Gut geplant ist halb erfroren

Gut geplant ist halb erfroren

Drittwelt-Flair und stimmungsvolles Beisammensein im CO2-neutral „entstromten“ Berlin Anfang Januar (Foto:ScreenshotYoutube)

Liebe Leser, erwarten Sie von mir heute bitte nicht die neuesten medizinischen Bulletins aus dem amerikanischen oder dem europäischen Irrenhaus. Denn während ich gerade zu Ihnen spreche, haben sich die Dinge schon wieder zu noch Irrerem gewandelt, und die einzige Form des Überlebens besteht zur Zeit eigentlich nur noch darin, sich durch die Irren nicht selbst irre machen zu lassen. Holen wir also einfach mal Luft, schalten wir das Internet aus und lassen wir für fünf Minuten Ruhe einkehren in unser gequältes Gehirn!
Un auch wenn Ihnen der Zusammenhang vielleicht nicht sofort geläufig sein sollte, wollen wir uns stattdessen lieber einmal der alles entscheidenden Frage zuwenden, warum das Römische Reich in doch relativ kurzer Zeit untergegangen ist.

Der britische Historiker Edward Gibbon hat dazu im späten 18. Jahrhundert eine interessante Theorie aufgestellt: Es sei vor allem das Christentum gewesen, das durch die Hoffnung auf bessere Zeiten nach dem Tode zur alles hinnehmenden Demut und Verweichlichung der alteingesessenen Römer beigetragen hatte. Nach dem Motto: Wenn es im Diesseits mit der Verteidigung des Landes gegen die eindringenden Barbaren nicht klappt, dann winken uns – nachdem wir alle und alles verloren haben – wenigstens im Jenseits reiche Beute, Kriegsglück und ewiges Leben. Hat Gibbon recht oder nicht? Ich fühle mich außerstande, diese Frage zu entscheiden. Aber es ist doch faszinierend, wie unverdrossen die menschliche Rasse trotz des Menetekels an der Wand, ja selbst im Augenblick des eigenen Absturzes, den einmal eingeschlagenen unheilvollen Weg stur weitergeht.

Lustiges Feuerchen in einer Berliner Stromkabelbrücke

Dies entweder zugedröhnt mit Chemie oder in der vagen Hoffnung, für ihre Dummheit wenigstens im Nachhinein durch Wiedergeburt oder ewiges Lebens belohnt und für die Selbstzerstörung reichlich entschädigt zu werden. Alles nach dem Leitmotiv des sich vom Dach des Hochhauses stürzenden professionellen Selbstmörders, der sich beim Vorbeiflug am 21. Stockwerk tröstet: Bis jetzt jetzt ist doch alles gut gegangen… Irgendwie war Gibbon selber zum Schluss auch nicht mehr so ganz von der Richtigkeit seiner These überzeugt. Aber würde er heute einen Blick auf Deutschland und vor allem auf Berlin werfen können so könnte es gut sein, daß er seiner Theorie wieder ein bisschen mehr abgewinnen könnte.

Dort nämlich haben sich am 3. Januar diesen Jahres um 6 Uhr morgens einige jahrzehntelang von den Berliner Wählern gehätschelte, bezahlte und gepflegte Wohlstandslinke für das Ihnen seitens ihrer Wohltäter entgegengebrachte Wohlwollen mit einem lustigen kleinen Feuerchen in einer Stromkabelbrücke bedankt und sich anschließend köstlich über die behenden Tanzschritte der Betroffenen zur Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Körperwärme amüsiert.

Wumms! Da war dann mal der Strom weg (Screenshot:Youtube)

Ein Blick auf die Berliner Wahlergebnisse zeigt, wie minutiös die Wähler des betroffenen Bezirks respektive der ganzen Stadt dieses Terrorereignis geplant und vorbereitet haben: Damit nichts, aber auch wirklich gar nichts schief geht, durften sie – nach überlebter Merkeldiktatur und der von der CDU losgetretenen, von den Linksparteien unterstützten Migrantenschwemme – nach einem desaströsen Wahlchaos im Jahr 2021 zwei Jahre später noch einmal wählen. Und, was soll ich Ihnen sagen: Folgerichtig haben sie wieder Rot-Grün und der im Bund hoffnungslos abgewirtschafteten CDU ihre Stimme gegeben… und das, obwohl damals bereits eine Partei als Alternative zur Wahl gestanden hatte.

Nach dem Grundsatz “man bekommt, was man bestellt hat” waren die grüne Steglitzer Bezirksbürgermeisterin Schellenberg und ihr rot-grünes Politbüro denn in der Folge beim Stromausfall vor knapp drei Wochen denn auch völlig überfordert. Immerhin haben sie nach ihren (wenn auch eher bescheidenen) Kräften versucht, das Schlimmste aus der Sache herauszuholen: Viele Stunden lang hatten sie sie sich geweigert, die Folgen des Terroranschlags als Großschadensereignis zu erklären. Nachfolgend also das Ergebnis dieser gehirnzermarternden Krisenbewältigung (Ich muß Sie, liebe Zuhörer, übrigens bitten, sich beim Anblick dieser Dame ruhig und gesittet zu verhalten; Weder ihr Hund noch ihr Fernseher haben es verdient als Blitzableiter Ihres unbändigen Frustes herhalten zu müssen:

Es muss an dieser Stelle allerdings anerkannt werden, dass vereinzelt und punktuell durchaus auch schnell und entschlossen gehandelt wurde: So waren die Bewohner eines Asylantenheims bereits innerhalb von zwei Stunden evakuiert, und eine alte Rentnerin wurde schon nach nur einem Tag erfroren in ihrer Wohnung aufgefunden. Der von den Berlinern mit erstaunlicher Mehrheit gewählte ehemalige Versicherungsvertreter und jetzige Regierende Bürgermeister der Stadt hat denn auch nichts unversucht gelassen, die Erwartungen seiner Wähler mit Leben und Aktivität zu erfüllen:

Kai Wegner (Screenshot:Facebook)

Zusammen mit dem nachhaltigsten Ergebnis seiner ersten Amtshandlungen – seiner Beziehung mit der CDU-Parteifreundin und Schulsenatorin Katharina Günther-Wünsch – belegte er wieder einmal die Erkenntnis, dass schweißtreibendes partnerschaftliches Hallentennis während eines Großschadensereignisses selbst bei zweistelligen Minus-Außentemperaturen zu einem Testosteron- und Wärmeboost führt, der jedes dieselbetriebene Notstromaggregat alt und impotent aussehen läßt.

(Fotos:ScreenshotsX)

Nicht nur die Berliner CDU, sondern sogar der ukrainische Bundeskanzler war von diesem die bürgermeisterlichen Kniegelenke nicht schonenden Einsatz so beeindruckt, dass er – wahrscheinlich zum ersten Mal in seiner politischen Karriere – der reinen Wahrheit die Ehre gab: “In den Abläufen ist nichts zu kritisieren. Wir hätten das wahrscheinlich nicht viel besser machen können”, würdigte Friedrich Merz das aufopfernde Krisenmanagement seines CDU-Parteifreunds Wegner.

Erschreckend war hingegen, wieder einmal mitansehen zu müssen, wie recht extreme Element wieder einmal versuchten, den über Jahrzehnte geplanten Berliner Energiekollaps zur Information der Bevölkerung zu missbrauchen: So war sich die AfD nicht zu schade, darüber zu informieren, dass das Technische Hilfswerk seit 2022 nicht weniger als 1.700 (in Worten: eintausensiebenhundert) Notstromgeneratoren an die Ukraine geliefert hat. Das Bundeinnenministerium hat diese Behauptung umgehend mit aller Entschiedenheit und aufs Schärfste bestätigt.

Frieren in der Turnhalle

Allerdings mit dem Hinweis, dass in Berlin doch schließlich immerhin 40 Aggregate in Betrieb gewesen seien – was doch absolut ausreichend für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen ist! Aus diesem Grunde mussten die teils sehr alten und teilweise schwerstpflegebedürftigen Bewohner zweier Pflegeheime auch nicht evakuiert werden, sondern wurden lediglich in einer Turnhalle zwischengestapelt.

Alles in allem findet die Mehrheit der Berliner Wähler die über 100.000 sich zu Tode frierenden Menschen mit drei tatsächlichen Todesopfern nicht wirklich arm und offensichtlich auch nicht sexy genug – und sieht deshalb einer Umfrage zufolge nun auch keinerlei Grund für irgendwelchen Rücktritte. Die seinerzeit zur Rückgabe ihres Doktortitels (in Berlin übrigens ein zwingend karrierefördernder Vorgang) genötigte zweite Bürgermeisterin Franziska Giffey ließ es sich ihrerseits nicht nehmen, die folgende frohe Botschaft den Frierenden selber mitzuteilen:

Franziska Giffey (Foto:ScreenshotX)

Wenn die Leute schon weder Strom noch Heizung haben so sollen sie wenigstens dafür zahlen müssen. Einige Hotels hatten sich in einer wegen der fehlenden konkreten Unterstützung durch die Politik völlig chaotischen Selbsthilfeaktion zu Sonderkonditionen für frierende Steglitzer hinreißen lassen: ab 70 Euro die Nacht, inkl. Frühstück. Nach oben waren keine Grenzen gesetzt. Der angeblich kostenmindernde Buchungscode war, wie Nachforschungen ergaben, den meisten Hotels zudem gänzlich unbekannt.

Frau Giffey hat nach Berliner Maßstäben durchaus politisch klug und vorausschauend gehandelt: Sie darf fest darauf zählen, dass sich bei der nächsten Wahl die Berliner Terror-Geschädigten dankbar daran erinnern werden, endlich einmal in einem 5-Sterne-Hotel für nur 192 Euro die Nacht residieren zu dürfen. Man spricht bereits von einer möglichen absoluten Mehrheit für die Berliner SPD. Doch, wie gesagt – diese Stadt ist pleite, baufällig und dysfunktional.

Rot-Rot-Grün und alles wird gut!

Aber das ist von ihren Bewohnern über viele Jahre so geplant und gepflegt worden. Wenn man den Umfragen glauben darf, so werden die Berliner bei der nächsten Wahl endgültig Nägel mit Köpfen machen: Aller Voraussicht nach wird es eine Rot-Rot-Grüne Stadtregierung geben.

So soll verhindert werden, daß die Brandsatzleger zukünftig unter ähnlich unzumutbaren Arbeitsbedingungen verbunden mit sexueller Diskriminierung ihr revolutionäres Werk verrichten müssen. Fahndungsaufrufe werden dann endlich artgerecht gegendert werden. Belohnungen zur Ergreifung der Täter auszusetzen, stößt bereits jetzt auf technische Schwierigkeiten da die hierzu nötigen Mittel schon für die Förderung des Kampfes gegen Rechts und Gesetz verplant sind. An den verschiedenen denkbaren Szenarien, eine bereits existierende und anderswo hochgeschätzte Partei-Alternative bei den kommenden Wahlen im September herauszubetrügen, wird derzeit noch gearbeitet.

(Screenshot:Facebook)

Für Links friert (und stirbt) man doch gern – umso mehr, als es im zweiten, jenseitigen Leben dafür richtig wohlig-warm wird! Zumal, wenn man wegen der paar unvermeidlichen tödlichen Terroropfer vorher noch durchs Fegefeuer muß. Aber so weit ist es noch nicht… denn: Gut geplant ist eben nur halb erfroren!

8 Antworten

  1. „Ich kann nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es besser werden soll“.  (Georg Christoph Lichtenberg)

    „Das Zitat „Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient“ (Original: „Toute nation a le gouvernement qu’elle mérite“) stammt vom französischen Diplomaten Joseph de Maistre und drückt aus, dass ein Volk die Herrschaft bekommt, die es durch seine Haltung, seine Gleichgültigkeit oder seinen Widerstand herausfordert und akzeptiert. Es wird oft in Verbindung mit politischer Verantwortung der Bürger und dem Zustand einer Gesellschaft gesehen. Es impliziert eine Schuld oder Verantwortung der Bevölkerung für ihre gewählte oder geduldete Regierung, da diese oft ein Spiegelbild der Gesellschaft ist.“ (Quelle: google.com)

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    1. Und Leipzig. Göttingen. Köln. Etcuswpp.
      Es gab auch schon außerhalb des Buntesmolochs schon eine ganze Reihe Anschläge auf die Infrastruktur, Strom wie Schiene.

  2. Leider ist es doch so, der, die, das Deutsche wollen es doch genau so. Sie regen sich auf und lamentieren, doch letztendlich wollen sie das System nicht ändern. Lieber frieren und hungern sie, als dass sie die Zerstörer abwählen und ihre Handlanger hängen. Das System überlebt so oder so! Denn der deutsche MIchel ist obrigkeitshörig, er kann gar nicht selbstständig denken. Das ist genetisch bedingt und seit Generationen gewachsen. Was der Michel braucht ist Fressen, Saufen, Ficken, Auto, Urlaub und Fußball. Wer braucht da Strom? Und ich bin mir sehr sicher, dass das die Politdararsteller in Berlin und Sonstwo auch genau wissen. Deshalb liefern sie das, was der Michel will. Und solange die Sechs Gebote der Deutschen irgendwie geliefert werden, ist der Michel, bzw. die Mehrheit der bio deutschen Bevölkerung sehr sehr zufrieden.

  3. Ich habe immer gesagt: der deutsche Michel schläft unter der Brücke bei null Grad, hat nichts zu essen, aber dann sagt er- “ ich war und bin ein guter Bürger und tue immer das, was der Beamte mir sagt §. So siund die Wahllemminge hier — einfach irre im Irrenhaus Absurdistan

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  4. Wer vom Hochhaus springt, kann auch mit den Armen wedeln und versuchen zu fliegen.
    Er hat eh nichts mehr zu verlieren.

  5. Ein köstlicher Kommentar zur Berliner Misere, die freilich beispielhaft für ganz Deutschland ist. Danke Josef!