Grüner Missbrauch deutschen Liedguts: Alte weiße Frauen zum Fremdschämen

„Kein schöner Land“: Szenen aus dem grünen Wahlvideo (Screenshots:Youtube)

Für Deutschland und Vaterlandsliebe, die Robert Habeck stets zum Kotzen fand, Heimat und Traditionen haben die Grünen gefühlt deutlich weniger übrig als für afghanische Gotteskrieger und Opiumbauern. Vor allem mit Volksliedern – zumal aus einer Zeit, da die Einwohner dieses Landes noch unkompromittierte Liebe für ihr eigenes Land empfanden durften (und nicht vor allem der Islam, sondern hier geborene und christlich geprägte Deutsche zu Deutschland gehörten), kann man sie üblicherweise noch schneller verjagen, als Stadttauben mit Böllerschüssen. Das hindert die im Sinkflug begriffene Partei jedoch nicht, sich im Wahlkampfendspurt an musikalischen Versatzstücken des 19. Jahrhunderts zu vergreifen. Das Resultat ist eine an Peinlichkeit nicht mehr zu tippende Coverversion von „Kein schöner Land“ mit geändertem Text. Noch irrer als die woke-linkische Neuinterpretation selbst aber sind die Rassismus-Vorwürfe gegen das Lied von Seiten der SPD.

In dem seit vorgestern schnell viral gegangenen Clip, der von praktisch jedem mit einer ähnlich klamm-verlegenen Faszination betrachtet wurde, mit der sich Gaffer an einem  Verkehrsunfall vorbeischleichen, trällern mehrheitlich postklimakterische grüne Landfrauen oder Omas gegen CO2, Rechts und Sonstiges mit schiefen Tönen neugetextete Strophen herunter, gemeinsam im Wechsel mit wahltaktisch zusammengewürfelten Vertretern jener deutschen Zukunftsgesellschaft, von dem Grüne träumen: People of Color, Flüchtlinge, Muslime, Exoten. Im Video liegen sie jedoch nicht mehrheitlich dem Staat auf der Tasche, sondern strotzen nur so vor Aktivität, Kreativität und „zivilgesellschaftlichem Engagement“: Die einen bauen ökologisches Gemüse an, andere sammeln Müll am Meer, demonstrieren fürs Klima, drücken Schul- oder Werkbänke oder verausgaben sich in der Pflege. Dazwischen wird gegrillt und gelacht.

Das Bewusstsein bestimmt das Unwohlsein

Das typische Deutschland und seine bunten Fachkräfte eben, so wie es sich tonangebende „Wohlstandsrentne*Innen“ ausmalen. Mit der Realität hat dies weniger zu tun als Kabul mit Sankt Pauli, doch weil bei Grünen-Wählern nicht das Sein das Bewusstsein bestimmt, sondern umgekehrt, fällt dies nicht weiter auf. Für die Zuschauer bzw. Zuhörer dieser Art von Wahlwerbungsfolter könnte man treffender sagen: Das Bewusstsein bestimmt das Unwohlsein. Sogar die grüne TV-Köchin Sarah Wiener entblödet sich nicht einer kurzen Gesangseinlage, ebenso wie Parteichefin Annalena Baerbock. In Missklängen ertönen geradebrechte Umdichtungen wie: „Fürs Leben ist es hier zu warm„, oder „Es regt sich Aufbruch weit und breit. Auf neuen Wegen, bleiben nicht stehen, in dieser Zeit„. Eines ist sicher: Der Heimatschriftsteller Anton Wilhelm von Zuccalmaglio alias Wilhelm von Waldbrühl, der das Lied 1840 auf dem Höhepunkt der Spätromantik schrieb, rotiert im Grabe.

Und während sich Normalfühlende, heimatverbundene Konservative und hier naturalisierte Deutsche mit persönlichem Bezug zu Heimat und Geschichte mit Grausen abwenden angesichts dieser Verhöhnung deutschen Kulturguts und der alptraumhaften grünen Zukunftsvision unseres Landes, geht sie öffentlich-rechtlichen Hetzkoryphäen wie Jan Böhmermann nicht weit genug. Ihm und seinesgleichen ist bereits die Themenauswahl zu toxisch, da angeblich zu CDU-nah. So sieht das auch Melanie Amann vom „Spiegel“, eine Salonlinke, die selbst gut in die Hobbysingerauswahl des Spots hineingepasst hätte: „Heimatliebe, Grillfleisch, Landwirte, Handwerk, Kirche, Fußballverein – alle Herzensthemen drin im neuen CDU-Spot!„, twittert sie. Irre komisch, doch ihre Ironie fällt ins Leere – vor allem vor dem Hintergrund, dass zwischen CDU und Grüne programmatisch heute kein Blatt mehr passt. Zumindest was die zeitnahe Dekonstruktion all dessen anlangt, das in diesem Land bis jetzt noch irgendwie funktioniert, von Sozialsystem über Energieversorgung bis hin zum Verbrennungsmotor.

Heftigeres Friendly fire aus dem linken Lager kam jedoch von Seiten der SPD: Der stellvertretende Chef der nordhessischen Jusos, ein gewisser nicht-binärer Cis-Mann mit Migrationsgeschichte namens Liban Farah, moserte auf Twitter über die oben beschriebene Weißen-Lastigkeit der Spot-Mitwirkenden: „Weißes Bildungsbürgertum, weiße Lehrerin, weißer Mann (!) der Fleisch grillt (…).. ach ja und ein Schwarzer der gerade ne Ausbildung macht (natürlich Handwerk) und ein PoC der Fußball spielt (?)„, so seine wirre Kritik. Zumindest funktioniert hier noch die positivrassistische Farbwahrnehmung.

4 KOMMENTARE

  1. Beim nächsten derartigen Werbefilmchen sollten die Macher einen singenden PoC im Arztkittel und mit Stetoskop um den Hals abbilden. Oder einen PoC in Anzug mit Krawatte und mit Dreadlocks, der aus dem Hauptportal einer Konzernzentrale trällernd auf seine S-Klasse mit (weißem) Chauffeur zugeht.

    Dann ist auch ein Liban Farah zufrieden.

  2. Sollten die Grünen diese Wahl gewinnen, dann kommt eine Mindergebildete Frau an die Regierung.
    Zusätzlich eine Menge Deutschlandhasser.
    z.B. Roth und Habeck.
    Neigen die Deutschen zum Selbstmord?

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