Sonntag, 3. März 2024
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Habeck und die abgestraften Grünen: Die Beleidigten

Habeck und die abgestraften Grünen: Die Beleidigten

Frustriert über den Frust der von seinem Pfusch Gefrusteten: Habeck (Foto:Imago)

Noch nie war es so einfach, Kritik abzuschmettern wie heute – Narzissmus und “Cancel Culture” bieten eine ideale Grundlage für beleidigtes Schmollen. Man muss nur den Kritiker oder sich selbst einem bestimmten Lager zuordnen und fertig ist der (fast) perfekte Schutzwall gegen jegliche negative Einschätzung. Das ist bequem und lässt sich leicht hinter scheinbar ehrenwerten Absichten verstecken. Vor allem, wer sich in die breite Öffentlichkeit begibt, erleidet erst einmal einen Schock: Ideen, die im Kreis der Freunde und Gleichgesinnten mit begeisterter Zustimmung oder zumindest höflichem Schweigen bedacht wurden, stehen plötzlich auf dem Prüfstand. Das ist hart, plötzlich tauchen Einwände auf, mit denen man niemals gerechnet hätte – wie können diese Menschen nur so kleinlich sein und das geniale Projekt so in der Luft zerreißen?

Aber natürlich kann ich mit Kritik umgehen. Sie hilft mir, meine Arbeit zu verbessern.” Dem würde auch ich in einem Vorstellungsgespräch nur aus taktischen Gründen zähneknirschend zustimmen. Denn gerade, wenn ich viel Herzblut in ein Projekt gesteckt habe, bricht erst einmal eine Welt zusammen – es ist eine eiskalte Dusche für das Selbstbewusstsein. Nach außen hin mutiere ich zur beleidigten Diva, aber der Kopf rattert: Hat mein Kritiker wirklich recht oder will er mich nur “runtermachen”? Für den Narzissten oder Ideologen stellt sich diese Frage aber gar nicht erst. Für ihn steht fest: Der Kritiker kann gar nicht recht haben – er muss aus niederen Gründen heraus handeln. Also rasch in eine Schublade mit ihm!

(Screenshot:Merkur)

Bei Grünen und Klimaaktivisten kommt dazu auch noch der missionarische Gedanke, ganz allein die alleinseligmachende Wahrheit zu vertreten. Ob Diskussion über Habecks Heizungsgesetz oder Klebeaktionen auf der Straße, da wird nicht mehr getrennt zwischen der Qualität der Idee und den Gepflogenheiten der Demokratie, in der man den Rest der Bevölkerung nun einmal davon überzeugen muss, um eine Mehrheit für sich zu gewinnen. Beklagen wir den angewandten Zwang, halten sie uns entgegen, die Wärmepumpe sei die genialste Idee aller Zeiten. Selbst wenn es so wäre – woran es berechtigte Zweifel gibt – würden Demokraten für den Einbau werben, anstatt ihren Einbau in jedes Haus zu erzwingen. Es hat etwas von Erich Mielkes “Aber ich liebe doch alle Menschen!” – das “Gute” rechtfertigt es, über Leichen zu gehen. Und der angeblich bevorstehende Weltuntergang erst recht.

Um diesen Widerspruch aufzulösen, muss der Kritiker mit Unrat beworfen werden. Auf der Sachebene könnte er eventuell Punkte in der Öffentlichkeit machen, also gilt es, ihn als Person zu delegitimieren. Wer sich nicht für Annalena Baerbocks kuriose Auftritte begeistern kann, muss ein Frauenhasser sein. Kritik an der Graichen-Connection ist grundsätzlich rechts motiviert und von Russland gesteuert. Und auf internationaler Ebene erwischt es gerade Elon Musk, der George Soros antisemitisch beleidigt haben soll. Durch einen Vergleich mit dem – tatsächlich jüdischen – Filmschurken Magneto aus der Serie “X-Men“. An Magnetos Stelle wäre ich nun auch wütend auf Musk. Nun sind tatsächlich Frauenhasser, Rechte und Antisemiten unter den Kritikern von Baerbock, Graichen und Soros. Im Umkehrschluss bedeutet das aber nicht, dass alle Kritiker unrecht haben. Im Falle von Baerbock und Soros sollte zu Aufklärung des Sachverhalts die ehrliche Beantwortung folgender Frage ausreichen: “Hätte ich dasselbe Verhalten auch bei jedem anderen bemängelt?” Auch “rechts” zu sein bedeutet nicht, im Falle offensichtlicher Vetternwirtschaft den Mund halten zu müssen.

Klüngel bleibt Klüngel

Weder Putin noch die AfD haben Patrick Graichen gezwungen, dem BUND Berlin, bei dem seine Schwester im Vorstand sitzt, 600.000 Euro Fördergelder zu bewilligen. Das hat sein Familienclan ganz allein hinbekommen. Da nützt ihm auch der Status eines “Guten” nichts, Klüngel bleibt Klüngel. Im Rahmen von “Wokeness” und “Antirassismus” hat sich ohnehin eine Hierarchie derjenigen herausgebildet, welche noch “legitim” kritisieren und kritisiert werden dürfen. Es hängt davon ab, wie viele Punkte man auf der Diskriminierungsskala erreicht, welche unter anderem verschiedene Nuancen der Hautfarbe, Behinderungen und Geschlecht umfasst. Diese Skala deckt sich in weiten Teilen mit der Opfer-Hierarchie, welche wiederum über das generelle Rederecht entscheidet. “Black lives matter” wird wahrscheinlich nicht die Hand beißen, die sie füttert, aber wenn jemand aus deren Reihen George Soros angegriffen hätte, so wäre es ihm unter dem Deckmantel der “Postkolonialismusdebatte” nachgesehen worden.

Antisemitische Vorfälle gab es bei BLM zuhauf – bloß haben sie kaum jemanden interessiert. Als Jude oder aber auch als Frau – was natürlich beides auf einen Menschen zutreffen kann – wird man auf der Skala nämlich flexibel hin und her geschoben und muss im Ernstfall zurückstecken. Schutz genießt man nur vor dem toxischen “weißen Mann”, teilweise sogar ungefragt. Von ihm dürfen sich Frauen noch nicht einmal mehr Komplimente machen lassen. Die Versuchung, sich vor Kritik zu drücken, trägt wohl bei ehrlicher Selbstbetrachtung jeder Mensch in sich. Allerdings muss im Sinne der Demokratie jeder, der weitreichende Entscheidungen trifft, bereit sein, berechtigte, faktenbasierte Kritik als Kurskorrektur einzustecken. Es ist weder die Aufgabe der Opposition noch der Bevölkerung, Selbstüberschätzung und Narzissmus unserer Minister zu nähren. Da kann Robert Habeck noch so sehr von der Zweckmäßigkeit des chinesischen Systems schwärmen – mittragen müssen wir das nicht. Auch wenn das Krönchen wackelt.

13 Antworten

  1. Habeck überspielt seine Inkompetenz und Ahnungslosigkeit, gepaart durch Unvermögen mit seiner beispiellosen Aroganz ! Wenn ich nur dieses überhebliche Grinsen sehe, könnte ich ihm mit wachsender Begeisterung die Fresse polieren !

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  2. DIE GRÜNEN

    nie hat eine partei mehr natur vernichtet wie die grünen – sichtbar hier in der uckermark – vor den toren berlins – nur noch industrialisierte landschaft – ehemals toscana des nordens mit einst wunderschönem landschaftsbild . eine von der eiszeit geschaffene moränenlandschaft – nun kein freier hügel mehr – vögel ade – insekten im hochzeitsflug klein gehäckselt – tausende rot blinkende pillone bis zum horizont – folter -beständiges pulsierendes brumme verursacht schlaflosigkeit – auswirkungen auf das kardiologische systhem – auslöser von vorhofflimmern – verursacht auch durch verwirbelung der luftschichten extreme trockenheit – demnächst auch vor ihrem eigenheim – weitere 60 000 wkanlagen geplant – toller erfolg die fast höchsten strompreise – enorm sozial – und unsichere stromerzeugung.

    IST DAS EURE NEUE NATUR !

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    1. So in etwa habe ich auch argumentiert, als ich vor Jahren telefonisch die finanzielle Unterstützung für Greenpeace kündigte. Daraufhin wurde mir beschieden, dass man schließlich die Vor-sind Nachteile abwägen müsse. Alles klar?

    2. Der erste Winpark wurde im Vogelsberg angelegt, damals noch auf Feldern, da die “Vogelsberger Platte” kaum Wald hat. Seitdem wird in die Höhenlagen der Mittelgebirge gebaut, Hektarweise Bäume gefällt, für diese (in den meißten Gegenden unsinnigen ) Windmonster ! Es wird auch in nachgewiesenen windarmen Gegenden gebaut, wo Windräder kaum was bringen. Der einzige Weg den Irrsinn zu beenden ist, wenn sich jede Gemeinde wo gebaut werden soll massiv dagegen wehrt ! Bei uns im Linsengericht /Hessen hat`s geholfen. Wir haben noch heute einen unverbauten Blick auf unseren Wald und Vögel und Insekten fühlen sich hier auch noch wohl ( sieht man im Sommer an der Windschutzscheibe ).

    3. Alles zukruppen ist doch eigentlich voll nazi.
      Grüne Berge, Wiesen und Seen ist zu voelkisch.
      Da es keine nazi gibt, aber Voelkisches theoretisch doch (noch)…. .

  3. Es ist zwar nicht schön und edel zu sagen: Hauptsache, der Turbo-Antreiber ist Weg!, aber beim grün-gesetzten „Diskussionsrahmen“ (leugnen, vertuschen, tricksen, ignorieren) geht das doch!

    Hoffentlich finden endlich mehr Wirtschaftsvertreter, alle sozial Denkende und vor allem auch genug Politiker den Mut, diese Vermögensvernichtungsagenda mittels Wärmepumpen samt zwangsläufiger Gebäudesanierung zu beerdigen.
    Eine Klimapolitik, die nicht mit, sondern mit diktatorischen Mitteln gegen die Bürger und die Volkswirtschaft betreiben wird, sollte nicht länger hingenommen werden. Vor allem sollte ideologiefrei untersucht werden, wie realistisch vorgegangen werden kann, ohne dass ein wirtschaftlicher Kahlschlag erfolgt.

    Vielleicht hat das auch Auswirkungen auf die bedrohliche Kriegstreiberei, die immer noch betreiben wird.
    Leider ist der gegenwärtige Bundeskanzler eine äußerst schwache, erinnerungs- und gestaltungsschwache Figur, von der man sich nichts Wesentliches zur Beendigung der Kriegstreiberei erhoffen darf.

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    1. Der Kanzler ist nicht “schwach”, denn er ist genauso ein narzisstischer, demokratiehassender Psychopath, wie sein Vorgänger, der Merkel.
      Das tatsächliche Manko ist seine kriminelle Energie, mit deren Ergebnisse er durch den CIA leicht zu erpressen und zu steuern ist.
      Dazu kommt ein dicker Schuss Empathielosigkeit und fertig ist das Würstchen, das mit seinen Kompagnion*Innen gerade ganz D vernichtet.

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  4. Der grüne Clan ist selbstgerecht, selbstverliebt und fühlt sich unantastbar in seiner göttlichen Mission. Zudem misst er zu gerne mit zweierlei Maß. Sinkende Umfragewerte erklärt sich dieses Gekröse nicht etwa damit, dass man auf dem Holzweg ist, sondern damit, dass man die höheren Ziele nicht gut genug KOMMUNIZIERT hat.

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  5. Heule, heule Grünchen,
    es wird nie wieder gut,
    heule, heule Grünchen,
    jetzt kommt Heiz-Terror-Wut!

  6. Habeck – ist auch nur ein WEF-Hansel – seine Meinung bekommt er von Graichen, Harvey und Baake – und diese dann wieder von Schmidt-Ruhrbeck und Podesta – und wenn man dann weiter nach oben geht, findet man irgendwann die Mitglieder des WEF, Rothschild und Rockefeller !
    Die Young Leaders des bunten Regimes sind schon recht niedere Büttel – eingestellt, geführt und geschützt aus anderer Ecke. Der existiert nicht aus eigener Kraft, sondern ferngelenkt – da sind sie sich gleich : Merkel, Drosten, Spahn, Habeck, Baerbock – na ja und was es da sonst noch an irrelevanten gibt. Die haben den Bodenkontakt nicht verloren – als Marionetten steht ihnen das nicht zu – und sie sind geistig so hochfliegend, daß sie es nicht einmal merken !

  7. BUND in einer Naturschutzsache kontaktieren wollen, Emailadresse ungültig. Vor etlichen Jahren mit denen zu tun gehabt-Hütchenspieler! Alles nur Fassade zum Kasse machen.