Gulf Christmas: Sichere Weihnachtsmärkte im muslimischen Morgenland



Gulf Christmas: Sichere Weihnachtsmärkte im muslimischen Morgenland

Weihnachtsmarkt in Dubai: Feststimmung ohne Sicherheitsbedrohung unter Palmen (Foto:ScreenshotYoutube)

25 Grad, angenehm warm. Kurze Ärmel. Und dann plötzlich Weihnachten – mitten in Dubai, mitten in Abu Dhabi. Riesige Weihnachtsmärkte tauchen zwischen den Wolkenkratzern auf wie aus dem Nichts. Lichter. Christbäume. Weihnachtsmusik. Ein deutsches Urlauberpaar bleibt stehen. Sie schauen sich an. Staunen, offene Münder. So etwas haben sie hier nicht erwartet. Der Duft von Zimt und gebrannten Mandeln liegt in der Luft. Es riecht eindeutig nach Weihnachten. Alkoholischen Glühwein gibt es zwar nicht, stattdessen dampft Kinderpunsch aus großen Kesseln. Warm. Süß. Harmlos. Die Stimmung passt trotzdem – oder gerade deshalb. Niemand vermisst etwas.

Am Holzkohlefeuer brutzeln Rostbratwürste. Deftig. Vertraut. Nur eben Fleisch vom Kamel. Ein kurzer Moment des Zögerns. Dann der erste Biss. Überraschung: Es schmeckt wie in Nürnberg. Das Ketchup kommt aus Amerika. Zwischen Lichterketten und Tannenbäumen stehen Männer in langen weißen Gewändern. Ruhig. Für einen Augenblick fühlt es sich an, als sei man 2.000 Jahre zurückversetzt, in die Zeit der Geburt Christi. Ausgerechnet hier bekommt Weihnachten wieder eine Nähe, die man im christlichen Abendland seit langem vermisst.

Schizophrene Entwicklung

Und dann fällt es auf: Es fehlen die Begleiterscheinungen, die man aus Deutschland kennt und an die man sich leider längst gewöhnt hat: Keine Betonpoller. Keine Sperrgitter. Keine schwer bewaffnete Polizei. Keine Messerverbotsschilder oder ständige Erinnerung an Gefahr. Kinder laufen frei herum, Eltern schauen nicht besorgt dauernd über die Schulter. Frauen fühlen sich sicher. Man schlendert unbeschwert, bleibt stehen. Man genießt. Die Einheimischen und auch die lokalen Tageszeitungen in Dubai empfehlen diese Weihnachtsmärkte ganz selbstverständlich – als exotisches Brauchtum der Immigranten, aber auch als Ziel für Familienausflüge der eigenen Bevölkerung. Als Freude. Als Erlebnis. Ohne Warnhinweise. Ohne Sicherheitsappelle. Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten als eines der sichersten Länder der Welt – und genau so fühlt es sich an.

Es ist eine schizophrene Entwicklung: Während immer mehr fundamentalistische und mit der westlichen Kultur inkompatible Muslime aus islamischen “Shithole Countries” ins (noch) christliche Europa strömen und dort die Orientalisierung und Arabisierung der Städte vorantreiben, während Europa seine Kultur täglich mehr verliert, da leben christliche Traditionen ausgerechnet hier in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf. Hier ist der Islam zwar ebenfalls Staatsreligion, aber die harte Hand westlich orientierter, kapitalistischer Herrscherfamilien sorgt für Freiräume.

Über ein Dutzend große Weihnachtsmärkte in den VAE

Unser Urlauberpaar ist beeindruckt – und irgendwann kommt der Gedanke ganz von selbst, Leise, fast wehmütig: So müsste es in der Heimat wieder sein. In Magdeburg. In Erfurt. In Nürnberg. Weihnachten als Fest. Nicht als Hochrisikozone oder “Sicherheitslage”. Fröhlich. Offen. Und ohne Merkelpoller.

 Doch das wird es nicht, nie wieder. Dafür wird das, was in Deutschland verlorengegangene ist, ausgerechnet in der exotischen Ferne konserviert. Die Urlauber verstehen die Welt nicht mehr.

Die Zahl der Weihnachts- und Wintermärkte in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Gab es früher nur wenige, eher touristische Veranstaltungen, die meist in Hotels oder Einkaufszentren organisiert wurden, finden 2025 allein in Dubai und Abu Dhabi mehr als ein Dutzend offiziell beworbene Märkte und Winterfeste statt, von Jumeirah über die Expo City bis hin zu Yas Island. Diese Märkte ziehen jedes Jahr sehr viele Besucher an; Residenten und Urlauber aus Europa, Asien und dem Nahen Osten gehören ebenso dazu wie Einheimische. Manche Weihnachtsmärkte werden ga von mehreren hunderttausend Menschen besucht, getragen von dem anhaltend starken Tourismusboom in den Emiraten.

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8 Antworten

  1. Ob die Muslime auch so tolerant und treudoof reagieren, wenn mal was passiert?? Oder ob man da mit Steinigungen oder öffentlichem Kopf-ab-Schneiden ganz schnell bei der Hand ist?? Schon bei weniger…

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  2. Wieviele „Flüchtlinge“ haben die Emirate bei sich aufgenommen?
    Ich vermute keinen einzigen.

    Wieviele „Flüchtlinge“ in Deutschland stammen aus den Emiraten?
    Ich vermute kein einziger.

    Welcher Deutsche möchte in die Emirate auswandern?
    Wieder vermute ich kein einziger.
    😜

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  3. @Sichere Weihnachtsmärkte im muslimischen Morgenland
    ja – aber da haben sie eine Regierung, die ihr Volk schützt und Verantwortung ausübt und nicht verrät – das macht einen Unterschied !

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  4. Es scheint, dass der Multikulti-Traum eines euröpäischen Islam nicht nur ausgeträumt, sondern (durch die konzertierte Dummheit von Bevölkerung und „Eliten“) ins Gegenteil umgeschlagen ist. Europa ist inzwischen das Refugium, wo die Ideologie „Islam“ sich em ehesten fundamental austoben kann.

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  5. Es fängt immer klein an, in Australien wie in Europa oder den USA. Von Belästigungen und Angriffen über Raub und Betrug und täglichem Kleinterror gegen die einheimischen Bürger bis hin zu grossen Anschlägen. Wie wohl das grosse Finale ausfallen wird.
    „was a physical altercation on 4 December between a group of youths of Middle Eastern descent and lifeguards at Cronulla beach, following reports of assault of lifeguards and harassment by „young Lebanese men.
    (Cronulla riots-Wikipedia)

    1. Ich war mal über die Weihnachtszeit in Doha zum Arbeiten. Die Weihnachtsdekoration der Konsumtempel, Hotels und in der Stadt war überwältigend. Das bekommt Berlin nicht (mehr) hin!

  6. Was wunderts? Die geistig minderbemittelten, die Straftäter, die Fanatiker wurden zum Dschijhad in die Welt gesandt. Auf daß der ganze Erdball (oder ists bei denen noch ne Scheibe) in den Islam driftet.. Dann wirds für alle lustig.