateure und Vasallen der Nazis. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg betonte Melnyk gegenüber dem deutschen Außenminister Joachim von Ribbentrop die ideologische Nähe zum Nationalsozialismus und schwor Hitler folgerichtig die bedingungslose Treue. Mitglieder und lokale Milizen Melnyks sowie einzelner OUN-Fraktionen unter der Führung Banderas kooperierten aktiv mit der Wehrmacht während des Einmarsches in die Ukraine ab Juni 1941, unterstützten deutsche Einsatzgruppen im Holocaust gegen die jüdische Bevölkerung (unter anderem durch Hilfspolizeieinheiten) und waren maßgeblich an ethnisch motivierten Massakern beteiligt. Er unterstützte auch die 1943 aufgestellte 14. Waffen-Grenadier-Division der SS „Galizien“. Am 1. Januar 1942, nach dem Massaker von Babyn Jar, bei dem über 33.000 jüdische Frauen, Männer und Kinder ermordet wurden, richtete Andrij Melnyk eine Neujahrsbotschaft an seine Anhänger, in der er die deutschen Truppen als Verbündete im „Kreuzzug gegen Moskau“ bezeichnete.

In der Tradition der Kapos

Zurück ins Jahr 2026: An der staatlichen Gedenkveranstaltung in Kiew Ende letzten Monats war die 3. Angriffsbrigade von Asow auf höchster politischer Ebene beteiligt, obwohl die ukrainischen Streitkräfte aus zahlreichen anderen Einheiten bestehen. Brisant dabei ist, dass Selenskyj den Gründer und Führer dieser neonazistischen Organisation, Andrij Biletsky, der keinerlei formelle Offiziersausbildung besitzt, befördert und sogar zum Brigadegeneral und Kommandanten des 3. Armeekorps erhoben hatte (siehe obiges Beitragsbild. Biletsky hatte sein Leitmotiv wie folgt formuliert: „Die historische Mission unserer Nation in diesem kritischen Moment ist es, die weißen Rassen der Welt in einem letzten Kreuzzug für ihr Überleben anzuführen. Ein Kreuzzug gegen die von Semiten geführten Untermenschen.” Westliche Medien hüllten sich über dieses Ereignis weitgehend in Schweigen. Eine Ausnahme bildete die “New York Times” – eine Zeitung im Besitz einer amerikanisch-jüdischen Familie –, welche Melnyk verharmlosend als „umstrittene Figur“ bezeichnete. Nach dieser Logik wäre wohl selbst Adolf Hitler lediglich eine “umstrittene Figur” gewesen.

Selenskyjs Großvater, Semjon Iwanowitsch Selenskyj, diente in der Roten Armee als Kommandeur eines Mörserzuges sowie später einer Schützenkompanie und wurde für seinen Einsatz hoch dekoriert; Während Semjon an der Front gegen die Wehrmacht und die SS kämpfte, fiel seine Familie dem Holocaust zum Opfer: Die Nationalsozialisten brannten sein Heimatdorf nieder und ermordeten seine Eltern – die Urgroßeltern des heutigen Präsidenten –, die bei lebendigem Leib verbrannt wurden. Für seine Verdienste wurde Semjon Selenskyj noch vor wenigen Jahren von seinem Enkel Volodymyr öffentlich gerühmt. Heute würde sich der Großvater wohl vor Scham über seinen Enkel im Grab umdrehen und ihn vermutlich als „Kapo“ beschimpfen; ein Begriff, der ursprünglich für jeden “Funktionshäftling” (ob jüdisch oder nicht-jüdisch) galt, der von der SS als Barackenaufseher oder Arbeitsvorarbeiter in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern eingesetzt wurde, der sich jedoch innerhalb der jüdischen Nachkriegsgesellschaften vor allem osteuropäischer Staaten dann zu einer – seither tiefgreifend instrumentalisierten – Beleidigung entwickelte. Er gilt heute weithin als das härteste und schwerste Schimpfwort, das eine jüdische Person gegen eine andere richten kann. Selbst der polnisch-jüdische Historiker Emanuel Ringelblum, der die geheimen Untergrundarchive im Warschauer Ghetto gründete, würde dem zustimmen. Schließlich verurteilte er die Grausamkeit der jüdischen Ghettopolizei (“Jüdischer Ordnungsdienst”) mit den Worten: “Ihre Brutalität ist zeitweise größer gewesen als die der Deutschen, Ukrainer und Letten”. Am schlimmsten dabei: Es waren Juden, die anderen Juden dies antaten. Selenskyjs Komplizenschaft mit historischen Figuren wie Melnyk – einem führenden Kollaborateur der Nationalsozialisten und Mitverantwortlichen für Massenmorde an Juden und Polen – wiegt vor diesem Hintergrund umso schwerer.

7 Kommentare

  1. Das ist nicht unser Problem.
    Warum lösen die ihre Probleme nicht selber?
    Wir haben selbst genügend Probleme. Wer löst die für uns?

  2. Ich verstehe überhaupt nicht mehr, was in der Ukraine überhaupt abläuft.
    Nichts passt da zusammen.

  3. In der Ukraine hat die Verherrlichung und Verehrung des Nazitums in weiten Teilen Tradition. Stepand Bandera – ein rechtsradikaler – ist dort ein Volksheld. Die Azov-Brigaden sind die Leute, die Selenski kontrollieren und an der Macht halten. Das Hakenkreuz ist in der Ukraine bei den dortigen Brigaden noch häufig hzu finden. Eine ARD-Doku von 2014 zeigte diese Nazis in der Ukraine recht deutlich – im Zuge der völligen Unterstützung der „braven“ und „demokratischen“ Ukraine wurde diese Doku jedoch entfernt. Man findet sie aber noch auf Odysee: https://odysee.com/Nazis-in-der-Ukraine-ARD-Doku-von-2014-360p-hls-(1):a

  4. Es ist schlimm sowas zu lesen, noch schlimmer, Selnski wird heute aller Orten gefeiert. Allerdings ist das alles nicht neu für mich – habe ich schon beim Schweizer „Infosperber“ gelesen, den ich regelmäßig bekomme.