Hallelujah! Es ist eine Jungfrauengeburt!

Man muss schwanger werden, um abtreiben zu können - doch wie gelingt das männerfeindlichen Postfeministinnen?

„Spiegel“-Kolumnistin Margarete Stokowski (Foto:Imago)

Unter Menschen mit Uterus – früher unter der Bezeichnung „Frauen“ bekannt – und mit Feminismus-Hintergrund geht das Weihnachtswunder um: Offenbar sind sie in der Lage, durch Parthenogenese schwanger zu werden. Da es sich sogar bei der Jungfrauengeburt vor zweitausend Jahren wahrscheinlich nur um einen Übersetzungsfehler gehandelt hat – das kläre jeder Gläubige für sich -, haben wir es wohl mit einer neuen Evolutionsstufe zu tun, die einige Vertreterinnen dieser neuen Spezies erreicht haben. So wie zum Beispiel die Feministin Margarete Stokowski, die in ihrer aktuellen „Spiegel“-Kolumne Polen-Bashing mit dem Ruf nach Abtreibung für alle verbinde.

(Screenshot:Twitter)

Warum sollten sie nicht fertigbringen, was sogar dem Weibchen des Komodo-Warans gelingt? Nachwuchs zu bekommen, ohne einen männlichen Partner dafür in Anspruch zu nehmen? Schließlich lässt Frau Stokowski nichts an sich heran, was auch nur entfernt phallisch erscheint. Dem Spargel hat sie schon seit Jahren den Kampf angesagt – ist er doch das ausbeuterische Gemüse des „alten weißen Mannes„. Demnach dürften Bockwurst und Zucchini auch nicht auf ihrem Speiseplan stehen. Nahte sich also das Original als Ausstattung eines xy-Chromosom-Menschen – früher sprach man von „Männern“ – dürfte das Frau Stokowski enorm traumatisieren. Wahrscheinlich müssen die männlichen Mitglieder der Spiegel-Redaktion kleine Glöckchen um den Hals tragen, um rechtzeitig einen Annäherungsalarm auszulösen.

Also bliebe ihr und ihren Gleichgesint*innen tatsächlich nur die Waran-Methode, um schwanger zu werden. Diese hat allerdings aus radikalfeministischer Sicht einen entscheidenden Nachteil: Da sie das Überleben der Spezies bei Männermangel sicherstellen soll, werden auch nur männliche Warane geboren. Mutter Natur trägt keinen Pussy-Hat.
Dennoch sind diese Hardcore-Feministinnen vom Thema Abtreibung ganz besessen. Dass Polen derzeit ohnehin unter massivem Gutmenschen-Beschuss steht, ist natürlich ein wohlfeiler Aufhänger dafür. Auch wer kein ausgesprochener „Lebensschützer“ ist oder jede Frau verurteilt, die sich in einer Notlage zur Abtreibung entscheidet, kann nur geschockt den Kopf schütteln, wie geradezu trotzig hier das Recht eingefordert wird, ungeborenes Leben zu töten. Und das aus einer Szene heraus, die wegen des vermeintlich gehörten Quakens einer seltenen Froschart Bauprojekte stoppen oder jedem zwangsweise jedes Impfserum in den Arm jagen will. „My body, my choice“ gilt nur, wenn die Damen plötzlich beschließen, ein Baby habe ohnehin einen zu großen ökologischen Fußabdruck oder passe nicht zur Lebensplanung.

„My body, my choice“ bei der Abtreibung, nicht beim Impfen

Ab und an dringt also doch ein männliches Wesen zu den Damen durch – oh, mein Gott, diese Erkenntnis erschüttert mich zutiefst, ich bin enttäuscht, sehr enttäuscht von euch, Schwestern! Wie der Herr das anstellt, bleibt ein Rätsel, denn Blumen und Komplimente sind schließlich Relikte des patriarchalischen Werbungsverhaltens. Vielleicht machen sie es wie zu klein geratene Oktopus-Männchen, die sich als Weibchen tarnen, um zum Zuge zu kommen. „Darf ich dich auf einen Becher laktosefreien Fair-Trade Kakao mit Vollkornmuffins einladen?“ An der Kasse noch schnell einen Zehner in die Sammelbüchse für Greenpeace gesteckt, dann ist frau überzeugt, die einzige Ausnahme unter all den bösen, betrügerischen Testosteron-Bomben gefunden zu haben.

Auf den Gedanken, zu verhüten, kommen die Damen offenbar ebenfalls nicht. Das ist noch so ein Widerspruch zu ihrer Corona-Einstellung: Oben wird geschützt, auch um drei Uhr nachts an der Bushaltestelle – unten her lässt man es drauf ankommen. Notfalls kann man schließlich abtreiben, als wäre das eine Art Hausputz. Es soll tatsächlich noch Frauen geben, die nach einer Abtreibung Schuldgefühle haben, die müssen ihnen schnellstens ausgeredet werden.

Zudem wäre ich gerne dabei, wenn Frau Stokowski diese Lebenseinstellung den männlichen Neuankömmlingen aus dem Morgenland erklärt. Wo Frauen sich nicht einfach mal einen Mann gönnen können, wenn ihnen danach ist, und sich in vielen Fällen noch nicht einmal den eigenen Ehepartner aussuchen dürfen. Wo es als selbstverständlich erachtet wird, dass sie viele Kinder bekommen, weil sie sonst als wertlos betrachtet werden. Da gibt’s kein „my body, my choice„, noch nicht einmal ein winziges Bisschen davon. Aber dazu werden wir von Frau Stokowski nichts hören – noch nicht einmal, wenn die Herren Spargel essen.

3 KOMMENTARE

  1. Die Schangerschaft von Maria vor 2.000 Jahren ist ganz einfach zu erklären:
    Damals wurden Frauen, die vor der Ehe GV hatten und evtl. schwanger wurden, aus der Gresellschaft verstoßen oder gar gesteinigt. Maria, eine Frau aus höchsten jüdischem Adel, wurde von Josef „gerettet“ indem er sie als seine Frau ausgab.

  2. Hmm, kratzkratz am Kopf…
    Müsste es nicht Utera heissen? Ist Uterus nicht auch schon patriarchaler Sprachterror? Mensch:innen mit Gebärvadder. Nee nee.
    Stokowski, ach Gott:öt:&#$:in, halt besser das Maul.

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